Inhalt

  • Der Zauber der Nussknacker
  • Was macht ein Nussknacker?
  • Tradition aus dem Erzgebirge
  • Verschiedene Arten der Nussknacker

Der Zauber der Nussknacker

Was wäre Weihnachten ohne Mandarinen, Zimt und Nüsse? Diese drei unverzichtbaren Weihnachtswichtel kosten nicht viel, aber schaffen unbezahlbare, weihnachtliche Stimmung. Und mit einem hübschen Nussknacker bewaffnet geht für die Kleinen die Zeit bis zur Bescherung auch doppelt so schnell rum.

Tschaikowski hat mit seinem Ballett, das auf E. T. A. Hoffmanns Märchen „Nussknacker und Mausekönig“ beruht, dem Nussknacker ein unvergessliches Denkmal gesetzt und ihn zum Freund, Spielgefährten und Beschützer aller Kinder gemacht. Auch die Musik und der Tanz, die wir in diesem Ballett zu hören und natürlich zu sehen bekommen, ist wunderschön, unvergesslich und ein absoluter Klassiker. Der Nussknacker ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Weihnachtszaubers und rückt die Ursprünglichkeit des Festes wieder mehr in den Fokus.

Was macht ein Nussknacker?

Die Hauptaufgabe eines Nussknackers ist natürlich Nüsse zu knacken. Damit er das ordentlich tut, muss er an mindestens einer Stelle einen großen punktuellen Druck ausüben, um die Schale aufzuknacken, während er gleichzeitig genug Stabilität haben muss, um die Nuss ordentlich zu halten. Sonst flutscht die Nuss unter Druckanwendung einfach heraus, und das mit so großer Geschwindigkeit, dass der Weihnachtsmann schon mal eine heftige Beule davon bekommen kann.

Da der Nussknacker außerdem besonders für Kinderaugen etwas Besonderes ist, muss die Sicherheit und Einfachheit in der Anwendung gewährleistet sein. Die meisten Nussknacker bedienen sich daher verschiedenen Variationen des einfachen Hebelprinzips: Die Kraft, die man beim Drücken auf den Hebel aufwendet, wird punktuell auf die Nuss umgeleitet und ist so um ein vielfaches stärker, als wenn man selbst die Nuss brechen wollen würde.

Tradition aus dem Erzgebirge

Die Herstellung von bemalten Nussknackern aus Holz mit Uniform und geklebtem Rauschebart hat im Erzgebirge eine lange Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert reicht. Der grimmige Gevatter mit der roten Jacke und den sichtbaren Zähnen ist zum Archetypus des Nussknackers und der ansässigen Handwerkskunst geworden, ohne deren gedrechselte Spezialitäten Weihnachten nicht dasselbe wäre. Egal, ob Nussknacker, Weihnachtspyramide, Krippe oder Räuchermännchen – die handgemachten Kunstwerke finden sich in jedem weihnachtlich geschmückten Heim einen schönen Platz.

Übrigens haben die erzgebirgischen Handwerkskünstler sich auch etwas Neues einfallen lassen, um den Kindern noch mehr Freude zu machen. Denn den klassischen Nussknacker gibt es nun auch in anderen Berufen als Soldat: Das geht von traditionell inspirierten Varianten wie König, Bergmann oder Drechsler bis hin zu neueren Kreationen wie dem Koch, dem Advokat oder dem Zahnarzt.

Verschiedene Arten der Nussknacker

Nussknacker gibt es in den unterschiedlichsten Formen, auch, wenn das Prinzip meist dasselbe bleibt. Hier ein kleiner Überblick:

  • Zangen: Nussknacker-Zangen aus Edelstahl sind altbewährt und funktionieren hervorragend. Sie haben eine geriffelte Oberfläche, damit die Nuss nicht so leicht verrutscht. Da aber bei einer normalen Zange die Nuss doch mal entkommen kann, gibt es auch eine Weiterentwicklung, bei der der Zangenkopf nussförmig ist und so ein unbeabsichtigtes Rausploppen verhindert. Allerdings sind die Zangen ohne spezielle Nussform flexibler, was die Größe betrifft. Sehr kleine oder sehr große Nüsse können so einfach etwas weiter oben oder unten am Zangenkopf geknackt werden.
  • Schrauber: Besonders für Kinder geeignet sind Nussknacker, bei denen man langsam einen Schraubknopf dreht, der sich auf die Nuss senkt und sie schließlich knackt. Durch das schrittweise Drehen wird die Kraftaufwendung langsam erhöht, sodass nichts Plötzliches geschehen kann. Deshalb gibt es diese Varianten auch als extra Kinderspielzeuge in witzigen Formen.
  • Schleudern: Eine neue Methode ist es, die Nuss in einer Art Ballon gegen Metall zu schleudern und sie so zu knacken. Abgesehen von der spannenden Technik dieser Nussknacker ist ein ungewünschtes Schießen der Nuss ausgeschlossen: Sie ist ja immer innerhalb des Geräts.
  • Andere Hebel: Zusätzlich zu diesen Formen gibt es noch andere Nussknacker, die den Hebelmechanismus variieren, wie zum Beispiel einen Becher oder einen liegenden Hebel, in den man die Nuss klemmt. Diese begeistern mit ausgefeiltem Design und cooler Optik.

Nussknacker zum Nikolaus

Die Geschichte vom Nussknacker wird nicht nur im Ballett mit Tanz und Musik aufgeführt, sondern findet auch außerhalb vom Theater am sechsten Dezember Einzug in viele Haushalte. Denn zum Nikolaus werden traditionell Nüsse, Mandarinen und Orangen an die Kinder verschenkt, auch wenn heutzutage natürlich auch immer wieder ein Schokoladen-Nikolaus im Stiefelchen landet. Der bunt bemalte und Nüsse-knackende Mann darf auf keinen Fall fehlen, denn mit ihm macht Nüsse knacken gleich doppelt soviel Spaß und lässt Kinderaugen garantiert strahlen.

Nicht nur zum Nüsse knacken gut

Nussknacker sind längst nicht mehr nur zum Nüsse knacken da. Sie sind dekorative Weihnachtsaccessoires und das passende Motiv für viele Deko-Elemente. So finden sich die kleinen Männer in Uniform als Baumhänger und Deko-Figuren wieder oder sogar gedruckt auf Servietten, Tischdecken und Geschirr. Bei Westwing bieten wir Ihnen eine ausgezeichnete Auswahl an wunderschönen Artikeln rund um Weihnachten sowie Home and Living. Psst … als Westwing Club Mitglied können Sie bis zu -70% sparen. Melden Sie sich noch heute kostenlos an!