An Ihrer Couch können Sie genau erkennen, wo Ihr Lieblingssitzplatz ist. Kein Wunder Sie sitzen da seit Jahren und haben unzählige gemütliche Sonntage dort verbracht. Vorhänge, Teppiche und sogar Ihre Wände haben ihre ursprüngliche Farbe eingebüßt. Auch das ist verständlich, Sie haben in Ihrer Wohnung gelebt. Sie haben alle Ihre Räume genutzt, bewohnt, mit Leben und Erinnerungen gefüllt. Nun wird es Zeit für Reset und Refresh. Veränderung tut gut, vor allem Zuhause, wo alles so vertraut ist. Wir haben hier Inspiration für das Zimmer renovieren gesammelt. Lesen Sie, wie Sie Kosten festlegen und kontrollieren, Boden und Wandfarbe aussuchen und Ihren Plan Schritt für Schritt in die Tat umsetzen.

Die Zimmerrenovierung richtig planen

Ist der Entschluss erst gefasst, lässt sich der Tatendrang kaum noch bremsen. Aber bevor Sie loslegen, streichen, tapezieren, schleifen und werkeln, machen Sie sich unbedingt einen Plan.

Zunächst sollten Sie sich fragen: Was muss gemacht werden?

Die Wände streichen und den Boden abschleifen, wird das ganze Zimmer sofort neuer, frischer, hochwertiger aussehen lassen. Selbst wenn Sie die Einrichtung im Raum beibehalten. Scannen Sie den Raum ganz genau: Brauchen nur die Wände ein Makeover? Oder müssen auch Decke und Türen gestrichen werden? Und darf’s ein bisschen Farbe sein oder sogar eine stylische Tapete? Wie sieht der Boden aus? Muss vielleicht ein neuer her?

Vorerst geht es um Wände, Decke und Boden – eventuell sogar Fenster – ihre Renovierung und ihre Farben. Die weitere Raumgestaltung durch Möbel und Deko passiert später. Trotzdem ist es hilfreich jetzt ein Moodboard zu erstellen. Sammeln Sie Ideen und schaffen Sie ein Bild, wie Ihr Raum in Zukunft aussehen soll.

Damit Sie sich vorstellen können, was alles auf Sie zukommen könnte, woran Sie denken müssen und was Ihr Plan beinhalten sollte, haben wir eine Übersicht für Sie erstellt. Grundlegende Arbeiten beim Zimmer renovieren können sein:

  • Wände und Decke streichen und tapezieren, sowie möglicherweise Deckenpaneelen anbringen lassen.
  • Fußboden erneuern oder ausbessern: Vorhandene Dielen abschleifen und neu versiegeln oder den Boden neu verlegen.
  • Fußleisten erneuern oder auffrischen.
  • Fenster dämmen, streichen oder verkleiden.
  • Türen und Heizkörper streichen oder verkleiden (z.B. Fliesenfugen erneuern).
  • Beleuchtung erneuern (z.B. Lampen installieren).
  • Möbel neu anordnen oder komplett neu möblieren.

Schreiben Sie jetzt Ihre eigene Checkliste zur Zimmerrenovierung:

Plan über zu verrichtende Aufgaben erstellen
Festlegung der Farben und Muster
Arbeitsplanung und Verteilung der Aufgaben
Erstellung eines Zeitplanes
Materialliste erstellen
Werkzeug bereitlegen
Helfer einteilen
Organisation zum Ausräumen des Wohnzimmers
Bei Bedarf Sperrmüll bestellen

Zimmer renovieren: Ablaufplan erstellen

Sie wissen nun also was zu tun ist. Nur womit fangen Sie am besten an? Bringen Sie zunächst alles weg, wovon Sie sich trennen wollen. Alte Möbel können Sie zum Beispiel spenden. Was Sie behalten wollen, bringen Sie in einem Nebenraum oder im Keller in Sicherheit.

