Frau arbeitet vom Sofa aus

Egal, ob Sie einen Marathon laufen wollen, in der Arbeit auf eine Beförderung hoffen oder für eine wichtige Prüfung lernen müssen: Die Motivation, aktiv etwas für seine Ziele zu tun, ist manchmal einfach im Keller. In einem gewissen Rahmen ist das auch absolut in Ordnung. Stellt sich die Unlust jedoch als Dauerzustand ein, sollten Sie sich fragen, warum Sie sich nicht aufraffen können. Immerhin ist es doch Ihr eigener Wunsch, oder nicht? Wir haben uns mal etwas genauer mit dem Thema Selbstmotivation beschäftigt und die besten Tipps herausgesucht, um endlich durchzustarten.

Selbstmotivation: Das Wichtigste vorweg!

Wer motiviert an eine Sache herangehen möchte, setzt sich meist ein bestimmtes Ziel oder hat zumindest eine ungefähre Vorstellung dessen, was man erreichen möchte. Das Problem: Wir denken dabei häufig in Wenn-Dann-Strukturen. Ein klassisches Beispiel: Sie denken, Sie sind erst DANN mit Ihrem Job zufrieden, WENN Sie mehr Gehalt bekommen.

Dieses Wenn-Dann-Denken ist in vielen Köpfen verankert. Schließlich fällt es leichter, ein To-Do oder ein Ziel an eine äußere Bedingung zu knüpfen. Doch das hat einen großen Nachteil: Man macht sich dabei von diesen externen Dingen abhängig, statt wirklich für das zu kämpfen, was man eigentlich möchte. So kann man noch lange darauf warten, bis der Chef von selbst mit der Gehaltserhöhung um die Ecke kommt.

Hinzu kommt, dass wir häufig nicht aus eigenem Antrieb heraus agieren, sondern uns von extrinsischen Motivationen beeinflussen lassen. Das kann etwa ein angeberischer Kollege sein oder die Erwartungshaltung der Eltern. Das erschwert die Selbstmotivation ungemein. Um sich selbst zu motivieren, ist es daher das A und O, den zugrundeliegenden Antrieb zu verstehen – und richtig zu nutzen.

Was ist Selbstmotivation?

Um endlich ins tun zu kommen, müssen wir im ersten Schritt verstehen, was Selbstmotivation bedeutet. Im Grunde handelt es sich dabei um die Fähigkeit, sich ohne die Hilfe anderer zu motivieren – ergo aktiv und aus eigener Überzeugung zu handeln, um ein Ziel zu erreichen. Dabei kann es sich um die verschiedensten Dinge handeln, etwa beruflichen Fortschritt, familiäre Angelegenheiten oder auch die Gesundheit.  

Ein wichtiger Bestandteil dieser Fähigkeit ist Eigenverantwortung. Wer Motivation finden möchte, muss sich selbst vertrauen und die Verantwortung für sein Tun übernehmen. Nur so können wir frei und autonom agieren, ohne uns von externen Faktoren abhängig zu machen.

Die besten Tipps zur Selbstmotivation

Soweit die Theorie. Doch wie motiviere ich mich, wenn es wirklich darauf ankommt? Auch wenn es dafür (leider) keinen Königsweg gibt, können gewisse Gewohnheiten, Glaubenssätze und kleine Tricks helfen, die Eigenmotivation anzukurbeln. Wir haben die 15 besten Tipps zur Selbstmotivation zusammengestellt:

1. Finden Sie Ihr „Warum“

Egal ob Sie Motivation zum Lernen, für die Arbeit oder im Gym brauchen: Wer eigenmotiviert an eine Sache herangehen will, muss zunächst die wichtigste W-Frage klären – das Warum. Denn nur wer weiß, wofür er Ressourcen verbraucht, wird sein Ziel auch wirklich erreichen. Dafür kann es helfen, sich zunächst mit den folgenden Fragen zu beschäftigen:

  • Woher kommt der Anreiz? Handelt es sich um eine intrinsische Motivation oder lasse ich mich von äußeren Faktoren leiten, zum Beispiel dem Erfolg anderer Menschen?
  • Welchem höheren Nutzen dient mein Vorhaben?
  • Steht mein Vorhaben in Einklang zu meinen Werten?

