Ethno-Zauber

Ethno-Zauber – Marokkanische Lederpoufs, ein Stuhl mit dem verheißungsvollen Namen Acapulco und in Silber getauchte indische Elefanten: In Lea Evers Wohnung ist das Fernweh zu Hause! Erinnerungen an andere Kulturen lässt die reiselustige Westwing-Einkäuferin mittels ihrer Einrichtung wieder aufleben und hat in ihrer Münchner Zwei-Zimmer-Wohnung, die sie gemeinsam mit ihrem Freund bewohnt, einen besonderen Stilmix kreiert. Bei Lea trifft Ethno-Look auf moderne Formen – eine charmante Verbindung, die wohnlich ist und Geschichten von Ländern und Städten erzählt, die Lea bereist oder bewohnt hat wie Madrid, Sevilla, Utrecht und Manchester.

Lea Evers Ethno-Zauber
Lea Evers Ethno-Zauber

In Leas Wohnzimmer treffen bunte Ethno-Einflüsse auf asiatische Akzente. Kissen mit Geisha-Prints in Petrol leuchten auf der Couch gemeinsam mit den blauen Musterkissen um die Wette. Ihr Tipp: „Eine Couch mit Muster schränkt oft zu sehr ein. Darum habe ich eine dezente Farbe wie das helle Grau gewählt. Dafür darf es bei den Kissen, die ja leichter mal auszutauschen sind, umso bunter und auffälliger sein.“ Obwohl die Kissen verschiedene Muster haben, wählt sie sie in ähnlichen Blautönen. „Die Farbe fungiert sozusagen als Bindeglied, so wirkt das Arrangement einheitlich und weniger unruhig. Ihr Tipp: „Statt bunter Kunstdrucke über dem Sofa, habe ich Fotografien in Schwarz-Weiß gewählt – das ist nicht nur zeitlos, sondern schenkt dem Raum Ruhe.”

Lea Evers Ethno-Zauber
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Bei ihrer Einrichtung hat Lea oft genaue Vorstellung von Dingen – und wenn sie die nicht findet, legt sie auch schon mal selbst Hand an. Ihren Couchtisch zum Beispiel hat Lea in einem Do-it-yourself-Projekt in das verwandelt, was er heute ist. „Ich hatte einen Couchtisch mit einem ganz bestimmten gemusterten Stoff im Kopf. Da ich ihn nirgends so fand, wie ich ihn mir vorstellte, habe ich ihn einfach selbst bezogen.“ Auf dem Tisch hat sie ein rechteckiges Tablett im gleichen Grau wie das ihrer Couch platziert. Darauf arrangiert Lea Silberdosen, kupferfarbene Schälchen und Windlichter mit silberfarbener Verzierung.

Zu auffälligen Mustern kombiniert Lea gern Metallic-Farben wie Silber und Kupfer. „Diese Verbindung finde ich wunderschön, weil Silber trotz allem dezent ist und Kupfer für aufregende, feminine Akzente sorgt.“

Lea Evers Ethno-Zauber
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„Meinen Acapulco Stuhl mag ich, weil er bequem ist und durch sein Design leicht und unaufdringlich wirkt. Doch der silberfarbene Pouf mit Stickerei ist mein Lieblingsstück in der Wohnung. Wenn uns Freunde besuchen, stelle ich die Poufs einfach um den Couchtisch herum. Das schafft sofort eine geselligere und entspannte Atmosphäre. Brauche ich ihn nicht, lasse ich ihn einfach unter meiner Konsole verschwinden.

Und der Pouf ist nicht das einzige silberfarbene Element auf der Konsole. Der kleine Elefant, der am Windlicht vorbei in Richtung Bildbände zu trotten scheint, bildet einen tollen Kontrast zum Statement-Piece: der asiatisch inspirierten Lampe mit Keramikfuß. „Ich bin ein großer Fan von Deckelvasen, weil man sie nicht nur auf dem Boden, sondern auch in Regalen sehr schön in Szene setzen kann. Für einen größeren Effekt am besten mehrere Vasen in verschiedenen Größen wählen.”

