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Mehrere Küchenmesser liegen nebeneinander auf Tisch

Die richtige Messerpflege ist das A und O in jeder Küche! Denn wer mit einem stumpfen und abgenutzten Küchenmesser schneidet, geht nicht nur ungerecht mit den Lebensmitteln um. Er erhöht auch die eigene Verletzungsgefahr. Dabei ist eine entsprechende Messerpflege natürlich nicht nur den Profis vorbehalten. Es gilt lediglich ein paar Richtlinien zu befolgen und schon haben Sie mit Ihren hochwertigen Küchenmessern Freunde fürs Leben. Die richtige Messerpflege sichert nämlich Qualität und Kochfreude! Wie sie Ihre Messer am besten schärfen, verraten wir Ihnen in diesem Guide. Lassen Sie sich von unseren Tipps inspirieren und werden Sie zum absoluten Kochprofi!

Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.


Auguste Escoffier

Messerpflege: Tipps beim Kochen

Die Messerpflege ist der wichtigste Aspekt im Umgang mit den Messern in Ihrer Küche und beginnt bereits beim Kochen. Denn auch im Umgang mit Lebensmitteln gibt es gewisse Regeln zu beachten, damit Sie lange Freude an Ihren Küchenmessern behalten. Wir haben vier wichtige Tipps zur Messerpflege für Sie zusammengefasst:

3 Tipps zur Messerpflege

  • Immer mit dem passenden Messer schneiden: Vom Brot- über das Tournier- oder Schälmesser bis hin zum speziellen Tomaten- oder Käsemesser gibt es für jedes Lebensmittel die geeignete Haushaltshilfe. Ein Fehler wäre es, ein Küchenmesser für alles zu verwenden. Um die Messerpflege konsequent zu verfolgen, sollten Sie Ihre guten Kochmesser beispielsweise niemals zum Hacken von Nahrungsmitteln verwenden. So kann die dünn geschliffene Schneide erheblichen Schaden davontragen. Hierfür gibt es spezielle Hackmesser, Kräuter können hingegen mit einem Wiegemesser besonders gut zerkleinert werden. Weiterhin ist bei gefrorenen Lebensmitteln oder Knochen darauf zu achten, diese mit einem geeigneten Messer, wie etwa einem Beil, zu zertrennen. Niemals sollten Sie hierfür ein Keramikmesser verwenden, da die Klinge dabei brechen oder absplittern kann.
  • Verwenden Sie eine geeignete Unterlage: Auch bei der Schneideunterlage gibt es zur Messerpflege etwas zu beachten. Schließlich ist nicht jedes Schneidebrett für die empfindlichen Klingen Ihrer Küchenmesser geeignet. Wir empfehlen Ihnen Holz oder Kunststoff als Material. Ein allzu harter Untergrund, wie beispielsweise Marmor, sieht zwar schön aus, lässt Ihre Messer jedoch schnell stumpf werden. Dann hilft auch die beste Messerpflege nichts und es heißt häufig: Zeit zum Messer schärfen!
  • Messer richtig verwahren: Gute Messer sind empfindlich, weshalb man Sie nicht unbedacht und lose in eine Schublade legen sollte. Für eine optimale Pflege verwahren Sie die Kochmesser am besten geschlossen auf. Das empfiehlt sich vor allem, wenn kleine Kinder in Ihrem Haushalt leben. Sonst bieten sich zur Messerpflege dekorative Lösungen wie Messerblöcke oder Magnetleisten an. Diese bewahren Ihre Messer sauber voneinander getrennt auf und stellen sie übersichtlich zur Schau. Das wirkt nicht nur ordentlicher, sondern kann in der Küche auch als dekoratives Element dienen.

Messer schärfen: So geht’s richtig!

Zu der richtigen Messerpflege gehört auch das regelmäßige Schärfen der Küchenmesser und Klingen. Mit einem geschärften Messer geht das Schneiden der Lebensmittel viel einfacher von der Hand und das Kochen macht damit gleich viel mehr Spaß. Außerdem verringern Sie somit die Verletzungsgefahr, da Sie mit einem scharfen Messer nur wenig Druck ausüben müssen und somit seltener abrutschen. Wir zeigen Ihnen Schritt-für-Schritt, wie Sie ganz einfach Ihr Messer selbst schärfen können.

Vorab: Die wichtigsten Fragen rund um’s Messer schärfen

Küchenmesser sollten natürlich immer dann geschärft werden, wenn sie stumpf sind. Um das herauszufinden gibt es einen einfachen Trick: Der Tomatentest. Lässt sich die Klinge ohne Kraft- und Druckaufwand durch eine Tomate führen, ist das Messer scharf genug. Oder Sie probieren aus, ein Blatt Papier mit dem Messer von oben nach unten durchzuschneiden. Ist der Schnitt sauber, muss das Schneidemesser noch nicht geschärft werden.
Die drei gängigsten Methoden, um sein Messer zu schärfen, sind mithilfe von einem Wetzstahl, Schleifstein oder Schleifgerät (Messerschärfer). Profis verwenden Wetzstähle aber oft nicht alternativ, sondern ergänzend zu einem Abziehstein. Diese dienen nämlich vor allem zur Erhaltung der Schärfe und richten verformte Waten auf, damit die Schneide wieder mühelos durch das Schneidgut schneiden kann.