Anschließend trennen Sie sich auch von Tapeten und Lampen, Steckdosen und Lichtschaltern. Schaffen Sie Platz, damit Sie schließlich ungestört renovieren können.

Dann kann es auch schon losgehen. Kümmern Sie sich zunächst um kleine Makel wie Risse und Löcher in den Wänden. Danach bekommen die Fenster ein Makeover. Schließlich sind die Decke und Wände an der Reihe. Der Boden wird saniert und anschließend kommen Lampen, Steckdosen, Schalter und Leisten wieder dorthin, wo sie hingehören. Sie können jetzt auch einzelne Möbelstücke neu streichen, lackieren oder renovieren. Bevor Sie schlussendlich das Zimmer wieder einrichten.

Hier nochmal alle Steps im Überblick:

  • Alles raus! Wenn möglich entfernen Sie als Erstes alle Möbel
  • Tapeten komplett lösen
  • Lampen abnehmen
  • Steckdosen und Lichtschalter entfernen
  • Risse und Löcher verputzen
  • Boden mit Estrich begradigen
  • Fenster abschleifen
  • Fenster lackieren
  • Decke streichen
  • Tapeten anbringen
  • Akzente durch Wandfarben setzen
  • Boden abschleifen oder verlegen
  • Lampen und Fußleisten anbringen
  • Möbel renovieren
  • Zimmer einrichten

Bodenbelag wählen und im Zimmer verlegen

Bei der Wahl des Bodens kommt es darauf an, wie Sie das Zimmer nutzen. Im Wohnzimmer bietet ein Parkettboden andere Vorteile als im Kinderzimmer. Was sind also Ihre Möglichkeiten und wie finden Sie den richtigen Bodenbelag für Ihre Renovierung?

Hier ein Überblick:

  1. Parkett

    Parkettboden ist warm, natürlich und widerstandsfähig. Er ist zwar eine der teureren Varianten, aber schafft ein sehr angenehmes und hochwertiges Raumklima. Das Echtholz reguliert die Feuchtigkeit und Raumtemperatur. Wodurch der Belag sich als Klassiker in Wohnräumen etabliert hat. Zudem ist er umweltfreundlich, pflegeleicht, robust und langlebig. Sie können Parkett entweder schwimmend verlegen oder vollflächig verkleben. Verklebter Parkettboden last sich später einfacher abschleifen und von kleinen Makeln befreien.

  2. Teppich

    Teppichboden kämpft immer noch gegen sein eingestaubtes Image. Dabei kann der Bodenbelag eine Liste an Vorzügen aufweisen: Er fühlt sich kuschelig an, schluckt Raumgeräusche und dämpft, gibt beim Auftreten nach, er ist wiederstandsfähig und robust, rutschfest und sicher. Klingt doch nach dem perfekten Boden fürs Kinderzimmer. Teppiche aus reiner Wolle können außerdem das Raumklima und die Luftfeuchtigkeit regulieren. Am besten und einfachsten lassen sich Teppichfliesen mit Klicksystem verlegen. Dann können Sie nämlich auch später eine beschädigte Fliese ganz einfach wieder austauschen. Einziger Nachteil: Der Teppich muss täglich gereinigt werden und Flecken lassen sich wesentlich schwieriger entfernen als von abwischbaren Böden.

  3. Laminat

    Laminat punktet vor allem wegen seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Zudem macht die moderne Produktion die unterschiedlichsten Designs möglich, die Struktur und Farben anderer Materialien täuschend echt nachahmen können. Trotzdem kann Laminat nicht die Wärme und Natürlichkeit von Holz nachempfinden. Die Haptik und die Raumwirkung wird trotzdem nie die gleiche sein. Der kalte harte Laminatboden ist somit auch lauter als weichere Optionen. Was wiederum für Laminat spricht: Die Dielen lassen sich ruckzuck selbstständig und meist schwimmend verlegen – empfohlen wird auf einer Trittschalldämmung. Hochwertige Produkte sind vorbehandelt, sodass Sie gegen Feuchtigkeit, Kratzer und Dellen geschützt sind.