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Leas letzte Reise nach Marrakesch hat sie dazu inspiriert, auch auffälligere Farben und Muster in ihrem Esszimmer einzusetzen. „Ich bringe viele Inspirationen von meinen Trips mit zurück nach Hause. Ich liebe den Orient und Asien, deshalb lasse ich mich auch im Hinblick auf meine Einrichtung davon beeinflussen – wenn auch dezent.“

Lea Evers Ethno-Zauber

Über ihrem Esstisch hat Lea ein kleines Sammelsurium an Dingen, die für sie Bedeutung haben, drapiert: Erinnerungsfotos, Postkarten, Zeichnungen, Prints von Schmetterlingen und Kleinigkeiten, die ihr wichtig sind. „Es sind Gegenstände, die ich gefunden oder geschenkt bekommen habe, deshalb ist es eine sehr individuelle Wanddekoration – wie ein persönliches Moodboard“, sagt Lea.

Lea Evers Ethno-Zauber
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„Ich liebe Tabletts und Schalen aus gehämmertem Metall. Das matte Silber lässt die Windlichter in Orange, Pink und Gelb strahlen.“ Die nutzt Lea als Obstschale oder wenn sie Freundinnen zum Frühstück einlädt. Auf den Stühlen hat sie Kissen mit Mustern in feurigen Farben wie Orange und Pink platziert. Da die Stühle aus Acrylglas durchsichtig sind, liegt das Hauptaugenmerk auf den Kissen.

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Und selbst im Flur hinterlässt Leas Liebe zum Reisen ihre Spuren: Eine Truhe mit Teelichtern aus Kupfer und einer kupferfarbenen Schale darauf ist hier der Hingucker. „Anstatt einer Konsole im Eingangsbereich habe ich eine Reisetruhe gewählt. So habe ich einen besonderen Look kreiert. Außerdem eignet sie sich hervorragend, um seine Schlüssel und Tasche darauf abzulegen, wenn man nach Hause kommt.”

Auch bei Pflanzen und Blumen mag Lea es individuell: „Für mich müssen es nicht immer Rosen sein. Zweige finde ich viel außergewöhnlicher. Ich liebe Kirschblüten, die blühen besonders hübsch – und sind gerade im Flur eine schöne Begrüßung für unsere Gäste.”

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Im Schlafzimmer hält sich Lea an cleane Farben ohne dabei ihre Faszination für Exotisches aus den Augen zu verlieren. Glänzende Silberakzente treffen hier auf dezentes Schwarz und Weiß. Ein cooler Bruch: Zu orientalischen Elementen wie dem Spiegel und dem marokkanischen Lederpouf hat sie das gestreifte Betthaupt gewählt, das sie selbst mit Stoff bezogen hat. Von ihrem geliebten Pouf hat Lea gleich zwei Exemplare gekauft und einen kurzerhand umfunktioniert. „Mit dem runden Tablett darauf wird er zum Nachttisch. Das Tolle: Wenn mehr Freunde spontan vorbeikommen, kann ich das Tablett einfach herunternehmen und habe eine weitere Sitzgelegenheit.”

Lea Evers Ethno-Zauber
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Ihre Kommode im Schlafzimmer hat Lea femininer gestaltet und sich auch hier für einen überraschenden Twist entschieden: Die gerahmten Jugendstil-Poster in dezenten Farben hat sie an die Wand gelehnt und Ketten sowie Souvenirs aus Marokko hinter die Rahmen geklemmt, um sie immer griffbereit zu haben.

“Sie lieben den Ethno-Look? Achten Sie trotzdem darauf, Stücke auftauchen zu lassen, die modern und clean sind. Denn der All-Over-Look ist nur im eigentlichen Land richtig authentisch – in den eigenen vier Wänden wirkt er oft überstylt.”

Mit ihrem Einrichtungsstil hat sich Lea die Welt in ihr Zuhause nach München geholt – vielleicht auch, um die Reiselust bis zum nächsten Trip zu stillen. Denn bald geht es für Lea und ihren Freund ins farbenfrohe Miami und anschließend auf Entdeckungstour durch die Karibik. Wir sind sicher – auch nach diesem Reiseabenteuer kommt sie mit vielen bunten Impressionen für ihr Zuhause zurück.

Fotos: Westwing 2014

Teresa Mayer

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