Roadtrip Frankreich Paris Eiffelturm

Paris is always a good idea. Aber nicht nur Paris ist eine hervorragende Idee und immer eine Reise wert. In Frankreich können Sie vom Ski- und Strandurlaub bis zum Städte- und Camping-Trip das ganze Jahr über Reisen und Roadtrips unternehmen. Allein, mit dem Partner, Freunden oder der Familie. Wir haben für Sie drei unterschiedliche Roadtrips durch Frankreich zusammengestellt, damit für jede Reisetruppe und jeden Geschmack etwas Passendes dabei ist. Nun müssen Sie sich nur noch entscheiden, welchen davon Sie zuerst antreten und welcher vielleicht noch bis zum nächsten Jahr warten muss. Alles zum Roadtrip Frankreich – inklusive Experten-Tipps zu Paris von Travelzoo – hier:

Das bietet der Roadtrip Frankreich

Die Alpen und weite Lavendelfelder, die mediterrane French Riviera und der raue Atlantik, das schillernde Paris und süße kleine Küstendörfer. Die Frage sollte also viel mehr lauten: Was hat Frankreich nicht zu bieten?

Bei einem Land, das so vielseitig ist wie seine Rotweine, lohnt es sich mehr als nur einen Roadtrip zu unternehmen. Wir haben hier drei Routen für Sie zusammengestellt: Einen Frankreich-Roadtrip durch die Bretagne, einen durch die Normandie und einen durch die Provence. Sie sind in mehrere Stopps eingeteilt und können in rund drei bis vier Wochen abgefahren werden. Haben Sie noch etwas länger Zeit, dann nehmen Sie sich diese. Stress und Hektik gehören nicht zum französischen Savoire Vivre. Günstig kommt man auf dem ein oder anderen Campingplatz unter. Freuen Sie sich auf malerische Landschaftskulissen, auf Kunst und Kultur, auf Abenteuer und auf die eben erwähnten Rotweine, die es zu entdecken gibt.


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Roadtrip Frankreich Route 1 von Deutschland aus – die Bretagne

Die steilen, mit Leuchttürmen bebauten Küsten, die weichen, windigen Dünen und kleine Städtchen werden Sie verzaubern. Machen Sie sich bereit für eine Reise durch malerische Landschaften, für Wanderungen durch Pinienwälder, für scheinbar endlose Sonnenuntergänge am Strand und für Austern.

Je nachdem von wo in Deutschland Sie anreisen, kann die Fahrt bis zum ersten Stopp in Fouesnant 11 bis 17 Stunden dauern. Fahren Sie lange Strecken nachts, wechseln Sie sich, wenn möglich regelmäßig beim Fahren ab und legen Sie Zwischenstopps ein. Auch unterwegs gibt es im französischen Inland, aber auch in Belgien oder Holland einiges zu entdecken.

Fouesnant

Die französische Gemeinde im Südwesten der Bretagne ist vor allem ein Paradies für Wassersportler. Aber selbst, wenn Sie den Strand lieber zum Sonnen als zum Kiten nutzen wollen, kommen Sie hier auf Ihre Kosten. Rund um die weißen Buchten von Fouesnant können Sie Wandern, Fahrradtouren unternehmen, surfen oder Windsurfen lernen und herrliche Strandtage genießen.

La plage principale, der Hauptstrand von La Forêt-Fouesnant, la Plage de Kerleven, ist ein weitläufiger feiner Sandstrand. Das ganze Jahr über können Sie hier Wind surfen oder Kajak fahren. Es werden sogar geführte Wasserwanderungen und SUP-Touren angeboten. Der großteils windgeschützte Strand ist der perfekte Ort zum Entspannen nach dem Abenteuer.  

