Roadtrip Portugal Lissabon Tram

Worauf haben Sie Lust? Strandurlaub oder City Trip? Wandern oder Surfen? Relaxen oder Abenteuer? Höchste Kultur oder beste Kulinarik? Was, wenn wir Ihnen sagen, dass Sie alles haben können. Denn in einem Land, das so vielseitig ist, wie seine Küste, gibt es mehr zu erleben, mehr zu sehen und zu tun. Portugal war schon immer ein Reiseziel für Pilger und Wanderer, für Reisende, die in Bewegung bleiben wollen. Schließen Sie sich dieser Tradition an. Erkunden Sie Portugal in seiner ganzen Bandbreite, erleben Sie den malerischen Norden und den sonnigen Süden, tauchen Sie ein in die Kultur und das portugiesische “bem estar”. Unsere 2 Routen für den Roadtrip Portugal und eine exklusive Zusammenstellung von Reisetipps der Reise-Experten von Travelzoo entdecken Sie im Folgenden:

Das bietet der Roadtrip Portugal

Ein Roadtrip durch Portugal bietet steile Küsten und verträumte Buchten, wilde Wälder und blühende Wiesen, malerische Fischerdörfchen und pulsierende Citys. Dazu kommen coole Pop Kultur und traditionelle Fado Gesänge, bunte Fliesen, Wind, Wellen und scheinbar endlose Sonnenuntergänge. Aber vor allem Pastell de Nata. Während Sie durch Portugal reisen, werden die kleinen Teigteilchen, die hier an jeder Ecke auf die Hand verkauft werden, zu Ihrem Lieblingssack werden, da sind wir uns ganz sicher. Was es außerdem beim Roadtrip durch Portugal noch zu entdecken und zu erleben gibt, wollen wir Ihnen hier vorstellen.

Anreise und beste Reisezeit für den Roadtrip nach Portugal

Wenn Sie ohne Zeitdruck unterwegs sind, dann begeben Sie sich auf einen Roadtrip durch Frankreich und Spanien bis in den Norden Portugals. Von hier aus können Sie sich nun in aller Ruhe Richtung Süden vorarbeiten. Alternativ können Sie aber auch direkt nach Porto fliegen, sich hier einen Mietwagen nehmen und dann bis nach Faro in den Süden fahren. Dafür können Sie zwischen zwei bis drei Wochen einplanen und sich dementsprechend länger oder kürzer an den einzelnen Stopps aufhalten.

Die Flüge nach Portugal sind während der Hauptsaison etwas teurer als in den Monaten davor und danach, was aber einen wirklich großen Unterschied macht sind die Preise der Mietautos. Während der Hauptsaison können die Mietpreise schon mal auf das drei- oder vierfache ansteigen und je nach Größe und Modell kostspielig werden. Gerade der Süden Portugals ist schon ab März und bis November angenehm warm. Hierhin können Sie auch lange vor oder nach den Sommermonaten reisen. Wenn Sie, wie hier vorgeschlagen, den Norden auch besuchen möchten, dann empfehlen wir Ihnen im Mai und im September zu reisen. Frühling und Spätsommer sind ideal um Touristenmassen, High-Season-Preisen und kaltem Wetter zu entgehen.

Roadtrip planen? Mehr dazu in unserem Artikel!

Was Sie allerdings das ganze Jahr über bedenken sollten: Der Ozean hier ist kälter, als Sie es vielleicht vom Mittelmeer gewohnt sind. Für Surfer und Wassersportler ist es aber dennoch ein regelrechtes Paradies. Für den klassischen Badeurlaub sind die Strände zwar immer noch schön, aber das Wasser vielleicht etwas frisch.

Exklusiver Roadtrip Portugal: Den Süden erkunden mit Travelzoo

Redakteurin und Deal Expertin Tanja Timmer von Travelzoo lädt Sie ein: Kommen Sie mit Travelzoo auf einen Roadtrip an der Algarve und im Alentejo. Entdecken Sie hier die Tipps der Reise-Experten und buchen Sie eventuell dort direkt Ihren nächsten Trip! Los geht´s:

Wilde Dünen, schmucke Städtchen, kulinarische Schätze und eine der entspanntesten Hauptstädte des Kontinents: Ein Pauschalurlaub am Strand wird dem vielseitigen Portugal nicht gerecht. Das Land des Fado will hautnah und individuell erlebt werden. Den Flughafen von Faro steuern zahlreiche Airlines aus allen Regionen Deutschlands an, entscheidend ist, wie es von hier aus weitergeht.

