Frédéric De Luca

Nach einer Weile in der Modewelt gründete der Maler und Designer Frederic de Luca in den 80er Jahren eine Art Gallerie, die „Waiting for the Barbarians“ (z. Dt. „Warten auf die Barbaren“). Diese wegbereitende Initiative legte den Grundstein für dekorative Kunst in den 90er Jahren und für eine innovative, ästhetische Bewegung, geförtdert durch Avantgarde-Designer wie Elizabeth Garouste, Mattia Bonetti, Patrick Rétif Eric Schmidt, Mijeon Mijeon oder Jacques Jarrige.

Heute arbeitet Frédéric De Luca mit Asiatides, einer Marke zu Ehren Asiens, welche der Produktion von Möbeldesign nachgeht. Erfahren Sie mehr über den diskreten Künstler, der Farben und geometrische Formen vibrieren lässt.

Westwing - de Luca - Portrait

1. Wie kam es zu einer Zusammenarbeit mit Asiatides?

Ich traf Jean Charles Chappuis, den Chef der Asiatides, immer wieder, da wir in der gleichen Nachbarschaft leben. Er wusste von meiner Arbeit und meinen Porzellan Objekten. Er fragte mich schließlich vor vier oder fünf Jahren, ob ich nicht Zeichnungen auf Porzellan für Asiatides machen könnte. So begann unsere Zusammenarbeit im Jahr 2011.

Westwing - de Luca - Vase Schwarz-Weiß

2. Welche Stücke haben Sie für diese Gelegenheit geschaffen?

Zu Beginn entwarf ich Vasen, Behälter, Übertopfe und Lampen und möchte mich nun auch mit Kleinmöbeln befassen. Aktuell arbeite an Projekten wie Metall-Lampen und Laternen.

Westwing - de Luca - Vasen

3. Hat Asien Ihre Kreationen für Asiatides inspiriert?

Nein, meine Arbeit wurde nicht durch Asien inspiriert. Meine dekorativen Designs für Asiatides sowie meine Zeichnungen für andere Kunstprojekte basieren rein auf geometrischen Formen. Allerdings werden meine Zeichnungen für Asiatides in China gemalt. Die Arbeit und das Ergebnis sind in der Tat bemerkenswert.

Westwing - de Luca - Vasen

4. Können Sie mir von “Warten auf die Barbaren” erzählen? Wie kam es dazu?

Im Jahr 1983 gründete ich die Vereinigung “Waiting for the Barbarians”. Zu dieser Zeit kannten mein Partner und ich viele Künstler aus verschiedenen Bereichen wie Malerei und Mode. Ich hatte die Idee, alle diese Künstler zusammen zu bringen um eine Art Künstler-Vereinigung zu bilden. Wir veröffentlichten zahlreiche Dekorationsartikel als Einzelstücke in kleinen Auflagen. Jeder konnte ganz frei gestalten. Ich nahm Künstler wie Garouste und Bonetti, Eric Schmidt, und viele andere auf und es wurde ein großer Erfolg. Seit zehn Jahren existiert die Galerie ohne mich weiter.

Westwing - de Luca - Vasen

5. Können Sie uns von Ihrem Erfolgsweg erzählen?

Nach meinem Schulabschluss studierte ich vier Jahre angewandte Kunst und spezialisierte mich anschließend auf Textildesign. Dieser Einfluss kommt noch immer in meiner Arbeit zum Ausdruck, sowohl in meinen Gouache Zeichnungen als auch in meinen Objektbemalungen. Darüber hinaus arbeitete ich ausschließlich mit Gouache, weil früher all die Stoff-Entwürfe auf diese Weise entstanden. Heutzutage, wo alles mit Computer erstellt wird, fertige ich weiterhin Handzeichnungen mit Gouache an.

Westwing - de Luca - Vasen

6. An welchen Projekten arbeiten Sie aktuell?

Neben meinen Kreationen für Asiatides arbeite ich auch mit Le cabinet de porcelaine, einem Designhaus, welches Porzellanobjekte produziert, inspiriert vom 18. Jahrhundert. Ich designe Leuchten und Möbel Unikate nach meiner Vorstellung sowie entsprechend dem Stil der Kunden und lasse diese anschließend von einem Tischler anfertigen. Zudem habe ich kürzlich erst eine Show für meine künstlerische Gouache Zeichnungen beendet.

Fotos: Frederic de Luca/Asiatides

Sandra Kehrle

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