Interview: Katrin ten Eikelder von The Knots

Katrin ten Eikelder, Gründerin vom angesagten Berliner Teppichlabel The Knots spricht im Interview über Inspirationen, Herausforderungen sowie Möbel und Wohnaccessoires, und verrät, worauf es ihr beim Teppichkauf ankommt. Teppiche von The Knots gibt es heute hier bei Westwing!

The Knots Westwing

Wie ist die Idee zu The Knots entstanden?

Die Idee zu The Knots ist im Frühjahr 2014 in New York entstanden. Dort habe ich damals für ein deutsches Modeunternehmen gearbeitet. Inspiriert von den kleinen Boutiquen und Galerien in Brooklyn, den Menschen und dem großartigen Kreativgeist wurde The Knots ins Leben gerufen.

Was ist das Besondere bei Teppichen von The Knots?

Jeder einzelne Teppich ist ein handgeknüpftes Unikat und hat einen Lebensweg von 40 bis zu 80 Jahren hinter sich. Der Veredelungsprozess mit neuen Farben sorgt dafür, dass dieses sehr traditionelle Handwerksprodukt zum zeitgenössischen Design Objekt wird. Man kann somit von einer Art Wiedergeburt sprechen. Außerdem tragen alle The Knots Teppiche ihre ganz persönliche Nummer und einen Namen der New York Bezug hat.

The Knots Fashion Week Berlin

Mode trifft auf Interior: The Knots Teppiche auf dem Laufsteg für Isabel de Hillerins Show auf der Fashion Week Berlin

Was bedeutet für Sie die „Rugolution“?

„Rugolution“ ist eine Wortschöpfung, die ein großer Freund von The Knots ins Leben gerufen hat. Die Revolution des Teppichs. Ich finde sie großartig und verstehe darunter sowohl die Rückkehr als auch die Weiterentwicklung der klassischen Teppichkunst. Gerade orientalische Teppiche, in unterschiedlichster Ausprägung sind momentan wieder sehr präsent und finden zurück in unsere Wohnzimmer.

Was ist die größte Herausforderung beim Veredeln so alter Teppiche?

Es gibt immer einen sogenannten X-Faktor. Das heißt, wie der Teppiche am Ende aussieht, ist nicht zu 100% vorhersehbar. Die bestehenden Farben lassen sich teilweise herauswaschen, teilweise bleiben sie gänzlich erhalten. Die neu aufgebrachte Farbe wird teilweise aufgenommen, teilweise an manchen Stellen gar nicht. Das hält das Produkt spannend, macht es aber auch unberechenbar.

The Knots Showroom

Sie kommen aus einer Familie von Teppichexperten. Wie revolutionär fand Ihre Familie Ihre Idee Anfangs?

Mein Vater, der eigentliche Experte, war von Beginn an sehr aufgeschlossen und ist mittlerweile absolut begeistert. Einer der größten Fans.

Ist es Zeit, sich von den klassischen Modellen zu verabschieden?

Keinesfalls. Auch klassische Modelle werden teilweise mit sehr modernem Design kombiniert und das kann toll aussehen. Grundsätzlich glaube ich, dass die Wertschätzung für individuelles (Kunst-)handwerk in Zeiten industrieller Massenfertigung weiter an Bedeutung gewinnen wird. Abgesehen davon könnten handgeknüpfte Teppiche in Zukunft sehr wertvoll werden. Wenn man den Prognosen glaubt, wird dieses Handwerk in den nächsten 10-15 Jahren aussterben.

The Knots Berlin im Westwing Magazin

Was macht einen guten Teppich aus?

Für mich ist ein guter Teppich in erster Linie handgefertigt und aus Naturmaterialen bestehend. Das allein spricht schon mal für eine lange Lebensdauer. Die Anzahl der Knoten ist ein objektives Qualitätsmerkmal. Je mehr Knoten ein Teppich hat, desto mehr Arbeitszeit steckt in ihm und desto feiner ist er.

Wo lassen Sie sich inspirieren?

Die ursprüngliche Inspiration kam in New York bzw. Brooklyn. Jetzt finde ich Inspiration eigentlich überall. Sowohl im Alltag als auch auf Reisen entdecke ich Dinge, die mich weiterdenken lassen und neue Ideen bringen. Viel entsteht auch aus Gesprächen mit Kunden und Freunden.

Collection II

 

Ihre drei Tipps beim Kauf von Teppichen?

  • Das A und O: Der Teppich muss gefallen
  • Prüfen der Materialen und Verarbeitung
  • Den Teppich zu Hause ausprobieren. Bestellt man bei The Knots kommt der Teppich direkt nach Hause.

Berliner Label The Knots

Ihre drei No Gos beim Kauf von Teppichen?

  • Ich würde niemals einen Teppich kaufen, der billig verarbeitet ist
  • Keine billigen synthetischen Materialien
  • Ich bin kein Freund von homogener Massenware

Teresa Mayer

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