  4. Vinyl und PVC

    Vinyl und PVC waren in Verruf geraten, da Verbraucher sich nicht die enthaltenen Weichmacher ins Haus holen wollten. Inzwischen sorgen aber strenge Auflagen und Produktkontrollen dafür, dass keine bedenklichen Stoffe im Material enthalten sind. Die Designböden sind vor allem pflegeleicht, leise, Allergiker freundlich, wärmer als Laminat aber nicht so komfortabel wie Holz oder Teppich. Ihr größter Pluspunkt: Es gibt unzählige Looks, von Holz- und Steinoptik bis zu bunten Varianten. Außerdem können Sie je nach Qualität auch in Feuchträumen zum Einsatz kommen. Sie können Vinyl oder PVC schwimmend verlegen, oder sie wählen ein selbstklebendes Produkt. Beides funktioniert schnell, sauber und unkompliziert.

  5. Massivholzdielen

    Die Luxusklasse der Böden sind Massivholzdielen. Der stolze Preis verlangt nach einer entsprechenden Pflege. Aber wenn Sie auf Ihren Boden aufpassen, werden Sie ein Leben lang Freude daran haben. So kann ein schöner massiver Holzboden zum Beispiel ein Wohn- oder Esszimmer veredeln. Massive Dielen bestehen komplett aus Edelholz, sind warm, schaffen ein cozy Ambiente und sind dabei extrem widerstandsfähig und belastbar. Der Boden wird entweder verdeckt auf Lagerhölzern oder Holzplatten geschraubt oder vollflächig verklebt.

  6. Kork

    Ein Bodenbelag, der dank seiner Nachhaltigkeit immer beliebter wird, ist Kork. Das Material wird aus der Rinde der Korkeiche geschält – ohne, dass der Baum gefällt werden muss. Kork ist von Natur aus schalldämmend, weich und gelenkschonend, fußwarm, strapazierfähig und er unterstützt das natürliche Raumklima. Einziger Nachteil: Der Boden lässt sich nicht abschleifen. Ansonsten sind Korkdielen, auch bedruckt in Holzoptik oder anderen Motiven, leicht zu verlegen, entweder vollflächig verklebt oder schwimmend.

  7. Linoleum

    Noch ein Green-Boden: Linoleum. Der Belag wird aus Ölen, Harzen und Füllstoffen wie Kork- oder Holzmehl zusammengesetzt. Genauso wie Kork, ist auch Linoleum dauerelastisch und damit wohngesund, dämmt Wärme und Lärm und ist sehr belastbar. Er lässt sich ebenso leicht reinigen und pflegen wie verlegen, egal ob verklebt oder schwimmend. Beide Materialien sind absolute Allrounder und passen in quasi jeden Raum des Hauses.

  8. Fliesen

    Fliesen sind standardgemäß in Küche und Bad zu finden. Dabei können die vielfältigen Muster und Motive auch in Wohnräumen sehr schön wirken. Gerade in großen offenen Räumen wirkt ein zum Teil gefliester Boden besonders cool. Stellen Sie sich ein Wohnzimmer vor mit einem Ofen oder Kamin, der auf einem gefliesten Boden steht. Im Rest des Raumes ist massives Holz verlegt. Die ganze Kombination wirkt super schick, gleichzeitig rustikal und trotzdem modern. Sie haben die Wahl zwischen Feinsteinzeug, super für stark beanspruchte Räume wie etwa den Flur, Fliesen aus Fayence, fürs Bad, Steinzeug, toll für die Küche, Steingut oder Keramik.

  9. Sockelleisten

    Sockelleisten, oder auch Fuß oder Stoßleisten, sind bei Parkett-, Laminat-, Vinyl-, Kork und Teppichböden notwendig, um die Fugen zwischen Wand und Boden zu verkleiden. Sie sind dabei entweder aus Massivholz, Holzfaserplatten oder Kunststoff und lassen sich je nach Modell an die Wand nageln, klicken oder kleben. Hochwertige Modelle haben sogar einen Kabelkanal, der den lästigen Kabelsalat einfach verschwinden lässt.

