Home Staging Beispiel

Heute weiß man, es gibt Faktoren, die uns dazu bewegen eine Kaufentscheidung zu treffen. Allen voran: Emotionen. Wenn ein Produkt Emotionen wecken kann, verkauft es sich. Sie müssen kein Marketinggenie sein, um sich diese Strategie zunutze zu machen. Wir erklären Ihnen wie Home Staging funktioniert und wie Sie Home Styling selbst umsetzen können. Wie Sie schnell und einfach Ihre Immobilie umstylen und optisch aufwerten können, damit sie garantiert ein Bestseller wird.

Was ist Home Staging?

Der englische Begriff Staging bedeutet “Inszenierung”. Genau das steckt dahinter: Ein Heim wird inszeniert.

Home Staging meint das professionelle Herrichten der Räume einer Immobilie, um sie so attraktiver für den Verkauf zu machen. Deshalb spricht man oft auch von Home Styling. Bevor ein Haus zum Zuhause wird, wird es entsprechend in Szene gesetzt.

Leere Räume, kleinere Schönheitsfehler, Maken, quietschende Türen, verwitterte Balkone wirken wenig einladend. Sie können sogar den Verkaufspreis drücken. Eine zu persönliche, zu spezielle Einrichtung kann unter Umständen auch wenig verkaufsfördernd sein.

Kaufinteressenten sind auf der Suche nach Wohntraum. Eine gut gestylte Immobilie muss ihnen also Raum geben sich diesen vorstellen zu können. Eine perfekt gestylte Immobilie weckt Gefühle. Ein Interessent der sich bei der Besichtigung wohlfühlt, der Gemütlichkeit und Behaglichkeit verspürt, der sich eingeladen fühlt, der wird zum Käufer.

Für wen eignet sich Home Staging?

Die verkaufsfördernde Maßnahme des Home Staging lohnt sich in jedem Fall. Ob als professionelle Immobilien-Inszenierung von Experten, genannte Stager, ganz unkompliziert digital oder selbstgemacht.

Damit wird Home Styling für jeden interessant der seine Wohnung, Haus oder alles Ähnliche vermieten oder verkaufen möchte. Wir erklären Ihnen weiter unten wie sie selbst Ideen einbringen und Hand anlegen können und wie Westwing sie dabei unterstützt.

Was kostet Home Staging?

Grundsätzlich sind die Preise der Home Stager meist nach der Quadratmeterzahl der Immobilie gestaffelt.

Ein erstes Gespräch mit dem Stager und eine Besichtigung der Immobilie ist meist kostenlos, danach haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Angeboten. Ein “Basis-Paket” ist die günstigste Variante und bietet ihnen meist eine Bestandsaufnahme; Analyse; einen detaillierten Maßnahmenkatalog und schließlich eine DIY-Checkliste an Hand der Sie selbst stylen und stagen können. Je nach Wohnfläche müssen Sie mit unterschiedlichen Preisen rechnen. Das Basis-Staging einer 100 qm Immobilie kostet im Schnitt 250 € bis 300 €. Für Flächen bis zu 200 qm werden zwischen 350 € bis 400 € berechnet.

Alternativ gibt es auch das „Tages-Paket“ bei dem Ihnen ein Home Stager samt Team für acht bis neun Stunden zur Verfügung steht und Ihre Immobilie gekonnt in Szene setzt. Rechnen Sie mit einem Pauschalpreis zwischen 500 € bis 600 €.

Beim „Komplettpaket“ bekommen Sie von der ersten Bestandsaufnahme, über das Home-Staging-Konzept, bis zur Durchführung sämtlicher Home Staging Maßnahmen alles von einem Team. Auch für die Inszenierung benötigte Möbel, Accessoires, Leuchten und Bilder sind enthalten. Die Faustregel besagt, dass sich die Kosten zwischen ein bis drei Prozent des angestrebten Verkaufspreises berechnen.

Nun haben Sie noch eine weitere Möglichkeit, die nicht nur Kosten, sondern auch Zeit und Mühe spart. Der Interior Design Service von Westwing kostet 114 € pro Raum (egal wie viele Quadratmeter) und beinhaltet eine persönliche Beratung und ein Interieurkonzept das für jeden Kunden individuell von kompetenten Innenarchitekten erstellt wird.

Real vs. Digital: So gehen wir vor

Der digitale Home Staging Service von Westwing funktioniert in drei easy Steps.

Zunächst teilen Sie mit uns Ihre Wünsche, Präferenzen, Vorstellungen, Ideen und Ihr Budget. Gemeinsam mit Fotos des Raumes der umgestaltet werden soll.