Vergessen Sie den Pauschalurlaub im 08/15-Hotelzimmer mit Meerblick und lernen Sie das Land hautnah und persönlich kennen. Mieten Sie sich am Flughafen am besten einen Wagen, mit dem Sie Portugal auch abseits der Hauptstraßen bequem erkunden. Ihre erste Etappe führt Sie denn auch nach Osten, weg von den Touristenströmen.  Knapp 30 Kilometer vor der spanischen Grenze liegt das Städtchen Tavira am Ufer des Flusses Gilão, „der hübscheste Ort an der Algarve“ und die perfekte Wahl für die erste Nacht am Atlantik.

Der Parque Natural da Ria Formosa

Am nächsten Morgen gilt es, der spanischen Grenze den Rücken zu kehren. Das Navigationssystem lenkt Sie Richtung Westen in den Parque Natural da Ria Formosa. Das Labyrinth aus Kanälen, Inseln und Marschlandschaften ist eine für Ökosysteme über die Grenzen des Landes hinaus relevante Feuchtzone. Neben zahlreichen seltenen Vogelarten beobachten Sie hier auch den freundlichsten aller Vierbeiner: den portugiesischen Wasserhund, der den Fischern beim Einholen der gefüllten Fangnetze hilft.  Auf der Ilha Deserta, der verlassenen Insel, bietet das Restaurant Estaminé ursprüngliche Kulinarik dieser außergewöhnlichen Region auf allerhöchstem Niveau. Freuen Sie sich auf Schotenmuscheln oder portugiesische Fischsuppe.


Alvor und Kap St. Vincent

Nach dem Lunch aus frischen Meeresfrüchten in atemberaubender Architektur brechen Sie zur Fahrt entlang der schönsten Buchten auf – und durch Europas satteste Eukalyptushaine. Planen Sie einen Stopp in Alvor ein, wo Sie die Arbeit auf Miesmuschel- und Austernplantagen erleben. Einen Besuch ist auch die Kirche des Ortes wert. Die Igreja do Divino Salvador wurde im manuellinischen Stil erbaut. Das reich verzierte Portal ist ein besonders beliebtes Fotomotif.  Nach insgesamt gut 150 Kilometern erreichen Sie das Kap St. Vincent, die südwestliche Spitze Portugals und die letzte Bratwurst vor Amerika.


Praia da Arrifana

Postkarten-Panorama und Surferparadies lauten die Schlagworte für die nächste Etappe: Es geht zum Praia da Arrifana. Bewundern sie seine steilen Klippen mit den Füßen in der Brandung oder aus einem der gemütlichen Stühle des Restaurante da Praia. Dazu genießen Sie ein Glas Sangria, der hier in Portugal kaum etwas mit seinem Namensvetter aus Spanien zu tun hat. In Rot und Weiß wird der ausgezeichnete Tropfen auch am Strand aus Glaskaraffen serviert. Von familiärer Pension bis zum 5-Sterne-Hotel bieten die kleinen Orte entlang der Küste Herbergen für jeden Geschmack, Meeresrauschen inklusive.


Der Weg nach Alentejo

Auf der Weiterfahrt reiht sich ein Postkartenmotiv an das nächste, wächst die Sammlung wunderschöner Urlaubsbilder schnell und stetig. Von den Festungsruinen von Fortaleza über die mittelalterliche Burg von Aljezur bis hin zum unberührten Strand von Samouqueira: Die portugiesische Küste hat Sie bereits fest in ihren Bann gezogen. Und das war noch gar nichts! Durch die wohltuende Atlantikbrise nähern Sie sich auf der nächsten Etappe dem Fluss Ceixe und seiner Mündung in den Ozean.

Dies ist noch immer die Algarve, auch wenn die Vegetation auf den ersten Blick ungewöhnlich für die Region erscheint. Sie sind auf dem Weg zu einem der weitesten und beeindruckendsten Strände des Landes umringt von steilen, baumbewachsenen Cliffs. Planen Sie hier unbedingt zwei bis drei Tage Aufenthalt ein – egal ob für Ausflüge in die Umgebung oder ausgiebiges Träumen mit Blick auf das Meer. In den Casas do Moinho leben Sie für einige Tage in einem portugiesischen Dorf und erleben lokale Lebensart, wo die Algarve den Alentejo küsst.

Sanft gleitet Ihr Mietwagen über die ruhigen Straßen entlang ondulierender Weizenfelder, hier und da markiert eine einsame Korkeiche den Weg: Sie haben den Alentejo erreicht, die Region „jenseits des Flusses Tejo“. Ihr erstes Ziel hier ist Beja, eine der ältesten Städte.


