Gewächshaus als Gartenbüro

Ein Büro im Garten? Klingt vermutlich viel zu schön, um wahr zu sein. Ist es aber nicht! Denn tatsächlich lässt sich das Home-Office mit einem Gartenbüro ganz einfach in den Außenbereich verlegen. Das bietet sich vor allem dann wunderbar an, wenn in den eigenen vier Wänden kein adäquater Platz für ein Arbeitszimmer zu finden ist. Schauen Sie von Ihrem Schreibtisch aus direkt ins Grüne. Mit den Tipps und Ideen unserer Interior-Experten gestalten Sie sich ein Gartenbüro ganz nach Ihren Wünschen. Ob klassisches Gartenhäuschen, rustikaler Holzschuppen oder modernes Tiny House: Lassen Sie sich inspirieren!

Was ist ein Gartenbüro?

In Amerika ist das Gartenbüro, ein sogenanntes „Shoffice“, gerade total im Trend. Und auch bei uns erfreuen sich die Gartenhäuschen aus Holz oder Metall immer mehr an Beliebtheit. Während sich das Gartenhaus fürs Home-Office außen von einem klassischen Geräteschuppen oftmals nicht großartig unterscheidet, sieht es im Inneren des Häuschens hingegen ganz anders aus. Zwar lassen sich hier nach wie vor keine sanitären Einrichtungen finden, aber als Gartenbüro kann es dennoch wunderbar genutzt werden.

Welche Vorteile hat ein Gartenbüro?

Natürlich würde es auch ein normales Gartenhaus tun. Allerdings dient das Gartenbüro ausschließlich als Arbeitsplatz unweit der eigenen vier Wände, wodurch zum Beispiel eine Kochgelegenheit oder sanitäre Einrichtungen unnötig werden. Dieser persönliche Rückzugsort fungiert zum konzentrierten Arbeiten und ist mit einem Schreibtisch sowie Sitzmöglichkeit(en) bestens ausgestattet. Natürlich hat ein Büro im Gartenhaus noch weitere Vorteile:

  • Lange Fahrzeiten in ein externes Büro entfallen gänzlich.
  • Bei einem Gartenbüro müssen Sie mit keinen zusätzlichen Mietkosten rechnen.
  • Durch die massive Zeitersparnis haben Sie mehr Zeit für die Familie.
  • Der Blick ins Grüne beruhigt und fördert die Konzentration.

Worauf sollte man beim Gartenbüro achten?

Da ein Gartenbüro das komplette Arbeitszimmer ersetzt, sollte das neue Home-Office im Grünen mit einigen Dingen ausgestattet sein, die für das Arbeiten nun mal unerlässlich sind:

  • Internet: Wurde das Gartenbüro in unmittelbarer Nähe zum Haupthaus errichtet, reicht womöglich ein bereits vorhandenes WLAN-Signal für das Arbeiten im Gartenhaus aus.
  • Strom: Ob Computer, Laptop oder Drucker – für viele Bürojobs sowie auch kreative Tätigkeiten sind diese technischen Geräte ein Muss. Daher ist natürlich auch zwingend ein Stromanschluss vonnöten. Dafür sollte von Fachleuten ein Erdkabel vom Haupthaus in das Gartenbüro gelegt werden.
  • Wasser: Ein Wasseranschluss ist vermutlich das, worauf man in einem Gartenbüro am ehesten verzichten könnte. Immerhin arbeitet man ja ohnehin direkt vor der eigenen Haustür.
  • Heizung: Gerade im Winter kann es im Gartenbüro oft ganz schön kalt werden. Damit Sie also nicht frieren, sollte das Häuschen gut isoliert sein. Dafür empfiehlt sich eine Wandstärke von mindestens 40 Millimetern. Ebenso sind doppelt verglaste Fenster von Vorteil. Für eine angenehme Raumtemperatur sorgen Sie mit einem elektrisch betriebenen Heizlüfter oder einer Infrarotheizung.

1. Gartenhaus als Gartenbüro

Möchten Sie im Grünen arbeiten, bietet sich das Gartenhaus als praktische Lösung an. Zudem ist es in jedem Baumarkt zu bekommen und kann in den meisten Fällen sogar selbst aufgebaut werden. Damit das Gartenbüro ausreichend Fläche zum Arbeiten bietet, sollten Sie sich vor dem Kauf Gedanken machen, wie viel Platz grundsätzlich benötigt wird. Ein Modell mit bodentiefen Fenstern und verglaster Tür ermöglicht zudem einen tollen Blick ins Grüne.

