Fabelhafte Heimat

Das Wort Stadtzentrum ist meist ein dehnbarer Begriff. Wohnt man allerdings direkt am berühmten Viktualienmarkt, dann ist man wirklich mittendrin zuhause. Deshalb hat Tina Heindel ihre Wohnung auch liebevoll „Villa Viktualia“ getauft. Ein passender Name, denn wenn man aus dem Fenster blickt, liegt ihr der Münchner Schmankerlmarkt zu Füßen. Auch ihr Mitbewohner, Kater Barney, tut dies, als wir die 100 Quadratmeter große Altbauwohnung im Herzen der Stadt betreten.

Fabelhafte Heimat Portrait
Fabelhafte Heimat Bild

Sie hat mit Erbstücken, charmanten Flohmarkt-Funden und neuen Möbeln einen stilvollen Mix kreiert. Im Wohnzimmer reiht sich Street-Art-Kunst an Ausstellungskataloge, Bücher und chronologisch geordnete Zeitschriften – man merkt sofort: Hier wohnt eine Kunst- und Modeliebhaberin. „Ich mag Weiß als Grundfarbe. Dazu kombiniere ich zarte Akzente mit einem Hauch Glamour.“ Tina setzt in ihrer Wohnung auf feminine Akzente und dezente Farben: Kissen in zuckrigen Rosatönen oder weiße bestickte Kissen kombiniert sie zu zartem Grau und eleganten Silber. Außerdem stylt sie verschiedene Materialien wie Samt, Fell und Baumwolle. Das gibt eine aufregende Struktur und sorgt für Abwechslung im Interior.
„Ich habe oft Freunde zu Besuch und ist die Couch voll, eignen sich Poufs perfekt für ein paar extra Sitzplätze. Sie sind viel weniger wuchtig als Stühle und verbreiten dafür umso mehr Gemütlichkeit im Zimmer.“

Fabelhafte Heimat Wohnzimmer

Sie liebt außergewöhnliche Stücke. Oft verwandelt sie sie selbst in Unikate und macht sie so noch persönlicher, wie das Bild über dem Sofa, dessen Rahmen und Leinwand sie weiß angemalt hat. Sie kombiniert moderne Kunst mit Einzelstücken, die sich perfekt ins Interior einfügen, wie ein handgemachtes Papierkleid – eine Nachbildung eines Runway-Looks, das sie von einem Freund geschenkt bekommen hat. Tina hat es auf eine Kleiderbüste gezogen und ihm neben der Couch einen Platz gewidmet. Dadurch wirkt es wie ein Kunstwerk in ihrem Wohnzimmer.

Neben dem Regal hat Tina ein Stück mit Geschichte platziert: „Auf diesem Schaukelstuhl hat meine Mama mich als Baby immer gestillt – heute ist es Barneys Chefsessel“, lacht die Chefredakteurin eines Beautymagazins und streichelt dem Britisch Kurzhaar Kater übers Köpfchen. Auch noch ältere Stücke bewahrt sie liebevoll auf: Wie das antike Bürsten-Set in Silber, das einst ihrer Großmutter gehörte hat Tina im Regal.

Fabelhafte Heimat Schlafzimmer
Fabelhafte Heimat Kerzen
Fabelhafte Heimat Schuhe Fell

Für ihr Schlafzimmer hat sich Tina für eine besonders schöne Farbkombination entschieden. Zarte, unaufdringliche Töne sind hier vorherrschend. Eine Wand hat sie in einem schönen Lindgrün gestrichen und mit ihrem rosafarbenen Boxspringbett und einem weißen Bänkchen am Fußende kombiniert, das Barney als Schlafplatz eingenommen hat. Feminine Akzente setzt sie durch Kerzen und Blumen, die sie auf ein filigranes Silbertablett auf dem Fensterbrett gestellt hat. Über dem Bett hängen gerahmte Illustrationen, Bilder und kleine Andenken, denen sie über dem Kopfteil einen besonderen Platz gewidmet hat.

Fabelhafte Heimat Konsole
Fabelhafte Heimat Badezimmer

Die Kommode im Flur macht sich nicht nur besonders hübsch im Eingangsbereich, Tina nutzt sie für ihr kleines Sammelsurium schöner Dinge: Postkarten, Andenken, Blumen und Schmuck, den Sie auf einer Etagere drapiert, sind hier zu finden. Auch ihr Badezimmer schmückt sie mit Blumen und Kerzen und arrangiert ihre Nagellacke auf einer silbernen Etagere. „So muss ich nicht lange suchen, sondern habe alles immer griffbereit“.

Fabelhafte Heimat Kleiderschrank

Was sie besonders an ihrer Wohnung schätzt? „Die Lage ist natürlich unschlagbar, trotzdem ist sie nicht alles. Mir hat besonders die Raumaufteilung gefallen und dass es ein Altbau ist – das ist für mich ein Muss.“
Während Tina ihrem Fulltime-Job als Journalistin nachgeht, wacht Barney über das 100 Quadratmeter große Reich. „Am liebsten hält er sich in meinem begehbaren Kleiderschrank auf und wartet dort auf mich, bis ich aus der Arbeit komme“.

Fabelhafte Heimat Schuhe

Tolle Idee: Anstatt alle ihre Schuhe im Schrank zu verstauen, setzt sie ihre Lieblingsboots wie kleine Kunstwerke in Szene und arrangiert sie neben ihren Schmuckkästchen im Regal.
Mitten im lebhaften Zentrum Münchens hat sich Tina mit ihrer„Villa Viktualia“ einen ganz besonderen Rückzugsort geschaffen: charming, feminin und unglaublich gemütlich.

Fotos: Westwing, 2014

Teresa Mayer

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