Beja, Évora und Monteforte

Bereits zu keltischen Zeiten war der Ort besiedelt, 48 vor Christus nannte Julius Caesar ihn in Pax Julius um. Spätestens zur Zeit Kaisers Augustus‘ – und unter dem Namen Pax Augustus – festigte er seine Bedeutung als Knotenpunkt für Reisen und Handel auf der iberischen Halbinsel.

Neben Sines, dem Geburtsort Vasco da Gamas, gehört im Alentejo vor allem auch das UNESCO Weltkulturerbe in Évora auf Ihren Plan. Von Sines empfehlen wir den Weg durch das Setubal Distrikt. Stopps lohnen sich vor allem rund um die Reservoirs von Pego do Altar und Vale do Gaio, beliebte Naherholungsbiete.

In Évora buhlen frühgeschichtliche, römische und maurische Sehenswürdigkeiten um Ihre Aufmerksamkeit. Der Diana-Temple und das Aquädukt zählen zu den besonderen Highlights. Auch sollten Sie genügend Zeit einplanen, um die Megalithen und anderen vorzeitlichen Relikte in der näheren Umgebung zu sehen. Unser Tipp: Planen Sie am besten gleich einen zweiten Besuch der Stadt auf dem Weg zurück an die Küste ein.

Ihr Ziel an diesem Abend heißt Monteforte, wo Sie das Torre de Palma Weinhotel willkommen heißt. Das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert beherbergt seit 2014 ein Genießerhotel in der Tradition der Prominenten Alentejo-Dynastie Basilii.


Der Arrabida Naturpark

Einen „überwältigenden Landstrich Europas“ nennen die meisten Reiseführer den Arrabida Naturpark. Und sie haben alle recht. Kalkfelsen und üppiges Grün überragen weiße Strände und türkisfarbenes Wasser. Die Stadt Sesimbra empfiehlt sich als grobes Ziel für diesen Tag. Entscheiden Sie vor Fahrtbeginn anhand einer Karte, welchen Teil des Gebietes Sie erkunden möchten.

Neben befestigten Straßen ist der ein oder andere Kilometer auf Feldwegen ein Muss. Er wird Ihnen mit atemberaubenden Ausblicken, bezaubernden Küstenformationen und vielleicht sogar dem beliebten Schauspiel der badenden Wildschweine gedankt werden.


Lissabon als letzte Etappe

Auch die schönste Reise geht einmal zu Ende. Aber wenn an der Ziellinie eine der lebenswertesten Städte Europas wartet, lässt sich der Abschiedsschmerz verkraften. Aus dem Naturpark fahren Sie über die Setubal-Halbinsel Richtung Lissabon. Die berühmte Ponte 25 de Abril führt Sie über die Mündung des Tagus in die Hauptstadt. Die Brücke ist nicht nur in ihrem Design an die Golden Gate Bridge in San Francisco angelehnt, sie ist auch in der gleichen Farbe gestrichen: International Orange, das übrigens auch die NASA für ihre Raumanzüge nutzt.

Lissabon ist der ideale Abschluss für eine Autoreise, denn es ist eine absolute Fußgängerstadt. Hier brauchen Sie gute Beine. Über sieben Hügel geht es auf und ab. Doch dafür wird jeder Schritt mit Schönheit belohnt. Außerdem ist Lissbon die Feinschmecker-Hauptstadt. Und das nicht nur wegen der Pasteis de Nata.


Travelzoo® bietet seinen 30 Millionen Mitgliedern exklusive Angebote und einzigartige Erlebnisse, die von Deal-Experten rund um den Globus persönlich geprüft werden. Sie haben den Finger am Puls von herausragenden Reise-, Unterhaltungs- und Lifestyle-Erlebnissen. Travelzoo arbeitet mit mehr als 5.000 Top-Reiseanbietern zusammen – langjährige Beziehungen verschaffen Travelzoo-Mitgliedern Zugang zu unwiderstehlich guten Angeboten.

Die perfekte Route für den Roadtrip Portugal – alle 8 „must see“ Orte in 14 Tagen

Unsere erste Westwing Roadtrip Route führt Sie von Porto bis in den Süden nach Faro. Unterwegs werden Sie die aufregendsten Städte des Landes besuchen, wilde Buchten und weite Strände entdecken, historische Stätten besuchen, unzählige Surfer sichten und sich in Land und Leute verlieben. Hier starten wir:

Porto

Die Porto Altstadt vom Fluss aus

Bunte Fliesen, verwinkelte, hügelige Gassen, schiefe Fenster und schmale Türen zeichnen das Bild von Porto. Während Sie durch die Stadt spazieren, werden Sie nicht nur an Sehenswürdigkeiten vorbeikommen, sondern auch an beeindruckend gestalteten und gefliesten Häuserfassaden. Nehmen Sie sich Zeit für diese Form der Streetart.