Anschließend erhalten Sie von uns ein Konzept mit einem 2D-Bild jedes Raumes. In das Konzept lassen unsere Stylisten Ihre Wünsche und Ideen mit einfließen und geben gleichzeitig kreative neue Anstöße. Dazu gibt es unsere Produktempfehlungen in Form einer Shoppinglist. So können Sie die digitalen Bilder für den Verkauf nutzen oder gemeinsam mit unseren Stagern Ihr Zuhause neue einrichten.

Im letzten Step bestellen Sie was Ihnen gefällt oder teilen die Bilder mit Ihren potenziellen Käufern und Mietern.

Vorteile von Home Staging

Home Staging kann nachweislich eine Wertsteigerung von bis zu 15 % ausmachen. Außerdem werden gestagede Objekt deutlich schneller vermarkten. Trotzdem profitiert nicht nur der Verkäufer von dem Prinzip Staging. Vom Privatverkäufer, über den Makler, bis zum Käufer ziehen alle Beteiligten ihre Vorteile.

Vorteile für Verkäufer:

  • Sie verkaufen oder vermieten Ihre Immobilie zum Höchstpreis.
  • Sie sparen Zeit die Sie sonst in Besichtigungen oder Verhandlungen investieren müssen.
  • Dadurch sparen Sie auch Geld, wenn Sie eine Doppelbelastung vermeiden können.
  • Bereits die Anzeige mit den Home Staging Fotos wirkt professioneller und attraktiver.
  • Eine breitere Masse an potenziellen Käufern wird angesprochen.

Vorteile für Käufer:

  • Notwendige Schönheitsreparaturen sind bereits erledigt. Das Objekt ist in einem top Zustand und Sie können sofort einziehen.
  • Sie können sich bereits bei der Besichtigung ein realistisches Bild machen, wie Sie die Räume später gestalten wollen.
  • Sie bekommen Einrichtungstipps direkt vom Profi.

Vorteile für Makler:

  • Sie vermarkten und verkaufen schneller und schaffen so mehr Immobilien und mehr Umsatz pro Jahr.
  • Gegenüber potenziellen Kunden können Sie gepflegte Wohnobjekte und schnelle Verkaufsergebnisse vorweisen.
  • Genauso wie der Verkäufer profitieren Sie auch von den höheren Verkaufspreisen.
  • Ebenso profitieren Sie von den Staging Fotos, der breiten Käufermasse, der professionellen, schnellen Vermarktung und der beschleunigten Abwicklung.

Home Staging Beispiele

Seit 2010 gibt es in Deutschland die DGHR – Die deutsche Gesellschaft für Home Staging und ReDesign. Sie unterscheiden in ihrem Portfolio zwischen dem Staging einer bewohnten, einer leeren oder einer geerbten Immobilie sowie dem Styling einer zu vermietenden Immobilie.

Ähnlich wie die Stylisten und Stager vom DGHR gehen auch unsere Profis an jedes Projekt anders heran und holen so immer das Beste aus der Immobilie heraus.

Ganz grundsätzlich kann man sich beim Home Staging aber an folgende Punkte halten:

  1. Seien Sie sich im Klaren, dass Sie nicht Ihr Zuhause herrichten, sondern ein Verkaufsobjekt. Richten Sie sich nicht nach Ihrem persönlichen Geschmack, sondern nach dem einer möglichst breiten Masse.
  2. Aufräumen hat schon einen großen Stylingeffekt. Beseitigen Sie jegliches Chaos, mähen Sie den Rasen, räumen sie Müll und Kram aus dem Weg. Legen Sie dabei besonders viel Wert auf einen picobello Eingangsbereich, denn hier entsteht der allererste Eindruck. Von der Auffahrt, über den Briefkasten und der Fußmatte, bis zur Haustür sollte alles sauber und ordentlich sein.
  3. Entrümpeln, entsorgen und sortieren Sie alles aus, was unnütz aussieht und den Wohnraum einengt. Käufer oder Mieter suchen nach möglichst viel Platz. Ihr Objekt sollte also nicht vollgestellt wirken.
  4. Erstellen Sie für jeden Raum  To Do Listen. Was muss noch repariert werden? Was gehört gereinigt? Achten Sie auf jedes Detail.
  5. Ein frischer Anstrich wertet einen Raum optisch sofort auf. Wählen Sie dabei lieber neutrale helle Farben. Dunkle Töne lassen jeden Raum kleiner wirken und extravagante Farben könnten Käufer abschrecken.
  6. Stylen Sie Ihre Immobilie möglichst uptodate. Dafür müssen Sie nicht gleich alle Möbel austauschen. Ein paar neue moderne Accessoires und trendige Dekorelemente machen schon einen großen Unterschied. Blumen sind zeitlos und wirken immer aufwertend und wohnlich.
  7. Entfernen Sie außerdem alles was zu persönlich wirkt. Dazu gehören Fotos und Selbstgebasteltes von den Kindern. Aber auch Erinnerungsstücke oder Mitbringsel von Reisen. Alle religiösen, erotischen oder politischen Symbole oder Stücke können den Verkauf auch erschweren.
  8. Sorgen Sie für viel Licht. Lassen Sie alle Rollos, Gardinen und Vorhänge bei den Besichtigungen offen und fügen Sie, falls nötig, noch mehr Lichtquellen hinzu.
  9. Möbelstücke sollten so platziert sein, dass der Raum harmonisch wirkt aber nicht davon dominiert wird. Stellen Sie um oder entfernen Sie Stücke die stören könnten.
  10. Gute Fotos steigern das Interesse der potenziellen Käufer sofort.Holen Sie sich professionelle Hilfe oder greifen Sie zu hochwertiger Ausrüstung um die Räume zu fotografieren.

