Japanische Einrichtung

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Wir alle kennen und lieben Sushi, und haben vielleicht sogar mal eine Teezeremonie erlebt. Aber die Wohnung japanisch Einrichten ist für viele ein geheimer Wunsch. Denn japanische Einrichtung verspricht ein Gefühl, dass uns im heutigen Wohnen, das oft nach dem Motto „So viel wie möglich“ erfolgt, oft abgeht: Ruhe, Besinnlichkeit, Fokus auf das Wesentliche legen.

Allzu oft sind unsere Wohnungen überladen mit Gegenständen, die sich auf mysteriöse Art und Weise ansammeln und irgendwann, fast ohne dass man es merkt, zur Belastung werden. Erst, wenn man sich mit dem Gedanken trägt, umzuziehen, fühlt man das Gewicht der Besitztümer: Wortwörtlich und im übertragenen Sinn!

Japanisch Einrichten: Wie geht das?

Um das besondere Gefühl traditioneller japanischer Einrichtung in die eigene Wohnung zu holen, reicht es nicht, hier und da einen Buddha aufzustellen. Zumal ein Buddha gar nicht japanisch ist. Auch ein Katana-Set oder ein unverständliches Schriftzeichen an der Wand machen noch nicht die japanische Einrichtung. Wer sein Heim mit japanischer Einrichtung verändern möchte, muss sich etwas tiefer wagen: In die Philosophie, die dahinter steht.

Ein wichtiger Einfluss: Feng Shui

Feng Shui kommt ursprünglich aus China, aber das hat es mit vielen anderen Einflüssen in der japanischen Kultur gemeinsam. Auch in Japan wird Feng Shui, die Lehre vom Wohnen in Harmonie, praktiziert. Dabei versucht man die Farben, Formen und Materialien der Einrichtung entlang der Lehre der Elemente Feuer, Holz, Metall, Wasser und Erde zu wählen. Das sogenannte Bagua leitet dazu an, welche Elemente in welcher Position des Hauses berücksichtigt werden sollen. Alles dient dazu, zwischen Ying und Yang einen ausgeglichenen und ungehemmten Fluss des Chi zu gewährleisten. Erst dann wird sich der Mensch zu Hause wohlfühlen und gesund sein und das eigene Heim ein Ort sein, an dem man Kraft tankt und zur Ruhe kommt. Japanische Einrichtung berücksichtigt diese Lehre.

Zen im Mittelpunkt

Der Zen-Buddhismus ist ein weiterer philosophischer Einfluss, den die japanische Einrichtung in sich trägt. Obwohl man von ihm kaum einen Überblick der Lehre geben kann, weil er nach eigener Selbstauskunft keine Lehre hat, sondern nur eine Praxis und Realität ist, bringt er einige Elemente in die japanische Einrichtung mit ein: Den Fokus auf die wichtigen Dinge, den achtsamen Umgang mit der Umgebung und mit sich selbst, die bewusste Ablehnung des Strebens nach immer neuem Besitz. Japanische Einrichtung versucht daher nicht, Besitz anzuhäufen und auszustellen, sondern verlegt sich eher darauf, notwendige Besitztümer so reduziert wie möglich zu halten und unterzubringen, ohne die Ruhe zu stören.

Japanische Einrichtung: Die Must Haves

Die japanische Einrichtung hat natürlich einige traditionelle Must-Haves, mit denen sofort das Flair fernöstlicher Gestaltung und die Qualität liebevoller japanischer Handwerkskunst zu uns nach Hause kommen.

Shoji: Die leicht lichtdurchlässigen Wände aus speziellem Shoji-Papier sind wohl das erste, was einem einfällt, wenn japanische Einrichtung gesucht wird. Shoji-Wände ermöglichen es den Bewohnern von japanischen Häusern kleine Räume privat abzutrennen, ohne ganz vom Haus ausgeschlossen zu sein oder gar das Tageslicht auszusperren. Auch bei uns sind Shoji-Wände beliebt, als Raumteiler oder sogar, um aus einer Zimmerecke einen begehbaren Kleiderschrank zu machen. Ein anderer Begriff für diese Trennwände ist „Fusuma“.

Tatami: Tatami-Matten sind deshalb für japanische Einrichtung unverzichtbar, weil das Leben, ungleich wie im Westen, nicht auf Sitzhöhe, sondern auf Bodenhöhe stattfindet. Tatamis schützen davor, sich auf dem kalten Boden zu verkühlen, denn das Stroh isoliert. Außerdem ist es leicht zu reinigen, variabel zu ersetzen und sieht wunderschön natürlich aus.

Futon: Futonbetten haben auch im Westen Einzug gehalten, aber die japanische Einrichtung meint eher Futons, die bei Tag zusammengerollt und in den Einbauschränken oder hinter Shoji-Wänden versteckt werden, damit sie die Fläche des Raums freigeben.

Noren: Noren sind Stoffvorhänge mit japanischen Schriftzeichen. In Japan werden sie mittlerweile oft von Läden genutzt, aber ursprünglich dienten sie als Sonnenschutz. Jeder, der japanische Einrichtung auch an seinem Fenster durchsetzen möchte, kann auf hübsche Noren-Vorhänge zurückgreifen.

Tansu: Tansu werden die mit Metall beschlagenen Truhen-Kommoden genannt, die für die japanische Einrichtung so typisch sind. Aus typisch japanischem Holz gefertigt, können darin allerlei Arten von Gegenständen bewahrt werden. Wenn man seinen Wohnort wechselt, kann die praktische Tansu-Kommode einfach von den Bediensteten auf Stangen getragen werden und so hat man immer seinen ganzen Besitz dabei.

Weitere typische Artikel rund um die japanische Einrichtung sind schöne Kissen, vor allem Sitzkissen, weil man ja auf dem Boden sitzt. Kunstvolles, handgeschöpftes Papier mit Kalligraphie verziert dient als Wandschmuck und kleine Tischchen aus Bambus oder Holz, manchmal mit Lack verziert, helfen bei den alltäglichen Verrichtungen. Auch ein flexibler Paravent mit bemalter Seide sowie ein kleiner Zen-Garten mit Bonsai finden sich im japanischen Stil.

Wenn man nicht gleich seine ganze Einrichtung japanisch gestalten möchte, bieten sich einzelne Zimmer dafür an: Ein Wohnzimmer als besinnlicher Mittelpunkt, ein Gästezimmer als stilvoller Alleskönner, ein Schlafzimmer als ruhiges Refugium: Japanische Einrichtung macht es möglich!

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