Kleiner Tipp: Wer keines dieser genannten Schleifmittel zur Hand hat, kann sein Messer vorübergehend auch mit einem Teller oder einer Tasse schärfen. Dafür einfach das Messer an der rauen Unterseite des Geschirrs abziehen – und fertig!
In der Kochbranche unterscheidet man zwischen japanischen und europäischen Messern. Japanische Messer sind dabei die Spitzenreiter in Sachen scharfer Klingen. Schließlich können diese sowohl einseitig als auch beidseitig geschliffen sein und weisen einen geringeren Schleifwinkel auf. Hier kommt bei beiden Varianten also nur die Methode mit dem Wetzstein in Frage – von Wetzstählen ist abzuraten. Europäische Messer sind dagegen etwas robuster und pflegeleichter, gleichzeitig aber weniger scharf. Mit einem Wetzstab lässt sich die Klinge am besten glätten, mit einem Schleifstein oder -gerät dann schleifen.
Egal, ob Sie Ihre Messer mit einem Wetzstab oder Abziehstein schleifen – damit sie auch die richtige Schärfe erhalten, ist der richtige Schleifwinkel absolutes Muss. Dieser beträgt meist zwischen 10 und 13 Grad bzw. 20 bis 25 Grad. Grundsätzlich gilt aber: Je geringer der Winkel, desto schärfer wird das Messer.

So schärfen Sie ein Küchenmesser

  1. Für das Schärfen der Messer gibt es zwei Möglichkeiten: Wetzstahl oder Schleifstein.
  2. Falls Sie Ihre Kochmesser lieber mit einem Schleifstein schärfen möchten, können Sie zwischen Kunst- und Naturstein wählen. Beim Keramikmesser schleifen müssen Sie zu einem Diamant-Schleifstein mit einer 1000er Körnung greifen. Hier funktionieren herkömmliche Schleifsteine für Stahlmesser nicht.
  3. Der Unterschied zwischen Schleifsteinen besteht darin, dass der Naturstein meist eine feine Seite für den Feinschliff und eine grobe für den Grobschliff hat. Wichtig: Legen Sie den Wetzstein vorab für eine Viertelstunde ins Wasser. Achten Sie außerdem darauf, dass der Abziehstein während dem Messerschärfen immer nass ist.
  4. Ziehen Sie nun Ihr Messer immer entgegen der Schnittkante vor und zurück und stets im gleichen Winkel über den Wetzstein. Um ein besseres Ergebnis zu erhalten, können Sie beim Schärfvorgang mehrere Schleifsteine zur Hand nehmen. Arbeiten Sie sich dann nach und nach von groben Körnungen zu feinen Körnungen voran. Oft bietet es sich auch an, der Schneide zu Beginn einen “Vorschliff” zu unterziehen. So lassen sich kleinere Ausbrüche an der Klinge begradigen und Sie bereiten die Schneide für den “richtigen” Schliff vor.
  5. Für das Schärfen mit dem Wetzstahl gilt, dass Sie die Klinge des Messers in einem 20 Grad Winkel an den Wetzstahl anlegen. Ziehen Sie die Klinge dann in einer halbkreisförmigen Bewegung und mit ein wenig Druckausübung über die Schneide.
  6. Wiederholen Sie diesen Vorgang zum Messerschärfen abwechselnd auf beiden Seiten der Klinge so lange, bis das Schneidemesser wieder über die gewünschte Schärfe verfügt.

P.S.: Möchten Sie lieber auf Nummer sicher gehen? Alternativ können Sie Ihre Messer auch von einem Profi schleifen lassen. Oder aber Sie besorgen sich einen kleinen Messerschärfer. Mit diesem können Sie Messer zuhause ganz sicher und bequem selbst nachschärfen. Messerschärfer sind allerdings in der Regel etwas teurer als Schleifsteine oder Wetzstähle.

Darauf sollten Sie bei der Messerpflege nach Gebrauch achten

Nach dem Kochen ist vor dem Kochen! Die Messerpflege nach dem Gebrauch ist wichtig, um die Klingenschärfe des Küchenmessers beizubehalten. Zur idealen Messerpflege reinigen Sie Ihr Kochmesser immer unter fließendem Wasser mit einem weichen Lappen. Trocknen Sie es anschließend ab. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Sie säurehaltige Lebensmittel, wie Obst und Gemüse, geschnitten haben. Denn die Säure in Lebensmitteln kann die Klinge des Küchenmessers angreifen und stumpf werden lassen.

Auch wenn manche Messer durchaus für die Reinigung in der Spülmaschine vorgesehen sind, spülen Sie qualitativ hochwertige Profi Kochmesser besser von Hand. Mit dieser Messerpflege verhindern Sie, dass die Klinge aggressivem Spülmittel ausgesetzt wird und Flecken davonträgt oder stumpf wird. Bei einem Messer mit Holzgriff reiben Sie diesen am besten zusätzlich einmal die Woche mit etwas Speiseöl ein – das hält das Holz schön geschmeidig. Dieser Tipp hilft auch bei japanischen Messern, um sie effizient vor Rost zu schützen.

Tipp: Und bei jedem Umgang mit scharfen Küchenmessern gilt: Geben Sie Acht bei der Messerpflege und gehen Sie niemals leichtsinnig mit den Klingen um. Es besteht akute Verletzungsgefahr!


P.S.: Sie sehen: Mit der richtigen Behandlung werden Ihre Messer Ihnen lange Freude bereiten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Messerpflege und beim Kochen! Und falls Sie noch auf der Suche nach mehr Küchentipps sind – dann klicken Sie sich unbedingt durch unseren Guide!