Sophies Bella Italia

Ein Anwesen, das Goethe auf seinen Italienreisen aufgefallen wäre, eingerahmt von Olivenbäumen und einem Ausblick, der glücklich macht: Das Sommerdomizil von Sophie in Massa Marittima in der Toskana nahe Florenz, ist ein fast schon paradiesischer Ort. Für die Münchner Designerin bedeutet hierher zu kommen, nach Hause zu kommen. Ihre Großeltern kauften das Anwesen vor über 40 Jahren und bauten es für sich und ihre Familie um. Hier hat sie viele Sommer mit Geschwistern, Cousinen und Cousins verbracht – eine italienische Kindheit sozusagen. Wenn sie von Italien spricht, leuchten ihre Augen und man merkt, wie viel sie mit dem Land verbindet.

Sophie Unützer
Sophie Unützers Feriendomizil Toskana

Nach dem Kauf des Anwesens, zu dem ein wenig Land gehört, auf dem früher Wein, Gemüse und Obst angebaut wurden, ließ der Großvater beide Pferdeställe zu Wohnhäusern umbauen und verwandelte das Grundstück in eine traumhafte Sommerresidenz, die bis heute zweite Heimat für seine Enkelin geblieben ist.

Anwesen Sophie Unnützer

Sanftes, warmes Licht strömt durch das hell eingerichtete Wohnzimmer und im Hintergrund ist die magische Berglandschaft der Toskana zu erkennen: saftiges Grün, eine Hügellandschaft, die wie Wellen ineinander zu fließen scheint und irgendwo am Horizont glitzert das Meer. „Das Licht in der Toskana ist ein ganz besonderes. Es ist warm und leicht zugleich. Das hat mich schon immer fasziniert. Ich liebe die Toskana und das italienische Lebensgefühl: das Klima, die Küche, die grünen Landschaften – all das begeistern mich unglaublich. Außerdem mag ich es, dass man hier auf nichts verzichten muss: man hat die Berge und das Meer.“ Wenn sie nicht dort ist, vermietet Sophie das Anwesen auf Anfrage.

Sophie Unnützer toskana

„Man kann kein Haus in einem fremden Land besitzen, wenn man die Sprache nicht beherrscht“, erzählte der Opa oft, der seinen Enkeln Italienisch beibrachte. Und genauso hielt er es mit dem Interior seines Anwesens: landestypisch. Mit ausgewählten Stücken richteten die Großeltern die Häuser damals im mediterranen Stil ein und betonten so die toskanische Architektur. Offene, lichtdurchflutete Räume erhielten durch Möbel in Weiß und Off-White eine südländische Leichtigkeit. Die Terrakottafliesen verleihen dem hellen Interior eine ländliche Note und auch Türrahmen, Kommoden, Konsolen oder Tische aus hochwertigem Holz, oft von Pinien-, Walnuss- oder Olivenbäumen, in erdigem Braun schenken den Räumen eine warme Atmosphäre. All das fängt das italienische Flair perfekt ein: erfrischend schnörkellos, unaufgeregt und sympathisch. Immer wieder tauchen darin antike Schätze auf, wie Spiegel oder Kunststiche, die der Großvater gekauft hat. Natürlich hat seine Enkelin mittlerweile ein paar kleine Veränderungen vorgenommen – trotzdem ist der Stil, für den sich die Großeltern damals entschieden, unverändert.

Blumen Toskana
Ausblick Feriendomizil Toskana

Die Designerin des Baby- und Kinderlabels Lale (bald launcht sie ihre neue Kinderkollektion) erinnert sich besonders gerne an Feste wie Ostern und Weihnachten, die sie dort im Kreise der großen Familie verbracht hat. „Meine schönsten Erinnerungen habe ich an das jährliche gemeinsame Osterfrühstück.“ Auch in den Sommerferien ging es mit Geschwistern, Cousinen und Cousins in die Toskana und die Enkelschar lernte Italienisch, fuhr ans Meer oder baute Kartoffeln mit den Großeltern an.

