Interview: Andreas Lechner von freistil Rolf Benz

Unkonventionell, stilvoll und vielseitig: Sofas und Sessel des deutschen Labels freistil Rolf Benz vermitteln exakt das, was der Name bereits verspricht – einen freien Stil, der für Unabhängigkeit und Freiheit steht. Lesen Sie das Interview mit Andreas Lechner, dem Global Director Marketing von freistil, der die jüngere Linie der bekannten Marke Rolf Benz mitentwickelte.

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1. Sie feiern ein kleines Jubiläum. freistil gibt es seit 5 Jahren. Was macht freistil aus?

freistil beschäftig sich mit Themen die Menschen als schön und inspirierend empfinden und die sie bewegen, wie Kunst, Design, Gefühle, Poesie. Wir beschäftigen uns mit Qualität, Handwerk und der nachhaltigen Herstellung unserer Sofas. Wir wollen die Sehnsucht unserer Kunden nach Lebensfreude, Schönheit, Wohlbehagen, Echtheit und Zuverlässigkeit erfüllen. Jeder kann seinen eigenen Stil leben, daher auch der Name der Marke.

2. Was ist der Unterschied zwischen freistil und ROLF BENZ?

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Die Marken freistil und ROLF BENZ erreichen zwei sehr unterschiedliche Menschentypen. Die etablierte Marke ROLF BENZ steht seit 51 Jahren für höchste Qualität „made in Germany“ sowie höchsten Sitzkomfort und hat einen stark repräsentativ-luxuriösen Charakter. freistil steht für Lust an unkonventioneller Kreativität, dem Lässigen, dem Unkomplizierten.

3. Welche Zielgruppe haben Sie vor Augen bei freistil, wie unterscheidet sich die Designsprache?

Wir wollen mit freistil Menschen begeistern, die sich selbst als Freigeist verstehen, die Lust an Kunst haben und kreativ sind, die sich gerne mit schönen und nachhaltigen Produkten umgeben. Die Wirkung des Sofas im Raum entsteht durch die Interaktion mit dem Menschen, dessen Wesen hier widergespiegelt wird. Der Raum soll zu einem passen, wie die Kleidung die man trägt.

4. Wie wird bei freistil produziert?

Das Unternehmen ROLF BENZ produziert seit über 50 Jahren in Deutschland. Nur so sind wir sicher, dass wir die nachhaltige und langlebige Qualität für unsere Kunden produzieren können, die sie von uns erwarten. In unserem eigenen Werk in Mötzingen entwickeln und fertigen wir unsere Neuheiten und einzelnen Kundenaufträge an.

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5. Worauf kommt es bei gutem Sitzen an?

Gutes Sitzen ist immer dann gegeben, wenn der Körper nachhaltig entspannt ist. Gute Qualität bedeutet bei Polstermöbeln, dass man zu jeder Zeit gut sitzt, nach einem Monat, nach 10 Jahren und mehr. Wichtig ist, dass das „Innenleben“ so aufgebaut ist, dass es sich im Gebrauch möglichst wenig verändert. Daran arbeiten wir jeden Tag mit viel Herzblut.

6. Wo sind die freistil Kunden zuhause?

freistil finden Sie heute in allen deutschen Metropolen, wie Hamburg, München, Berlin, Köln und vielen anderen aber auch in Wien, Zürich, Amsterdam oder Brüssel. Seit einiger Zeit sind wir auch in New York City in SoHo zu finden, aber auch in Tokio und anderen japanischen Großstädten.

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7. Welche Trends sind für Sie ausschlaggebend? Welche Farben, Materialien, Formen?

Die letzten Jahre wurden stark beeinflusst vom zeitlos schönen Look des Mid Century mit skandinavischer Prägung. Junge Designer setzen gleichzeitig eher auf üppige, weniger strenge Formen. Bei Stoffen geht es hin zu natürlichen Materialien, wie Wolle, Baumwolle, Leinen und Leder. Da ein Sofa langlebig ist, sollten hier eher gedeckte Töne, wie Grau-Töne gewählt werden. Aktuell lieben wir Dunkelblau oder Dark Marine als Basisfarben.

8. Wie hat sich das Wohnverhalten der Deutschen in den letzten Jahren verändert? Welche Tendenzen gibt es?

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In vielen Neubauten entstehen offenere Räume, ohne trennende Wände. Wohnraum wird jedoch immer teurer und daher tendenziell kleiner. Die freie Fläche wird wichtiger. Regale und Kastenmöbel verschwinden, das Sofa aber bleibt das „Herz“.

9. Wie reinigt man sein Sofa am besten?

Das kommt immer ganz auf das ausgewählte Bezugsmaterial an. Ich empfehle die allgemeinen Pflegehinweise auf unsere freistil-Website.

10. Wie arbeiten Ihre Designer. Von der Idee zum fertigen Produkt.

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Die Entwicklung eines Sofas dauert zwischen 9 und 18 Monaten (oder mehr). Zunächst identifizieren wir Bereiche für kreatives oder quantitatives Potential. Daraus erarbeiten wir ein Produktbriefing. Aus dem von Designer und hauseigenem Entwicklungsteam verabschiedeten Entwurf entsteht dann das finale Sofa.

11. Arbeiten Sie mit Trendscouts zusammen?

Nein, dazu ist der Bereich Polstermöbel zu klein. Wir „scouten“ die Sofatrends selbst auf relevanten Messen, im Austausch mit kreativen Gestaltern, über nationale und internationale Store Checks und die neuen Medien. Am Ende ist da auch das eigene Bauchgefühl höchst relevant.

Fotos: freistil Rolf Benz

Sandra Kehrle

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