Nähmaschine

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Dein WestwingNähmaschine-Guide

Was vor 10 Jahren noch öko und altmodisch war, ist jetzt wieder in: Sachen selber nähen. Mit Dawanda und Co. haben viele nicht nur den Spaß am Nähen wieder selbst entdeckt, sondern auch andere davon beeindruckt und motiviert. Eine süße Handytasche, ein bauchiger Shopper mit Lieblingsmotiv, ein Necessaire mit Rosendekor oder ein fröhliches Utensilo – genähte Kleinigkeiten machen Spaß! Aber natürlich steht am Anfang aller Nähfreuden die richtige Nähmaschine.

Die richtige Nähmaschine zu finden ist aber nicht leicht, unabhängig davon, ob man nun als Anfänger den Einstieg finden will, oder als Profi den perfekten Alleskönner sucht. Qualitätsmarken wie Singer, Pfaff, AEG oder Brother haben ihre Produktreihen ungefähr entlang der Professionalität der Näher gestaffelt, was sich auch beim Preis bemerkbar macht.

Die klassische Freiarm-Nähmaschine

Im Laufe der Historie der Nähapparate haben sich natürlich die unterschiedlichsten Formen und Funktionsweisen herausgebildet. Doch die bekannte Form der Freiarmmaschine, die sich als Standard für privates und professionelles Werken durchgesetzt hat, geht auf Elias Howe zurück. Dieser verarmte Mechaniker hörte in der Mitte des 19ten Jahrhunderts seinen Chef sagen: „Wer da jemals eine Maschine erfände, die nähen kann, der machte ein Vermögen!“ Daraufhin entwickelte er das heute bekannte Prinzip einer Nähmaschine mit Ober- und Unterfaden, war jedoch zu Anfang aufgrund des exorbitanten Preises seiner Maschine erfolglos. Später gewann er Prozesse um das Patent gegen Singer, die die Nähmaschinen erschwinglich produzieren und bekannt machen konnten. So wurde Howe am Ende durch seine Nähmaschine tatsächlich reich.

Die heute entwickelten Nähmaschinen haben nach wie vor zwei Fäden, die auf der oberen Seite den Stoff durchdringen und sich auf der unteren Seite des Stoffes verschlingen. Allerdings beherrschen sie eine Vielzahl unterschiedlicher Nähprogramme. Die Nähprogramme teilen sich in Nutzstiche und Zierstiche auf. Nutzstiche sind zum Beispiel der gerade Steppstich oder der Zickzackstich für elastische Stoffe, die auch jede Anfängernähmaschine aufweist und mit denen man verschiedene Stoffarten gut zusammennähen kann. Zierstiche finden sich anfangs in Form von Schlaufen oder Wellen und dienen lediglich der Deko. Eine fortgeschrittene Profi-Nähmaschine kann aber auch per Computer ein Knopfloch von selbst umnähen, Decken quilten und elaborierte Dekore aufbringen.

Da aber gerade so eine Computernähmaschine über eine Vielzahl von Programmen verfügt, kann sie für Anfänger, die sich erst einmal mit den Basics anfreunden wollen, eine zu große Herausforderung sein. Allerdings will keine geübte Näherin, die ihre Computernähmaschine einmal kennen gelernt hat, sie jemals wieder hergeben. Denn sie kann bei anspruchsvollen Näharbeiten der entscheidende Faktor des Erfolgs sein, kann bei Vielnähern viele repetitive Aufgaben von alleine übernehmen oder deutlich vereinfachen und kann geübten Händen durch ihre größere Geschwindigkeit die Arbeitszeit um Einiges verkürzen. Der Preis von Nähmaschinen mit Computer ist zwar hoch, aber man kann die Angebote der Marken abwarten und dann Nähmaschinen und Zubehör, wie zum Beispiel spezielle Nadeln, günstig im Angebot erwerben und um exorbitante Preise herum kommen!

Die Overlock-Maschine

Während eine übliche Nähmaschine darauf angewiesen ist, auf dem Stoff zu nähen, und sich verknotet, wenn sie einen Stich über den Stoff hinaus macht, kann eine Overlockmaschine auf dem Rand nähen. Gleichzeitig kann sie Nahtzugaben abschneiden, und den Stoff selbständig zusammenheften. So kann man beispielsweise zwei zu verbindende Stoffteile mit einer Overlocknähmaschine verbinden, sodass keine eigene Naht entsteht, sondern eine flache Naht. Das ist besonders wichtig bei feinen Geweben, die eng auf der Haut liegen, wie zum Beispiel bei Dessous, Funktionsunterwäsche oder Multifunktionstüchern.

Die Stickmaschine

Man kann sich ein schönes Muster abmalen und versuchen, dieses möglichst kunstfertig mit den normalen Stichen einer Nähmaschine auf den Stoff zu stechen. Dieses sogenannte „Freihandsticken“ erfreut sich großer Beliebtheit. Wer aber noch einen Schritt weiter gehen will, kann sich eine Sticknähmaschine kaufen. Diese spannen den Stoff und transportieren ihn nicht hinderlich nach vorne, so wie normale Stickmaschinen. Man kann mit ihnen auch schwierige und aufwändige Verzierungen, wie zum Beispiel Paillettenstickerei betreiben. So kann man die bereits vorhandenen Textilien im Haushalt individuell dekorieren.

Die Mini-Nähmaschine

Ein neuer Trend ist die Nähmaschine in Mini: Klein, leicht und nur mit den basalen Stichen ist sie die richtige Wahl für gelegentliches Kürzen oder Umnähen von anspruchslosen Stoffen. Mit ihr kann man auch, natürlich unter Aufsicht, schon die Kleinen an das eigene Werken mit Stoff und Faden heranführen. Besonders kleine Handnähmaschinen eignen sich vor allem für die Reise. Wenn man zum Beispiel in der Natur unterwegs ist, und der Riss in der Trekkinghose einem Weltuntergang nahe kommt, kann man mit diesen praktischen Geräten alles sofort wieder in den Griff kriegen.

Nähmaschine als Deko

Natürlich kann man mit jeder Nähmaschine eine Welt an bunten Accessoires und dekorativen Heimtextilien schaffen. Doch noch mehr Flair hat eine antike Nähmaschine mit einem Untergestell aus Schmiedeeisen, am besten noch mit goldenen Verzierungen. Diese Schmuckstücke können auch als Konsolentisch, Blumentisch oder Telefonkästchen verwendet werden und bringen Vintage-Flair in jede Shabby-Chic-Wohnung.

Gute Nähmaschinen für Anfänger ist die Tradition-Linie von Singer. Aber auch andere Hersteller wie Husqvarna, Pfaff und Janome bieten Einsteigermodelle an.

Mit einer Nähmaschine holt man sich also nicht nur ein Stück bahnbrechende Technik ins Haus, sondern auch das heimelige Gefühl selbstgemachter Werke. Wir wünschen viel Erfolg bei allen Projekten!

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