Ethno-Mix in Kapstadt

Das Bauchgefühl: Eine kleine Empfindung, das besondere Gespür, von dem wir wissen, dass es uns an das heranführt, womit wir uns am wohlsten fühlen. So ging es auch Nicky und Philip Tyers, als sie das Anwesen in Constantia, einem Vorort von Kapstadt in Südafrika, besichtigten. „Das Haus war innen und außen in Kreideweiß gehalten“, erzählt Nicky. „Da habe ich mir gesagt, ich habe keine Angst vor Farbe und habe mich auf mein Bauchgefühl verlassen.“ Ein Gespür, das sich als richtig bewiesen hat. Vom kreideweißen Interior ist heute Nichts mehr zu sehen. Jetzt regiert ein eleganter Look, der gekonnt afrikanische und asiatische Elemente vereint: Dunkel gestrichene Wände, schwarzes Holz, feinste Asia-Prints, Zebrateppiche und – wohin man blickt – Kunst. Der faszinierende Ethno Mix im Hause Tyers passiert auf einer eleganten und beruhigenden Ebene.

Ethno Mix Kapstadt
Philip Tyer integrierte auch ungewöhnliche Elemente: Die mächtige Haustür war einst die Eingangstür einer Kirche

„Je dunkler, desto besser – sagt jedenfalls meine Frau“, erzählt Philip und lacht. „Sie findet es beruhigend.“ Die kalkweiße Hausfassade ließ Nicky in einem, wie sie es nennt, Schokoladengrau streichen. Trotzdem ist das Anwesen – weder innen noch außen – nicht düster oder drückend, sondern von einer wunderschöne Zartheit umgeben. Sogar die drei Doggen der Familie scheinen sich perfekt in das gewählte Farbspektrum der Hausbesitzer einzufügen.

Beeindruckt von der großzügigen Bauweise, die wie es scheint, vergangener Tage angehört, kaufte das Ehepaar das Anwesen. „Es wirkte ein bisschen wie ein Kaninchenbau“, erzählt Philip über das im üblichen, hiesigen H-förmigen Baustil errichtete Haus. „Es gab etliche An- und Umbauten über die Jahre.“ Dennoch erkannten die Tyers das Potenzial des Hauses und waren entschlossen, etwas Neues zu schaffen.

Ethno Style Kapstadt

Nicky und Philip, die vor über 17 Jahren gemeinsam ihre Interiorfirma gründeten und auch ein Einrichtungsgeschäft führen, wollten das Haus so verändern, dass es zu ihren Lebensumständen passen würde. Neun Monate arbeiteten sie am Haus um es in das zu verwandeln, was es später wiederspiegeln sollte: Ein modernes Heim, gespickt mit traditioneller Kunst, indem sich auch ihre Kinder, die zwölfjährige India und der sechsjährige Sohn Hudson wohlfühlen. Dass Nicky und Philip große Kunstliebhaber sind, fällt schon im Eingangsbereich auf:  Zwei gigantische westafrikanische Senufo Vögel, die an schützende Wächter erinnern, begrüßen die Besucher. Die Statuen scheinen die Gäste zu begutachten, bevor sie ihnen den Eintritt in das beeindruckende Zuhause der Tyers gewähren.

Ethno Style Wohnzimmer

„Wir mixen den Stil der französischen Bourgeoisie mit afrikanischer Stammeskunst und spicken es mit vielen asiatischen Akzenten, erzählt Nicky über ihren Einrichtungsstil.“ Das Wohnzimmer wirkt beinahe wie ein einem üppig ausgestatteter Filmset: Lebensgroße Buddhas tauchen in ungewöhnlichen Plätzen rund um das Haus auf, stehend, sitzend oder ruhend – hier im Wohnzimmer lehnen sie mit dem Rücken an den großen Spiegeln und blicke in den Raum.“ Wir waren eine der ersten in Südafrika, die den Afro Chic mit asiatischen Elementen zusammenführten.” Die meisten der Möbel wurden von Philip designt und gefertigt: Sofa, Schränke, Kommoden, Stühle oder Tische. So auch im gemütlichen Wohnzimmer: das kapitonierte Sofa mit überproportionalem Rückenlehne sowie der runde Holztisch sind seine Entwürfe und tragen perfekt zur Salon-artigen, opulenten Atmosphäre bei.