Die Buchten von Saint-Laurent im Anse Saint-Laurent sind ruhige malerische Rückzugsorte. Die Strände des alten Hafens laden zum Baden im seichten Wasser ein. An der Plage du Cap Coz können Sie endlose Spaziergänge unternehmen. Der Glénan-Archipel aus neun Hauptinseln und vielen kleinen Inseln liegt im Süden der Bretagne, etwa 15 km von der Küste von Fouesnant entfernt. Er wird auch die bretonische Karibik genannt.


Bénodet

Die Haube der Bigoudènes, die Frauen in dieser Region traditionsgemäß tragen, erinnert an die Leuchttürme, die ebenso typisch für die Region sind. Sie ist eines der bekanntesten Symbole der Bretagne. Inzwischen wird sie hauptsächlich bei Volksfesten getragen. Außerdem ist sie stolze 32 Zentimeter hoch.

Willkommen im Bigoudenland. Nur wenige Kilometer weiter westlich liegt Bénodet. Enge Gassen und die typisch niedrigen Häuschen prägen das Stadtbild. Der Ort gilt als das Juwel der bretonischen Riviera. In der Nähe finden Sie lange Sandstrände, genauso wie kleine Buchten. Sie können die paradiesischen Inseln vor der Küste erkunden, oder durch luxuriöse Jachthäfen schlendern.

Hier wo der Fluss Odet den Atlantik erreicht, trifft er auch auf Bénodet und den Hafen von Sainte-Marine.

Von Bénodet können Fußgänger und Radfahrer eine Fähre nach Sainte-Marine nehmen. Der niedliche kleine Fischer- und Sporthafen liegt eingebettet zwischen felsigen Buchten und Kiefernwäldchen. Im kleinen Ort finden Sie Ruhe vom Trubel in Bénodet. Genießen Sie die sonnigen Terrassen der Cafés und besuchen Sie das berühmte Seemannshaus mit rosa Fassade.

Etwas weiter westlich liegt die Insel Tudy, die Sie unbedingt auf die Liste ihrer Ausflugsziele schreiben sollten. Folgen Sie dem Weg, entlang des langen Strandes bis zur Insel Tudy. Die Insel, die lange nicht mit dem Festland verbunden war, wurde inzwischen nämlich zur Halbinsel. Hier ist ein Rückzugsort für wohlhabende Bretonen aber auch für Pariser Künstler entstanden, die der Stadt entfliehen wollen.

Die nächste Fährenfahrt führt Sie zum Hafen Loctudy. In den schmalen Gassen können Sie flanieren, das bretonische Flair und französische Köstlichkeiten aus den Patisserien genießen. Oder Sie verbringen den Tag am Strand und gesellen sich zu den Katamaran-Fahrern und Windsurfern.

Die Halbinsel Cap-Sizun, knapp eine Stunde von Bénodet entfernt, galt eins als das Ende der Welt. Hier können Sie weiße Sandstrände und spektakuläre Aussichtspunkte besuchen. Von hier blicken Sie über die Iroise-See und die Insel Sein, die Landspitzen Pointe du Raz und Pointe du Van und bestaunen die eindrucksvollen Naturklippen der Nordküste.


Quimper

Weiter führt Sie Ihre Reise ins Landesinnere. Rund 15 Kilometer von der Atlantikküste entfernt liegt Quimper.

Quimper heißt übersetzt Zusammenfluss, denn hier treffen Steir und Odet aufeinander. Die Stadt, die durch Handelsaktivität früh aufblühte, ist heute noch von dem mittelalterlichen Prunk geprägt. Ein imposantes Zeichen des damaligen Wohlstands ist die gotische Kathedrale Saint-Corentin. Die schmalen Gassen führen vorbei an den typischen Erkerhäusern und hinter jeder Ecke finden Sie neue architektonische Schätze. Entdecken Sie auf Ihrem Spaziergang Saint-Corentin, das merkwürdige Haus der Cariatides, die Kirche von Locmaria und das Schloss Lanniron. Die Bischofsstadt wurde damals in berufliche Zentren aufgeteilt wie etwa die Rue Kéréon (Schuhmacherstraße), Rue des Boucherie (Metzgereienstraße), oder Place au Beurre (Butterplatz).

