Weihnachtsbrauch: Küssen unterm Mistelzweig

Weihnachtsbrauch: Küssen unterm Mistelzweig

 

Mit dem Westwing-Adventskalender erwartet Sie jeden Tag eine kleine Überraschung: Wir versüßen Ihnen die Vorweihnachtszeit mit zauberhaften Do-it-yourself-Ideen, wunderschönen Inspirationen, köstlichen Rezepten und Tipps rund um das Thema Weihnachten. Merry Christmas! Das Aufhängen eines Mistelzweigs zählt heute zu den beliebtesten und bekanntesten Weihnachtsbräuchen überhaupt. Nur Wenige wissen, dass das Zweiglein eine lange und folkloristische Geschichte hat. Nach dieser Tradition ist es Brauch, einen Mistelzweig in den Rahmen der Eingangstür oder an die Zimmerdecke zu hängen. Stehen zwei Personen zufällig darunter, so der Brauch, sollen sich die beiden küssen und eine Beere vom Zweig zupfen. Diese Gesten stehen für lange Freundschaft, Fruchtbarkeit und Glück in der zukünftigen Ehe.

Küssen unterm Mistelzweig

Legende

Die ersten Aufzeichnungen von zwei Menschen, die sich unter einem Mistelzweig küssten, reichen bis zum griechischen Fest der Saturnalien zurück. Stand eine junge Dame unter einem Zweig, durfte sie einen Kuss nicht verweigern, da sie sonst ein ganzes Jahr ohne Ehe riskiert hätte. Nach altem Volkstum repräsentiert die Pflanze Fruchtbarkeit, was auf das Blühen im Winter zurückzuführen ist.

Damals

Zur Zeit der Kelten hielt sich der Glaube, dass die Mistel eine heilige Pflanze mit heilender Wirkung sei und schwere Krankheiten kurieren könne. Die Mistel wurde unter anderem eingesetzt, um Unfruchtbarkeit und Vergiftungen zu bekämpfen.
Im skandinavischen Raum glaubte man, dass die Mistel die Pflanze des Friedens sei. Hier war es Sitte, seinen Feinden den Waffenstillstand zu erklären, während man unter einem Zweig stand.

Heute

In diesen kulturellen Bräuchen liegt der Ursprung der Idee, dass das Küssen unter einem Mistelzweig Fruchtbarkeit, Gesundheit und Verlobung bringt. Mittlerweile ist das Küssen unter einem Mistelzweig ein schöner, weltweit verbreiteter Weihnachtsbrauch!

Foto: Otmar Diez/living4media

Teresa Mayer

Haben Sie schon unsere App?

Zur App
Zur App