Esszimmer im Ethno Style

Bis auf die Schlafzimmer sind alle Böden im Haus mit elfenbeinfarbenem Naturstein ausgestattet. So auch im eindrucksvollen Esszimmer. Nicky und Philip richteten den Dining Room nicht weniger imposant als das Wohnzimmer ein: eine lange Holztafel, gerahmte Drucke und Skulpturen, Zebrateppiche und ein monumentaler Kronleuchter, die Nickys schokoladengrauen Wände zum Leuchten bringen. Auffällig und unkompliziert: Als Center Piece für den Tisch wählte sie Bananenblätter in einer übergroßen Glasvase.

 

Bar Ethno Style

Von der Küche des Hauses geht es in die Entertainment Area über. Am breiten Counter, an der Theke, stehen Afro Chic-inspirierte Barhocker, die in safranfarbenem Leder mit Reptilien-Prägung bezogen wurden, für Gäste bereit. Cooler Kontrast: die asiatischen Fu Hunde in Türkisblau. Auch mit Blumen lässt sich im Handumdrehen Ethno-Feeling kreieren: Nicky wählte gelbe Orchideen als Deko. Das Bild im Hintergrund ist vom englischen Künstler Robert Hodgins, der in den Dreißigern nach Südafrika auswanderte.

Ethno Mix Esszimmer

Lieblingsplatz für Gäste: Am runden Tisch unter dem Oberlicht empfangen die Tyers besonders gern Freunde und Bekannte. Einer der wenigen Räume, der nicht in dunklen Tönen gestrichen ist, sondern in einem matten Meerblau, das besonders schön zum Boden aus Naturstein passt. Zum schwarzen Tisch mit gehämmerter Oberfläche stylten die Tyers Stühle mit gemusterten Hussen. Und auch in diesem Raum darf eins nicht fehlen: Eine Buddha-Statue, die Philip in einer Nische des Raums platziert hat.

Ethno Chic Südafrika

„Es braucht oft nur ein einziges auffälliges Möbelstück um einen Raum zu komplett zu machen“, sagt Nicky, wie hier der senfgelbe Sessel in der Lounge Area. In Kombination mit dem zarten, silbrigen Samtgrau des Sofas und des Poufs strahlt das Senfgelb noch mehr. Dazu dekorierten Nicky und Philip Sofa und Sessel mit verschiedenen gemusterten und blauen Kissenbezügen. Weitere Blautöne kommen wiederum im abstrakten Gemälde vor. Cool dazu: Ein Teppich mit Zebramuster.

Ethno Chic Südafrika

Der Stilmix führt sich im Lounge-Bereich fort: Currygelbe XL-Deckelvasen im Set, eine kleine chinesische Drachenskulpturen und eine Orchidee bringen Fernost-Feeling nach Südafrika. Besonders schön zum strahlenden Weiß und Currygelb: Die mausgraue Wandfarbe.

Stilmix Ethno

Philip liebt imposante Kunstwerke und entschied sich, dem wunderschöne Acrylportrait einer Schleiereule (aus der lokalen Whatiftheworld Gallery) einen besondere Platz zu bieten. Zum Tisch mit Drachendetails kombinierte er zum Sessel mit unterschiedlichen Bezügen – die Sitzfläche ist mit gemustertem Samt bezogen. Die Rückenlehne hingegen mit feiner Seide.