Damals Kloster, heute Bahnhof: Sao Bento ist ein eindrucksvolles Gebäude, dessen Eingangshalle die Geschichte der Stadt und des Landes erzählt. Studieren Sie die berühmten blauen Azulejos Kacheln und begeben Sie sich auf eine Reise durch die Geschichte Portos.

Nicht weit davon steht die Kathedrale von Porto, in altem barockem Baustil. Die Igreja de Santa Clara mit wesentlich kleinerem, aber dafür vergoldetem Kirchenschiff ist auf jeden Fall auch einen Besuch wert. Von hier aus können Sie über einen langen Mauergang bis zum Turm gehen und dabei auf die Brücke Ponte Luís I, die Weinbarken auf dem Douro und die Altstadt blicken.

Weiter führt der Spaziergang über die malerische steinerne Escada dos Guindais hinunter zu der Ponte Luís I. Über die berühmte Ponte Luís I gelangen Sie mit Auto, Straßenbahn oder zu Fuß auf die andere Ufersteite des Douro. Hier sollten Sie einen Besuch in den Kellereien entlang des Rio Douro nicht verpassen, während Sie hinüber auf die Altstadt Ribeira schauen.

Nach dem ausgiebigen Tag in der Stadt wird es Zeit für einen Beach Day. Von Porto fahren Sie etwa 30 Minuten mit der Metro oder mit dem Auto aus der Stadt hinaus bis Sie an die lange Strandpromenade gelangen. Besonders cool: In den Piscinas do Marés können Sie hier in den in Felsen gehauenen Becken schwimmen, geschützt vor dem kühlen, welligen, rauen Atlantik.


Nazareh

Egal ob Sie selbst schon mal surfen waren, oder der Sport ganz neu für Sie ist, Nazareh ist ein beeindruckendes Erlebnis. Hier wurde Surfgeschichte geschrieben und selbst, wenn Sie außerhalb der Saison hier ankommen, werden Sie nicht umhinkommen, sich vom Surf-Fieber anstecken zu lassen.

Am 8. November 2017 kam eine 24,38 Meter hohe Welle auf die Küste vor Nazareh zu. Der Brasilianer Rodrigo Koxa erwischte sie und hält damit den Weltrekord der größten jemals gesurften Welle. Die Monsterwellensaison lockt von November bis Februar jedes Jahr Surfer und Schaulustige zur Big Wave Challenge an die Praia do Norte. Über dem berühmten Strand thront ein Leuchtturm auf den Klippen, der heute zu einem Museum umfunktioniert wurde. Hier lernen Sie alles darüber, wie die Mosterwellen von Nazareh entstehen und über die mutigen Männer und Frauen, die hier schon gesurft sind.

Nicht weit vom Leuchtturm liegt das Viertel Sítio, das Sie auf einem kurzen Spaziergang erkunden können. Unterhalb, südlich von den Klippen liegt der moderne Teil von Nazareh mit langer Strandpromenade.


Peniche

Ein Ort der von alten Burgen und hippen Strandbars geprägt ist. Direkt in Peniche steht die alte Festung von König João IV. aus dem 17. Jahrhundert, die zunächst zur Verteidigung der Küste gebaut, dann als Gefängnis genutzt und heute zum Museum gemacht wurde.

Spazieren Sie von der Stadt hinaus, weiter über den Strand von Baleal. Die ehemalige Insel ist inzwischen mit der Küste verwachsen und bietet mit dem südlichen Strand von Consolação optimale Bedingungen zum Surfen lernen. Hier sind Anfänger wunderbar aufgehoben.

Besuchen Sie das Kap von Papôa, wo Sie die Geschichten von traumatischen Schiffbrüchen kennenlernen. Besuchen Sie auch die in den Felsen gehauene Wallfahrtskapelle Nossa Senhora dos Remédios mit ihren herrlichen Fliesen und den nahegelegenen Leuchtturm. Vom Hafen von Peniche können Sie eine Fähre nehmen hinüber zu den Berlenga-Inseln, einer malerischen Inselgruppe, die heute unter Naturschutz steht.Einst stand hier eine weitere Festung, die das Festland vor Angreifern von hoher See verteidigen sollte.

