Zu Hause bei Andreas Haumesser

Eigentümliche Dinge, seltsame Souvenirs, Design Meisterwerke und mehr als 50 Gemälde – Sammlung und Einzigartigkeit, all das unter einem Dach ist wahre Kunst. Zum Glück hat Andreas Haumesser, der seine Münchner Wohnung in ein Kuriositätenkabinett verwandelt, all das im Griff.

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„Ich bin wie ein Eichhörnchen – die ganze Zeit sammle ich schöne Dinge für mein Zuhause“, sagt der Besitzer einer PR-Agentur.

Andreas interessiert sich für Möbelklassiker von Unternehmen wie B&B Italia, Classicon oder Artemide. Aber – und hier beginnt die stilistische Extravaganz – er kombiniert sie mit den Dingen, die auf den ersten Blick aus einer ganz anderen Welt zu sein scheinen: Requisiten aus der Münchner Oper, ausgestopfte Tiere, silberne Kerzenleuchter. Seit zehn Jahren wohnt Andreas in dieser 75-Quadratmeter-Wohnung, wo jeder Winkel und jedes Deko-Piece, die Persönlichkeit des Besitzers unterstreicht.

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ADie Wände der Wohnung, in schönen Gustavian Farben von Farrow & Ball, genannt „Pavillon Gray”, verleihen einem das Gefühl, sich in königlichem Gewölbe zu befinden.
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Aber nicht alle Möbel in seiner Wohnung sehen eigenartig aus. Das B&B -Sofa und der Sessel von Ligne Roset sind schlicht und klassisch. Ihre Einfachheit geht Hand in Hand mit stolz präsentierten Stücken: eine Koralle, Porzellan Vögel, Kaninchen-Lampen von Mooi und Affen entworfen von Kay Bojesen.

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Hier posieren Maria Callas neben Marlene Dietrich und den Fotografien von Karl Lagerfeld, sowie Barbara Hulanicki und Terry Richardson, von Andreas selbst aufgenommen. Seine Sammlung wächst mit seinen Impulsen: ein fünffacher Kerzenleuchter aus Silber ist einer seiner Favoriten. “Er war sehr teuer, aber ich sah ihn mal im Sale und musste die Gelegenheit nutzen.”

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Dafür war es viel schwieriger, die Kommode zu bekommen. Drei Jahren lang ging Andreas an dem Antiquitätengeschäft vorbei und überredete den Besitzer schließlich, ihm die Kommode zu verkaufen. Andreas mochte die Kommode sehr, gerade weil sie etwas seltsam aussah.

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Auch die Küche sieht unkonventionell aus: Die Stühle gehörten einst den Großeltern von Andreas und der runde Tisch ist noch älter. Die dunkle Tischdecke ist seine eigene Kreation: „Die Auswahl an Accessoires für eine Männer-Wohnung ist sehr begrenzt, weshalb ich meine eigenen Tischdecken aus Stoffen gestalte, die in der Regel für Anzüge entworfen werden”.

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An der Wand gleich daneben beginnt die Kunstgalerie. Portraits von unbekannten Künstlern hängen neben gestickten Bildern von Kopenhagen und Cut-outs. David Bowie blickt von einem Bild auf die Glasmalerei der Wand. Das Buntglas sollte Orlando Bloom gehören, aber er holte es nie aus dem Antiquitätenladen ab. So wurde es zu einem Teil in Andreas’ Sammlung.

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Die Glasmenagerie lebt auch im Schlafzimmer. Nur ein Eichhörnchen fehlt. „Ich bin wie ein Eichhörnchen”, sagt Andreas Haumesser und begibt sich auf eine neue, stilvolle Jagd.

Fotos: Westwing

Teresa Mayer

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