mahagoni Aussehen Farbe Maserung

Mahagoni gilt schon seit langer Zeit als das wertvollste Holz der Welt. Bereits im 16. Jahrhundert war das Naturholz bei spanischen Schiffsbauern heiß begehrt – und auch bei Christoph Kolumbus! Nun ist Mahagoni vom Aussterben bedroht. Mittlerweile ist das hölzerne Material in Rotbraun auf der Roten Liste der bedrohten Arten zu finden und wird dort als „gefährdet“ deklariert. Daher sollte man Mahagoni eigentlich nicht mehr kaufen. Tatsächlich verhängte das Bundesamt für Naturschutz sogar Importverbote. Dennoch gibt es nach wie vor Holzimporte aus illegalen Rodungen. Unsere Interior-Experten möchten Ihnen das stilvolle Holz dennoch vorstellen und einmal beleuchten, warum Mahagoni schon seit vielen, vielen Jahre so begehrt ist.

Mahagoni: Verschiedene Arten und die Herkunft

Wussten Sie, dass Mahagoni nicht einfach bloß ein Baum ist? Es gibt Bäume, Sträucher und sogar krautige Gewächse – insgesamt umfassen die Mahagonigewächse (Meliaceae) rund 48 bis 50 Gattungen mit etwa 1400 Arten. Mahagoni ist hauptsächlich in den Tropen zu finden, denn die Pflanzen mögen es gerne heiß. Ebenso sind einige der Gewächse in Afrika sowie Westindien beheimatet. Swietenia mahagoni wird westindisches Mahagoni genannt. Swietenia macrophylla, amerikanisches Mahagoni, kommt aus Florida und Südamerika.

Tipp zur Nachhaltigkeit: Auf Tropenhölzer, auch Teakholz, sollte man generell verzichten – auch auf Zertifikate ist nicht zu 100 Prozent Verlass. Denn für die tropischen Hölzer wird nach wie vor der Regenwald gerodet. Kirsch- oder Nussbaumholz sind zum Beispiel eine schöne sowie nachhaltige Alternative zu Mahagoni-Holz.

Eigenschaften und Aussehen von Mahagoni

Anfangs wächst Mahagoni als immergrüner Baum, der erst zu einem späteren Zeitpunkt Laub abwirft. Der Stamm mit einem Durchmesser von maximal 3,5 Metern überzeugt durch eine gerade, zylindrische Form. Er kann bis zu 70 Meter in die Höhe ragen.

Weitere wichtige Eigenschaften haben wir Ihnen hier übersichtlich zusammengefasst:

  • Farbe: Braun- bis Rotfärbung und Goldglanz vom Kernholz (dunkelt im Licht nach)
  • Splintholz: Hellgrau bis Gelbgrau
  • Jahresringe: vorhanden
  • Schwinden: niedrig
  • Dichte: mäßig
  • Härte: mittelschwer sowie hart
  • Dauerhaftigkeitsklasse: 2
  • Wetterfestigkeit: gut (verzieht sich nur sehr wenig und gleichmäßig)
  • Sonstiges: resistent gegenüber Insekten- und Pilzbefall

Frucht und Samen, Blütenstand und Blüte

Der Mahagonibaum beginnt am Ende der Trockenzeit zu blühen. Übrigens blüht der Urwald-Riese das erste Mal mit 12 Jahren! Die kleinen gelben Blüten werden von Insekten bestäubt. Allerdings entwickelt sich während der Regenzeit nur aus einigen bestäubten Blüten die längliche Frucht. Diese wiederum enthält Samen mit Flügeln, welche nach etwa neun Monaten reif sind und entlassen werden. Durch die beflügelten Samen hat der Wind leichtes Spiel und trägt sie teilweise bis zu 100 Meter weit. Mit etwas Glück beginnen ein oder mehrere Samen im Boden zu keimen und lassen einen neuen Mahagonibaum entstehen.

Kombinationen

Da Mahagoni ein rötliches Holz ist, empfiehlt sich eine Kombination mit ebenfalls leicht rötlichen Hölzern wie Buche, Kirsche oder Lärche. Allerdings dunkeln die Naturmaterialien unterschiedlich nach, was eine Gestaltung Ton-in-Ton erschwert. Kleinere Farbabweichungen sind aber nicht schlimm, sondern ergeben trotzdem ein harmonisches Gesamtbild.

Weniger ist mehr! Überladen Sie den Raum nicht mit einem Meer aus rotbraunen Tönen. Sehr schön zu Mahagoni machen sich als Highlight beispielsweise auch dunkles Rosa, helles Blaugrün oder Apricot. Wer es gerne etwas dezenter mag, kann auch Creme, Beige sowie Hellbraun dazu kombinieren.

Tipp: Mixen Sie nicht mehr als drei verschiedene Holzarten in einem Raum miteinander. Das ist oftmals etwas zu viel des Guten!

Verwendung und Pflege von Mahagoni

Mahagoni ist ein beliebtes Material für die Herstellung der Bootskörper von Schiffen sowie Yachten. Aber auch bei einer luxuriösen Innenausstattung ist das Naturmaterial absolut gefragt. Kommoden, Schreibtische, Sideboards sowie Beistelltische – Mahagoni spielt im Interior-Design eine wichtige Rolle.

Da sich Mahagoni nur äußerst wenig (und wenn dann gleichmäßig) verzieht, wird es auch gerne für die Konstruktion von Fenstern, Türen oder Toren verwendet. Einen dekorativen Charakter weist Mahagoni hingegen im Zusammenhang mit Furnieren auf.

Tipp: Damit es eine lange Haltbarkeit aufweist, sollten Sie die Oberfläche regelmäßig behandeln bzw. lasieren. Hierfür sind spezielle Holzpflegemittel wie Wachs, Lack oder Öl sehr zu empfehlen.

Die Verarbeitung

Ein Vorteil: Das Naturmaterial lässt sich unproblematisch trocknen und mit Hartmetall-Werkzeug einfach bearbeiten. Wenn Sie Mahagoni selbst verarbeiten möchten, achten Sie bitte unbedingt darauf, dass das Tropenholz aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt. Es ist bestenfalls sogar mit dem FSC-Siegel ausgezeichnet. Eine stilvolle Alternative dazu sind übrigens die aus Afrika stammenden Baumarten Khaya, Sapeli und Sipo, welche ebenso den Beinamen „Mahagoni“ tragen. Besonders beliebt ist Sipo-Mahagoni. Sie ähneln dem rötlichen Holz optisch sehr.

Mahagoni: Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:Nachteile:
– Einzigartiger und edler Look– Wächst langsam
– Sehr beständig– Nicht nachhaltig (schlechte Ökobilanz)
– Gut zu Bearbeiten– Bäume wachsen meist weit voneinander entfernt

– Verzieht sich nur wenig– sehr teuer

Preise von Mahagoni

Obwohl Teakholz noch etwas hochpreisiger ist, zählt auch das Holz des Mahagonibaums zu den exklusiven Edelhölzern, dessen Preis wirklich jeden Geldbeutel sprengt. Möchten Sie einen Kubikmeter des Holzes erwerben, kostet das zwischen 3.800 und 4.000 Euro. Kein Schnäppchen – so viel ist sicher! Dennoch verständlich. Immerhin ist rotbraunes Mahagoniholz aus Zentralamerika sowie dem karibischen Raum geschützt und darf nur unter bestimmten Auflagen gehandelt werden.

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Lese-Tipps: Klicken Sie auch in unsere Artikel Holzarten für die Übersicht oder aber in unsere Artikel zu hellem Holz und dunklem Holz.

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