Extra Tipp: Während Sie Halt in Peniche machen, unternehmen Sie einen Ausflug nach Óbidos. Die kleine mittelalterliche Stadt bietet eine malerische Kulisse für einen Spaziergang. Hoch auf der Stadtmauer können Sie einen Rundgang um den historischen Kern der Stadt unternehmen. Alle die schwindelfrei sind, werden mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt.

Tipp für Unterwegs: Wenn Sie sich auf den Weg nach Sintra machen, kommen Sie an Ericeira vorbei. In der Altstadt der Hafenstadt können Sie für einen gemütlichen Kaffee auf einer der hübschen Terrassen halten. Wenn Sie mit Surfboard unterwegs sind, dann nutzen Sie den Zwischenstopp, um hier ins Wasser zu springen. In unmittelbarer Nähe gibt es gleich mehrere Strände und Spots mit guten Surf-Bedingungen.


Sintra

Von einem Surfer Hot Spot zum nächsten geht es nun etwas weiter in das Landesinnere, in eine Stadt, die von Märchenschlössern überragt wird. In Sintra gibt es vor allem beeindruckende Architektur und exotische Gärten zu sehen.

Auf dem Hauptplatz der Altstadt besuchen Sie zunächst den Stadtpalast Palácio da Vila mit zwei ikonischen Schornsteinen, der lange als Sommerresidenz vieler portugiesischer Könige diente. Weiter geht’s zum Palácio und Quinta da Regaleira, einem beeindruckend dekorierten Gebäude voller Freimaurersymbole und zu Seteais, ein Palast aus dem achtzehnten Jahrhundert, der heute als Hotel genutzt wird. Von hier aus können Sie sich aufmachen zum Aufstieg durch die Gartenanlagen hinauf zu den Aussichtspunkten zum Palast Palácio da Pena und der Burg Castelo dos Mouros.

Der botanische Garten rund um den Palácio da Pena ist ein wahres Meisterwerk. Aber bevor Sie dort hingelangen, müssen Sie den Aufstieg auf den Hügel hinter sich bringen, durch das Chalet da Condessa D’Edla und vorbei an der Burg Castelo dos Mouros. Schließlich kommen Sie an am romantischsten Palast Portugals, der Palácio da Pena. Das fantasievolle Schloss wirkt wie aus einem Märchen. Ob Sie den mystischen Ort nur von außen besuchen und über das Gelände schlendern oder auch die prunkvollen Schlossgemächer besichtigen, Sie werden in jedem Fall eine Weile damit beschäftigt sein, hier alle kleinen verschnörkelten Zierden zu entdecken.

Tipp für Unterwegs: Bevor Sie von Sintra weiter nach Lissabon fahren, bauen Sie einen Zwischenstopp in Cabo da Roca ein, dem westlichsten Punkt des europäischen Kontinents. An 150 Meter hohen Felsen schauen Sie hier hinab in den Ozean und über das Gebirge Serra de Sintra hinweg.


Lissabon

In der Hauptstadt können Sie bummeln, shoppen, sehr gut essen, wild und lange feiern, Konzerte und Galerien und natürlich die Sehenswürdigkeiten besichtigen. Nicht verpassen sollten Sie einen Aufstieg zum Castelo de São Jorge, das auf einem Hügel über der Stadt liegt und von wo aus Sie einen tollen Ausblick über Lissabon haben. Auf einem Spaziergang durch die hügelige Stadt kommen Sie außerdem am Platz Terreiro do Paço am Kanalufer vorbei. Sie können den historischen Aufzug Santa Justa nehmen, mit einer der legendären Straßenbahnen fahren, das Kloster Mosteiro Jerónimos besichtigen und zum Turm Torre de Belém etwas außerhalb des Stadtkerns die Fähre nehmen. Pausieren Sie an einem der vielen Kioske der Stadt und kosten Sie die vielen süßen Sünden, welche die zahlreichen Bäckereien zu bieten haben. Die Portugiesen sind meisterhafte Zuckerbäcker. Schlendern Sie abends durch das Bairro Alto Viertel und suchen Sie sich eines der vielen Lokale für ein typisch portugiesisches spätes Abendessen aus.

Tipp für Unterwegs: Die nächste Etappe liegt schon an der berühmten Algarve, der südlichsten Region des Landes. Auf dem Weg dorthin kommen Sie an mehreren sehenswerten Dörfchen vorbei, aber vor allem an sehr guten Surf Spots. Die Surfer unter Ihnen werden sich freuen, nach den Stopps in Sintra und Lissabon nun wieder jede Menge Gelegenheiten zu haben, um ins Wasser zu springen. Die beliebtesten Spots auf der Strecke sind zum Beispiel die Buchten rund um Sines und Arrifana, aber auch dazwischen gibt es zahlreiche Spots.


