Teilen

Header

Wie schon der große William Shakespeare feststellte: „Die Welt ist eine Bühne.“ Auch in der Food-Fotografie gibt es eine Bühne. Diese Bühne benötigt natürlich ein ansprechendes Styling. Und genau dafür benötigt man passende Requisiten, die auf Englisch „Props“ genannt werden. Wie auch auf einer richtigen Theaterbühne gibt es in der Food-Fotografie Haupt- und Nebendarsteller. Die Hauptdarsteller sind in diesem Fall ganz klar das Essen. Die Nebendarsteller sind das Styling mit Props und das Foodstyling. Die Aufgabe der Nebendarsteller bzw. der ausgestatteten Bühne ist es, den Hauptdarsteller glänzen zu lassen. Das Styling mit Props wirkt quasi unterstützend wie ein Make-up und schafft die passende Atmosphäre.

Welche Aufgaben besitzen Props?

Frau Herzblut's Feature 1

In der Food-Fotografie sind Props alle Gegenstände und Utensilie, die man zum Anrichten von Speisen und Getränken benötigt. Von A wie Auflaufform über T wie Teller bis hin zu Z wie Zuckerdose ist die Bandbreite sehr groß. Props dienen außerdem dazu den Blick zu lenken, etwas farblich zu betonen oder Bildern den letzten Schliff zu geben. Manchmal wirkt ein Bild zu leer, da kann ein alter Silberlöffel vom Flohmarkt wahre Wunder verbringen. Bevor man mit der Umsetzung eines Bildes startet, ist es am besten sich kurz zu überlegen, welches Gericht man fotografiert und welche unterstützende Stimmung vermittelt werden soll. Oma’s Kuchenrezept lässt sich beispielsweise sehr gut mit gebrauchten, alten Props wie Sammeltassen und Silberbesteck atmosphärisch stylen und in Szene setzen. Bei meiner täglichen Arbeit als Food-Fotografin ist es aus zeitlichen Gründen von Nöten, dass die Auswahl der Props und das Styling des Fotosets unbedingt vor dem Anrichten des Foods erledigt sind.

Woher bekommt man Props?

Frau Herzblut's Feature 2

Props bekommt man wirklich überall. Dafür halte ich als Profi immer und überall die Augen offen – vorzugsweise nach Einzelstücken. Als erstes lohnt es sich den eigenen Küchenschrank nach geeigneten Requisiten zu durchforsten. Darüber hinaus bieten die Küchenschränke der besten Freundin, Mutter oder Oma weitere Möglichkeiten – in Form von Leihobjekten – offen. Neben dem reichhaltigen Angebot von Onlineshops wie Westwing bieten Deko- oder Trödelläden, Gartencenter oder Flohmärkte vielzählige Schätze. Kleine DIY’s können Bildern beispielweise eine persönliche und individuelle Note verleihen. Es ist letztendlich immer eine Frage des Stils, Geschmacks und des Geldbeutels.

Was eignet sich als Starterkit?

Frau Herzblut's Feature 3

Als kleine Requisitengrundlage zum Starten eignet sich vor allem schlichtes Geschirr in Weiß- und Beigetönen. Keine andere Farbe als die Farbe Weiß lässt andere Farben so strahlen. So lässt sich zwischen einem Teller und einem Stück Kuchen der höchstmögliche Kontrast erzielen. Neben hellem Geschirr eignet sich auch Geschirr in neutralen, dunklen Farben sowie Pastellfarben. Es ist immer gut ein paar gezielte farbige Akzente zu setzen. Kleine Stücke lassen sich zudem flexibler im Bild arrangieren und wirken nicht so brachial. Darüber hinaus ist es immer interessant, eine Materialmischung bzw. unterschiedliche Texturen einzusetzen: matt-glänzend, glatt-rau, hart-weich …

Welche Props eignen sich zusätzlich?

Frau Herzblut's Feature 4

Requisiten, die eine kleine Geschichte andeuten, wie zum Beispiel ein Sieb mit Puderzucker oder eine Schere können einem Bild zu mehr Lebendigkeit verhelfen. Unterschiedliche Bestecke, Schneidemesser, Kochlöffel, Reiben, Backformen, Tabletts, Textilien, Holzbretter usw. sind sehr gute ergänzende und hilfreiche Props.

Was ist bei Textilien zu berücksichtigen?

Frau Herzblut's Feature 5

Genau wie bei der Geschirrauswahl ist es hilfreich bei Textilien ebenfalls auf unterschiedlich Weiß- und Beigetöne sowie neutrale Pastelltöne zu setzen. Darüber hinaus lassen sich mit Textilien besonders gut farbige als auch saisonale (Stichwort: Muster) Akzente setzen. Es müssen zudem nicht immer fertige Servietten oder Küchentücher sein, Stoffe aus der Restekiste im Textilfachgeschäft sind eine günstige und gute Alternative.

Welche Hinter- oder Untergründe eignen sich?

Frau Herzblut's Feature 6

Auch hier ist der Phantasie keine Grenze gesetzt. Zu Beginn reicht die heimische Küchenarbeitsfläche aus Holz aus, wenn sie in der Nähe eines Fensters ist. Möbelstücke wie zum Beispiel ein Holzesstisch sind ein schöner Untergrund, der das Essen sogar in einer sehr natürlichen Situation zeigt. Darüber hinaus können Holzplatten aus dem Baumarkt für ein wenig Abwechslung dienen, die je nach persönlicher Vorliebe farbig gestrichen werden. Auch Tischdecken, Stoff, Backpapier, Seidenpapier und Tapete sind wunderbare Untergründe für Foodbilder.

Gibt es noch weitere Arten von Props?

Frau Herzblut's Feature 7

Meine absoluten Lieblingsprops sind Zutaten, die sich in einem Rezept wiederfinden, als auch saisonale, natürliche Props wie Blätter, Zweige und Blüten. Bei dem Einkauf der Zutaten ist es daher sehr ratsam, darauf zu achten ein paar mehr Zutaten bzw. nach ein paar besonders schönen Exemplaren Ausschau zu halten. Bei meinem Rezept für die „Oat Pancakes mit Bananen, Erdbeeren & Mandeln“ habe ich daher beim Einkauf schon darauf geachtet, um eine Schale mit besonders frischen und knackigen Erdbeeren zu bekommen. Garnituren mit Zutaten aus dem Rezept lassen ein Foodbild besonders appetitlich wirken und deuten dem Betrachter zusätzlich an, um was für ein Rezept es sich handelt.

Wie stimme ich die Props aufeinander ab?

09-Frau-Herzblut-Westwing-Farbkreis

Die Props für ein konkretes Bildmotiv sammle ich am liebsten an einem Ort und stimme sie aufeinander ab. Dabei teste ich immer eine Materialmischung aus unterschiedlichen Texturen und spiele mit verschiedenen Formen, Höhen und Ebenen. Dabei behalte ich den Farbkreis im Hinterkopf und setze einen oder mehrere Farbkontraste wie Hell–Dunkel, Kalt–Warm, Komplementär und Monochrom ganz bewusst ein.

Diese Sales starten heute

Kommende Sales