Im Einklang zuhause!

Im Einklang zu Hause! Interview mit der Feng-Shui-Expertin Bettina Hari – Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Stelle nur 27 Dinge in Deinem Haus um und Du wirst Dein Leben verändern!“. Worauf es außerdem bei der asiatischen Harmonie-Lehre ankommt und welche kleinen Veränderungen der Schlüssel zum großen Glück sein können, verriet uns die erfahrene Feng-Shui-Expertin und Inneneinrichterin Bettina Hari im Interview.

Was ist Feng Shui?

Wörtlich bedeutet Feng Shui „Wind & Wasser“. Es handelt sich dabei um eine alte chinesische Lehre, mit deren Hilfe eine harmonische Balance zwischen Mensch, Umgebung und persönlichem Lebensraum hergestellt wird. Heute gibt es verschiedene Methoden, Feng Shui zu praktizieren, jedoch integrieren alle Ansätze die fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Allgemeines Feng Shui-Prinzip ist es, ein Umfeld so zu gestalten, dass die Energie, das sogenannte „Ch’i“ so positiv fließt, dass sich die Menschen, die sich darin bewegen, wohlfühlen.

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Wann ist Feng-Shui zu empfehlen?

Feng-Shui lässt sich immer und überall anwenden! In seinen Anfängen zielte Feng-Shui darauf ab, den idealen Bauplatz für ein Haus zu finden. Dieser sollte Schutz vor den Naturgewalten bieten, aber zugleich auch im Einklang mit der Natur stehen – heute wird die Lehre vor allem vor dem Bau eines neuen Gebäudes oder aber vor dem Einrichten der einzelnen Räume angewandt. Die meisten Menschen greifen dann auf die Weisheit des Feng-Shui zurück, wenn das Leben ihnen Herausforderungen stellt und somit Veränderungen gewünscht sind, um eine energetisch stimmige Balance herzustellen.

 

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Welche Basics kann man beachten, um Energieflüsse zu begünstigen?

Die einfachste Möglichkeit, das „Ch’i“ zu aktivieren besteht darin, Dinge physisch zu bewegen! Diesen Prozess kann man durch Aufräumen, Ausmisten, Putzen oder Reparieren in Gang setzen.

Tritt man bei einer Sache auf der Stelle, sorgen saubere Fenster sprichwörtlich für den richtigen Durchblick. Ein elementarer Grundsatz ist, auf sein Bauchgefühl zu hören: Wenn ich mich in einem Raum nicht (mehr) wohlfühle, dann ist es höchste Zeit, etwas zu ändern!

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Unser Umfeld verlangt ebenso nach Veränderung, wie das Leben selbst. Ob nun durch Möbelrücken, dem Anbringen neuer Tapeten oder sogar, indem man ein neues Zuhause bezieht: Die Devise lautet: Keine Angst vor Veränderungen!

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Worauf sollte man achten, wenn man einen Feng-Shui-Experten konsultiert?

Da eine Feng-Shui-Beratung eine sehr private Angelegenheit ist, würde ich immer ein Vorgespräch empfehlen. So lässt sich schnell feststellen, ob eine gegenseitige Sympathie besteht und ob man sich bei dem Experten gut aufgehoben fühlt. Wichtig ist auch herauszufinden, ob der Experte die Form von Feng-Shui vertritt, zu der man eine Affinität hat. Hierfür ist es ist nicht notwendig, Feng Shui-Kenntnisse zu haben: Einfach den Experten um eine Erklärung zur üblichen Vorgehensweise bitten – wenn einen die Antworten ansprechen und man am liebsten sofort mit der Beratung loslegen möchte, hat man seinen persönlichen Experten gefunden!
Außerdem rate ich dazu, nach der Ausbildung zu fragen um zu gewährleisten, dass die Beratung auf fundierten Kenntnissen erfolgt.

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Bedeutet Feng-Shui zwangsläufig, dass man sich von vielen geliebten Möbeln trennen muss?

Nein, im Gegenteil! Sich mit Möbeln, Accessoires und Farben, aber auch mit geliebten Menschen und Tieren zu umgeben, wirkt unterstützend, um ein positives „Ch’i“ zu schaffen und somit ein Umfeld zu kreieren, in dem der Mensch sich wohlfühlt. Eine alte chinesische Weisheit sagt sogar: „Stelle nur 27 Dinge in Deinem Haus um und Du wirst Dein Leben verändern!“. In der Feng-Shui-Lehre geht man eigentlich davon aus, dass man sich nur dann von Möbeln, Accessoires oder Deko-Elementen trennen sollte, wenn sie einem nicht mehr gefallen oder nicht mehr benutzt werden. Dann lässt sich neuer Platz für andere schöne Dinge schaffen!

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Wie wirkt sich Feng-Shui aus?

Die Wirkungen sind vielfältig und weitreichend – allgemein lässt sich aber sagen: Je mehr man aktiv verändert, desto mehr Veränderungen wird man auch erfahren! Darum ist es auch wichtig, dass die Umgestaltungen vom Kunden selbst entschieden, eingeleitet und teilweise auch selbst durchgeführt werden.

Es kommt also nicht selten vor, dass meine Kunden nach der gemeinsamen Farbwahl, mit Pinseln und Eimern bewaffnet, ihre eigenen Wände streichen.

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Gibt es einen allgemeinen Tipp, wie der ideale Schlafplatz ausgerichtet sein sollte?

Für eine ausgeglichene Partnerschaft sollte jeweils links und rechts vom Bett ein Nachttisch stehen, idealerweise sollten beide gleich aussehen und auch vergleichbar dekoriert sein. Das Bett sollte nicht wackeln und auch das Kopfteil sollte stabil sein, um Sicherheit zu vermitteln. Ein Betthaupt kann im Zweifel auch durch Stoffbahnen o.ä. imitiert werden. Idealerweise befinden sich im Schlafzimmer weder ein Arbeitstisch noch Elektro- oder Sportgeräte. Großflächige Spiegelflächen sollte man vermeiden, da Spiegel Energie aktivieren und somit zu Schlafstörungen führen können.

Fotos: Bettina Hari, istockPhoto, Gettyimages, Veer

Teresa Mayer

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