Interview mit Butlers-Gründer Wilhelm Josten

Die großen bunten Buchstaben zählen zu den wohl bekanntesten Fixpunkten am Shopping-Firmament zahlreicher europäischer Innenstädte – Butlers. Hier gibt es alle schönen Dinge fürs Zuhause, die man braucht aber auch nicht braucht und trotzdem haben will – genau deshalb lockt Butlers unglaublich viele Kunden an. Im Interview verrät Wilhelm Josten, Gründer von Butlers, wie er aus einem Traditionsunternehmen eines der erfolgreichsten Unternehmen für Home & Living gemacht hat und mehr.

Wilhelm Josten Butlers-Gründer

Was war Ihre Vision für Butlers als Sie Butlers 1999 gegründet haben?

Was vor 17 Jahren in Deutschland fehlte, war eine junge Marke mit innovativen und einzigartigen Produkten in guter Qualität zu guten Preisen. Es gab kein Sortimentsangebot, das thematisch aus einer Hand aufgebaut war. Wir wollten schöne Sortimente kreieren und diese zu erschwinglichen Preisen anbieten. Unser Ziel war schon damals, Ideen für das Zuhause unserer Kunden zu entwickeln.

Wilhelm Josten Interview mit Butlers-Gründer

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Für Butlers ist es wichtig, eine sehr gute Vorauswahl für unsere Kunden zu treffen und eine thematische Artikelauswahl anzubieten. Butlers präsentiert seit dem ersten Tag seine Kollektion auf gedeckten Tischen. Dadurch bekommen unsere Kunden immer wieder neue Anregungen und Inspirationen für ihr Zuhause.

Und die größte Herausforderung bei Butlers?

Unser Anspruch ist es, stets gute Preise und gleichzeitig hervorragende Qualität zu liefern. Das ist manchmal eine große Herausforderung, aber mit den nötigen Anstrengungen realisierbar. Auch ist es wichtig, beständig das Markenprofil zu schärfen, denn es drängen immer mehr Mitbewerber auf den Markt. Und natürlich sollte man in der heutigen Zeit flexibel sein. Unternehmen mit starren Strukturen, die sich auf Veränderungen nicht einlassen können, werden nicht überleben. Eines unserer Mottos lautet daher nicht umsonst: Vorne ist da, wo sich niemand auskennt.

Wilhelm Josten Interview mit Butlers-Gründer

Köln goes global: Wie viele Filialen und Franchise-Unternehmen gibt es mittlerweile weltweit?

Aktuell haben wir 164 Butlers-Filialen in zwölf europäischen Ländern. Die Shops in Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien und Großbritannien betreiben wir dabei in Eigenregie. In der Tschechischen Republik, der Ukraine, Ungarn, Kroatien, Luxemburg, Malta und Griechenland sind wir hingegen über Franchisepartner vertreten. In den meisten Ländern ist Butlers auch online tätig.

Aus einem traditionellen Familienunternehmen haben Sie eines von Deutschlands spannendsten und erfolgreichsten Unternehmen für Home & Living gemacht. Was ist das für ein Gefühl, was für eine Verantwortung?

Wir freuen uns jeden Tag, für unsere Kunden neue Produkte und Themen zu entwickeln. Und natürlich freuen wir uns auch darüber, dass uns jährlich 40 Mio. Menschen in unseren Filialen und 10 Mio. Menschen online besuchen. Sie besuchen uns zumeist, weil sie von uns Inspiration erwarten. Dieser hohen Erwartungshaltung jederzeit zu entsprechen, ist täglich eine große Verantwortung für die mehr als 1.200 Butlers-Mitarbeiter.

Wilhelm Josten Interview mit Butlers-Gründer Westwing

Wie kamen Sie auf den Namen Butlers?

Unser Ziel war es, einen international verständlichen Namen für unser Konzept zu finden. Er sollte in Deutschland genauso gut funktionieren wie in Spanien oder Kroatien. Besonders gut gefiel uns das Bild vom dienenden Butler. Schließlich tut Butlers im übertragenen Sinn nichts anderes: Wir dienen unseren Kunden. Das passte perfekt!

Vermutlich in ganz Deutschland bekannt: Die Thementische von Butlers. Wo lassen Sie und Ihr Team sich für neue Ideen inspirieren? Arbeiten Sie mit Trendforschern?

Ideen sammeln wir auf Reisen, Messen oder auch im Lieblingscafé gleich um die Ecke. Inspirationen lauern überall und in fast jeder Ecke. Man muss nur genau hinschauen und seiner Phantasie freien Lauf lassen. Unsere Designer haben diesen kreativen und wachen Blick auf die Dinge. So gehen uns nie die Ideen aus. Trendforscher sitzen in unseren eigenen Reihen – in der Grafik, im Marketing oder Einkauf.

Wilhelm Josten Interview mit Butlers-Gründer Westwing Magazin

Gibt es einen Bestseller oder besonders beliebte Produkte?

Das ändert sich von Jahr zu Jahr. Wir hatten schon die unterschiedlichsten Bestseller. Mal war es ein großer Buffetschrank, mal waren es kleine Schrankknöpfe. Mal haben wir großen Erfolg mit selbst entworfenen Disney-Designs, mal ist es der Duschkopf „Doosh“, den Stefan Raab erfunden hat und den er exklusiv über Butlers vertreibt.

Wie sieht die Zukunft bei Butlers aus?

Wir möchten gerne weiter wachsen. Und das vor allem im europäischen Ausland. Zudem möchten wir den Wandel des Einzelhandels aktiv mitgestalten, innovativ sein und neue Technologien erproben. Wir sehen unsere Zukunft im Cross Channel-Vertrieb unserer Marke. Butlers ist auch offen für Kooperationen mit anderen Händlern oder Vertriebskanälen, in denen die Marke Butlers verkauft wird.

Wilhelm Josten Interview mit Butlers-Gründer Westwing

Wie sind Sie selbst zu Hause eingerichtet?

Zuhause kombinieren wir gerne Altes mit Neuem, Familienerbstücke mit Mitbringseln von Reisen, Geschenken von Freunden und natürlich dem ein oder anderen Butlers-Artikel.

Was ist das letzte Produkt, das Sie bei Butlers gekauft haben?

Im Haus unserer Zentrale befindet sich eine Butlers-Filiale und es ist immer sehr praktisch, dort Geschenke für Freunde und die Familie einzukaufen. Das letzte Produkt, das ich für mich gekauft habe, war eine „Pack & Ride“-Reisetasche. Ein praktischer Weekender für Kurztrips oder Geschäftsreisen.

Wilhelm Josten Interview mit Butlers-Gründer bei Westwing Westwing Magazin

Finden Sie, dass wir Deutschen mittlerweile eine höhere Sensibilität und mehr Lust fürs Dekorieren, Einrichten, Um- oder Nachstylen beweisen, seitdem es Butlers, Westwing & Co. gibt?

Das spüre ich deutlich. Die Menschen definieren sich immer mehr über ihren eigenen Lifestyle. Sei es durch Mode, Musik oder durch die eigene, unverwechselbare Handschrift, die sie ihrem Zuhause verpassen. Es freut uns, wenn wir unsere Kunden dabei ein wenig unterstützen dürfen.

Fotos: Butlers

Teresa Mayer

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