Seife

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Früher ein echtes Luxusgut und nur Adeligen vorbehalten - die Seife. Aus kostbaren Ölen hergestellt, mit pflegenden Kräuterzusätzen angereichert und mit viel Mühe und Aufwand gesiedet, galt sie als Zeichen von Zivilisierung, Kultur und Wohlstand. Heute erlebt die Naturseife ein Comeback!

Immer mehr kleine Hersteller bieten nun wieder handgemachte, hochwertige Seifen aus natürlichen Zutaten an, die der Seife ihre Stellung als Luxusgut, das man gerne verwendet, um sich etwas zu gönnen, oder verschenkt, um anderen eine besondere Freude zu machen, wieder zurückerobern.

Eine kleine Geschichte der Seife

Dabei war Seife lange Zeit verachtete Massenware. Zur industriellen Produktion wurden billige Öle oder Tierfett genommen und anstatt ätherischer Öle und echten Wirkstoffen gab es synthetischen Duft aus dem Labor und Marketing. Außerdem wurde das Glycerin, der hautpflegende Inhaltstoff, der beim Verseifen entsteht, durch Aussalzen aus den Seifen entzogen und gewinnbringend weiterverkauft.

Das Resultat waren austrocknende und minderwertige Seifen, die zu Recht immer mehr von künstlichen Waschsubstanzen, den sogenannten Syndets verdrängt wurden. Erst mit dem Aufkommen frischer, ökologischer und handgemachter Kosmetik durch die Kultmarke Lush und dem Boom des DIY, hier in Deutschland vor allem durch Jean Pütz befeuert, kam auch die Kunst des Seifensiedens wieder zurück. Allerdings wurde der handwerkliche Aufwand, Seifen selber zu rühren, zuerst als großes Hindernis empfunden: Die Verseifung benötigt in der Regel mehrere Stunden kontinuierlichen Rührens. Durch den kreativen Einsatz des Stabmixers verschwindet jedoch diese Hürde. Und auch das Aussalzen wird weggelassen. So kann man auf relativ einfachem Wege exzellente Seife kochen.

Seife selber machen

Aber wie funktioniert das, Seife selber zu machen? Das Prinzip ist nicht schwer, allerdings wird mit Lauge gearbeitet, einem ätzenden Stoff, der nur mit Vorsicht behandelt werden darf. Hier die Grundlagen, um Seife selber herstellen zu können:

  1. Hygiene: Damit die Seife nicht verunreinigt wird, müssen Küche, Hände und Arbeitswerkzeuge perfekt sauber sein. Auch nach dem Gebrauch sollten sie gut gereinigt werden und nur für diesen Zweck wieder verwendet werden.
  2. Vorsicht: Um Verletzungen und Missgeschicke zu vermeiden, sollten Gummihandschuhe, ein Kittel und eine Laborbrille getragen werden. Außerdem empfiehlt sich Zeitungspapier als Unterlage zu verwenden, und ein Eimer Essigwasser zur Neutralisierung der alkalischen Lauge bereitzuhalten, falls etwas daneben geht.
  3. Seifen

