Mikrowelle

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Sie gilt als äußerst praktisch und ist einer der besten Freunde des Singles: Die Mikrowelle. In wenigen Minuten erwärmt das Küchengerät wie durch Zauberhand das Essen auf. Aber Vorsicht, es gibt einiges zu beachten beim Kochen mit der Mikrowelle.

Bereits 1947 baute der US-amerikanische Ingenieur Percy Spencer den ersten funktionierenden Mikrowellenherd der Welt. Mit einer Höhe von fast zwei Metern und einem Gewicht von über 340 kg war das Küchengerät ein wahrer Koloss! Erst Mitte der 1960er-Jahre wurden die Küchengeräte auch für Normalsterbliche erschwinglich und eroberten die Haushalte der Welt.

Wie funktioniert eine Mikrowelle?

Das Mikrowellengerät erwärmt Essen mit elektromagnetischen Wellen, im Volksmund einfach „Mikrowelle“ genannt. Das Magnetron erzeugt die Strahlung, die im Frequenzbereich zwischen Radiowellen und Infrarot liegt. Eine Mikrowelle erzeugt indirekt Wärme, indem sie die Wassermoleküle im Garraum in Rotation versetzt. Die Moleküle reiben sich dabei aneinander – es entsteht Energie und dadurch Wärme.

Biologische Zellen bestehen zum größten Teil aus Wasser und werden deshalb auch grundsätzlich immer von der Mikrowelle erhitzt. Da diese Strahlung auch für den Menschen gefährlich sein kann, muss ein Mikrowellenherd gut mit Metall abgeschirmt sein.

Kochen mit der Mikrowelle

Will man schnell eine Speise aufwärmen, dann geht das am besten mit einer Mikrowelle! Kein lästiges und langsames Aufwärmen im Kochtopf, das nur zusätzliches, schmutziges Geschirr nach sich zieht. Oft reichen wenige Minuten und das leckere Abendessen oder die Mahlzeit für Zwischendurch sind heiß und verzehrfertig. Zum erwärmen von kleineren Portionen verbraucht eine Mikrowelle zudem weniger Energie als eine Herdplatte.

Es gibt jedoch auch einiges zu beachten: Die Mikrowelle erhitzt nicht gleichmäßig! Je nach Konsistenz, Form, Gewicht, Wasseranteil und Temperatur des zu erwärmenden Essens wirken sich die Strahlen unterschiedlich aus. Das liegt daran, dass die Energie durch die Reibung der Wassermoleküle sich im Garraum sehr unterschiedlich entfaltet. Abhilfe gegen dieses Phänomen schafft bei den meisten Geräten ein Drehteller. Durch die Rotation des Drehtellers verteilt sich die Energie der Mikrowellen gleichmäßig auf die ganze Speise im Garraum. Automatikprogramme der Küchengeräte, wie die Gewichtsautomatik oder Auftaufunktion, helfen dabei, die Leistungsstufen optimal einzusetzen.

Tipps beim Aufwärmen

Am effektivsten wirkt sich die Energie der Mikrowellen auf flüssiges Wasser aus. Bei gefrorenen Speisen liegen die Wassermoleküle wegen ihrer Kristallstruktur zu eng beieinander, um sich ausreichend bewegen zu können. Kommt das Essen direkt aus dem Tiefkühlregal, dann erwärmen die Strahlen nur den Teil des flüssigen Wassers, der bereits geschmolzen war. Sobald das flüssige Wasser heiß wird, taut es auch den Rest der Speise auf – jetzt erst können sich die Mikrowellen richtig entfalten. Moderne Mikrowellen verfügen über eine Auftaufunktion: In kurzen Abständen erwärmen die Strahlen bereits geschmolzenes Wasser – in den Pausen hat das warme Wasser genügend Zeit, um den gefrorenen Rest zu schmelzen, ohne dass unnötig Energie für Strahlung vergeudet wird.

Kleiner Tipp: Tiefgefrorenes immer vorher mit Wasser abspülen, dann klappt das Auftauen auch schneller!

Aufgepasst beim Kochen, denn man sollte immer das richtige Geschirr nutzen! Manche Plastikbehälter sind nicht mikrowellenfest und könnten durch die Hitze des Essens zum Beispiel schmelzen. Gefäße und Besteck aus Metall sind auch keine gute Idee, da es zu elektrischen Entladungen und Funkenschlägen kommen kann. Eine Alufolie über dem Teller oder Geschirr verzögert zudem die Erwärmung der Speise, da die Mikrowellen von dem Aluminium reflektiert werden.

