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Japando Sessel mit Beistelltisch und Stehlampe

Hier trifft der Osten auf den Norden! Der angesagte Japandi-Trend ist ein stylischer Mix aus dem skandinavischen und dem japanischen Einrichtungsstil. Sie fragen sich wie das zusammenpassen kann? Der coole Look aus Skandinavien tut sich mit der reduzierten Ästhetik Japans zusammen. Ein phänomenaler Style! Unsere Interior-Experten verraten Ihnen, was sich genau hinter „Japandi“ verbirgt und was den Stil so besonders macht. Lassen Sie sich von der Schönheit des Nordens mit dem Stilspektrum des Ostens inspirieren! Denn so unterschiedlich sind diese beiden Himmelsrichtungen gar nicht ─ zumindest im Interior-Bereich!

Vorab: Japanisch einrichten – wie geht das?

Um zu verstehen, was der Japandi Stil ist, sollten Sie zuerst die Grundlagen des japanischen Einrichtungsstils kennenlernen.

Um sein Zuhause japanisch einzurichten, reicht es jedoch nicht nur aus, einen Buddha aufzustellen – zumal ein Buddha gar nicht Japanisch ist. Auch ein Katana-Set oder ein unverständliches Schriftzeichen an der Wand machen noch keine japanische Einrichtung. Wer sein Zuhause mit einer japanischen Einrichtung verändern möchte, muss sich etwas tiefer wagen: In die Philosophie, die dahinter steht!

Japanischer Minimalismus in der Einrichtung

Richtig ausgerichtet: Feng Shui in der japanischen Einrichtung

Feng Shui kommt ursprünglich aus China, jedoch wird auch in Japan die Lehre vom Wohnen in Harmonie praktiziert. Dabei versucht man die Farben, Formen und Materialien der Einrichtung entlang der Lehre der Elemente Feuer, Holz, Metall, Wasser und Erde zu wählen. Das sogenannte Bagua leitet dazu an, welche Elemente in welcher Position des Hauses berücksichtigt werden sollen. Alles dient dazu, zwischen Yin und Yang einen ausgeglichenen und ungehemmten Fluss des Chi zu gewährleisten. Erst dann wird sich der Mensch zu Hause wohlfühlen und gesund sein. Das eigene Heim wird dann zu einem Ort, an dem man Kraft tankt und zur Ruhe kommt. Der japanische Einrichtungsstil berücksichtigt diese Lehre.

Zen im Mittelpunkt der japanischen Einrichtung

Der Zen-Buddhismus ist ein weiterer philosophischer Einfluss, den die japanische Einrichtung in sich trägt. Nach eigener Selbstauskunft hat der Zen-Buddhismus keine Lehre, sondern ist lediglich eine Praxis und Realität. Aber dieser bringt einige Elemente in das Japanische Wohnen mit ein: Der Fokus auf die wichtigen Dinge, den achtsamen Umgang mit der Umgebung und mit sich selbst und die bewusste Ablehnung des Strebens nach immer neuem Besitz. Japanische Einrichtung versucht nicht, Besitz anzuhäufen und auszustellen. Sie verlegt sich eher darauf, notwendige Besitztümer so reduziert wie möglich zu halten und unterzubringen, ohne die Ruhe zu stören. Auch der Wohntrend Wabi-Sabi gilt dafür als Anhaltspunkt.

Die 6 Must-Haves der Japanischen Einrichtung

Der japanische Stil hat natürlich einige traditionelle Must-Haves, mit denen das fernöstlicher Flair und die Qualität liebevoller japanischer Handwerkskunst zu uns nach Hause kommen. Lernen Sie hier mehr über japanische Möbel & Co.:

  • Die leicht lichtdurchlässigen Wände aus speziellem Shoji-Papier sind wohl das erste, was einem einfällt, wenn eine japanische Einrichtung gesucht wird. Shoji-Wände ermöglichen es den Bewohnern von japanischen Häusern kleine Räume privat abzutrennen, ohne ganz vom Haus ausgeschlossen zu sein oder das Tageslicht auszusperren. Auch bei uns sind Shoji-Wände beliebt, als Raumteiler oder sogar, um aus einer Zimmerecke einen begehbaren Kleiderschrank zu machen. Ein anderer Begriff für diese Trennwände ist „Fusuma“.
  • Tatami-Matten sind in Japan deshalb unverzichtbar, weil das Leben, ungleich wie im Westen, nicht auf Sitzhöhe, sondern auf Bodenhöhe stattfindet. Tatamis schützen davor, sich auf dem kalten Boden zu verkühlen, denn das Stroh isoliert. Außerdem ist es leicht zu reinigen, variabel zu ersetzen und sieht wunderschön natürlich aus.
  • Japanische Betten, wie das Futonbett, haben auch im Westen Einzug gehalten. Allerdings sind in der japanischen Einrichtung Futons gemeint, die bei Tag zusammengerollt und in den Einbauschränken oder hinter Shoji-Wänden versteckt werden. So können sie die Fläche des Raums freigeben. Japanische Betten werden also besonders eingesetzt!
  • Noren sind Stoffvorhänge mit japanischen Schriftzeichen. In Japan werden sie oft von Läden genutzt, aber ursprünglich dienten sie als Sonnenschutz. Wenn Sie japanische Akzente an ihren Fenstern setzen möchten, können Sie auf hübsche Noren-Vorhänge zurückgreifen.
  • Tansu werden die mit Metall beschlagenen Truhen-Kommoden genannt, die für die japanische Einrichtung so typisch sind. Aus japanischem Holz gefertigt, können darin allerlei Arten von Gegenständen aufbewahrt werden. 
  • Japanische Deko: Weitere typische Wohnaccessoires sind schöne Kissen, vor allem Sitzkissen, Wandschmuck mit Kalligraphie, Tische aus Bambus oder Holz, Zen-Gärten und Bonsais.

Wenn Sie nicht Ihre ganze Einrichtung im japanischen Stil gestalten möchten, bieten sich auch einzelne Zimmer dafür an. Ein Wohnzimmer als besinnlicher Mittelpunkt mit japanischen Möbeln, ein Gästezimmer als stilvoller Alleskönner, oder ein Schlafzimmer als ruhiges Refugium. Auch das Kinderzimmer lässt sich in wenigen Schritten zu einer fernöstlichen Oase gestalten.

Lese-Tipp: Die Inneneinrichtung ist Ihnen nicht genug und auch der Outdoorbereich soll im japanischen Look erstrahlen? Dann schauen Sie in unserem Magazin vorbei und lesen Sie alles über japanische Gärten!


Das macht den Japandi-Stil aus

So unterschiedlich der skandinavische und japanische Stil auch sein mögen, mindestens genauso viele Gemeinsamkeiten haben sie auch. Während der Scandi-Style mit Minimalismus und einem coolen Kern punktet, lebt die japanische Einrichtung von reduzierter Ästhetik und Wohlbefinden. Durch diese Kombination entsteht Japandi – ein schlichter und wohnlicher Einrichtungsstil, der sich auf das Wesentliche reduziert, gleichzeitig aber Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlt.

Den Japandi-Trend muss man verstehen, um ihn auf seine ganz eigene Weise interpretieren zu können. Wir haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst:

  • Fact 1: Der Japandi-Stil definiert sich durch Funktionalität, solitäre Statement-Details und das Gegenteil zu Möbeln und Accessoires des Maximalismus.
  • Fact 2: Dieser Interior-Trend ist zurückgenommen, leiser, ruhiger und zurückhaltender ─ ohne dabei fad oder traurig zu wirken.
  • Fact 3: Der harmonischer Stilmix führt den fernen Osten mit dem Norden zusammen. Hier treffen helle und neutrale Töne sowie die Natürlichkeit unbehandelter Hölzer auf dunkle Farbnuancen.
  • Fact 4: Der Japandi-Style ist geprägt von dunklen Hölzern, Leichtigkeit und Schwarz. Absichtlich unmöblierte Ecken in den eigenen vier Wänden werden durch rustikale skandinavische Designdetails komplettiert.
  • Fact 5: Kein Japandi ohne schlichte Formen! Egal ob bei Möbelstücken oder Wohnaccessoires – in diesem Wohnstil dominiert Schlichtheit im Design. Der Vorteil: Durch die unauffällige Formgebung lassen sich die Einzelstücke beliebig miteinander kombinieren.

Farben & Materialien des Japandi

Die Farbpalette ist im Japandi dezent, aber trotzdem kräftig. Die schlichten, hellen Farben des Scandi-Styles treffen auf die dunklen Nuancen Japans. Besonders Naturtöne wie Braun, Beige und Terracotta sind hier beliebt, aber auch Grau und Schwarz kommen immer mal wieder in der Einrichtung vor. Für farbliche Akzente werden Farbnuancen in Grün, Blau und Aubergine – auch gerne mal etwas kräftiger – genutzt.