Sagres

Als wäre die Stadt am südwestlichsten Zipfel Portugals für Surfer gebaut worden, scheint hier der Surfer Vibe in jeder Ecke zu stecken. An den Stränden und Straßen voller Surf Shops und Cafés nur unschwer zu erkennen, wird der Sport hier mit ganzer Leidenschaft gelebt. Lassen Sie sich von dem Fieber anstecken.

Wer sich selbst nicht in die Wellen stürzen will, der nutzt den schönen Ort zum Wandern. Die meisten Buchten sind von steilen Klippen umrahmt, auf denen man wunderbar entlangwandern kann, immer mit Blick auf das Farbenspiel des Ozeans und auf die Wellenreiter im Wasser. Zum Beispiel bis zum Cabo de Sao Vincente, dem südwestlichsten Punkt des Kontinents.

Tipp für Unterwegs: Ab hier dreht sich die Richtung ihres Roadtrips. Nun sind Sie an der südlichen Küste Portugals unterwegs. Bis nach Lagos haben Sie es überhaupt nicht weit, aber trotzdem liegen unterwegs süße kleine Örtchen, die einen kurzen Zwischenstopp wert sind. Nutzen Sie zum Beispiel die Strandpromenade von Luz für einen Spaziergang und schauen Sie sich den Sonnenuntergang vom Hügel am Ende der Bucht aus an. Oder besuchen Sie Burgau am Abend und sitzen Sie in einem der Hafenlokale, von wo aus Sie die Surfer beobachten können, die im goldgefärbten Wasser bis zum letzten Tageslicht surfen.


Lagos

Während Sagres, Luz und Burgau nur winzige Dörfchen sind, die Hauptsächlich aus entzückenden Surfer Szene Cafés bestehen, ist Lagos schon eine richtige Stadt. Hier können Sie durch die Altstadt schlendern, shoppen und bummeln gehen.

Die Straßen werden Sie vorbei an bunten Häusern, hübschen Lokalen und zu sonnigen Plätzen führen. Wie etwa der Praça Gil Eanes oder der Praça do Infante mit dem Denkmal von Heinrich dem Seefahrer, der Kirche Igreja de Santa Maria und dem Mercado de Escravos. Weiter führt der Spaziergang am Hafen entlang bis zum alten Fort von Lagos, wo Sie in dem Museum alles über die portugiesischen Seefahrer und Weltentdecker erfahren. Von den Zinnen des Forts haben Sie einen großartigen Ausblick über den Hafen und die Stadt.

Ein absolutes Muss bei einem Aufenthalt in Lagos ist ein Ausflug zu Ponta da Piedade. Am Stadtrand hat der wilde Atlantik atemberaubende Grotten, Formen und Figuren in die Felsen gefressen. Diese können Sie von oben auf einer Küsten-Wanderung durch das Gebiet erkunden, vom Boot aus mit einer Führung sehen oder selbstständig mit dem Kajak entdecken.

Tipp für Unterwegs: Sie kennen diesen Ort wahrscheinlich schon von Instagram. Wenn Sie in der Nähe sind, dann nutzen Sie die Gelegenheit, um selbst ein Foto hier zu schießen. Die Höhle von Benagil ist ein eindrucksvolles Spektakel der Natur. Es handelt sich um eine große runde Höhle, mit zwei Eingängen und einem Loch in der Decke, das sie zum berühmten Fotomotiv gemacht hat. Sie können die Höhle mit einer Bootstour besuchen, oder auf eigene Faust von der Praia de Benagil mit Kajak oder Surfboard hinüber paddeln. Der Eingang ist nicht weit weg und wirklich einfach zu erreichen. Aber Vorsicht: Meiden Sie die Höhle während der Flut und checken Sie vorher die Wellen. Kommen diese aus südlicher Richtung, ist es zu gefährlich, sich der Höhle zu nähern. Sind diese hingegen besonders klein und kommen von Westen, können Sie die Höhle sicher betreten.