Zimmer renovieren und Wände neugestalten

Nun hilft wieder ein Blick auf Ihren ursprünglichen Plan. Was besagt der? Müssen Ihre Wände verputzt, tapeziert oder lediglich neu gestrichen werden? Wir haben in jedem Fall ein paar nützliche Tipps für Sie:

Wände verputzen

Der erste Step lautet immer, ausmessen und Material ermitteln. Seien Sie beim Ausmessen Ihrer Fläche so genau wie möglich. Danach können Sie berechnen, wie viel Material Sie benötigen werden. Fußleisten, Steckdosen und Lichtschalter müssen, falls sie es nicht schon sind, spätestens jetzt weg. Achten Sie darauf, vorher die Sicherung auszuschalten. Der Boden muss sorgfältig mit Malerflies und Milchtütenpapier abgeklebt werden.

Anschließend setzen Sie Schnellputzprofile senkrecht an die Wand, die Ihnen später beim Verputzen helfen wird. Dafür muss das Schienenprofil zueinander parallel verlaufen. Anschließend können Sie den Putz nach Verpackungsangabe anmischen und zwischen den Schienen des Schnellputzprofils von unten nach oben auftragen. Mit einer Abziehplatte können Sie überschüssiges Material abziehen und den Putz begradigen.

Tapezieren

Bevor Sie sich für eine Tapete und somit für eine Tapeziertechnik entscheiden, ist schon mal klar: Die Wand muss clean sein. Genauso wie beim Verputzen muss alles weg, was stört und vor allem muss die alte Tapete erst weichen, bevor die neue zum Einsatz kommt. Dann können Sie je nach Tapete verschiedene Techniken anwenden.

Beim klassischen Tapezieren werden Bahnen zugeschnitten, eingekleistert, zusammengeklappt und schließlich geklebt. Das Wandklebeverfahren oder Rolltapezieren funktioniert genau umgekehrt. Hierbei kleistern Sie den Kleber an die Wand und ziehen anschließend die Tapete von der Rolle auf die Wand ab. Je nach Tapete werden Sie einen passenden Kleister benötigen, lassen Sie sich beim Kauf also unbedingt beraten. Dort wo vorher Steckdosen und Lichtschalter waren, können Sie einfach drüber tapezieren. Sobald die Tapete trocken ist schneiden Sie die Stelle vorsichtig mit einem Cutter aus und setzen die Verkleidung der Steckdose oder des Lichtschalters wieder darauf.

Wände streichen

Egal ob Sie mit Weiß oder mehreren Farben arbeiten. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie sorgfältig vorgehen. Dann wird Ihr Ergebnis gleichmäßig deckend und Sie hinterlassen keine Sauerei in Ihrem Zimmer.

Zunächst geht also immer eine gute Vorbereitung dem eigentlichen Vorhaben voran. Bereiten Sie den Raum vor, indem Sie den Boden gründlich abkleben, Lampen und alles Weitere abmontieren oder abdecken. Und bereiten Sie die Wände vor, indem Sie Nägel, Schrauben und Dübel entfernen, sowie Risse, Löcher und Unebenheiten verspachteln. Eventuell müssen Sie den alten Altanstrich abnehmen.

Nackte Wände streichen Sie anschließend erst mit einer Grundierung. Sobald der Tiefengrund trocken ist, können Sie mit dem Streichen beginnen. Schnappen Sie sich einen Pinsel und streichen an schwer erreichbaren Stellen, in Ecken, an Kanten und Leisten und rund um alle Hindernisse herum. Abschließend können Sie mit der Farbrolle große Flächen ausmalern. Tipp: Verteilen Sie die Farbe erst längs, dann quer und abschließend noch einmal in Längsrichtung.

