Schönes Wohnzimmer mit Essbereich

Unser Zuhause soll ein echter Ort zum Wohlfühlen sein. Doch manchmal ist das Einrichten und Dekorieren der eigenen vier Wände gar nicht so leicht! Selbst echte Interior-Lover, die immer die neuesten Trends kennen, sind vor Fehltritten nämlich nicht geschützt. Doch glücklicherweise lassen sich viele No-Gos ganz einfach umgehen. Wir haben Ihnen deshalb die 10 schlimmsten Einrichtungsfehler zusammengestellt, die Sie 2022 unbedingt vermeiden sollten. Außerdem verraten Ihnen unsere Experten Tipps und Tricks, mit denen Ihr Zuhause schön, wohnlich und praktisch zugleich wird. Lassen Sie sich inspirieren!

Fehler 1: Sie mixen zu viele Farben

Ein paar bunte Akzente an der Wand, das Sofa in der absoluten Lieblingsfarbe und Deko-Kissen mit farbenfrohen Mustern: Die bunte Einrichtung liegt derzeit voll im Trend und sorgt für gute Laune in unseren Räumen. Gleichzeitig machen wir unsere Wohnung durch Farben persönlicher und freundlicher.

Aber aufgepasst! Denn beim farbenfrohen Dekorieren sollten Sie auf keinen Fall übertreiben, sonst wirkt das Ganze schnell unharmonisch und chaotisch. Damit Ihnen also nicht die Augen weh tun, kommt es auf die richtige Dosis an. Setzen Sie also am besten auf maximal drei Farbtöne, die Sie miteinander kombinieren.

Extra-Tipp: Welche Farben am schönsten miteinander harmonieren, erfahren Sie natürlich ebenfalls bei uns. Außerdem verraten wir Ihnen alles über die Farbpsychologie und Ihre Auswirkung auf unser Wohlbefinden!

Fehler 2: Ihre Beleuchtung ist ungemütlicher als in einer Bahnhofshalle

Das Licht spielt in unserem Zuhause eine wichtige Rolle. Lampen sollten Sie bei der Raumgestaltung daher nicht vernachlässigen! Eine helle Deckenlampe ist zwar beim Putzen sehr hilfreich, Gemütlichkeit kommt so aber kaum auf. Kein Wunder: Der Raum wirkt schnell erdrückend und wenig einladend – ein echter Einrichtungsfehler! Sorgen Sie stattdessen mit Wandleuchten, Stehlampen und indirekten Lichtquellen für eine wohlige Atmosphäre.

Fehler 3: Sie kaufen Teppiche in der falschen Größe

Teppiche sind nicht nur für unsere Füße absolut himmlisch, sondern bringen zugleich Wohnlichkeit, Farbe und Stil in die Wohnung. Doch damit das Endergebnis überzeugt, ist die richtige Abmessung vor dem Teppichkauf das A und O.

Die Faustregel: Wählen Sie einen Teppich lieber zu groß als zu klein! Ansonsten wirkt er schnell fehl am Platz. Ist der gewünschte Teppich nur in einem kleinen Format vorhanden, dann legen Sie doch einfach gleich zwei oder drei Stück zusammen, sodass ein großer Teppich entsteht.

Fehler 4: All Ihre Möbel stehen an der Wand

Auch wir stellen die meisten Möbelstücke am liebsten direkt an die Wand. Problematisch wird es aber, wenn Couch, Sessel, Regal und Kommode allesamt am Rand des Raumes platziert werden. Dann sieht unser Wohnzimmer nämlich schnell aus wie ein Mini-Ballsaal, dessen Mitte frei sein muss. Daher sollten Sie sich von dem Gedanken lösen und mit dem Raum und seiner Fläche spielen. Hier ein paar Ideen, um diesen Einrichtungsfehler künftig zu vermeiden:

  • Setzen Sie Regale als Raumtrenner ein. Das bietet sich gerade bei großen Räumen an.
  • Ebenso sind Beistelltische eine gute Wahl, um mehr Struktur und Leichtigkeit ins Zimmer zu bringen. Statt eines pompösen Modells, das direkt vor dem Sofa steht und hier viel Raum einnimmt, könnten Sie es mit einem kleineren Beistelltisch versuchen. Der macht auch neben den Sitzmöbeln eine tolle Figur.
  • Auch das Sofa muss keineswegs an der Wand stehen. Etwas schräg oder sogar freistehend wirkt der Raum gleich viel lockerer.

Fehler 5: Beim Dekorieren setzen Sie auf Quantität statt Qualität

Oftmals geht es beim Einrichten auch um die kleinen Dinge: Wohnaccessoires verleihen Ihren vier Wänden Persönlichkeit und akzentuieren den Stil. Achten Sie aber darauf, dass Sie es nicht übertreiben und zu viele Deko-Stücke in Szene setzen! Das wirkt entweder erdrückend oder ein wenig hilflos.

