Stuhl in Schwarz mit einem schwarz-weißen Kissen neben einer Terassentüre

Das Credo „weniger ist mehr“ gilt zwar bei vielen Dingen, aber nirgends wird es so stilvoll ausgelebt, wie in den eigenen vier Wänden. Bei dem Wohntrend Slow Living (auch Mindful Living genannt) dreht sich alles um das achtsame Wohnen und um ein bewusstes Einrichten. Durch den stressigen Alltag und eine Welt, die sich immer schneller zu drehen scheint, sehnen wir Menschen uns mehr und mehr nach einer Verlangsamung der Zeit. Und wo kann man sich ein gemütlichere Wohlfühloase zaubern als im eigenen Zuhause? Bringen Sie den Minimalismus in Ihr Heim, indem Sie auf Möbel in schlichten Formen setzen, die im Raum symmetrisch angeordnet werden. Zeitgleich trifft Ihre Einrichtung auf zurückhaltende Farben wie Schwarz, Weiß und Grau, die Ruhe ausstrahlen.

Was ist Slow Living?

Slow Living (oder auch slow life) heißt übersetzt aus dem Englischen “langsames Leben”. Der Trend entstand in den 90er Jahren als Gegenbewegung zum Fast-Food-Trend. Denn die Lebensmittelindustrie verschwendet mit dem Überangebot und der Schnelllebigkeit Ressourcen. Ebenso hat Fast Food nichts mehr mit Genuss zu tun. Daher spielt für Slow Living auch die Küche eine wichtige Rolle. Gesundes, selbst gekochtes Essen und ein schönes Ambiente laden wieder zum Genießen ein. Funktionalität der Gegenstände ist hier gleichzeitig besonders wichtig. Die Ernährung ist oft vegan, mit Superfoods versehen oder nach dem “clean eating” Konzept. Zubereitet wird sie aus regionalen und saisonalen Produkten.

Heutzutage ist Slow Living auch ein wichtiger Gegenspieler von dem Burn Out, das viele Menschen innerhalb ihres Arbeitslebens bekommen. Es gilt fast schon als Volkskrankheit. Slow Living geht einher mit Achtsamkeit und Entschleunigung. Tagtäglich sind wir mit unseren Gedanken nahezu überall, nur nicht im Hier und Jetzt. Die Schönheit oder auch das Gefühl von Geborgenheit lässt sich so nicht richtig genießen. Aus diesem Grund sollten wir alle einen Gang zurückschalten und unsere Gedankenwelt fokussieren. Der Grundgedanke von Slow Living liegt nämlich in der Konzentration auf einzelne Dinge, die für einen selbst wichtig sind. Bewusst wahrnehmen und entschleunigen – klingt das nicht gut? Einmal damit angefangen, führt kein Weg zurück!

So geht Slow Living beim Wohnen

Um dem stressigen Alltag zu entfliehen und den Slow Down effektiv umzusetzen, sollten sich Einrichtung und Lebensführung gegenseitig beeinflussen. Bedeutet: Alles, was Ihnen keine Freude mehr bringt oder sogar die Stimmung vermiest, kann entsorgt werden. Ähnlich wie beim Minimalismus sollten Sie nur die Dinge in Ihren vier Wänden besitzen, die Sie wirklich glücklich machen. Auch der Lagom und der Hygge Trend sowie “Wabi Sabi” sind dazu passende Einrichtungskonzepte. Der Konsum wird deutlich eingeschränkt – in allen Bereichen Ihres Lebens. Gleiches gilt für Kontakte, die Ihnen vielleicht nicht so sehr am Herzen liegen.

Vorteile von Slow Living bei der Einrichtung

Beim Slow Living geht es in erster Linie darum, achtsamer mit sich selbst und dem Leben um sich herum zu werden. Oftmals bleibt die Neugier auf der Strecke und wir nehmen Vieles für selbstverständlich. Erfreuen Sie sich stattdessen an den kleinen Dingen, die das Leben zu bieten hat. Die Einfachheit ist genau das, was wir brauchen, um vom Grundsatz her wirklich glücklich zu sein. Um sich angekommen zu fühlen, bedarf es keinem ausgeschweiften Materialismus.

  • Der Zustand Ihrer Wohnung spiegelt gleichzeitig den Zustand des eigenen Geistes wieder. Schaffen Sie durch Ausmisten und eine ganzheitliche Ordnung mehr Übersichtlichkeit und Klarheit in Ihrem Zuhause und somit auch in Ihren Gedanken!
  • Gerade in den großen Metropolen wird der Wohnraum immer knapper, die Mieten steigen in die Höhe. Daher wissen wir oft gar nicht, wohin mit all dem Kram, den wir horten. Wenn Sie Ihr Leben im Stil des Future Trends ausrichten, besitzen Sie von Grund auf weniger und brauchen automatisch auch weniger Platz.
  • Qualität statt Quantität! Das ist nicht bloß einfach so daher gesagt, sondern im Slow Living Trend fest verankert. Denn hier gilt nach wie vor: Weniger ist mehr. Sie werden staunen, wie wenig Dinge Sie eigentlich wirklich brauchen, um glücklich zu sein.
  • Die Nachhaltigkeit! Das “weniger ist mehr”-Prinzip und das Einrichten mit dezenten Möbeln die lange gefallen ist auch umweltfreundlich. Mehr Tipps zum “Nachhaltig Leben“, zum Beispiel zu “zero waste“, gibt es in unserer Kategorie dazu!