Faro

Die Hauptstadt der Algarve wird zum letzten Stopp Ihres Roadtrips. In Faro haben Sie nochmals die Gelegenheit, Geschichte und Kultur zu erleben sowie Strände und Buchten zu erkunden. Treten Sie durch den Torbogen Arco da Vila ein in den alten Teil der Stadt, die „vila adentro“, also die innere Stadt. Begeben Sie sich auf Erkundungstour und spazieren Sie vorbei an historischen Plätzen und Bauten wie der Porta árabe aus dem elften Jahrhundert oder dem Kloster Convento de Nossa Senhora da Assunção aus dem sechzehnten Jahrhundert. Besuchen Sie den Platz Largo da Sé, mit dem alten Bischofspalast und der Kathedrale, sowie die zwei Türme am Stadttor Arco do Repouso und die Fußgängerstraße Rua de Santo António mit der traditionellen calçada portuguesa.

Wer genug von der Stadt hat und etwas Natur tanken möchte, der besucht das Haff Ria Formosa. Der Naturpark ist ein Lagunensystem zusammengesetzt aus Sumpfgebiet, Kanälen und Inseln. Nehmen Sie eines der Boote, das Sie zu den Inseln, Ilha de Faro, Ilha do Farol, Ilha da Culatra und Ilha Deserta an der Sandkette bringt. Hier können Sie besonders entspannt nochmals richtig viel Sonne tanken, bevor es wieder auf zur Rückreise geht.

Die perfekte Route für den Roadtrip Portugal – 6 ruhige kleine Orte für 7 Tage

Keine Lust auf verstopfte Gassen und volle Plätze? Keine Zeit, um lange an Touristenattraktionen anzustehen? Wie wäre es dann mit dieser etwas anderen Route durch Portugal? Der Startschuss für diesen Roadtrip fällt immer noch in Porto und führt Sie schließlich durch süße kleine Dörfer und Örtchen bis nach Ferragudo. Unterwegs werden Sie Land und Leute, authentische Kultur und Küche kennenlernen.

Viana do Castelo

Viana do Castelo war eine wichtige Anlaufstelle der portugiesischen Entdecker.  Vor allem wegen seiner vorteilhaften geografischen Lage am Meer und an der Mündung des Flusses Lima. Diese für die Stadt sehr reiche Zeit hat Viana wappenverzierte Paläste und Denkmäler, Kirchen und Klöster eingebracht. Schlendern Sie durch die Straßen und entdecken Sie die historischen Bauten. Ihr Spaziergang wird Sie immer wieder zum Platz Praça da República zurückführen, wo das Misericórdia-Gebäude neben dem Rathaus Paços do Concelho steht und Sie es nicht mehr weit zur Kirche Sé oder Igreja Matriz haben. Hand in Hand mit den historischen Bauten stehen hier die Werke zeitgenössischer portugiesischer Architekten, wie etwa der Platz Praça da Liberdade von Fernando Távora, die Bibliothek von Álvaro Siza Vieira, das Hotel Axis von Jorge Albuquerque oder das Kulturzentrum Centro Cultural de Viana do Castelo von Souto Moura.

Sollten Sie zufällig im August in der Gegend unterwegs sein, dann verpassen Sie nicht das Fest der Senhora da Agonia. Die Heilige segnet jedes Jahr am 20. August das Meer im Rahmen eines farbenfrohen Festes, zu dem die Einheimischen geschmückte Trachten tragen.

Nach dem Rundgang durch die Stadt vorbei an allen architektonischen Schmuckstücken können Sie anschließend am Strand entspannen oder wandern, Radfahren gehen oder sich mit Surfbrett in die Wellen stürzen. Auf dem Fluss Lima kann man übrigens ganz ungestört von Wellen segeln, rudern oder Kanu fahren.


Cabo da Roca

Willkommen am westlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Weiter nach Westen werden Sie auf Ihrem Roadtrip nicht mehr kommen. Dafür wäre ein Boot oder Flugzeug notwendig. Die raue, windige Landzunge mit steiler Küste galt lange als das Ende der Welt. Verständlich, wenn man hier steht und nach unten blickt, kann man sich schwer vorstellen, was auf der anderen Seite des Atlantiks liegt.

Wenn Sie Cabo da Roca besuchen, können Sie den Zwischenstopp wunderbar in eine Fahrt zwischen Viana und Porto Covo einbauen. Außer einem Leuchtturm, einem Café und einem Souvenier Shop gibt es hier nämlich nicht viel. Keine Möglichkeit zum Übernachten oder Bleiben – es sein denn, Sie reisen mit dem Camper oder Van. Stattdessen finden Sie hier atemberaubende Strände, wilde Natur und schmale Wanderwege, die zu versteckten Buchten führen.