Für den Japandi-Stil unverkennbar sind schwarze Details. Diese leiten nicht nur den Blick, sondern sind absolut typisch für den klassischen Wohnstil der Japaner. Die einzelnen Möbelstücke und Wohnaccessoires sollten aber nicht zu plump wirken ─ sie zeichnen sich durch eine gewisse Sachlichkeit aus, die aber gleichzeitig auch filigran ist. Wenn Sie den Japandi-Look in Ihren vier Wänden umsetzen möchten, sind dunkle Hölzer ein absolutes Muss. Sollten Sie helle Holzmöbel besitzen, müssen Sie diese natürlich nicht gleich entsorgen. Handelt es sich um unbehandeltes Holz, können Sie die Schmuckstücke mit einer dunklen Beize oder Lasur zu einem stilgerechten Upgrade verhelfen. Ein absolutes Muss im Japandi: Kombinieren Sie dazu Elemente aus Bambus, Papier und Steingut!

Qualitativ hochwertige Materialen sowie natürliche Textilien sind im Japandi ebenso essenziell. Baumwolle, Leinen, Jute und Wolle finden sich zum Beispiel auf Kissen, Decken und Teppichen wieder. Wichtig dabei ist nur, dass sie keine auffälligen Muster aufweisen.

Möbel im Japandi-Stil

Um sein Zuhause im Japandi-Stil einzurichten, sind niedrige Möbel eine einfache Art diesen Style in den eigenen vier Wänden umzusetzen. Hierfür sind vor allem ein Futonbett, niedrige Polstermöbel oder bodennahe Beistelltische bestens geeignet. Filigrane Möbel mit klaren Linien und dünnen Beinen unterstreichen die schlichte und minimalistische Einrichtung im Japandi außerdem.

Ähnlich wie beim Scandi Chic werden auch beim Japandi-Stil zeitlose Designklassiker bevorzugt. Achten Sie darauf, dass jedes Möbelstück in Ihren vier Wänden eine gewisse Leichtigkeit ausstrahlt. Trotz der dunklen Farbe oder des rustikalen Materials sollten sie nicht zu massiv wirken. Sie sollten zudem multifunktional sein und mit ihrem zurückhaltendem Design überzeugen.

Deko im Japandi-Stil

Einen fernöstlichen Charme können Sie aber auch verbreiten, indem Sie auf wenige, aber dafür sehr besondere Deko-Objekte setzen. Sowohl der Scandi Chic als auch der japanische Einrichtungsstil betonen die Liebe zum Natürlichen und Handwerklichen. Aus diesem Grund werden handgemachte Vasen, Geschirr und Accessoires in beiden Wohnstilen sehr gerne gesehen. Da der skandinavische Wohnstil auf Gemütlichkeit durch kuschelige Decken, flauschige Teppiche und zahlreichen Kissen setzt, dürfen diese auch im Japandi nicht fehlen. Kombiniert werden dazu japanische Deko-Objekte. Diese punkten durch ihre Funktionalität, wie zum Beispiel ein Kerzenhalter oder eine Teekanne für die japanische Teezeremonie. Beide Stile haben zudem gemein, dass ihr Fokus auf natürlichen Elementen liegt. Pflanzen sind hier also ebenfalls ein absolutes Muss.

Tipp: Beim diesem Wohntrend gilt außerdem: Bloß nicht zu viel. Understatement ist hier das A und O. Setzen Sie auf eine persönliche Note.

Unsere It-Pieces für Ihre Japandi-Einrichtung

Ob eindrucksvolles Statement-Piece oder eine schlichte Vase, beim Japandi-Look sollte jedes einzelne Deko- oder Möbelstück genügend Raum bekommen. Finden Sie auch hier im Online-Shop von WestwingNow eine hübsche Auswahl an stylischen It-Pieces für Ihre persönliche Japandi-Einrichtung. Mit wenigen Schmuckstücken schaffen Sie schon ein völlig neues Ambiente und verleihen der Symbiose von Osten und Norden auf stilvolle Art und Weise Ausdruck.

Weitere Inspiration für eine Japandi-Einrichtung

Lese-Empfehlung: Entdecken Sie in unserem Magazin viele weitere Wohnstile und lassen Sie sich von den zahlreichen Interior-Tipps inspirieren!