Ethno Chic Kommode

Perfektes Farbspiel auf der Kommode: Ein schwarzer Sonnenspiegel mit asiatischen Büsten und Statuen und zwei gleiche Lampen mit strukturierten Schirmen, die dank der Symmetrie, die sie bilden, das Arrangement der Buddhas einrahmen.Alles ist in Grau- oder Schwarztönen gehalten. Schöner Bruch: Das gepunktete Kissen und der Tulip Chair von Eero Saarinen aus den Fifties.

Schlafzimmer Ethno Look

Im Gästezimmer formt sich eine höchst stilvolle Fusion asiatischer Highlights: Chinesische Nachttische aus schwarzem Holz und ein Bett mit aufwendigen Schnitzereien aus Indien vereinen sich mit dem grafischen Teppich und den weißen Lampen zu einem unaufgeregtem aber eleganten Ambiente.

Ethno Style Leseecke

Absoluter Blickfang: “Kunstliebhaber Philip lässt keine Wand frei”, erzählt Ehefrau Nicky. Deshalb schmückt der Hausherr auch noch so kleine Ecken mit beeindruckenden Gemälden, wie hier das Portrait einer afrikanischen Frau. Der silberfarbene Beistelltisch, der ebenfalls von Philip gefertigt wurde, sowie der große Sunburst Mirror machen den Stilmix perfekt.

Ethno Mix Kinderzimmer

Der ausgebaute Speicher, der als die Tyers das Anwesen kauften, voller Kabel und hervorstehender Dachträger war, ist heute das Refugium der beiden Kinder Hudson und India. Die Eltern verwandelten den Dachstuhl in Schlafzimmer und Bäder für die beiden: „Sie mögen das Gefühl, ein eigenes Haus im Haus zu haben“, so Nicky.

Indias Zimmer, in einem zarten, stilvollen Silbergrau gehalten. Die Eltern dekorierten ihr Zimmer in einem mit einem Bettgestell in Silber, Kissenbezüge aus Seide mit feinen Asia-Motiven wie Vögeln und Bambuszweigen. Das Sofa und der kapitonierte Pouf mit violettem Samtbezug sind Antiquitäten, die Vater Philip für seine Tochter entdeckt hat. Auch in den Kinderzimmern darf Kunst nicht fehlen. Cooler Mix: Das Portrait einer Geisha neben einem Graffiti.

Ethno Style Schlafzimmer

Das Schlafzimmer von Nicky und Philip strahlt ebenfalls angenehmen Ruhe und Gemütlichkeit aus. Asiatische Foot Stools aus Holz und Keramik verleihen noch mehr Asia-Feeling. Das übergroße kapitonierte Kopfteil aus Samt harmoniert perfekt zur dunkelblauen Tapete mit asiatischen Prints.

Ethno Style Badezimmer

Zen-Oase: Inspiration für das Badezimmer der Familie war das Pfauen-Gemälde, das die beiden auf einem Markt auf Bali kauften. Asiatische Deckelvasen kombinierten die Tyers zum Pouf in petrolfarbenem Samt und Musterteppich.

Hier trifft eleganter Afro Chic auf Zen-artige Ruhe, asiatische Elemente verschmelzen mit den dunklen Wänden zu einer unvergleichlichem Anmut. Der Satz „Not your typical home“ passt hier perfekt. Nicky und Philip Tyer lassen zusammenfließen, was sie schön finden: Ethno Chic made in Kapstadt. Ein Sammelsurium verschiedener Kulturen und Stilen, die sich vereinen und im großen Ganzen das ergeben, was fasziniert: Ein einzigartiger Stilmix – mühelos, magisch, exotisch und ja, ein bisschen verträumt.

Sie sind inspiriert von dem Haus von Nicky und Philip Tyers? Dann shoppen Sie jetzt passende Möbel und Accessoires im zauberhaften Ethno Chic ab 14.09. in den Westwing-Sales!

Fotos: living4media/House & Leisure

Teresa Mayer

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