Das Ufer der Odet führt Sie in das Viertel Locmaria. Es ist als die Wiege der Porzellankunst (Faïence) bekannt. Verpassen Sie nicht, die Steingutfabrik von Quimper (Faïencerie de Quimper) zu besuchen. Nehmen Sie eine der typischen Frühstückstassen (Bols) mit als Erinnerungsstück.

Am 4. Sonntag im Juli zieht der Festzug des Festivals von Cornouaille mit bretonischen Tänzern und Musikern durch das Zentrum Quimpers. Wenn Sie im Juli durch die Region reisen, sollten Sie das Festival Le Cornouaille in Ihre Reiseplanung einbeziehen.


Crozon

Die kleine Gemeinde auf der gleichnamigen Halbinsel Crozon wird Ihr nächster Stopp am Meer. Die Halbinsel von Crozon ragt wie ein großes Kreuz in den Ozean hinein, umarmt von den Buchten von Brest und Douarnenez. Hier gibt es einige Highlights entlang der schönen Strände und pittoresken Steilküsten zu entdecken.

Die Küste der Halbinsel von Crozon mit dem großen Küstenwanderweg um die gesamte Halbinsel gilt als eine der schönsten Wanderstrecken der Bretagne. Wandern Sie die Steilküste und Landspitzen entlang und entdecken Sie verträumte Buchten und malerische Strände. Am beliebtesten sind die Routen von Pointe de Penhir, die Pointe de Dinan und das Cap de la Chèvre (dazu gleich mehr).

Die großen Landspitzen, Kaps und Pointes zeichnen die bretonische Halbinsel. Während Sie Crozon besuchen, sollten Sie aber auf keinen Fall die gewaltige Pointe de Penhir, Pointe du Raz, Cap Fréhel die Pointe de Dinan, die Pointe des Espagnols und das Cap de la Chèvre verpassen. Sie zählen zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten der Küste.

Die Pointe de Penhir ragt schwindelerregende 70 Meter aus dem Meer. Direkt davor liegen Felsformatierungen, welche die Bewohner kreativerweise „Tas de Pois” also “Erbsenhaufen” genannt haben. Von hier sieht man über die Pointe de Dinan bis zur Pointe du Raz und sogar die westlichste Insel der Bretagne Île Ouessant. Die Pointe de Dinan steht ihrer Nachbarspitze in nichts nach. Auf dem Rundweg genießen Sie den Ausblick auf Pointe de Penhir bis zur Pointe du Raz.

Eine kleine Landzunge ragt zwischen Morgat und dem Cap de la Chèvre aus der Halbinsel. Der Strand der Île Vierge wurde 2014 zum siebtschönsten Strand Europas gewählt.  Wenn Sie in der Nähe sind, sollten Sie sich selbst von der Bucht mit steilem Abstieg überzeugen.


Camaret-sur-Mer

Camaret mit seinem bezaubernden Hafen befindet sich im äußersten Westen der Halbinsel. Vorbei an farbenfrohen Häusern, lebhaften Gassen, niedlichen Cafés und gesäumten Kais können Sie hier nach einer Wanderung wunderbar Halt machen und verschnaufen. Oder Sie kommen nach einem Strandtag abends in das malerische Örtchen. Bei dieser Gelegenheit besuchen Sie die Kapelle Notre-Dame de Rocamadour und den Vauban-Turm, auch „Goldener Turm“ genannt, der inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.


Cap de la Chèvre

Das Cap de la Chèvre, also das Ziegenkap, haben wir bereits als eines der Highlights der Küste hervorgehoben. Nehmen Sie sich Zeit, um dieses naturgeformte Landschaftsspektakel auf einer Wanderung zu entdecken. Hier finden Sie rund 100 Meter hohe Klippen, die steil über den Wellen thronen und Ihnen einen weiten Ausblick über die Buchten von Douarnenez und Morgat, sowie die Inseln Sein, Ouessant und Molène verschaffen.