In unserer Vorher-Nachher-Galerie finden Sie einige Beispiele zu Projekten, die wir bereits umsetzen durften.

Unsere Home Staging Tipps für alle Räume

Zunächst halten Sie sich an die oben aufgelisteten Faustregeln. Weiter können Sie Ihr Ihre Zimmer folgendermaßen aufwerten:

Wohnzimmer

  • Um das Wohnzimmer einladend zu gestalten, sollte ein Sofa immer mit einem Teppich kombiniert werden.
  • Unterschiedliche indirekte Lichtquellen sorgen für ein angenehmes Raumempfinden.
  • Einen guten Mix aus kleinen und großen Möbelstücken wählen, um den Raum optimal wirken zu lassen.
  • Beim Staging darauf achten, dass der Raum nicht zu voll ist, aber trotzdem einen wohlfühlenden Charakter besitzt.
  • Wichtig auch hier nie auf Pflanzen und Wandgestaltung verzichten, das gibt dem Ganzen noch das gewisse Etwas.

Schlafzimmer

  • Das Bett immer mit einem Teppich kombinieren, sowie vielen unterschiedlichen warmen Materialien, dass verleiht Gemütlichkeit.
  • Das Bett optisch hervorheben, durch optisch angepasste Nachtische und einer Bettbank, falls möglich.
  • Auch hier wieder auf indirektes Licht achten am Bett, welches auch gut zum Lesen geeignet ist.
  • Kleine Dekoartikel sowie Pflanzen, lassen den Raum einladend wirken.

Badezimmer

  • Textilien und Deko in natürlichen Farben und Materialien verleihen jedem Bad ein Flair von Urlaub.
  • Dabei Möbel in hellen Hölzern verwenden, um dem Raum einen warmen und einladenden Charakter zu verleihen.
  • Pflanzen verleihen zudem Frische im Raum.

Kinderzimmer

  • Beim Staging darauf achten, dass das Kinderzimmer neutral gestaltet ist.
  • Den Raum optimal aufzuteilen in Schlafen, Spielen und Verstauen.
  • Mit warmen Materialien und Textilien arbeiten um den Raum ausreichend Cozyness zu verleihen.

Küche

  • Kleine Deko- Gegenstände, wie Gewürzmühlen, Holzbrettchen und Schüsseln lassen die Küche einladend wirken. Hier bekommt man gleich Lust zum Kochen.
  • Darauf achten, dass farblich alles zur Küchenoptik passt.
  • Kräuter oder auch frische Blumen sorgen für einen stimmigen Look.

Esszimmer

  • Eine große Tafel als Mittelpunkt gibt den Raum die optische Schwere. Darauf achten, dass der Tisch von seiner Proportion optimal in den Raum passt. Gegebenenfalls auch mit Formen spielen, ein runder Tisch bricht oftmals die geometrischen Formen eines Raumes auf und sorgt optisch für ein Gleichgewicht.
  • Gemütliche Stühle passend zum Stil des Esstisches sorgen für den Wohlfühlcharakter.
  • Als Wow-Effekt können aufregende Pendelleuchte eingesetzt werden.
  • Neben dem Tisch können kleinere Möbel genutzt werden, um einen Bar-Bereich zu gestalten oder auch Stauraum zu schaffen.

Flur

  • Die persönliche Visitenkarte ist der Flur, daher hier auf einen einladenden Raumcharakter achten.
  • Ein Flur sollte zudem funktionale Elemente beinhalten, wie Garderobe, Sitzgelegenheit, Ablage und evtl. Stauraum
  • Farben und Materialien aufeinander abstimmen.
  • Auch hier gilt „indirektes Licht sorgt für eine angenehme Atmosphäre“