  4. Unfälle: Um Unfällen vorzubeugen, sollten Kinder und Haustiere außerdem ausgesperrt werden. Ein neugieriger Griff einer kleinen Hand, einmal Stolpern über die Katz – niemand will einen Unfall beim Seife Kochen. Deshalb vorher alle Störfaktoren entfernen (auch das Telefon!) und ein Fenster öffnen, damit Dämpfe abziehen können.
  5. Kalkulieren: Damit die Seife am Ende einen richtigen ph-Wert hat, muss man die Menge der Lauge mit den Ölen abstimmen. Die Verwendung eines getesteten Rezepts ist für Anfänger absolut zu empfehlen.
  6. Die Lauge: Aus Natriumhydroxid und Wasser wird die Lauge angerührt – immer die Lauge zum Wasser, nie umgekehrt! Denn die chemische Reaktion erzeugt Hitze und braucht das Wasser zum Abkühlen. Ein Wassertropfen auf dem Laugepulver kann Explosionen herbeiführen! Außerdem sollte die Lauge ganz aufgelöst werden, damit am Ende keine ätzenden Körnchen in der Seife sind.
  7. Basis: Während die Lauge abkühlt, kann man die Öle und Fette erhitzen und gut durchrühren. Das Fett darf dabei nicht zu heiß werden, damit die pflegenden Eigenschaften erhalten werden. Das ist das sogenannte Kaltrührverfahren.
  8. Fusion: Haben beide Massen in etwa dieselbe Temperatur, können sie vermengt werden. Bei diesem Arbeitsschritt werden eventuell auch Zusätze wie Kräuter, Blüten, Peelingkörnchen oder Farbe hinzugegeben. Dabei wird so lange mit dem Stabmixer gerührt, bis eine Art Vanillepudding-Konsistenz entsteht. Das ist dann die rohe Seifenmasse.
  9. Guss: Diese wird dann in robuste Formen aus Holz oder Plastik (kein Metall!) gefüllt und eventuell isoliert, damit die Hitze, die beim Verseifen entsteht, gleichmäßig durch den ganzen Seifenblock ziehen kann. Bei manchen Seifen ist es jedoch von Vorteil, die Hitzeentwicklung zu unterbinden – das ist hauptsächlich Geschmackssache.
  10. Lagerung: Seife muss man ruhen lassen, damit sich ihr alkalischer ph-Wert abmildert. Erst mit der Zeit werden die Seifen mild und pflegend. Wie lange das dauert, hängt von der Seife und der Herstellung ab. Aber mit einem Monat mindestens sollte man schon rechnen, während man bei länger als sechs Monaten kaum noch eine Verbesserung erwarten kann. Eher trocknet die Seife aus und verliert ihre ätherischen Öle.

Selbstgemachte Seife ist etwas Wundervolles und man hält mit ihr unter der Dusche ein Stück echte Handwerkskunst und beste Zutaten in der Hand. Ihr natürlicher Duft, ihr sanfter Schaum und ihre pflegenden Öle und Essenzen sind eine wahre Wohltat für die Sinne. Außerdem gibt es spezielle Seifen, die gegen diverse Maladien helfen. So soll die Aleppo-Seife ein wahres Hautwunder sein, reine Olivenölseife selbst empfindlichste Haut schützen, Salzseife Pickel wegzaubern und Milchseife zarte Kinderhaut nähren. Seife mit peelenden Zusätzen macht außerdem täglich streichelzarte Haut.

Hübsche Präsentation Ihrer selbstgemachten Seifen mit Hilfe eines Etageres

Neben den tollen Deko-Ideen, die Ihnen Delia Fischer in diesem Video zeigt, können Sie ein Etagere auch zur kreativen Darbietung Ihrer hübschen Seifen nutzen.

Dufte für die selbstgemachte Seife

Bei der Herstellung des Duftes für die Seife, ist es hilfreich über die drei Duft-Elemente Bescheid zu wissen. Es gibt drei unterschiedliche Bestandteile eines Duftes: die Kopfnote, Herznote und Basisnote.

Wie man bereits erahnen kann, ist die Basisnote das Fundament des Duftes. Darunter fallen schwere Düfte wie Thymian oder Patschuli. Der erste Dufteindruck wird durch die Kopfnote übertragen. Dieser Geruch verflüchtigt sich jedoch aber relativ schnell. Hierfür werden meist die wohlriechenden Zitrusdüfte genutzt. Die Herznote ist hingegen der Duft, der am längsten zu riechen ist. So erklärt sich auch das Mischverhältnis: Basisnote (5-10%), Kopfnote (10-30%) und die Herznote (25-70%).

Für wen diese manuelle Seifenherstellung nichts ist, der finden auch in den ansässigen Geschäften eine große Auswahl an Seifen, die nach Lavendel, Rosen oder anderen Düften riechen; auch Naturseifen werden oft angeboten. Ob Sie nun in Verfechter der Bio-Naturseife sind oder doch lieber auf die normale Seife zurückgreifen, ist im Grunde genommen nicht wichtig, solange bei der Seifen-Auswahl für Sie und Ihre Pflege das Richtige dabei ist.

Wenn Sie Ihre Seife dann zum ersten Mal zur Pflege Ihrer Hände und zur Körperpflege nutzen, dann werden Sie begeistert sein, denn in Kombination mit Wasser entfaltet die Seife erst ihren herrlichen Duft und die Aromen, die uns dann restlos von diesem kleinen Stück Glück überzeugen.

Probieren Sie die Welt der edlen Seife aus und versinken Sie in den kreativen Mischungen bester Öle, Kräuter und Düfte – für ein kleines Stück echten Luxus‘, jeden Tag.

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