Ideen fürs Ankleidezimmer einrichten

Ein Raum voller stylischer Klamotten, wunderschöner Schuhe und glänzender Accessoires: Ein begehbarer Kleiderschrank ist ein echter Traum, der jetzt auch für Sie wahrwerden kann. Denn ob ein ehemaliges Kinderzimmer, der Dachboden oder doch ein abgetrennter Bereich im Schlafzimmer – ein Ankleidezimmer können Sie fast überall da einrichten, wo etwas Platz ist. Perfekt, wenn wir mal wieder auf der Suche nach dem Lieblingskleid sind und in den Tiefen des Kleiderschranks nicht fündig werden. Denn mit dem eigenen Showroom kommt endlich Ordnung in die Kommode! Unsere Interior-Experten zeigen Ihnen darum, wie Sie Schritt für Schritt Ihr eigenes Ankleidezimmer gestalten können. Lassen Sie sich von unseren stilvollen Ideen überzeugen!

Warum eigentlich ein Ankleidezimmer?

Sie sind aktuell noch nicht sicher, ob Sie in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus wirklich ein Ankleidezimmer einrichten wollen? Verständlich, schließlich hat nicht jeder direkt ein freies Zimmer zur Verfügung. Doch das müssen Sie gar nicht unbedingt! Wir verraten Ihnen, welche Gründe auf jeden Fall für einen begehbaren Kleiderschrank sprechen:

  1. Mehr Ordnung: Ihr Kleiderschrank im Schlafzimmer quillt schon wieder über? Das sieht nicht nur chaotisch aus, sondern bringt auch Unruhe in den Raum. Besser ist es darum, wenn Ankleidezimmer und Schlafzimmer getrennt voneinander sind.
  2. Besserer Überblick: Das Ankleidezimmer ist auch deshalb praktisch, weil Sie künftig all Ihre Klamotten auf einen Blick sehen. Ewiges Gesuche gehört damit der Vergangenheit an und Ihre Outfits lassen sich viel leichter kombinieren.
  3. Eigene Luxusoase: So chic! Besonders für Fashionistas ist das Ankleidezimmer ein wahrgewordenes Märchen. Sie sorgen damit also für luxuriöse Momente in Ihrem Alltag.
  4. Auch für kleine Wohnungen: Kein Platz für ein eigenes Ankleidezimmer? Nicht so voreilig: Denn Sie können etwa auch eine Speisekammer oder einen kleinen Abstellraum umfunktionieren. Oder aber Sie greifen zu einem praktischen Raumteiler und integrieren Ihr Ankleidezimmer im Schlafzimmer.

Schritt 1: Das Ankleidezimmer planen und vorbereiten

Natürlich will unser neuer Lieblingsraum erstmal gut geplant und durchdacht werden! Egal, ob Sie gerade am Renovieren sind oder schon ein Zimmer zur Wahl haben: Einige Punkte sollten Sie bei der Planung auf jeden Fall beachten. Wir verraten Ihnen die wichtigsten Tipps:


Welcher Raum ist geeignet?

Bei der Entscheidung für einen Raum in Ihrem Zuhause sollten Sie zunächst einmal auf die Lage achten. Denn idealerweise liegt das neue Ankleidezimmer sowohl in der Nähe des Badezimmers als auch bei Ihrem Schlafzimmer. Das ist im Alltag besonders praktisch – gerade dann, wenn es morgens auch mal schnell gehen muss. Außerdem sollte möglichst viel Tageslicht in den Raum gelangen. Dadurch fällt nicht nur das Kombinieren leichter, sondern auch das Schminken. Denn hier kann bei der falschen Beleuchtung so einiges schief gehen! Alternativ können Sie aber auch mit natürlichen Tageslichtlampen arbeiten.

Und klar: Sie brauchen einen Raum oder Wohnbereich mit ausreichend Platz. Das kann ein altes Kinderzimmer sein, ein Bereich in Ihrem Schlafzimmer oder die ehemalige Speisekammer. Beim Dachboden sollten Sie beachten, dass gerade Schranksysteme mit Standardmaßen hier oft schwer unterkommen. Messen Sie also alles gut ab – denn Maßanfertigungen sind deutlich teurer!


Wie groß sollte das Ankleidezimmer sein?

Pauschal lässt sich das nicht sagen, denn die Größe hängt auch davon ab, wie viele Personen das Ankleidezimmer mit nutzen. Ein weiterer Faktor ist natürlich auch die Anzahl Ihrer Schuhe und Kleider, die verstaut werden wollen. Und sollen auch ein Schminktisch oder ein gemütlicher Sessel Platz finden?

Als Faustregel gilt jedoch: Sechs bis acht Quadratmeter sollten es für zwei Personen mindestens sein. Bei einer Person sollten es damit mindestens drei Quadratmeter sein.