Porto Covo

Porto Covo liegt eingebettet in den Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina. Das Fischerdörfchen ist in den letzten Jahren zwar gewachsen, doch hat es sich seinen gemütlichen Charme bewahrt. Hier können Sie ein paar besonders ruhige stressfreie Tage verbringen, durch die Straßen spazieren, in den typischen Lokalen verweilen, Kaffee trinken und portugiesische süße Teilchen naschen.

Oder Sie verbringen Ihre Tage am Strand, an der Praia Grande. Hier können Sie gut windgeschützt entspannen, lesen, sonnen und die Seele baumeln lassen. Wer sein Surfbrett dabei hat, der kann die Wellen nutzen und die zahlreichen nahegelegenen Spots erkunden.


Azenhas do Mar

Übersetzt heißt Azenhas do Mar Wassermühlen des Meeres, denn einst wurden die Wassermühlen hier von einem wilden Fluss bewegt, der in Richtung Ozean floss. Heute ist die Küstenstadt in der Gemeinde Sintra vor allem wegen der Lage am steilen Felshang bekannt.

Unterhalb der Felsen und Klippen, auf denen die alte Stadt ruht, liegt ein kleiner Strand. Man erreicht ihn über eine lange, direkt in den Felsen gehauene Treppe. Wer den Abstieg auf sich nimmt, wird mit einem idyllischen Tag in einer malerischen Bucht belohnt.  

Ein besonderes Highlight ist das Schwimmbecken, das hier angelegt wurde. Bei Flut wird es zwar regelmäßig überschwemmt, aber bei Ebbe ist es ein hervorragender Spot für einen kurzen Sprung ins kühle Nass. Hier sind Sie nämlich vor dem rauen Atlantik geschützt. Danach genießen Sie im kleinen Restaurant direkt am Strand die lokalen Spezialitäten zusammen mit dem endlos langen Sonnenuntergang.


Monte Clérigo

Monte Clérigo ist hauptsächlich bekannt als Praia de Monte Clerigo, denn der Strand und vor allem der sehr beliebte Surf Spot lockt die meisten Besucher hier her. Die wirklich wenigen, aber dafür bezaubernd bunten Häuschen stehen windgeschützt hinter einer Felswand. Direkt davor liegt der Strand umarmt von steilen Klippen und durchzogen von einem kleinen Fluss. 

Der nächste etwas größere Ort ist Aljezur. Dort können Sie ebenfalls gut übernachten und anhalten und trotzdem den Tag in der Bucht von Monte Clerigo verbringen. Außerdem kann man von hier gemütlich bis zu Praia da Amoreira wandern. An beiden Stränden können Sie vor allem Surfen, aber auch einfach relaxen, Sonne tanken und die Strandbar besuchen.


Ferragudo

Ferragudo ist ein sehr beliebter Foto-Hot Spot. Daher könnte Ihnen der Strand vielleicht schon bekannt vorkommen, von Reise Blogs, Reiseführern oder Instagram. Nur der Fluss Arade trennt den Ort von dem besonders bekannten Strand Portimao. Während Sie in dem kleinen Fischerörtchen bleiben, können Sie Ihre Tage an der ausgedehnten Bucht verbringen und die kleinen gemütlichen Cafés und Bars erkunden.

Besuchen Sie den Hafen am Fuße des Hügels und die einheimischen Fischer. Schlendern Sie über den Marktplatz neben dem Hafen. Und spazieren Sie den Hügel der Stadt hinauf bis zur alten Kirche, von hier haben Sie das Dörfchen und den idylischen Hafen gut im Blick. Von hier aus können Sie zu den umliegenden Stränden von Ferragudo weiterlaufen. Die Praia Grande hinter der Hafenmauer ist geschützt vor Strömungen und Wellen. Die anderen Strände sind dafür besser geeignet für Surfer. Außerdem können Sie eine Bootstour über den Rio Arade bis nach Silves unternehmen oder die nahegelegene Höhle von Benagil entdecken. Ein weiterer Foto-Spot, den Sie nicht verpassen sollten.

Wenn Sie dann noch Zeit haben, können Sie außerdem die nahegelegenen Nachbarsdörfchen Portimão und Carvoeiro besuchen. Ansonsten müssen Sie diese beiden Schmuckstücke für Ihren nächsten Roadtrip aufsparen. Wir wünschen viel Spaß beim Reisen – Ihr Westwing Team!


Tipp: Wer lieber eine Rundreise macht, wählt für die Hinfahrt unsere erste Route und für die Rückfahrt die zweite! Oder so machen weiter mit einem Roadtrip durch Europa – alle Infos dazu in unserem Artikel!