Unser Tipp: Brechen Sie früh auf. Denn zum einen ist das Licht am frühen Vormittag besonders spektakulär. Und außerdem ist der Wanderweg dann weniger überfüllt als am Nachmittag.

Sie laufen auf der Tagesroute von Morgat über den Küstenweg bis zur Burg von Dinan und zurück durch die Heidelandschaft. Ein Fernwanderweg führt über Pointe du Grand Gouin und Pointe de Toulinguet.

Im Hafen von Morgat können Sie außerdem eines der Ausflugsboote nehmen und damit die Grotten des Kaps erkunden. Vorbei am Cap de la Chèvre fahren Sie zur bis zu 80 Meter tiefen Grotte de l’Autel und zur berühmten Bucht der Île Vierge.


Roscoff

Im Garten rund um den Felsen Roch-Hievec gedeihen 3.000 subtropische Pflanzenarten und profitieren vom Klima der Bucht. Statten Sie dem grünen Spektakel einen Besuch ab.

In Roscoff, einem kleinen Küstenort auf einer Halbinsel am Ärmelkanal, entdecken Sie verzierte Reederhäuser, eine spätgotische Kirche, sowie die vorgelagerte Insel Batz.

Im historischen Zentrum sind die Spuren des florierenden Seehandels des 19. Jahrhunderts noch deutlich zu erkennen. Das Viertel Roskogoz bildet die Wiege der Stadt, die erst weiter südlich lag und sich schließlich hier festigte, wuchs und sich immer weiter nach Osten ausdehnte. Die Pointe de Bloscon, nahe der Kapelle Sainte-Barbe, ist ein überbleibender Zeuge dieser Anfangszeit.

Die Zwiebelhändler aus Roscoff prägten den Ort mit den englischen Einflüssen, die sie von ihren Reisen über den Ärmelkanal mitbrachten. Kosten Sie die für die Region typischen Zwiebeln und erkunden Sie das britische Flair des französischen Städtchens.

Zu sehen gibt es das „Mary-Stuart“ – den alten aus Granit gebauten Hafen, Maison Forte, den Wachturm, Notre-Dame-de-Croas-Batz mit farbigem Dekor, sowie die Felskapelle Sainte-Barbe.


Île-Grande

Bevor die einstige Insel mit einer Brücke an das Festland angeschlossen wurde, galt die Ile-Grande als  die größte Insel vor der Bretonischen Rosa Granitküste. Heute gehört sie mit rund 800 Einwohnern zur Gemeinde Pleumeur-Bodou.

Auf der etwa 300 Hektar großen Ile verbringen Sie Ihren Tag mit Baden, Wandern oder einfach nur ganz relaxed beim Sonnen. Besonders sehenswert ist die Allée couverte am höchsten Punkt der Insel. Hier kommen Sie an Felsformationen aus rosa Granit und weißen Kieselsteinen vorbei. Auf einer Wanderung durch die Insel-Landschaft lohnt sich ein Stop am Vogelschutzzentrum der Ile Grande. Hier erfahren Sie alles über die Arbeit der Naturschützer und die Flora und Fauna der Region. Der Badestrand im Süden ist ein perfekter Spot für die Verschnaufpause nach dem Walk.


Trégastel

Trégastel ist zweigeteilt, in den ruhigen Ortskern Trégastel-Bourg und den Badeort Trégastel-Plage. Direkt an der Küste finden Sie auch das berühmte Aquarium Marin de Trégastel, das direkt in die natürliche Grotte Du Père Eternel gebaut ist.

