Interview: Lena Hoschek

Die österreichische Modedesignerin Lena Hoschek kuratiert nicht nur unseren Afrika-Sale, sondern spricht im Interview über ihre Inspirationen, warum sie in Afrika verliebt ist und wonach sich in Wien auf der Straße alle umdrehen!

Lena Hoschek Interview Westwing Magazin
Bekannt für traditionelle Formensprache, die sie mit aufregenden Stoffen kombiniert: Modedesignerin Lena Hoschek

“Minimalistisch ? Das Wort kenne ich nicht!”, sagt Lena Hoschek am Telefon. Und genau das kann man auch an ihrer Frühjahr/Sommer Kollektion für 2015 mit dem kraftvollen Namen Hot Mama Afrika entdecken: Ein Farbstrudel, der einen umhaut, eine Muster-Mania, die so inspirierend ist, dass man nicht mehr weggucken kann und feminine Schnitte, die sinnlich und dennoch cool sind! Hot Mama Afrika ist Lena Hoscheks modische Hommage an den Kontinent Afrika. Sie stellt damit einen der aufregendsten Trends des Sommers!

Was möchten Sie mit Ihrer Kollektion Hot Mama Afrika ausdrücken?

Afrika ist schon lange meine Leidenschaft. Mich interessieren verschiedene Ethnien und Kulturen anderer Länder. Dies kombiniere ich dann mit den Fifities-Schnitten als Gegenpart. Ich wollte die Mode, die Möbel, das Kunsthandwerk und die Lebensfreude damit ausdrücken. Und dass man keine Angst vor Farben haben sollte.

Was ist die Herausforderung einer jeden neuen Kollektion?

Ich habe meine Kollektionen alle fertig im Kopf. Am schwierigsten ist es dann für mich, sich bei den Stoffproben zu entscheiden. Das ist ein langer Prozess und es fällt mir schwer zu reduzieren.

Lena Hoschek spricht über ihre Kollektion
Starke Frauen, sinnliche Schnitte und Muster-Mania: Hot Mama Africa (Spring/Summer 2015)

Was fasziniert sie am Afrikanischen Design besonders?

Die typischen Wax Prints finde ich kulturgeschichtlich sehr interessant, weil sie eigentlich gar nicht Afrikanisch sind. Sie kamen während der Kolonialzeit aus Indonesien über Holland nach Afrika.

Wie eng sehen Sie Mode und Interior verbunden?

Mode und Interior haben sehr viel miteinander zu tun. Letztes Jahr habe ich den Sommer sehr vermisst. Wenn das Wetter nicht so toll ist, braucht man trotzdem Sommergefühle! Und die kann man sich einfach durch Mode und Interior in Form exotischer Kleider oder Accessoires nach Hause holen. Außerdem sind Stimmungen sehr wichtig. Wenn ich vor jeder neuen Kollektion die Recherche beginne, kommt es mir nicht nur auf kulturgeschichtlichen Hintergrund und die Bildrecherche an, sondern ich will wissen, wie lebt man dort genau, wie sieht die typische Einrichtung, wie sehen die Häuser aus und das Straßenbild. Ich brauche das, um mich in ein Thema komplett hineinfühlen zu können.

Lena Hoschek Spring/Summer 15 Hot Mama Afrika
Lena Hoscheks Tipp für alle, die Muster scheuen: “Es ist ein Wagnis aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Also einfach mal anprobieren.”

Ihre Kollektion heißt Hot Mama Afrika. Was war Ihre Inspiration für die Kollektion?

Hauptsächlich designe ich nach Stimmungen und meinem Bauchgefühl, nicht nach Trendreports. Meine nächste Kollektion kann einfach aus einer Lust und Laune heraus sein.

Lena Hoschek Runway Kollektion
Die wunderschönen Wax Prints: Lena Hoscheks Kollektion Hot Mama Afrika (Spring/Summer 2015)

Ihr Lieblingsteil aus Ihrer Modekollektion?

Die Runway-Looks mit den passenden Schuhen mag ich besonders. Ich finde, das geht noch einen Schritt weiter als Color Blocking. Es ist mutiger und auffälliger und es sieht sehr gestylt aus. Wenn ich so durch die Straßen spazieren, gucken immer alle (lacht).

Designerin Lena Hoschek im Gespräch Westwing

Welche Trends sehen Sie in Interior und Mode gleichermaßen?

Ich sehe mehr Mut zur Farbe – vom Kleiderschrank bis zum Haushalt. Und man setzt nicht mehr nur Kontraste durch Accessoires, sondern macht mutigere Sachen wie auffällige Wandfarben.

Wie würden Sie den Afrika-Trend im Zuhause integrieren?

Setzten Sie auf Muster und gröbere Strukturen und auch Naturmaterialien. Außerdem lässt sich der Afrika-Trend gut mit dem Boho-Chic kombinieren.

Lena Hoschek Westwing Magazin

Ihr Lieblingsteile aus dem Westwing-Sale?

Ich finde, dass Animal Prints, Leder und Knallfarben eine hervorragende Kombination sind, wie zum Beispiel der Sessel in Gelb. Die Teelichter und die Servierplatten finde ich klasse, so kann man ganz leicht eine afrikanische Tichschdeko zaubern. Auch die Kissen mag ich sehr, weil es mich an die orignalen afrikanischen Textilien erinnert, die von Hand mit Naturfarben wie Terrakotta, Rot, Creme oder Schwarz bedruckt werden. Meist sind es grobe Webstoffe, die typisch auch für Wandteppiche sind.

Wie sind Sie selbst eingerichtet?

Bei mir ist alles voll mit Blumenmustern! Und ich bin ein großer Antiquitäten-Fan. Bei mir regiert der Mustermix sehr stark, außerdem treffen Stücke vom Flohmarkt auf Design-Pieces. Minimalistisch? Das Wort kenn ich gar nicht! Mein Traum ist es, ein Haus zu kaufen und jeden Raum unterschiedlich einzurichten. Ich würde ein mexikanisches Wohnzimmer und eine englische Küche haben und so weiter.

In meinem Büro hingegen finden sich eine Holzvertäfelung, Blumentapeten und mit Stoff bezogenen Möbel.

Lena Hoschek über Trends und ihre neue Kollektion Westwing

ÜBRIGENS:

Die Designerin hat außerdem eine Suite im Hotel Altstadt Vienna gestaltet. Und hier sieht es so bezaubernd aus, wie bereits vermutet. Nostalgie trifft auf liebevolle Details: Ein Baldachin aus geblümtem Stoff hängt majestätisch über dem Bett mit kapitoniertem Betthaupt in Altrosa, ein antiker Sekretär und ein Kronleuchter verwandelt es in eine Suite mit liebevoller Retro-Anmutung in allen Ecken und Winkeln!

Außerdem engagiert sich die Designerin für das SWAP Projekt in Afrika, das sich für sauberes Trinkwasser für Aids und HIV-Erkrankte engagiert.

Westwing und Lena Hoschek laden Sie zu einer Interior-Reise durch Afrika ein! Den von der Modedesignerin Lena Hoschek kuratierten Sale bei Westwing gibt es hier!

Noch mehr Lust auf Afrika? Hier finden Sie die faszinierenden Interior-Stile des Kontinents!

Kleider von Lena Hoschek shoppen? Hier entlang!

Fotos: Lena Hoschek/Hilde van Mas

Teresa Mayer

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