Karim Rashid ist ein amerikanischer Designer, der mit seinen organisch-futuristischen, weiß-farbigen Interior Designs eine Gegenwart schaffen will, die sich nicht mehr am Alten orientiert, sondern in eine neue Zukunft aufbricht.


“Design is about the betterment of our lives poetically, aesthetically, experientially, sensorially, and emotionally” – Karim Rashid

Karim Rashid: Leben

Karim Rashid wurde 1960 in Kairo geboren. Sein Vater, ein Ägypter, war ein Maler abstrakter Kunst, seine Mutter Engländerin. Er lebte in Kairo, Paris und London, bis die Künstlerfamilie sich in Kanada niederließ, wo der Vater als Bühnenbildner arbeitete. Karims Rashids älterer Bruder ist ein Architekt, seine Schwester hat sich der Musik verschrieben. Mit beiden arbeitet Karim Rashid auch heute noch zusammen.

Karim Rashid studierte Industriedesign an der Carleton University in Ottawa. 1982 machte er seinen Bachelor und schloss ein postgraduales Studium bei Ettore Sottsass an.

Nach seinem Studium arbeitete Karim Rashid in Design Studios, und entwarf unter anderem Werkzeuge für Black und Decker. Doch Karim Rashid fühlte sich in der damaligen Welt technologiebestimmten und funktionellen Designs fremd und unwohl. Erst nach mehreren Jahren konnte er seinen eigenen, künstlerischen Weg finden und eröffnete 1993 ein eigenes Büro. Seitdem hat er auch eine Abneigung gegen schwarze Anzüge, althergebrachte Traditionen und Konformismus.

1996 gelang Karim Rashid der Durchbruch mit dem Plastikpapierkorb Garbo. Seitdem hat der äußerst vielfältige und produktive Designer mehr als 3000 Produkte, Objekte und Designs entworfen, neben Restaurants, Stores, Ausstellungen und Hotels auch unter anderem Kanaldeckel, Parfumflakons, Plastikflaschen und Verpackungen.

Karim Rashid hat mit Marken wie Sony, Prada, BoConcept, Alessi, Artemide, Bonaldo, Magis, Foscarini, Georg Jensen, Serralunga und Zanotta zusammengearbeitet.

Ganz nach seinem multimedialen Weltverständnis betätigt sich Karim Rashid auch als DJ und im Bereich Fashion. Er ist befreundet mit seinem Industriedesigner-Kollegen Ross Lovegrove, dem japanischen Architekten Toyo Ito und der italienischen Designerin Paola Antonelli.

Werke von Karim Rashid werden in allen großen zeitgenössischen Museen ausgestellt, zum Beispiel im Museum of Modern Art in New York, im San Francisco Museum of Modern Art und im Centre Georges Pompidou in Paris.

2001 hat Karim Rashid ein Buch mit dem Titel „I Want to Change the World“ herausgebracht, das sein Manifest der „Beautification“ und seine Vorstellung der Welt als Blase, den „Blobismus“, erläutert, sowie seinen Traum von einer globalisierten, egalisierten und verbesserten Zukunft.

Karim Rashid und seine Produkte sind Gewinner zahlreicher Auszeichnungen, unter anderen des Red Dot Design Award und dem Compasso D’Oro. Er hält zwei Ehrendoktortitel und hält Vorträge als Gastdozent an internationalen Universitäten und Kongressen.

Karim Rashid: Werk

Popstar des Designs, Design Dandy, New-Age-Visionär, Plastikpapst – Karim Rashid wird vieles genannt, und scheut sich selbst nicht, seine Person, seine Meinungen, seine Ideale und seine Vorlieben mit der Welt zu teilen. Aber das ist auch nur konsequent, schließlich möchte er mit seinem Design eine Welt schaffen, die mehr Wert auf den Menschen legt, auf das Individuum, auf die Person. Eine Welt, die miteinander verknüpft ist, die freundlich und offen ist und wo jeder die Möglichkeit hat, sich selbst als Person zu verwirklichen und dadurch Teil der Gemeinschaft zu sein.

Anstatt sich in ein vorgegebenes Raster oder Gitternetz der unbelebten Außenwelt einzufügen, versucht er Raum zu gestalten, der Raum für den Menschen hat, so wie er ist. Das muss aber weder Unordnung, noch Chaos bedeuten. Die Produkte von Karim Rashid sind zwar oft farbig, gerundet, organisch geformt, aber niemals überladen, unordentlich, vollgestellt. „Sensuous Minimalism“ nennt er sein Konzept, die Welt einerseits dem Menschen nachzugestalten, aber sie trotzdem aufzuräumen und zu entrümpeln.

Karim Rashid: Most Loved

Produkte und Räume, Ausstellungen und Muster von Karim Rashid sind beinahe überall, egal, ob man kleine Cremetuben von Prada bestellt oder in Seoul eine Flasche Limo trinkt. Hier sind unsere most loved:

Der Garbo Can, 1996 bei Umbra. Die angenehm runde Form macht ihn zu einem Liebhaberstück, das auch noch einfach zu reinigen ist. Deshalb wird der ursprüngliche Mülleimer auch als Blumentopf, Regenschirmständer oder Futtertrog benutzt.

Der Oh Chair, 1999 bei Umbra. Das erste Möbelstück von Karim Rashid überzeugt mit seiner Gemütlichkeit und Unkompliziertheit.

Der Kapsule Chair, 2001 bei Offi. Ein Kinderstuhl, der farbig und weich ist, und in dem man eine Menge Spielzeug unterkriegt. Perfekt für Kinderzimmer!

Das nhow Hotel Berlin, 2008-2010, zeigt die ganze Palette von Karim Rashids Können. Weiße Räume mit farbigen, sensuellen Formen und Licht erzeugen eine ganz besondere Atmosphäre.

Die Outdoormöbel-Reihe Vertex, 2010 bei Vondom, ist zwar nicht rund, aber trotzdem entschieden futuristisch, entschieden Plastik, entschieden skulptural und trotzdem leicht und simpel.

Karim Rashid ist einer der angesagtesten Designer unserer Zeit und seine Entwürfe sind Vorboten einer fantastischen Zukunft. Wofür sie aber auch stehen, ist die Maxime, dass jedes Mitglied der Gesellschaft dann dieser Gesellschaft am besten nützt, wenn es sich selbst verwirklicht und den Raum einnimmt, den es ausfüllen möchte. Egal, ob der nun perfekt in ein Muster passt, oder nicht.

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