Schritt 2: Begehbaren Kleiderschrank umsetzen

Wenn Sie eine Ankleide zu Hause haben möchten, sollten Sie den Einbau vorher gut planen. Entscheiden Sie sich für ein Regalsystem, dann suchen Sie sich in der Regel alle Regalbretter und -böden dementsprechend selbst aus. Um nichts zu vergessen, sollten Sie sich unbedingt notieren, was Sie alles benötigen und wie groß der zur Verfügung stehende Platz genau ist. Messen Sie dabei unbedingt auch Fenster, Heizungen, Türen, Dachschrägen und Co. aus!

Außerdem sollten Sie einen Blick in Ihren jetzigen Schrank werfen: Wie viel haben Sie wovon? Nur mit einer solchen Bestandsaufnahme können Sie die genaue Anzahl an Schubladen, Kleiderstangen und Regalböden wirklich einschätzen. Sie haben etwa vor allem Klamotten, die aufgehängt werden müssen? Dann brauchen Sie natürlich keine Unmengen an Regalböden, sondern viel mehr Kleiderstangen. Achten Sie außerdem darauf, einen Puffer für neue Kleidung einzuplanen.

Überlegen Sie sich außerdem, ob Sie offene oder geschlossene Schränke bevorzugen. Für die meisten Menschen ist dabei ein Mix ideal: Unterwäsche, Socken und Co. verschwinden hinter Türen, während Sie mit offenen Regalen einen Überblick über Ihre Lieblingsteile behalten. Auch sorgen geschlossene Schränke für mehr Ordnung und weniger Staub.

Nach diesen Maßen und Angaben können Sie dann Regale, Böden, Stangen und jedes einzelne Maß gut planen. Das von Ihnen ausgeklügelte System ist dann ganz und gar individuell und passt sich so nicht nur an den Raum an, sondern auch an Ihre eigenen und persönlichen Bedürfnisse an. Schuhe und Kleidung haben in dieser schönen Ankleide durch die Regalsysteme und das Zubehör ein wundervolles und unter Garantie auch individuelles Zuhause!

Achtung: Bei den Schranksystemen handelt es sich meist um Standardmaße. Natürlich können Sie auch Maßanfertigungen beim Tischler beauftragen, das ist allerdings deutlich teurer.

Schritt 3: Möbel und die Grundausstattung für das Ankleidezimmer

Ein begehbarer Kleiderschrank ist ein Traum und bietet viele individuelle Lösungen für Ihre Kleidung und Schuhe. Der Schrank an sich steht mittlerweile? Damit Sie sich in Ihrer großen Auswahl jetzt auch gut zurechtfinden, sollten Sie Ihr Ankleidezimmer mit einigen Basics ausstatten:

  1. Kleiderstange: Wie viele Kleiderstangen Sie benötigen hängt davon ab, wie viele Fashion-Pieces Sie darauf drapieren möchten. Kleider, Mäntel, lange Röcke, Overalls und Blusen sollten Sie generell lieber hängend im Ankleidezimmer aufbewahren. Hosen, Shirts und Pullover lassen sich hingegen auch auf Regalen gut lagern.
  2. Regal: Wie schon erwähnt sind Regale oder auch Regalbretter für ein Ankleidezimmer unerlässlich, wenn Sie drauf Shirts, Tops, Hosen und Pullover sortieren möchten. Ebenso lassen sich Schuhe und Handtaschen auch wunderbar in einem Regal in Szene setzen.
  3. Schminktisch: Das i-Tüpfelchen in einem begehbaren Kleiderschrank ist wohl der Schminktisch. So können Sie sich im Raum anziehen und auch ganz entspannt Haare machen und Make-Up auflegen, ohne das Zimmer wechseln zu müssen.
  4. Gemütliche Sitzgelegenheit: So können Sie bei der Entscheidungsfindung bequem auf einer Bank oder einem Sessel Platz nehmen.
  5. Großer Spiegel: Lässt jedes noch so kleine Ankleidezimmer optisch größer wirken und ist perfekt, um direkt den Look zu begutachten.

Schritt 4: Extra-Ideen für noch mehr Stauraum im Ankleidezimmer

Sie wollen den Platz in Ihrer Ankleide so effizient nutzen wir nur möglich? Dann entdecken Sie unsere Tipps für mehr Stauraum!

