Indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer

Die richtige Beleuchtung – sie ist wie das Tüpfelchen auf dem i, wie die Kirsche auf der Torte. Zumindest, wenn es um Einrichtung geht! Denn kaum ein Gegenstand kann die Atmosphäre und das Wohlgefühl in einem Raum so bestimmen wie Lampen, Leuchten und Lichter. Da können Möbel und Deko noch so gemütlich sein. Eine große Rolle dabei spielt dabei die Art des Lichts. Besonders im Wohnzimmer sollten Sie dabei auf die indirekte Beleuchtung achten. Wir erklären Ihnen hier, was das genau ist und checken für Sie die wichtigsten Fakten. Außerdem haben wir einige tolle Tipps parat, wie Sie mit den richtigen Lichtquellen das Beste aus Ihrem Wohnzimmer herausholen.

Was ist indirekte Beleuchtung eigentlich?

Direktes Licht strahlt unmittelbar auf Gegenstände oder in einen Raum. Dies sorgt für harte Schatten und starke Kontraste zwischen Hell und Dunkel. Im Gegensatz dazu wird indirektes Licht von einer Blende reflektiert oder ist so ausgerichtet, dass die Lichtstrahlen zuerst eine Wand oder die Decke treffen. Dieser kleine Umweg sorgt dafür, dass die Helligkeit gestreut wird. Konturen wirken weicher, ein ganz anderes Ambiente entsteht.

Warum ist indirektes Licht im Wohnzimmer wichtig?

Jeder kann sich vorstellen, wie ungemütlich eine helle, einzelne Glühbirne einen Raum ausleuchten würde. Abgesehen davon, dass so ein direktes Licht blenden kann, sorgt es auch für eine ungemütliche Stimmung. Ein indirekter Lichteinfall wirkt dagegen sanfter und kann je nach Bedürfnis, Raum und Geschmack reguliert werden.

Generell ist eine Grundbeleuchtung mit direktem Licht nützlich. Man sollte allerdings ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen indirektem und direktem Licht kreieren. Modernes Lichtdesign setzt daher auf mehrere Lichtquellen für die unterschiedlichen Räume. Direktes Licht wird überall dort benötigt, wo Helligkeit von Vorteil ist, zum Beispiel zum Lesen, Schreiben oder für Handarbeiten, aber auch in der Küche.

Indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer: Das sind die 5 besten Ideen

Das Wohnzimmer eignet sich sehr gut, um ein ansprechendes Ambiente mit indirektem Licht zu kreieren. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die fünf beliebtesten Ideen für die indirekte Beleuchtung stellen wir Ihnen jetzt vor:


1. Setzen Sie auf eine moderne indirekte Deckenbeleuchtung

Die Grundbeleuchtung im Wohnzimmer muss bei Bedarf den Raum genügend beleuchten, sollte dabei aber keine sterile Grundstimmung zu erzeugen. Üblicherweise handelt es sich dabei um eine Lampe an der Decke. Wählen Sie hier eine Hängeleuchte oder eine Deckenlampe mit weicher Lichtfarbe sowie einem mattierenden Schirm für den indirekten Lichteinfall.


2. So können Sie die Wand im Wohnzimmer indirekt beleuchten

Strahler und Wandleuchten sorgen für Abwechslung im Lichtspiel. Sie können kleine Inseln an Lieblingsplätzen bilden oder Bilder und Deko in Szene setzen. Je höher die Leuchte, desto größer dabei der Lichtkegel – machen Sie sich diesen Effekt zunutze, um dem Raum Tiefe und eine spannende Perspektive zu kreieren.


3. Schöne Stehlampen und Tischlampen für die indirekte Beleuchtung

Eine Lichtquelle kann auch selbst ein attraktives Deko-Objekt sein. Stylishe Stehlampen und dekorative Tischleuchten machen sich gut auf Regalen oder als leuchtende Ergänzung an einem Sitzplatz. Sehr beliebt für die indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer sind dabei auch die sogenannten Deckenfluter. Diese Lampen leuchten nach oben an die Decke und verbreiten so besonders gemütliches Licht. Praktisch: Viele Deckenfluter haben eine zusätzliche Leselampe integriert, die bei Bedarf mit direktem Licht aushilft.


4. LED-Streifen und beleuchtete Möbel für Licht-Highlights im Wohnzimmer

Sehr modern wirken in Möbelstücken integrierte Lichtquellen. Regalböden, Vitrinen, aber auch das Sofa lassen sich mit LEDs effektvoll in Szene setzen. Hierbei sind LED Streifen nahezu unsichtbar entlang der Möbel angebracht. Alternativ können Sie sich auch für dekorative Stuckleisten mit LEDs an der Decke entscheiden. Es entstehen indirekte Lichtquellen, die solo oder in Kombination mit anderen Lampen zum Einsatz kommen können.


5. Kleine Lichtquellen als dekorative indirekte Beleuchtung

Vor allem in der dunklen Jahreszeit erfreuen sich die Augen an kleinen Lichtquellen, die den Raum verschönern können. Laternen und Windlichter mit echten oder mit LED-Kerzen sorgen für warme Akzente. Lichterketten an den Fenstern kreieren eine besondere Stimmung – und das nicht nur in der Weihnachtszeit.

Extra-Tipps: Das müssen Sie noch über indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer wissen

  • Warmweißes Licht wirkt angenehm und einladend. Achten Sie beim Leuchtmittel-Kauf daher auf diese Bezeichnung.
  • 3300 Kelvin sollten Sie nicht überschreiten, denn mehr lässt das Licht sehr grell wirken.
  • Checken Sie zudem die Standorte Ihrer Steckdosen, bevor Sie mit der Planung des Lichtkonzepts beginnen.
  • Sinnvoll planen: Eine Leseecke benötigt mehr Licht als der TV-Sessel oder das Schlafzimmer!
  • Lieber mehr Lampen als zu wenige einsetzen, damit Sie mit der Helligkeit variieren können.
  • Setzen Sie auf LEDs, um den Stromverbrauch gering zu halten.
  • Dimmbare Leuchtmittel schenken zudem noch mehr Flexibilität und können je nach Bedarf angepasst werden.

Lese-Tipps: Wir hoffen, in puncto indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer geht Ihnen nun ein Licht auf! Falls Sie noch eine Idee für eine kreative Lichtquelle suchen, haben wir außerdem eine einfache Anleitung für eine schöne DIY-Lampe für Sie. Weitere Ideen zum Wohnzimmer einrichten finden Sie natürlich ebenfalls bei uns!