Passende Wandfarbe auswählen

Die Wandfarbe hat einen direkten Einfluss auf die Raumwirkung. Sie können belebend, beruhigend, gemütlich, lebendig, dynamisch, elegant oder cool wirken. Sie können damit auch tricksen und Ihren Raum optisch größer und kleiner schummeln. Grundsätzlich gilt: Hell wirkt größer, offener und luftiger.

Doch es muss nicht immer Weiß sein. Helle Puderfarben, ein leichtes Grau, Beige, Sand oder Creme wirkt sehr edel, schafft eine gute Grundstimmung und lässt sich mit allen Stilrichtungen kombinieren. Dunkle Farben müssen mit Bedacht eingesetzt werden. Sie haben eine wesentlich stärkere Wirkung. Sie sind dramatisch, energetisch, verleihen einem Raum Charakter und Ausdruck. Eine einzige Wand in sattem dunklen Blau, Grau oder Grün, kann einen ganzen Raum sofort aufwerten.

Cooler Trick: Streichen Sie in einer tonwertorientierten Farbpalette. Zum Beispiel in drei Blaunuancen, die Decke im hellsten Ton, die Wände etwas dunkler und dann die Türrahmen und Leisten in der dunkelsten Farbe.

Decke eines Zimmers renovieren

Die Wirkung, welche die Deckengestaltung auf einen Raum hat, sollte genauso wenig unterschätzt werden wie die Gestaltungsmöglichkeiten, die eine Decke bietet.

Deckengestaltung

Prinzipiell können Sie sich an der Decke genauso austoben wie an der Wand und sie streichen, tapezieren, verkleiden oder mit Paneelen, Leisten und Stuck schmücken.

Nutzen Sie in jedem Fall aus, was Ihre Decke zu bieten hat. So können Sie zum Beispiel sichtbare Holzbalken in Szene setzen. Holzelemente wirken immer gemütlich. Diesen Effekt können Sie auch mit Paneelen erzeugen, die Sie flächendeckend oder zum Teil an der Decke anbringen. Stuck oder Tapeten lenken den Blick nach oben und geben dem Raum einen ganz eigenen Charakter. So auch dunkle Farben an der Decke, sie schaffen eine ganz besondere Energie im Raum, können aber auch drücken. Wenn Ihr Zimmer groß genug ist, kann genau das der Schlüssel zu mehr Gemütlichkeit und „Cocoonfeeling“ sein.

Deckenbeleuchtung

Ein wichtiges Element bei der Deckengestaltung ist die Raumbeleuchtung. Überlegen Sie sich vorab, welche Lampe, wie viele und wo Sie Ihre Leuchte anbringen wollen. Anschließend passen Sie die Decke daran an. Sie können eine Deckenrosette dort Platzieren, wo ein großer Leuchter von der Decke hängen soll. Sie können die Decke bunt streichen und mit vielen kleinen Deckenstrahlern versehen. Oder Sie legen dort eine Holzverkleidung an, wo sich später mehrere Pendellampen aufreihen sollen.

Nach der Renovierung: Neue Möbel anschaffen

Glückwunsch! Sie haben durchgehalten und sind beim großen Finale und dem schönsten Teil des Projekts Zimmer renovieren angekommen. Endlich Zeit zu shoppen!

Wenn Sie Ihr Schlafzimmer renovieren, oder Ihr Wohnzimmer renovieren, können Sie die komplette Möblierung austauschen und einen ganz neuen Raum schaffen. Oder Sie ersetzen einzelne Teile und behalten Ihre Lieblingsstücke, die in der neuen Kombination auch wieder ganz neue wirken werden.

Nun können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen, aber vertrauen Sie auf Ihren eigenen Geschmack und versuchen Sie nicht andere Stile zu imitieren. In einer ganzen Wohnung im Industrialstil würde das Wohnzimmer im Boholook wie ein Fremdkörper wirken. Bleiben Sie sich treu, dann wird das Zimmer am Ende auch zum Rest der Wohnung passen.