2. Formulieren Sie klare Ziele

Wenn Ihnen der Hintergrund eines Ziels bewusst ist, können Sie sich daran machen, es auszuformulieren. Versuchen Sie dabei so klar wie möglich zu sein und den Wunsch möglichst positiv zu nennen. Einige Experten raten außerdem dazu, ein Ziel so zu formulieren, als wäre es schon erreicht, also etwa: „Ich habe einen Job, der mich erfüllt“.

Extra-Tipp: Schreiben Sie Ihre Ziele nieder! Studien konnten belegen, dass wir motivierter arbeiten und unser Vorhaben eher erreichen, wenn wir es vorab verschriftlicht haben.

3. Befolgen Sie die SMART-Regel

Sie brauchen Hilfe bei der Ausgestaltung Ihrer Ziele? Dann halten Sie sich an die SMART-Regel. Sie dient dazu, ein Vorhaben so präzise wie möglich zu definieren. Demnach sollten alle Ziele die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • S – spezifisch
  • M – messbar
  • A – attraktiv
  • R – realistisch
  • T – terminiert

Da durch die SMART-Methode alle wichtigen Informationen gebündelt werden, haben Sie Ihren Antrieb immer vor Augen und bleiben motiviert.

4. Setzen Sie Prioritäten und Fristen

Gehören Sie auch zu den Menschen, die ein wenig Druck brauchen, um produktiv zu sein? Egal, ob Sie diese Frage mit Ja oder Nein beantworten: Sich Fristen zu setzen hilft, sich selbst zu motivieren. Dafür sollten die Deadlines möglichst realistisch gesetzt werden. Planen Sie außerdem immer einen kleinen Puffer ein. Beachten Sie dabei auch die Wichtigkeit Ihrer Ziele und priorisieren Sie die Schritte, die Sie zur Erreichung benötigen.

5. Führen Sie ein Erfolgstagebuch

Tagebuch schreiben ist nur etwas für Kinder? Von wegen! Gedanken, Ideen und Pläne regelmäßig aufzuschreiben, hat nicht nur einen meditativen Charakter, sondern spornt uns obendrein an, das geplante auch wirklich in die Tat umzusetzen. Besonders hilfreich sind spezielle Erfolgstagebücher. Diese dienen nicht nur dazu, die eigenen Absichten festzuhalten, sondern auch, sie zu tracken. So können Sie regelmäßig Ihre Entwicklung bewerten und sich über Erfolge freuen.

6. Machen Sie Pausen

Vergessen Sie nicht, trotz neu gewonnener Selbstmotivation auch mal abzuschalten. Pausen sind wichtig, um neue Energie zu schöpfen. Außerdem erlauben sie es, den bisherigen Erfolg mit ein wenig Abstand zu betrachten – und somit noch motivierter weiterzumachen.

7. Denken und sprechen Sie positiv

Unsere Denk- und Sprechweise haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unsere Eigenmotivation. Wer Sätze negativ formuliert, triggert damit automatisch negative Gefühle – und hemmt sich damit selbst. Wer Motivation finden möchte, sollte möglichst positiv denken und auch beim Sprechen auf einen positiven Ausdruck achten.

8. Überdenken Sie alte Glaubenssätze

Apropos negativ denken: Oft schleppen wir alte Glaubenssätze mit uns herum, die uns unbewusst zurückhalten. Dabei kann es sich um festgefahrene Denkstrukturen handeln, die wir uns vielleicht sogar schon im Kindesalter eingeprägt haben. Dazu gehören zum Beispiel Gedanken wie „Ich schaffe das sowieso nicht“ oder „XY ist sowieso besser als ich“. Versuchen Sie, solche Strukturen zu erkennen – und durch neue, positive Glaubenssätze zu ersetzen. Sie könnten sich zum Beispiel sagen: „Ich vertraue auf meine Fähigkeiten“ oder „Ich lasse mich nicht vom Erfolg anderer beirren“. Sie werden erstaunt sein, was Sie mit der Kraft Ihrer Gedanken anstellen können.

