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Teppich gewebt

Inhalt

  • Der ideale Teppich: gewebt oder geknüpft
  • Flachgewebe oder Flor – so wird ein Teppich gewebt
  • Maschinell gewebte Teppiche

Der ideale Teppich: gewebt oder geknüpft

Die traditionellste Machart für TeppicheTeppich gewebt ist das Knüpfen. Bereits die ersten importierten Teppiche aus dem Orient waren handgeknüpfte Meisterwerke, die völlig individuelle Muster und Abbildungen darstellten.

Neben dem Knüpfen wird ein Teppich gewebt. Das Weben ist die älteste überlieferte Handarbeit, die bereits seit 32.000 Jahren als nachgewiesen gilt. In einem Webrahmen oder Webstuhl werden Kettfäden fest eingespannt, die durch Schussfäden rechtwinklig verkreuzt werden. Dabei entstehen, je nachdem wie oft der Schussfaden gehoben und gesenkt wird, unterschiedliche Muster.

Gewebte Textilien gelten als sehr strapazierfähig und reißfest, weshalb wohl besonders Nomadenvölker gewebte Teppiche herstellten und sie selbst nutzten. Sie sind leicht zusammen zu rollen und an einem neuen Ort als Schlafunterlage oder Bodenbelag wieder auszubreiten. Ein geknüpfter Teppich ist also ein langwieriges und kostbares Meisterstück, während ein Teppich gewebt wird, um praktische Aspekte zu bedienen.

Flachgewebe oder Flor – so wird ein Teppich gewebt

Teppich gewebtGrundsätzlich unterscheidet man bei gewebten Teppichen verschiedene Macharten, die zu charakteristischer Optik und Haptik führen. Als Flachgewebe wird ein zweidimensionales Webstück bezeichnet, das sehr glatt und strukturiert aussieht. Hier wird in Grundbindungen wie Leinwand-, Köper- oder Atlasbindung gewebt, wie man es vielleicht noch von den Handwebrahmen aus der Kindheit kennt.

Typische Teppiche als Flachgewebe sind Sisalteppiche oder Kelims. Auch Wand- oder Bildteppiche, die geschichtliche oder mythologische Motive zeigen, wurden als Flachgewebe gefertigt. Flachgewebe werden besonders in Fluren zum Schmutzfang oder zur Wärmedämmung und Schallisolierung in großen Räumen genutzt. Oft sind die Teppiche aus Naturfasern gewebt. Der Vorteil eines Teppichs, der flach gewebt wurde ist, dass man ihn beidseitig verwenden kann, da das Webbild auf beiden Seiten gleich aussieht.

Die luxuriöse Variante sind die Florgewebe. Bei Ihnen wird ein drittes Fadensystem, zusätzlich zum Kett- und Schussfaden eingearbeitet, um das der Kettfaden beim Weben herum gearbeitet wird. Der zusätzliche Faden wird nach dem Weben entfernt und hinterlässt geschlossene Noppen (Schlingenflor oder Bouclé), die mit einem kleinen Messer auch noch aufgetrennt werden können. So entsteht besonders kuschelig weicher Velours, Plüsch, Samt oder Hochflor. Die Kettfäden am Anfang und Ende des Teppichs können als Fransen bestehen bleiben oder werden in einer Umrandung eingefasst.

Maschinell gewebte Teppiche

1785 schaffte der Engländer John CartwrightTeppich gewebt mit der Erfindung des ersten mechanischen Webstuhls die Grundlage für die Massenproduktion von gewebten Teppichen. Traditionelle Handwebereien starben aus, im 18. Und 19. Jahrhundert gab es in Europa zahlreiche Weber-Aufstände, in denen sich Handweber gegen die Industrialisierung wehrten.

Mittlerweile werden Teppiche fast nur maschinell gewebt, das geht schneller und gleichmäßiger, zudem machen spezielle Webmaschinen wie die Jaquardmaschine kuschelige Florgewebe möglich.

Heute ist Handweberei ein Kunsthandwerk. Viele Käufer legen aber auch derzeit noch Wert auf einen handgearbeiteten Teppich. Je nach Material und Fertigung unterscheiden sich die gewebten Teppiche im Preis.

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