Trotzdem wollen wir Sie mit genügend Ideen und Inspiration versorgen. Hier kommen also ein paar Stilrichtungen, in die Sie Ihr frisch renoviertes Zimmer tauchen können:

Boho

Mit Fransen, warmen freundlichen Farben, bunten Mustern, natürlichen Materialien und noch mehr Fransen holen Sie den modernen Hippie Vibe in Ihre Wohnung. Die Einrichtung ist ein Mix aus Flohmarktschnäppchen, Selbstgemachtem, Urlaubsmitbringseln, aber auch modernen Designerstücken. Solange diese die Nähe zur Natur und das Farbschema im Raum unterstützen. Kombinieren Sie zum Beispiel eine moderne gemütliche Couch mit einem Beistelltisch aus Rattan und schmücken Sie das Sofa mit bunten Kissen in Ethnomustern.

Minimalistisch

Die hohe Kunst des Reduzierens ist keine leichte Übung. Trotzdem hat der Minimalismus als Wohntrend die Hitliste der Einrichtungsstile im Sturm erobert. Der Grundgedanke lautet: Design und Ästhetik stehen im Vordergrund und sie sollen Ruhe und Einfachheit ausstrahlen. Das bedeutet also, dass Sie Ihre komplette Schlafzimmereinrichtung nicht auf ein freistehendes Bett reduzieren müssen. Aber dieses Bett bleibt, geradlinig, clean, schnörkellos und schlicht schön. Der Stil verzichtet nicht auf Farben, aber dafür auf Muster. Er verzichtet auch nicht auf Dekoration und Kunst, aber auf wilde Kombinationen.

Romantisch

Für Ihren Geschmack darf’s ruhig etwas mehr sein? Dann setzen Sie auf Möbelstücke mit Charakter. Das kann ein Erbstück oder Flohmarktfund sein, aber auch ein Teil im „Used Look“ oder Vintage-Optik. Oft sind sie mit floralen Mustern versehen oder in freundlichen Farben gehalten. Viel Deko und kuschlige Textilien geben dem Raum maximale Gemütlichkeit. Natürliche Materialien werden bevorzugt, allerdings wird der Look immer moderner und lässt immer mehr neue Interpretationen zu. Damit der Romantik-Pur-Look nicht zu überladen wirkt, mixen Sie ihn mit modernen Möbelstücken oder anderen ruhigeren Stilrichtungen.

Industrial

Holen Sie sich Fabrikcharme nach Hause. Der Stil funktioniert besonders gut in luftigen offenen Räumen. Aber auch kleine Schlafzimmer erhalten dadurch einen coolen, roughen Touch. Setzen Sie auf rohe unbehandelte Materialien, Holzmöbel oder Teile aus Metall und Glas. Wählen Sie eine Wand im Backsteinlook und lassen Sie nackte Glühbirnen von der Decke baumeln. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass der Raum Komfort und Gemütlichkeit braucht. Das erreichen Sie mit Farbakzenten, etwas Deko und weichen Textilien.

Retro Pop

Lassen Sie es krachen. Materialien und Farben dürfen wild gemixt werden. Alles, was so aussieht, als wäre es einer Zeitkapsel aus den 70ern oder 80ern entsprungen, findet hier seinen besonderen Platz. Der Stil strahlt Leichtigkeit und Unbekümmertheit aus und genauso sollten Sie auch an ihn herantreten. Lassen Sie sich nicht entmutigen, trauen Sie sich an neue Kombinationen von Tapeten und bunten Kunststoffsesseln. Wenn Sie den Stil entschärfen wollen, dann sorgen Sie für eine schlichte, ruhige Grundstimmung beim Mobiliar und motzen Sie diese mit Pop-Accessoires aus der Disko-Ära auf.