Für ein optisches Highlight sollten Sie zwei bis drei It-Pieces gruppieren und dort dekorieren, wo das Auge hinfällt. Am besten setzen Sie außerdem auf echte Deko-Klassiker, die stets ein echter Hingucker sind und nie aus der Mode kommen.

Fehler 6: Wandfarben jagen Ihnen Angst ein

Ein ganz klassischer Einrichtungsfehler: Viele Menschen setzen in ihrem Zuhause auf weiße Wände, da sie befürchten, bei der Wandfarbe etwas falsch zu machen. Dabei verschenken sie jedoch eine Menge Potential, denn: Farbige Wände lassen die Wohnung sofort persönlicher, wohnlicher und oft auch ein Stück weit besser aussehen.

Damit dies auch auf Ihre vier Wände zutrifft, ist die Wahl der richtigen Nuance gefragt. Denn der Ton sollte unbedingt zu den Möbelstücken und zum Ambiente passen. Bevor Sie sich also für eine Farbe entscheiden, sollten Sie ein Gefühl für den Raum und das Licht darin bekommen. Dies ist besonders bei einer neuen Wohnung zu empfehlen.

Extra-Tipp: Jede Menge Inspiration zum Thema finden Sie in unserem Artikel zu den besten Wandfarben!

Fehler 7: Ihre Fenster sehen zu nackt aus

Fenster ohne Rollos oder Vorhänge wirken nicht nur extrem ungemütlich, sondern lassen den Raum einfach nie fertig eingerichtet aussehen! Daher sind Vorhänge für mehr Gemütlichkeit ein absolutes Muss. Achten Sie aber auf die passende Größe: Die Exemplare dürfen auf keinen Fall zu kurz sein! Wenn die Vorhänge knapp über dem Boden schweben, haben Sie die perfekte Länge gewählt.

Fehler 8: Kahle Wände lassen Ihre Wohnung klinisch wirken

Ganz ähnlich verhält es sich auch mit den Wänden in den Räumen. Denn eine kahle Wand wirkt schnell kalt und unpersönlich. Setzen Sie deshalb unbedingt auf die vielfältigen Möglichkeiten zur Wandgestaltung: Von praktischen Wandregalen über stylische Spiegel bis hin zu dekorativen Bildergalerien ist hier alles erlaubt!

Gerade bei Letzterem sollten Sie zusätzlich auf die richtige Anordnung der einzelnen Bilder achten. Ein schönes Beispiel dafür ist etwa die sogenannte Petersburger Hängung, bei der unterschiedliche Kunstwerke zu einer stilvollen Einheit werden. Sie sehen schon: Mit ein klein wenig Liebe zum Detail lässt sich dieser Einrichtungsfehler im Nu beheben!

Fehler 9: Sie ignorieren das Thema Stauraum

Traumhafte Möbelstücke, angesagte Deko-Pieces und kuschelige Teppiche: All das verliert sofort seine Wirkung, wenn das Chaos den Raum beherrscht. Denn Unordnung ist der größte Feind einer gemütlichen Einrichtung! Achten Sie deshalb unbedingt darauf, ausreichend Stauraum einzuplanen.

Gut geeignet sind hierfür etwa verschlossene Kommoden, Schränke oder Aufbewahrungsboxen. Häufig gibt es auch praktische Möbelstücke, die noch dazu ein echter Hingucker sind – zum Beispiel elegante Hocker mit Stauraum. Körbe aus Bast oder angesagte Klappkisten sind ebenfalls eine schöne Möglichkeit, um für mehr Ordnung zu sorgen.

Fehler 10: Ihre Einrichtung ist nicht wirklich individuell

Gerade in Zeiten von Social Media können wir uns immer und überall inspirieren lassen – auch in Sachen Einrichtung. Das ist eine super Möglichkeit, um neue Trends zu entdecken und der Deko frischen Wind zu verleihen. Aber Vorsicht! Nichts ist schlimmer als die komplette Kopie eines bestimmten Wohnstils.

Das Nachahmen kann also schnell schiefgehen und der Raum wirkt durch diesen Einrichtungsfehler sehr aufgesetzt. Wenn Sie also noch etwas unsicher sind, wie Sie Ihre vier Wände einrichten möchten, sollten Sie nicht zu streng mit sich sein. Orientieren Sie sich ruhig an anderen, aber mischen Sie stets etwas Eigenes hinzu. Gerne dürfen das auch persönliche Erinnerungsstücke oder charmante Flohmarkfunde sein.

Extra-Tipp: Wie wunderbar Vintage-Möbel und DIY-Deko auch in einer kleinen Wohnung wirken, zeigt Ihnen Online-Redakteurin Isabella im Video!


Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren Tipps weiterhelfen können und wünschen Ihnen viel Spaß beim Einrichten! Falls Sie auf der Suche nach weiteren Wohnideen sind, empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber zum kleine Wohnung einrichten sowie unsere Rubrik Einrichtungsideen.