schlafzimmer
Sclafzimmer Sophie Unützer

In den Schlafzimmern wurde der Boden ebenfalls mit Terrakotta gefliest. Der unglasierte Ton zählt zu den wichtigsten Elementen des mediterranen Einrichtungsstils. Nicht zuletzt, weil er im Sommer wunderbar kühlt. Das unverputzte Mauerwerk blitzt hier und da hervor – natürlich nicht willkürlich, sondern als Stilmittel in Form von Rundbögen in den Schlafzimmern eingesetzt und noch viel mehr: Es wirkt nicht roh und unfertig, sondern unterstreicht den Charme und die Geschichte des Anwesens. Genauso wie die massiven Deckenbalken aus Holz erinnert es an die ehemaligen Stallungen. Mit weißer Bettwäsche in allen Schlafzimmern unterstreicht sie noch einmal die schöne Schlichtheit, die für das Anwesen typisch ist.

Esszimmer
Küche

Eine ausladende Tafel zeugt meist von einer großen Familie. Und genauso war es auch bei Sophie. Der lange Tisch aus dunklem Holz im Esszimmer mit den schlichten Stühlen mit geflochtenen Sitzflächen lässt nur erahnen, wie das Osterfrühstück wohl ausgesehen haben muss. „Wir sind ein buntes, turbulentes Familienhaus“, lacht sie.
Der große, offene Kamin ist das Herzstück im Esszimmer. „Auch wenn man ihn im Sommer nicht braucht, dekoriere ich ihn mit schlichten, weißen Stumpenkerzen, die ich auf ein rundes Metalltablett setze.“ Anstelle von Blumen wählt Sophie Olivenzweige und Zweige mit Beeren in tiefem Rot aus dem eigenen Garten, die sie in bunt glasierten Tonvasen arrangiert und am Kamin und in der Küche aufstellt.

Kommode
Deko Sophie Unützer

Die Münchnerin dekoriert den Esstisch und die Kommode gerne mit echten Früchten. „Die Farben, die in der Natur vorkommen, sind oft die schönsten. Ich finde, das strahlende Gelb-Orange der Kaki macht sich mit dunklen Holztönen besonders schön.“ Die Reiterstiche über der kleinen Kommode hat ihr Großvater einst in einem Antiquitätengeschäft in Florenz gekauft.

Heute sitzt sie oft mit Freunden am Tisch, an dem sie schon als kleines Mädchen saß. Denn längst ist das Anwesen auch eine Lieblingsdestination ihrer Freunde geworden, mit denen sie regelmäßig gemeinsam hierher kommt. „Auch die vielen, tollen Urlaube mit ihnen zählen zu meinen liebsten Erinnerungen, die ich mit dem Haus verbinde. Wir spannen aus, machen uns eine tolle Zeit und unternehmen Tagesausflüge nach Pisa, Siena, Florenz oder Ponte Vecchio und gehen dort zum Essen oder Einkaufen.“

Erbstücke Sophie Unützer

„Außerdem ist man in ungefähr einer halben Stunde schon am Meer“, erzählt sie. Am Meer findet jeden Freitag ein Wochenmarkt statt, auf dem Sophie einkauft. Dann kocht sie Pasta mit Salsicciasoße und Tomaten aus der Region, abgeschmeckt mit Fenchelsamen. „Das ist typisch toskanisch und eines meiner Lieblingsgerichte“, sagt sie.

Und so freut sie sich schon auf den Sommer, denn dann wird sie mit ihren Freunden wieder das italienische Lebensgefühl auskosten, abends auf der Terrasse grillen und in die unendliche, grüne Landschaft blicken und ihr eigenes „Bella Italia“ genießen.

Unser Tipp: Auf Anfrage wird das Anwesen in der Toskana auch vermietet.  Mehr Infos unter: www.ask-productions.net

Sie sind inspiriert von Sophies wunderbarem Style? Dann shoppen Sie ab 19.09 im Westwing-Sale!

Fotos: Kilian Bishop für Westwing, 2014

Teresa Mayer

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