Mikrowelle mit Grill

Längst können Mikrowellen weit aus mehr als nur Speisen mit Strahlen zu erhitzen. Einbau-Geräte von Bosch, Clatronic, Severin, Panasonic und weiteren Herstellern verfügen meistens auch über eine Grillfunktion. Die Grillleistung ist bei einigen Standgeräten sogar hoch genug, um genügend Heißluft zu erzeugen und einen Backofen ersetzen zu können. Mit beiden Funktionen vereint wird die Einbau-Mikrowelle mit einem Garraum von 25 bis 30 Liter und Leistungsstufen von bis zu 900 Watt zum Allrounder für die Küche. Weitere Funktionen, wie eine Kindersicherung, sorgen dafür, dass der Nachwuchs kein Unfug treibt. Besonders schick und beliebt sind übrigens Mikrowellen aus Edelstahl.

Für die Frostbeulen unter uns: Die Mikrowelle als schneller Retter

Mikrowellen eignen sich ganz wunderbar, um an kalten Tagen das Kirschkernkissen schnell und effektiv aufzuwärmen, um es sich auf den Bauch oder auf die kalten Füße zu legen und diese so zu wärmen. Das Kirschkernkissen sollte bei nicht mehr als 600 Watt und nicht länger als ein bis zwei Minuten in der Mikrowelle erhitzt werden, damit es nicht zu heiß wird. Wenn Sie das Kissen für Ihre Kinder vorbereiten, dann testen Sie vorher, ob es auch nicht zu heiß aus der Mikrowelle kommt, um möglichen Verbrennungen vorzubeugen! Zwischen mehreren Anwendungen sollte das Kirschkernkissen auch immer vollständig abgekühlt sein, bevor es erneut in der Mikrowelle landet.

Was ich brauch, das kauf ich

Bevor Sie eine Mikrowelle kaufen, sollten Sie sich kurz überlegen, welche Funktionen Ihnen wichtig sind und was Sie wirklich brauchen. So können Sie auch Geld sparen, da Sie wirklich nur das kaufen, was benötigt ist und nicht auch noch für extra Funktionen Geld ausgeben, die Sie nie benutzen werden. Aus diesem Grund zeigen wir Ihnen eine kleine Liste, die Ihnen den Kauf einer Mikrowelle vereinfachen soll.

  • Größe/Fassungsvermögen: Es gibt viele Größen zu entdecken. Zwischen 13 und 42 Liter und alles dazwischen können Sie wählen. Wenn eine Pizza in Ihre Mikrowelle passen soll, dann sollten Sie eine Mikrowelle auswählen, die mindestens 25 Liter Fassungsvermögen hat.
  • Leistung: Große Mikrowellen brauchen mehr Leistung, das heißt mehr Watt. Für die durchschnittliche Standardgröße von circa 25-30 Litern werden im Normalfall 700-1000 Watt benötigt. Mehr nicht, da Sie Ihre Speisen sonst nur schnell überhitzen und an Geschmack verlieren. Nur wenn die Mikrowelle auch größer ist, sollten Sie auf passende Watt-Zahlen achten.
  • Funktionen: Die grundlegenden Basisfunktionen sind zum einen eingefrorene Speisen auftauen oder bereits Gekochtes wieder erwärmen. Sollten nur das Ihre Wünsche sein, reichen Ihnen die kostengünstigen Varianten, die mit Hilfe von Strahlung Moleküle aufwärmen. Ihre Mikrowelle soll Pizzen und Steaks zubereiten können? Hier ist ein sogenannter Heißluftbetrief und natürlich die Grillfunktion nötig. Das Sahnehäubchen unter den Mikrowellen sind diejenigen mit Dampfgarer. Diese bereiten Ihr Gemüse besonders schonend vor, damit kaum Vitamine verloren gehen.
  • Das Eckige muss ins Runde?: Ein kleiner Tipp: Haben Sie eckiges Geschirr, kann es sein, dass große Teller an den Ecken hängen bleiben. Es empfiehlt sich, darauf zu achten, ob sich die Drehfunktion der Mikrowelle auch abschalten lässt. So könne auch eckige Teller und Behälter aufgewärmt werden, da sich dann der Wärmeverteilermechanismus ändert.

Je nachdem, was Sie sich von einer Mikrowelle wünschen, haben Sie die Wahl! Je mehr sie können soll, desto teurer wird es natürlich. Gerade wenn Sie wenig Platz haben, können Sie viele Küchengeräte vereint in einer Mikrowelle ergattern!

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