Die Welt von KPM

Das weiße Gold aus Berlin galt schon vor 250 Jahren als purer Luxus. Gemeint ist das Porzellan der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM). Und auch im Jahr 2013, indem das 250.Jubiläum der Manufaktur gefeiert wird, findet man in der Wegelystraße 1 in Berlin die gleiche Präzision, und gleiche Leidenschaft und Liebe zur Handarbeit wie damals. Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin ist eine der renommiertesten Porzellan-Manufakturen der Welt und gleichzeitig der älteste, produzierende Handwerksbetrieb der deutschen Hauptstadt.

KPM Manufaktur Berlin

 

Produkte KPM

Eine Traditionsmarke, die bis heute ihren außergewöhnlichen Status und Ruf behalten hat und immer wieder aufs Neue beweist, wie sehr exzellentes Handwerk mit der Seele des Unternehmens verknüpft ist.

Zepter KPM
KPM

Angefangen hat alles mit Wilhem Caspar Wegley, der im Jahr 1751 das Privileg vom preußischen König Friedrich II. (1712-1786) zur Gründung der Manufacture de porcelaine de Berlin erhielt. Doch technische Schwierigkeiten und die Folgen des 7-jährigen Krieges zwangen Wegley bereits 1757 zur Aufgabe der Porzellanproduktion. 1761 erwarb der Kaufmann Johann Ernst Gotzkowsky die erhalten gebliebenen Einrichtungen der Manufaktur. Obwohl der künstlerische und technische Standard der unter Gotzkowsky gefertigten Porzellane hoch war, musste auch er 1763 wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten die Produktion einstellen.
 Der preußische König Friedrich II. entschloss sich daraufhin, die Manufaktur zu erwerben. Seit diesem Zeitpunkt wurden die Porzellane auf Geheiß des Königs mit dem kobaltblauen Zepter aus dem kurfürstlichen-brandenburgischen Wappen versehen und auch ein neuer Name musste her: Königliche Porzellan-Manufaktur.

KPM
Schwamm KPM

In dieser Zeit entstand auch das noch heute sehr beliebte Service KURLAND, das längst zu den Klassikern gehört. Seit der Gründung der Weimarer Republik wurde die Königliche Porzellan-Manufaktur in Staatliche Porzellan-Manufaktur umbenannt, das Signet KPM blieb trotzdem erhalten. 2006 erfolgte die Privatisierung der Manufaktur. Seitdem ist die Berliner Bankiersfamilie Woltmann Alleingesellschafterin.

Arbeit bei KPM
Teller KPM

Noch heute wird ausschließlich hier das königliche Porzellan, eines der exklusivsten deutschen Kulturgüter, in traditioneller Handarbeit gefertigt. Rund 180 Mitarbeiter schöpfen aus einem Vorrat von etwa 150.000 Arbeitsformen und setzen ihr über Generationen weitergegebenes Wissen sowie individuelles Talent zur handwerklichen Herstellung ein.

Motive KPM

Die Gestaltung der Motive bestimmt jeder Maler nach historischer Maßgabe selbst. Somit ist jedes Stück, das KPM verlässt, ein Unikat.

Die Manufaktur mit ihrem historischen Ensemble aus Ofenhalle, Schlämmerei und ehemaliger Dreherei zählt zu den ältesten erhaltenen Gewerbebauten Berlins. In der dazugehörigen KPM-Welt kann man die Geschichte des Porzellans hautnah erleben. Beim Rundgang in der in der Schindelkuppel taucht man in die faszinierende Welt von KPM. In der Kuppel wird die historische Entwicklung des Zepters gezeigt. Dazu werden kostbare Porzellane präsentiert, die Einblicke in die Kulturgeschichte der unterschiedlichen Epochen geben. In der Ringkammerofenhalle wird eine detaillierte Installation des Herstellungsprozess gezeigt. Der Modellkeller erschließt den Formenreichtum der KPM: In der Schauwerkstatt stellen Maler und Malerinnen und Garnierer und Garniererinnen ihr Handwerk vor. Im Boccherini-Saal wird abschließend eine königlich gedeckte Tafel präsentiert, bevor es zur letzten Station geht: dem Modern Living Bereich. Hier werden moderne Stücke ausgestellt, die in Kooperation mit freischaffenden Künstlern entwickelt wurden.

KPM

Das 250-jährige Firmenjubiläum feiert KPM gleich mit mehreren Ausstellungen zum Thema. Die Ausstellung “Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin 1763-2013. Porzellankunst aus privaten Sammlungen“ stellt noch bis 5. Januar 2014 in der KPM-Welt viele noch nie zuvor gezeigte Meisterwerke aus zweieinhalb Jahrhunderten vor. Zum Beispiel der faszinierende “Mädchenreigen“ von Gustav Weidanz aus dem Jahr 1922, der zu den wegweisenden Werken der modernen Porzellankunst zählt, ebenso wie die “Chinesische Lampenvase von Ernst Böhm“ aus dem Jahr 1926.

KPM VAse

Auch weitere große Ausstellungen feiern die kulturelle Bedeutung der Königlichen Porzellan-Manufaktur. “KPM. Gestalten, Benutzen, Sammeln. 250 Jahre Porzellan aus der KPM“ im Schloss Charlottenburg (noch bis 5. Januar 2014) und “Lust auf Dekor. KPM-Porzellane zwischen Jugendstil und Art Deco“im Bröhan Museum in Berlin (noch bis 26. Januar 2014)

Sie sind fasziniert von KPM? Dann entdecken Sie Kunstwerke aus Porzellan ab 12.11. im exklusiven KPM-Sale von Westwing!

Fotos: KPM Berlin, Richard Kurc, Jorg Stolpmann

Teresa Mayer

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