2. Arbeiten auf der Terrasse als Gartenbüro

Möchten Sie nur hin und wieder an der frischen Luft arbeiten, lässt sich die heimische Terrasse ruckzuck in ein Gartenbüro verwandeln. Um sich bei gutem Wetter ausreichend vor der Sonne zu schützen, ist eine Markise oder ein Sonnenschirm aufzubauen bzw. zu installieren. Der Vorteil eines solchen Gartenbüros ist die Flexibilität. Sie müssen kein extra Gartenhaus bauen, sondern können es sich auf Ihrer Terrasse bequem machen. Hier liegt aber auch der Nachteil. Denn bei schlechtem Wetter macht das Arbeiten im Grünen so wohl eher wenig Spaß.

3. Shoffice als Gartenbüro

Es gibt sie wirklich: Spezielle Gartenbüros für das Home-Office im Grünen. Preislich liegen diese „Shoffices“ bei rund 10.500 Euro aufwärts. Aber auch moderne Holzfertighäuser mit einem anspruchsvollen Design lassen sich wunderbar als Gartenbüro nutzen. Diese luxuriösen Bauwerke besitzen mit rund 29.000 Euro und mehr aber auch einen stolzen Preis.

4. Tiny House als Garten Office

Ist Ihnen ein Gartenhaus als Büro zu klein oder wünschen Sie sich eine modernere Ausstattung wie eine Kochnische oder auch sanitäre Anlagen, ist das Tiny House eine gefragte Lösung. Das Arbeiten auf kleinem Raum hat viele Fans. Kein Wunder! Immerhin ist es im Inneren ziemlich cool und perfekt für alle, die es gerne minimalistisch (aber dennoch komfortabel) mögen. Allerdings schlägt das Tiny House mit relativ hohen Anschaffungskosten zu Buche.

5. Der Balkon als Gartenbüro

Eine schnelle Möglichkeit, um draußen zu arbeiten, bietet der Balkon. Mal eben die Balkontür öffnen und sich mit dem Laptop und dem heimischen WLAN in die Arbeit stürzen. Funktioniert allerdings auch nur bei gutem Wetter. Außer Sie besitzen eine Loggia. Dann lässt es sich hier auch bei Regen ungestört arbeiten.

6. Gewächshaus als Dschungel Gartenbüro

Urban Gardening mal anders! Mit einem Gewächshaus als Gartenbüro schaffen Sie sich ein gemütliches Home-Office im städtischen Dschungel. Gerade im Winter erweist sich diese Möglichkeit des Arbeitens im Grünen als eine gute Option. Im Sommer kann es hier dagegen schnell etwas zu heiß werden. Mit speziellen Rollos, die Sie an den Glasfronten anbringen, lässt es sich vor der Hitze jedoch ein wenig abschirmen.

Was muss man für ein Gartenbüro beantragen?

Ob für das Gartenbüro ein Bauantrag beim zuständigen Bauamt gestellt werden muss, hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Grundsätzlich wird für das Aufstellen eines Gartenhäuschens keine zusätzliche Genehmigung benötigt. Allerdings gilt das Gartenbüro im Baurecht strenggenommen als Erweiterung des Wohnraums, wodurch das Stellen eines Bauantrages oftmals verpflichtend ist.

Wichtig: Planen Sie bei der Errichtung Ihres Gartenbüros ausreichend Abstand zur Grundstücksgrenze ein – in der Regel drei Meter. Stimmt Ihr Nachbar dem Bauvorhaben zu oder hat dieser womöglich sogar selber dicht an der Grenze gebaut, können Sie einen Ausnahme- oder Befreiungsantrag bei der zuständigen örtlichen Baubehörde stellen. Ist in den Bebauungsplänen außerdem nichts anderes festgelegt, steht Ihrem Gartenbüro in der Regel nichts mehr im Weg. Um unschöne Überraschungen zu vermeiden, ist es empfehlenswert, sich vor Baubeginn dennoch einmal bei der zuständigen Gemeinde zu erkundigen.