Ferne Länder

… und fremde Kulturen bieten besonders viel Inspiration. Bestes Beispiel der Skandi-Stil. Der Einrichtungsstil aus dem kalten Norden ist minimalistisch aber trotzdem hyggelig gemütlich. Genauso können Sie sich aber auch von einem typisch mediterranen Style beeinflussen lassen. Oder Sie verwandeln Ihren Raum in einen Traum aus 1000 und 1 Nacht im typisch orientalischen Stil. Gerade sehr trendy sind verschiedene westliche Interpretationen japanischer Einrichtung oder der Parisian Chic.

Mixrichtungen

Modern Country ist zum Beispiel eine moderne neue Interpretation des Landhausstils. Japandi bezeichnet einen Mix aus Skandinavisch und Japanisch. Modern Rustik kombiniert rustikale fast urige Möbel mit Designerstücken. So ergeben sich aus den einzelnen Wohnstilen neue Mixrichtungen, die wiederum ganz neue Möglichkeiten bieten, Ihrem Heim einen ganz individuellen Look zu verleihen.

10 Tipps, die das Zimmer renovieren noch einfacher machen

Hier kommen noch ein paar clevere Tricks, nützliche Tipps und ein paar Hacks vom Profi die das Zimmer renovieren leichter machen werden:

  1. Keine Spachtelmasse mehr? Kleine Löcher in der Wand können Sie auch mit Watte ausstopfen und schließend einfach überpinseln oder tapezieren.
  2. Abstandsregeln: Gut zu wissen, dass Kabel, Steck- und Verteilerdosen immer 30 cm über dem Boden, 30 cm unter der Decke und mit 15 cm Abstand zu Fenstern und Türen installiert werden. Die Lichtschalter liegen immer auf 105 cm Höhe.
  3. Investieren Sie in ein Ortungsgerät, das Stromleitungen, Eisen und Nichtmetallrohre aufspürt bevor Sie diese zu spüren bekommen.
  4. Wenn Sie Ihre Farbmuster auf einem Tisch ausgebreitet vor sich legen und so die Wandfarbe auswählen, werden Sie später überrascht sein. Farbe wirkt bei senkrechtem Lichteinfall anders als bei waagrechtem. Hängen Sie Ihre Muster also an die Wand an der die Farbe später landen soll und betrachten Sie die Wirkung zu unterschiedlichen Tageszeiten.
  5. Holen Sie Streichtools wie eine Teleskopstange für die Decke und Eckenroller für die Ecken. Mit der richtigen Ausstattung werden Sie viel schneller ein fleckenfreies Ergebnis bekommen.
  6. Wenn Sie Ihr Streichequipment am nächsten Tag noch weiter benutzen wollen, verpacken Sie es über Nacht in Alufolie oder Plastiktüten damit die Farbe nicht eintrocknet.
  7. Die Decke immer so tapezieren, dass die Nähte der Bahnen mit dem Lichteinfall verlaufen und keine Minischatten werfen.
  8. Wenn sich unter der trockenen Tapete Beulen bilden, können Sie die Wand trotzdem noch retten. Zunächst müssen Sie die Stelle anfeuchten, dann mit einer Spritze Leim unter die Tapete spritzen, den Kleister gut verteilen und mit einem glatten Nahtroller festdrücken.
  9. Lacke können Sie länger lagern, wenn Sie etwas Wasser oder Terpentin auf die Oberfläche geben.
  10. Fliesen immer ohne Schlagwerk durchbohren. Damit der Bohrer außerdem nicht abrutscht, kleben Sie Paketklebeband auf die betreffende Stelle

Wir hoffen unsere Infos über das Zimmer renovieren haben Ihnen weitergeholfen. Entdecken Sie doch gerne auch unsere weiteren Artikel zum Thema “Haus einrichten“. Sie wollen Möbel für Ihr Zimmer kaufen? Melden Sie sich gerne für unseren Newsletter an und erhalten Sie immer eine E-Mail zu den neuesten Sales rund um Einrichtung!