BuddhaEs herrscht völlige Stille. Langsam schreiten Sie, ganz ruhig, ganz gelöst, durch diesen Zen Garten. Dieser Garten ist geprägt von Steinen, Moos und Sand. Ihr Blick ruht auf der entspannenden kleinen Landschaft vor Ihnen, die dieser Garten bildet – so läuft ein Spaziergang durch einen Zen Garten im besten Falle ab! Denn die jahrhundertealte Kunst des Gärtnerns hat im Zen Garten eine Form entwickelt, die allein durch ihre Anlage innere Ruhe bringen soll. In jedem Fall ist ein solcher Zen Garten eine Oase des Friedens.

Ein Zen Garten bringt Ruhe, Ruhe bringt Entspannung, Entspannung bringt Inspirationen: Und genau die wünschen wir uns von Westwing für Sie. Egal, welchen Garten Sie Ihr Eigen nennen oder durch welchen Sie gerne spazieren: Wir von Westwing möchten Sie gerne zu neuen Ideen inspirieren, draußen oder drinnen. Denn jeder Garten sollte genauso das richtige Design haben – genauso wie jede Wohnung, und deshalb möchten wir Ihnen auf unseren Ratgeber-Seiten die schönsten Trends und die wichtigsten Formen von Gärten vorstellen, inklusive deren geschichtlicher Hintergründe, ihrer wichtigsten Elemente und Bedeutungen – lassen Sie sich inspirieren!

Der Zen Garten und seine Geschichte

Zum ersten Mal nachweisen lassen sich ursprüngliche Formen des Zen Gartens schon im 8. Jahrhundert nach Christi Geburt, aus dieser Zeit stammen zumindest die ersten Aufzeichnungen, die solche Formen in Japan beschreiben. Wirklich zur Kunst- und Gartenform sind diese Gärten aber erst etwa im 14. Jahrhundert geworden. Zu dieser Zeit wurde auch der Buddhismus in Japan vorherrschend, der nicht nur die wichtigste Religion wurde, sondern auch den Zen Garten prägte.

Denn der Buddhismus ist natürlich bekannt für seine Suche nach Meditation und innerer Ruhe. So entwickelte speziell der Zen-Buddhismus den Zen Garten mit, der sich anfangs meist innerhalb der entsprechenden Tempel und Klöster befand. Zen gilt dabei als „wegloser Weg“, das heißt, man muss sich auf den Alltag konzentrieren, auf das Leben selbst und auf den Moment: Nur so kann man die individuellen Befindlichkeiten und Probleme überwinden und zu einem wirklich gelösten Menschen werden. Die Zen Gärten galten dabei als eine Möglichkeit, durch die man sich vom ewigen Kreisen ums Ich lösen konnte.

Die wichtigsten Elemente im Zen Garten

Zen Garten ist übrigens eigentlich ein umgangssprachlicher Ausdruck, denn der japanische Name „Kare-san-sui“ bedeutet vielmehr so etwas wie „trockene Landschaft“. Das zeigt schon, worum es in einem solchen Garten geht, beziehungsweise was es dort nicht gibt: Hier herrschen Steine und Sand vor, während es kein Wasser (wie in der Form eines Teichs) oder klassische Pflanzen gibt.

  • Steine:
  • Die Steine, meist in Schwarz, sind sehr prägend und deutlich im Zen Garten. Sie können in allen Formen kommen, wichtig ist in jedem Fall, dass sie schön aussehen – das japanische Buch der Gartenkunst Sakuteiki schreibt sogar extra vor, dass Steine immer mit der schönsten Seite nach vorne gedreht werden sollen. Außerdem sollen sie auf keinen Fall nach geometrischen Mustern angeordnet werden, sondern so liegen, als könnte das auch natürlich sein. Drei Steine zusammen symbolisieren klassischer Weise oft Buddha und seine Gefährten.

  • Sand:
  • Manchmal wird der Sand auch von Kies ersetzt, aber viel wichtiger sind die wellenförmigen Linien darin, die man mit einem Rechen ziehen kann. Diese symbolisieren nämlich Wasser – denn auch wenn der Zen Garten „trockene Landschaft“ heißt, gibt es in ihm im übertragenen Sinne so doch Wasser. Ganz wichtig ist darin die Regel, dass diese geschwungenen Linien immer ineinander übergehen. Wie beim echten Wasser gibt es keinen Anfang und kein Ende, alles fließt.

  • Moos:
  • Moos ist tatsächlich die einzige Pflanze, die in klassischen Zen Gärten erlaubt ist. Denn sie wird nicht nur als Symbol für Weisheit angesehen, sie schafft so auch so grüne Flächen auf den Steinen, die im Zen Buddhismus als besonders gut zur meditativen Versenkung gelten.

Zentral steht beim Zen Garten, dass er nicht einfach nur schön aussehen soll, sondern dass er auch immer eine Botschaft repräsentiert. Die Abfolge von hohen Steinen, die mit Moos bewachsen sind, und den sandigen Linien am Boden symbolisiert zum Beispiel eine Landschaft aus Gebirgen und Flüssen. Darüber hinaus gibt es aber oft noch eine weitere Bedeutung, in der solche kleinen Landschaften der großen Natur für noch größere Zusammenhänge gelten, wie den Fluss des Lebens selbst. Diese Bedeutungen machen die japanischen Zen Gärten so vielseitig und so hervorragend zum kontemplativen Versenken darin.

Ein Zen Garten in klein: Miniaturen für drinnen

Wer keinen Zen Garten zur Entspannung in der Nähe hat und sich auch keinen selbst anlegen will, der hat immer noch die Möglichkeit, sich einen ganz kleinen Zen Garten anzuschaffen. Denn es gibt auch die Möglichkeit, eine Miniaturform davon für zuhause oder besonders fürs Büro zu besorgen. Meist besteht so ein Zen Garten aus einem kleinen Kasten (ca. 20 cm Seitenlänge) mit Sand und Steinen darin. Mit einem Mini-Rechen kann man dann selbst Linien ziehen oder die Steine verschieben – ganz nach Gefühl oder gewünschter Bedeutung. So eine kleine Form davon macht sich auch als Dekoration im Zimmer gut, zum Beispiel stilecht kombiniert mit einer Buddha Statue oder mit dem Konzept von Feng Shui. So wird ein Zen Garten sogar drinnen zu einer wunderbaren Möglichkeit, kurz vom Alltag entspannen zu können und neue Gedanken zu finden.

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