  • Raumhöhe nutzen: Bauen Sie Regale bis unter die Decke ein. Mit Hilfe einer stylischen Leiter kommen Sie auch ganz bequem an das Lieblingsstück oben in der Ecke.
  • Maßanfertigungen anfragen: Mit einem individuellen Regalsystem, welches sich an die räumlichen Gegebenheiten in Ihrem Ankleidezimmer anpasst, nutzen Sie jeden Zentimeter aus. Gleichzeitig geben Sie Ihrem begehbaren Kleiderschrank dadurch mehr Ordnung und Struktur.
  • Regalböden nicht freilassen: Regalböden eignen sich vor allem für das Sortieren von Schuhen, Hüten und Handtaschen. Möchten Sie Ihre Schätze zudem auf eine bestimmte Art und Weise präsentieren, dann machen Sie dies am besten mit einer Beleuchtung.
  • Schubfächer oder Boxen für das Regal: Offene Regale wirken in kleinen Räumen weniger drückend im Vergleich zu riesigen Einbauschränken. Für einen ordentlichen Eindruck lassen sich Socken, Unterwäsche & Co. dann ganz einfach in Schubfächern verstecken.
  • Spezialschubladen für Accessoires: Schubladen mit vielen kleinen Fächern sind eine gute Möglichkeit Schmuck, Haarspangen oder Gürtel schön sortiert und immer griffbereit aufzubewahren.

Schritt 5: Das richtige Licht für Ihren begehbaren Kleiderschrank

Auf gar keinen Fall unterschätzen sollten Sie die Beleuchtung im Ankleidezimmer! Gerade natürliches Licht ist hier besonders willkommen. Aber auch die Beleuchtung an sich spielt eine wichtige Rolle. Achten Sie unbedingt auf ausreichende Deckenbeleuchtung sowie Wand- oder Tischleuchten. Auch kleinere Möglichkeiten für die indirekte Beleuchtung machen sich in der Ankleide sehr gut. Setzen Sie etwa auf kleine LED-Leuchten im Schrank, die Ihre Lieblingsstücke zu echten Highlights machen!

Schritt 6: Deko Ideen für Ihr Ankleidezimmer

Für den letzten Check-up oder um das neue Outfit in Ruhe von allen Seiten betrachten zu können, ist ein Ganzkörperspiegel in Ihrem Ankleidezimmer schon fast ein Muss. Ob an der Wand oder als Standspiegel, der frei im Raum steht – dieses Möbelstück sorgt für mehr Helligkeit und Weite im Raum.

Ebenso sorgt ein weicher Teppich für mehr Gemütlichkeit im Ankleidezimmer und verleiht der Atmosphäre einen wohnlichen Charakter. Diesen Charme können Sie mit der richtigen Beleuchtung zusätzlich unterstreichen. Begehbare Schränke wirken nämlich noch besonderer und auffälliger, wenn das Innere durch eine ausgeklügelte und faszinierende Beleuchtung angestrahlt wird.

Ein Kronleuchter sorgt dagegen für absolutes Glam-Feeling in Ihrer Ankleide. Wie wäre es außerdem mit schöner Wanddeko?

Schritt 7: Ordnung halten im begehbaren Kleiderschrank

Ihr neues Ankleidezimmer ist ein wahrgewordener Traum? Das sollte es auch bleiben, und zwar indem Sie regelmäßig ausmisten und Ordnung halten. Dabei helfen Ihnen vor allem Boxen, Körbe und Kisten, in denen Sie kleinere Accessoires praktisch verstauen können. Auch ein Fach für Ihre Schuhe sollten Sie einrichten.

Das A und O ist aber: Was Sie nicht mehr tragen, muss weg! Ob Sie die Kleidung spenden, verkaufen oder verschenken, bleibt natürlich ganz Ihnen überlassen. Hauptsache, Sie sorgen für ausreichend Platz im Ankleidezimmer. Viele weitere Tipps fürs Kleiderschrank organisieren finden Sie auch in unserem Artikel dazu oder oben in unserem Video!

Extra: So gelingt ein kleiner Ankleidebereich im Schlafzimmer

Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, können Sie sich in einer Ecke oder Nische Ihres Schlafzimmers einen kleinen, begehbaren Ankleidebereich konstruieren. Das bietet sich vor allem dann an, wenn das Zimmer sehr gut geschnitten ist. Im Idealfall wäre der Ankleidebereich entweder durch Wände oder durch die aufgelockerte Variante mit Paravents vom Rest des Schlafzimmers abgetrennt. Das sorgt dann für besseres Feng Shui im Schlafzimmer.

Besitzen Sie nicht ganz so viel Platz, dann ist ein schöner Kleiderschrank, der Ihre Schmuckstücke beherbergt, eine Idee. Um den Ankleidebereich als solchen im Schlafzimmer wirken zu lassen, sollten Sie auf jeden Fall auch an eine Sitzmöglichkeit oder andere gemütliche Möbel zum Sitzen denken. Egal, ob man sich Schuhe, Socken oder eine Strumpfhose anzieht – ein Sessel kommt oftmals gut gelegen!


Sie brauchen noch mehr Inspiration? Dann schauen Sie doch mal in unseren Artikel zur Wohnung und dem Ankleidezimmer von Novalanalove.