Zu Hause bei Iris Olschewski

Illustratorin Iris Olschewski zeichnet nicht nur wunderschöne Weihnachtskarten, sondern zelebriert auch die Adventszeit liebend gerne. Was jedes Jahr zu ihren Ritualen gehört, wie sie ihre Wohnung schmückt und wie man die perfekte Weihnachtskarte schreibt, verrät sie hier.

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In der Wohnung von Illustratorin Iris Olschewski im Münchner Stadtteil Schwabing herrscht bereits Vorweihnachtsstimmung. Etageren mit Stollen, Kränzen auf dem Kaminsims, Laternen mit Kerzen und ein silberfarbenes Tablett mir bunten Kugeln auf dem Wohnzimmertisch lassen ganz leicht erahnen, dass in diesem Zuhause schon Weihnachtsstimmung herrscht.

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Wie bereiten Sie sich auf die Adventszeit und Weihnachten vor? Haben Sie irgendwelche Rituale?

„Ich freue mich schon riesig auf Weihnachten. Um in die Vorweihnachtsstimmung zu kommen, verpasse ich meiner Wohnung mit ein paar einfachen und schnellen Veränderungen ebenfalls den christmas spirit. Mein Ritual: Nach dem Totensonntag im November fange ich jedes Jahr an, meine Wohnung weihnachtlich zu dekorieren. Jedes Jahr aufs Neue variiere ich, damit Abwechslung entsteht. Mehrere Sets von Kugeln & Co. habe ich deshalb über die Jahre gesammelt. Meist wechsle ich zwischen traditionellem Rot und Grün, das ich öfter mit Gold kombiniere, damit es hübsch und festlich ist, oder zartem Rosa mit pinkfarbene Akzenten wie diese Jahr.“

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„Außerdem habe ich immer viele Kerzen in der Adventszeit. Ich kaufe immer mehrere schlichte grüne Kränze. Daraus mache ich auch meinen Adventskranz, die anderen hänge ich auf meinen Balkon oder stelle sie auf meinen Kaminsims und verziere sie mit einer schlichten Samtschleife in Rot.“

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Haben Sie einen Weihnachtsbaum?

„Ich habe keinen Weihnachtsbaum. Ich kaufe aber jedes Jahr lustige Weihnachtskugeln (wie letztes Jahr ein Ornament in Form eines Burgers) und bringe sie dann meinen Eltern mit, wenn ich sie an Weihnachten besuche und hänge sie dort an den Baum. Mein Bruder kommt jedes Jahr aus den USA und macht das gleiche. Wir haben bei meinen Eltern einen riesigen Baum, der bis zur Decke geht und ein paar Tage vor Weihnachten schmücken wir schon zusammen den Baum. Aber meine Mutter hat das letzte Wort und das wachsame Auge und bessert immer stundenlang aus.”

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Außer den Kränzen aus Tannen- oder Fichtenzweige, welche Blumendeko haben Sie sonst noch an Weihnachten?

„Ich mag schlichte Blumen, die zur Saison passen. Ich schmücke dann mit dem Weihnachtsklassiker Amaryllis (in Weiß) und etlichen Beeren, die ich in schlichte Vasen auf Schreibtisch und Fensterbrett platziere.“

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Was darf sonst nicht fehlen in der Adventszeit?

„Ich liebe es, Plätzchen und Kekse zu backen und lade außerdem jedes Jahr zu einer Tea Time im kleinen Kreis. Viele meiner Freunde verbringen das Fest ebenfalls bei ihren Familien oder Eltern. Darum ist es nett, in der Adventszeit einzuladen, damit man sich noch einmal vor Weihnachten sieht.“

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Ein typischer Abend in der Vorweihnachtszeit bei Ihnen?

„Ich liebe die Adventszeit, weil man es sich so gemütlich machen kann. Dir Abende verbringe ich oft mit Geschenke einpacken. Ich zünde Kerzen an, trinke Glühwein, mache mir Musik an und verpacke die Geschenke für Familie und Freunde.“

Iris Olschewskis Illustrationen sind auf der ganzen Welt beliebt und bekannt und wurden bereites in mehreren internationalen Ausgaben von VOGUE, ELLE, Glamour gefeatured und hat für L’Oréal und Charlotte Olympia illustriert. Hier verrät sie, wie man die perfekte Weihnachtskarte schreibt.

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Die perfekte Weihnachtskarte

1. Nehmen Sie sich Zeit fürs Kartenschreiben.

2. Schreiben Sie unbedingt etwas Persönliches, nicht nur die Standardsätze wie „Frohe – Weihnachten wünscht…“ Ich schreibe oft was ich der Person wünsche, worauf ich mich nächstes Jahr mit ihr freue wie ein Kurztrip oder ähnliches oder warum ich genau dieses Geschenk für die Person ausgesucht habe. Versuchen Sie auch das Motiv der Karte auf die Person versuchen abzustimmen: der Purist bekommt die schlichte Typo Karte, die Schuhliebhaberin den „Merry Christmas Shoes“ von Fleur d´Iris – ein Weihnachtsbaum aus lauter Louboutin Highheels.

3. Keinen Roman schreiben und nicht zu knapp oder lieblos, drei bis vier Sätze, die von Herzen kommen sind ideal.

4. Immer mit Füller schreiben! Wer mag, kann auch farbige Tinte wie Rot oder Grün (ich benutze meine von Faber Castell).

5. Rechtzeitig verschicken! Karten, die pünktlich zum oder kurz vor dem Heiligabend ankommen zeigen, dass es einem die Person wichtig ist. Weihnachtswünsche – genau wie Geburtstagsgrüße, die erst dein paar Tage nach dem Fest oder im neuen Jahr eintrudeln, sind zwar nicht das Schlimmste, aber könnten den Eindruck erwecken, dass man vergessen wurde.

Fotos: Westwing

Teresa Mayer

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