Kalkfarben als Trend für die Wände

Wer sich aktuell mit Renovierungsmaßnahmen beschäftigt, wird sicherlich über Kalkfarbe stolpern. Denn die Wiederentdeckung im Farbregal findet immer mehr Anhänger. Doch was ist Kalkfarbe eigentlich? Und ist der Hype rund um die Wandfarbe berechtigt? Wir beleuchten alle Vor- und Nachteile und klären, wann und wo Kalkfarben wirklich Sinn machen. Viel Spaß beim Lesen!

Was Sie über die Trendfarbe wissen sollten

Kalkfarbe liegt absolut im Trend und schafft einen wunderbar natürlichen Look in Ihrem Zuhause. Die dezenten Töne lassen sich ideal zu vielen Einrichtungsstilen kombinieren. Die modernen Töne strahlen dabei zudem eine wohnliche Wärme aus. Doch was ist Kalkfarbe eigentlich und wie unterscheidet sie sich von Dispersionsfarben? Wir klären die wichtigsten Fragen:

Welche Vorteile haben Kalkfarben?

Die natürlichen Wandfarben haben jede Menge Vorteile. Von diesen Eigenschaften des Kalkanstrichs werden Sie profitieren:

  1. Dank eines alkalischen pH-Wertes wirkt er gegen Schimmel und Bakterien.
  2. Die mineralischen Farben sind diffusionsoffen und somit atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend.
  3. Kalkfarben sind umweltfreundlicher als andere Farben. Da sie nur aus natürlichen Pigmenten bestehen, sind sie nachhaltig und ökologisch abbaubar.
  4. Die Trendfarben kommen ohne Biozide und Konservierungsstoffe – das ist besser für Ihre Gesundheit.
  5. Kalkfarbe ist langlebig und zugleich natürlich in der Optik. Das gibt Ihren Wänden einen besonderen Charme.
  6. Sie können die Naturfarben beliebig oft und ganz einfach überstreichen.

Welche Nachteile haben Kalkfarben?

Doch natürlich gibt es auch Gründe, die eher für die klassische Dispersionsfarbe sprechen. Dazu gehören:

  1. Kalkfarben haben eine geringe Deckkraft, sodass meist mehrere Anstriche nötig sind.
  2. Die flüssige Beschaffenheit sorgt dafür, dass das Ergebnis selten gleichmäßig wirkt.
  3. Fertige Kalkfarben können ziemlich teuer sein. Günstiger ist es, die Wandfarbe selbst herzustellen.
  4. Die Naturfarbe ist schwierig mit anderen Farben zu überstreichen und zu entfernen.
  5. Kalkfarbe ist anfällig für Temperaturschwankungen – beim Streichen sollte es weder zu heiß noch zu kalt sein.
  6. Auf einigen Untergründen wie Holz haftet die Farbe nicht.
  7. Sumpfkalk kann ätzend wirken – Vorsicht also bei der Verarbeitung, schützen Sie Augen und Atemwege!

Was muss man zum Streichen mit Kalkfarbe wissen?

Wenn für Sie die Vorteile überwiegen, dann können Sie sich schon bald über Wände mit Naturfarbe freuen. Wir verraten Ihnen, wie’s geht!


DIY: So wird Kalkfarbe gestrichen

Im Grunde gelingt das Streichen mit den Naturfarben ganz einfach. Ein paar Punkte sollten Sie dennoch beachten, um ein schönes Ergebnis zu erhalten. Die verraten wir Ihnen natürlich in einer kurzen Anleitung!

  1. Untergrund prüfen

    Im Zweifel sollten Sie die Untergründe mit einem dieser empfohlenen Putze vorbereiten: Kalk- oder Zementputz. Stein und Holz sind nicht als Traggrund geeignet.

  2. Farbe vorbereiten

    Kalkfarbe wird vor dem Auftragen mit Wasser verdünnt. Wenn der Anstrich deckend sein soll, benötigen Sie darum mehrere Aufträge. Wie viel Farbe Sie also insgesamt benötigen, hängt nicht nur von der Fläche Ihrer Wand ab, sondern auch von der Anzahl an Anstrichen.

  3. Zubehör bereitlegen

    Nutzen Sie am besten einen Quast oder eine spezielle Bürste, da die Farbe ziemlich flüssig ist.

  4. Untergrund befeuchten

    Das Auftragen ist einfacher, wenn der Untergrund feucht ist. Sie können die Wand darum zunächst mit einer Sprühflasche ordentlich befeuchten.

  5. Kalkfarbe streichen

    Rühren Sie die Farbe noch einmal gut um, bevor Sie die erste Schicht auftragen. Verwenden Sie die Bürste, um alles gut einzuarbeiten.

  6. Weitere Schichten auftragen

    Lassen Sie die Schicht trocknen. Dann können Sie die nächsten Anstriche vornehmen – die Anzahl hängt von der gewünschten Deckkraft ab.


So lassen sich Kalkfarben entfernen

Das Entfernen von Kalkputz kann zu einem echten Kraftakt werden. Je hochwertiger die verwendeten Produkte, desto schwieriger lässt es sich entfernen. Folgende Tools können dabei helfen:

  • Drahtbürste und Spülmittel
  • Spachtel
  • Schleifgerät
  • Hochdruckreiniger

Auch beim Entfernen gilt: Der entstandene Staub kann Atemwege und Schleimhäute reizen, wir empfehlen daher das Tragen von Schutzbrillen und -Kleidung.

Fazit: Wann eignet sich Kalkfarbe zum Streichen?

Zurück zu der Frage: Was ist Kalkfarbe? Unsere Antwort: Eine gesunde, natürliche Alternative zu herkömmlichen Farben, die allerdings nicht ganz einfach zu verarbeiten ist. Sie wird häufig für Kellerräume o.ä. genutzt, was vor allem an dem unregelmäßigen und nicht deckenden Farbergebnis liegt. Wenn dieser Effekt nicht stört oder sogar gewollt ist, dann ist die Farbe aufgrund ihres positiven Einflusses auf das Raumklima bestens für alle Innenräume geeignet.


Wir hoffen, unsere Tipps zum Thema Kalkfarbe konnten Ihnen weiterhelfen! Für weitere Ideen empfehlen wir Ihnen unsere Artikel zu den schönsten Wandfarben. Und natürlich haben wir auch jede Menge Tipps zum Thema Zimmer streichen für Sie!