Vera Totskiys europäischer Wohnstil

Vera Totskiy hat in in ihrem Zuhause in Moskau ihren ganz eigenen Stil kreiert: Ihre Wohnung begeistert mit einer besonderen Ästhetik, die sich zwischen Eleganz und Retro ansiedelt und die Russin selbst als “europäischer Wohnstil” bezeichnet. Wie genau der gelingt, erzählen sie und ihre Innenarchitekten.

Vera Totskiy Moskau

Was ist das “Europäische Wohnen”? Es ist eine Mischung von Möbeln, Einrichtung und Textilien aus verschiedenen Epochen und die optimale ergonomische Planung des Wohnraumes, die dabei zentral ist.

Vera Moskau Wohnzimmer

Gastgeberin Vera Totskiy ließ sich von dem kreativen Schaffungsprozess der Innenarchitekten Nadia und Givi Ananiev inspirieren und war von ihren Arbeiten so fasziniert, dass sie sich dazu entschied, selbst einen Beruf im kreativen Bereich zu wählen.

„Begonnen hat alles mit der Tatsache, dass ich sorgfältig das Internet und Zeitschriften durchforstet habe auf der Suche nach Designern in meiner Nähe, die meinen Stil und meine Vorstellungen vertreten. Die Innenarchitekten Nadia und Givi waren ein wenig speziell, aber ich spürte, dass sie ein Konzept hatten – was ihre Arbeit betrifft – nämlich ursprünglich und mit einem feinen Sinn für Schönheit und das war genau das was ich suchte”, erzählt Vera.

Vera Moskau Sessel
Der Polstersessel mit den schwarzen Beinen und dem graphischen Design ist im typischen 50er-Jahre-Stil gehalten.

„Als wir die Formulierung „Europäisch Wohnen“ aus Veras Mund hörten, wollten wir sie unbedingt glücklich machen, denn eine solche Formulierung bekommen wir nur selten von unseren Kunden zu hören“, sagt Nadia. „Es war eine tolle Herausforderung für uns.“

Und wie ist dieser Stil genau zu verstehen?

Zunächst wird eine Mischung von Stilen und die Präsenz von Möbeln aus den Jahren 1940 bis 1970 als verbindlich angesehen. Da die Kundin sofort mit den Designern auf einer Wellenlänge war, war die Arbeit für das Designer-Duo leicht.

Vera Moskau Wohnzimmer Küche

Die einzige Hürde war die polygonale Geometrie des Grundrisses der Wohnung. „Leider ist es in modernen Häusern so üblich, dass oft die äußere Fassade aufwendig gestaltet wird, die Architekten aber vergessen den Innenraum wohnlich und komfortabel zu gestalten” , so Nadia. „Besonders die spitzwinklig zulaufenden Zimmer waren eine ziemliche Herausforderung bei der Gestaltung.”

Vera Moskau Flur
Vera Moskau Eingangsbereich

Privatsphäre und Weitläufigkeit

Die 160 Quadratmeter große Wohnung ist in zwei Bereiche unterteilt. Vom Eingangsbereich aus gliedert sich die Wohnung in zwei verschiedene Richtungen.

Vera Moskau Esszimmer Tisch

Da die Fenster der Wohnung in drei Richtungen abgehen, wurde der Raum mit dem grandiosen Panoramablick auf Moskau als Wohnzimmer gestaltet an das eine Küche mit Esszimmer anschließt.

Ein Arbeitszimmer, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Ankleidezimmer und ein eigenes Bad sind auf der anderen Seite angeordnet.

Vera Moskau Kinderzimmer
Vera Moskau Schlafzimmer Ansicht

Raumverteilung

Der Entwurf für den Grundriss des Wohnbereiches wurde ganz exakt von der Inhaberin durchgeplant. „Es ist gut, einen privaten Bereich zu haben, der etwas abgelegen ist, denn wenn man Gäste zu Besuch hat, können die Kinder in Ruhe schlafen“, so Vera.

Vera Moskau Küche
Vera Moskau Ahorn Ansicht

Das Wohnzimmer wird von der Küche durch ein Designobjekt, das Givi entworfen hat, abgetrennt. Ins Wohnzimmer ragt die Seite des Möbelstücks, die mit einem Schrank mit Regalen und einem integrierten Fernseher ausgestattet ist und auf der Seite, die zur Küche ausgerichtet ist, befindet sich eine praktische Schrankkonstruktion. Das gesamte Stück ist aus Ahornholz gearbeitet.

Kommode Vera Moskau
Vera Moskau Schlafzimmer Retro Tapete

„Das Schlafzimmer erinnert hier und da an die Siebziger. Wir haben es aber eher dezent und klassisch gehalten, nur die Deckenleuchte und die Wandtapete am Kopfende des Bettes erinnern ein wenig an die damalige Zeit”, sagt Nadia.

Vera Moskau Arbeitszimmer Couch

„Europäisch Wohnen – eine prägnante Formulierung. Bei diesem Projekt war es klar, dass wir für unsere moderne Kundin auch moderne Möbel gewählt haben”, sagt Nadia. „Dies können Dinge von ihrer Großmutter aus den Vierzigern bis Fünfzigern sein – Vintage und Brandneues. Genau diese Mischung haben wir hier integriert.”

Obwohl alle Möbel in der Wohnung neu sind, entwickelt sich ein angenehmes, heimisches Gefühl. So als würde im Inneren auch wirklich “gelebt” werden. Den Designern ist es gelungen den Stil von damals in der Wohnung zu integrieren. Sie haben Stoffe, wie Tweed und Jacquard-Texturen verwendet, die mit grafischen Drucken im Sechziger und Siebziger Jahre-Stil gearbeitet sind.

 

 

Innenarchitekten Nadia und Givi Ananiev; Fotos: Pauline Kholodova; Text: Elena Grabar

Lisa Kovarik

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