How To: Slow Living Einrichten

Schritt für Schritt:

  1. Ausmisten und Ordnung schaffen! Schaffen Sie erst einmal eine Grundordnung und trennen Sie sich von allen Dingen, die Ihnen kein Lächeln ins Gesicht zaubern. Natürlich sollten Sie nicht gleich alles im Müll entsorgen. Sind Kleidung oder Möbelstücke noch intakt, freuen sich Freunde und Verwandte über die nette Geste oder aber Sie spenden oder verkaufen Ihre ausgedienten Habseligkeiten. Wie Sie Ihre vier Wände effektiv ausmisten, erfahren Sie in unserem Artikel dazu!
  2. Stil aussuchen! Nicht jeder Einrichtungsstil lässt sich ohne weiteres mit dem Future Trend vereinbaren. Einige Looks leben von opulenten Details, schweren Stoffen oder kunterbunten Farben. Dennoch zählen neben den bereits erwähnten Stilen auch der Scandi Stil und der Industrial Style zu den Stilen, die sich als Basis für einen Slow Living Interior anbieten. Natürliche Materialien, gedeckte Farben und geradlinige Designs machen die Looks aus.
  3. Vintage oder Upcycling und Natur pur! Nichts wirkt gemütlicher als hochwertige Möbelstücke aus Holz im harmonischen Zusammenspiel mit grünen Pflanzen. Auch schön dazu: Wiener Geflecht! Für ein besonderes Wohlbefinden sorgen dazu Wohnaccessoires, die in Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail hergestellt werden. Stichwort: Upcycling – Vintage Möbel und Dekoration sind sehr achtsam zur Umwelt und nachhaltig. Damit schonen Sie Ressourcen. Langlebige Materialien sind also ein Muss!

Ordnung schaffen: Kleiderschrank ausmisten

Must-haves: Möbel und Deko für Ihr Slow Living daheim

Slow Living Schlafzimmer natürliche Materialien dezente Farben

Für einen gelungenen Slow Living Trend in Ihrem Zuhause sind natürliche Materialien, eine reduzierte Farbpalette sowie ein hohes Maß an Geradlinigkeit ein echtes Muss. Setzen Sie dazu auf Holz, Baumwolle, Leder und Leinen zu zeitlosen Designs.

Vor allem die natürlichen Qualitäten von Leinen, Jute oder Korb machen den trendigen Look, der auf eine Reizüberflutung verzichtet, aus. Farben, die in uni gehalten sind oder zarte Muster aus Beige-, Grau-, Nude- und Pastelltönen setzen stilvolle Hingucker in Ihrer Einrichtung. Generell ist alles, was aus der Natur kommt, sich warm und echt anfühlt, ein toller Blickfang und harmoniert fabelhaft zum Slow Living Trend.

Achten Sie darauf, das die Produkte auch nachhaltig sind. Achtsamkeit gilt nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere und die Umwelt. Mehr zum Look sehen Sie bei WestwingNow.

Deko Tipp: Pflanzen!

Natürlich ist es auch wichtig, ganz viel in die Natur zu gehen und dort zu entspannen. Hierzu können Sie auch in unseren Artikel zum Waldbaden klicken. Aber auch in Ihrem Zuhause tut das Grün seinen Nutzen. Denn Zimmerpflanzen reduzieren Stress, senken den Blutdruck und sorgen auch noch für eine angenehme Luft. Wir empfehlen wie bei der Beleuchtung: Mehr davon!

Die Beleuchtung

Damit es nicht an der Gemütlichkeit durch den Minimalismus fehlt, unbedingt auf warmes Licht und viele Lichtquellen setzen! Für die Tagesmitte können Sie aber auch eine kalte Lichtquelle einbringen. Kombinieren Sie Hängelampen, Stehlampen und Tischlampen – hier ist mehr auch mehr.

Das Badezimmer

Slow Living Badezimmer Buddha deko minimalistsch

Das Badezimmer ist ein Ort der Entspannung und Self Care. Ob ein Home Spa day mit Bad, Hygiene oder andere Beauty Rituale: hier verwöhnen Sie sich. Lassen Sie daher den Minimalismus einziehen und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. Duftkerzen, Naturmaterialien statt Plastik und cozy Handtücher schaffen Wohlfühl-Flair.

10 Tipps für den Alltag – Freizeit und Büro:

  • Starten Sie langsam statt gehetzt in den Tag
  • Gehen Sie viel spazieren und nehmen Sie dabei bewusst sie Umgebung wahr
  • Machen Sie mehr selbst – egal ob Essen, Kosmetik oder Deko
  • Offline und kein Multitasking: Schalten Sie Computer, Smartphone und Fernseher zum Essen aus
  • Nutzen Sie Social Media bewusst und folgen Sie bei Facebook, Instagram & Co. nur, was Ihnen auch guttut
  • Machen Sie beim Arbeiten feste Pausen
  • Sagen Sie auch mal NEIN!
  • Machen Sie Journaling oder schreiben Sie einfach ein Tagebuch – lassen Sie Revue passieren und seien Sie dankbar für die Momente
  • Starten Sie auch mal planlos in Ihre freien Tage
  • Nehmen Sie sich Zeit für sich: Wie wäre es mit einem entspannten Hobby wie Yoga?

Slow Living Step by Step

  1. Ändern Sie Ihr Glaubenssätze
  2. Positive Glaubenssätze festlegen und manifestieren, negative Glaubenssätze loswerden
  3. Nehmen Sie sich Zeit, nichts zu tun und lassen Sie Langeweile zu