9. Hören Sie in sich hinein

Es mag wie eine Floskel klingen, doch es ist nicht ganz verkehrt, dass alles, was wir brauchen schon in uns steckt. Denn oft werden unsere wahren Wünsche durch die Hektik des Lebens und andere äußere Einflüsse übertönt. Hören Sie also öfter mal hin, was Ihr Herz Ihnen sagen will. Meditation ist ein tolles Tool, um den Kopf freizubekommen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wenn Sie mit sich selbst im Reinen sind und wissen, was Sie wirklich wollen, kommt die Selbstmotivation von ganz allein.

10. Durchbrechen Sie Routinen

Gewohnheiten sind echte Motivations-Killer. Wer jeden Tag die gleiche Routine durchlebt, wird früher oder später gelangweilt sein – und den Ansporn verlieren. Machen Sie also öfter Mal etwas Neues – sei es nur eine andere Reihenfolge im Tagesablauf oder eine Veränderung am Arbeitsplatz. Neue Strukturen bringen frischen Wind in den Alltag. 

11. Akzeptieren Sie Fehler

Selbstmotivation hängt in vielerlei Hinsicht mit Selbstakzeptanz und Eigenverantwortung zusammen. Es gehört dazu, Fehler anzuerkennen. Und die werden Sie in Ihrem Leben immer wieder begehen. Statt sich über Missgeschicke aufzuregen und die Motivation zu verlieren, sollten Sie Fehltritte besser nutzen, um aus ihnen zu lernen. Denn jeder Weg, egal ob richtig oder falsch, bringt uns weiter. Und beim nächsten Mal wissen wir es besser.

12. Glauben Sie an sich selbst

Ungeachtet des Ziels, das es zu erreichen gilt, ist der Glaube an die eigene Kraft die Basis für Erfolg. Selbstvertrauen ist daher eine wichtige Basis für Eigenmotivation. Stehen Sie zu sich, lassen Sie sich nicht von anderen beirren und vertrauen Sie darauf, dass Sie alles schaffen können.

13. Tricksen Sie den inneren Schweinehund aus

Wir alle kennen Ihn: Der innere Schweinehund ist ein echter Miesepeter und der größte Feind der Selbstmotivation. Wie motiviere ich mich trotzdem? Ganz einfach: Seien Sie schlauer – und schneller. Denken Sie vor der morgendlichen Jogging-Einheit nicht zu lange darüber nach, wohin oder wie lange sie laufen. Fangen Sie einfach an. Wer einmal begonnen hat, gibt nicht mehr so schnell auf. Ein weiteres Beispiel: Verbannen Sie den Snooze-Button und stehen Sie sofort auf, wenn der Wecker klingelt. Denn wer sich noch einmal umdreht, wird es auch ein zweites oder drittes Mal tun.

14. Lernen Sie, sich zu fokussieren

Motivation und Fokus bedingen sich gegenseitig. Denn nur wer motiviert ist, kann fokussiert arbeiten und nur wer Erfolge erzielt, wird weiterhin motiviert bleiben. Versuchen Sie beim Arbeiten in einen Flow zu kommen: Verbannen Sie Ablenkungen wie das Handy und konzentrieren Sie sich für mindestens 20 Minuten nur auf eine einzige Sache. Sie werden sehen, dass Sie in kurzer Zeit viel mehr schaffen können als gedacht. Das motiviert, weiterzumachen!

15. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen

Sie müssen nicht zu den Besten der Besten gehören. Es reicht, wenn Sie Ihre Ziele so verfolgen, dass Sie – und zwar nur Sie allein – stolz auf sich sind. Schauen Sie also weniger nach links und rechts, sondern suchen Sie Ihren Antrieb im Inneren. Tun und erreichen Sie ihre Wünsche nur für sich.

Frau hört Musik mit Kopfhörern

Fazit: Selbstmotivation ist möglich!

Sie sehen: Mit ein bisschen Selbstvertrauen und klar formulierten Zielen, ist es gar nicht so schwer, neue Motivation zu finden. Wichtig ist vor allem, dass Sie immer wissen, warum Sie ein Ziel verfolgen und für wen Sie es tun. Glauben Sie an sich! Und wenn Sie noch mehr Ansporn brauchen, haben wir noch ein paar kluge, witzige und inspirierende Motivationssprüche parat.

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