Danach genießen Sie den Strand von Trégastel oder führen Ihre Erkundungstour fort. Wer sich nach dem Besuch die Füße vertreten will, der kann über den Rundweg um die kleine Halbinsel, mit Blick auf die Rosa Granit-Felsformationen, spazieren. Zwischen den Stränden Coz-Porz und Grève Blanche finden Sie Felsformationen, die so eindrucksvoll sind, dass sie eigene Namen bekommen haben. Wandern Sie vorbei an „Tête de Mort (Totenkopf)“, Tas de Crêpes (Crêpes-Stapel)“, „Dé (Würfel)“, „Tire-Bouchon (Korkenzieher)“ oder „Roi Gradlon (König Gradlon)“. Am Ende des Weges gelangen Sie zu einem Aussichtspunkt mit Rundblick über die ganze Küste.


Saint-Guirec

Der heilige Guirec war der mündlichen Überlieferung zufolge ein walisischer Mönch, der in der keltischen Bretagne ein Kloster gründen wollte. Angeblich landete er an dem kleinen Strand, der heute seinen Namen trägt. In der Bucht von Ploumanac’h steht ein im 12. Jahrhundert erbautes Heiligtum namens L’Oratoire de Saint-Guirec mit einer Kapelle am gegenüberliegenden Strand. Jahrhunderte lang kamen vor allem weibliche Pilger hierher, um die Fürsprache des heiligen Mönchs für die Sicherheit ihrer seefahrenden Ehemänner zu erbitten.

Der Heilige Guirec wird von der römisch-katholischen Kirche der Bretagne in Verbindung mit einer traditionellen bretonischen Vergebungszeremonie am Vorabend des Himmelfahrtstags (am vierzigsten Tag nach Ostern) gefeiert.

Der mystische Ort ist das ganze Jahr über einen Besuch wert, aber gerade zum Fest des Saint Guirec erleben Sie hier ein traditionelles Spektakel.


Dinan

Ein echter Geheimtipp für History Fans: Alle zwei Jahre feiert die Stadt für ein Wochenende das Mittelalter mit Turnieren, Tavernen und täuschend echten Darbietungen. Gut zu wissen: Für Kostümierte ist der Eintritt frei.

Im Herzen der Stadt liegt das Schloss aus dem 14. Jahrhundert. Der historische Stadtkern rund um das Schloss lädt zum verträumten Flanieren ein. Den Fluss entlang können Sie von hier bis zum Yachthafen laufen. Vor allem in der Jerzual-Straße tauchen Sie ein in das Dinan des 14. bis zum 18. Jahrhunderts, das durch den Tuchhandel florierte.

Über den Place des Cordeliers et des Merciers hinaus, kommen Sie vorbei an Fachwerkhäusern aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert. Und der asymmetrischen Basilika Saint-Sauveur aus dem 12. Jahrhundert, die nie vollendet wurde. Hier soll der Landessohn Bertrand Du Guesclin begraben sein, der im Hundertjährigen Krieg die ganze Normandie und die Bretagne befreit haben soll.

Sie können von hier aus auch eine ausgedehnte Wanderung am Fluss antreten. Vom Hafen von Dinan gelangen Sie am Ufer entlang nach Taden.


Saint-Suliac

Die Gemeinde Saint-Suliac im Département Ille-et-Vilaine ist ein sehr traditionsreicher Ort. Immer Anfang August feiert das Fischerdörfchen das Fest „Saint-Suliac autrefois“, also das „Saint-Suliac von damals“. Wenn Sie rund um diesen Zeitraum in der Gegend sind, schauen Sie vorbei und lernen Sie die lokalen Traditionen, Kulinarischen Spezialitäten, Tänze und Lieder kennen.

Das Örtchen aus den typischen Granithäusern gilt als eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Kommen Sie möglichst früh hier vorbei, bevor sich am Nachmittag die engen Gassen füllen. Erkunden Sie den Ort in Ruhe oder verbringen Sie Ihren Tag in den niedlichen Cafés am Hafen von Saint-Suliac. Das im Rance-Tal direkt am gleichnamigen Fluss gelegene Dörfchen ist geprägt von den Launen des Gewässers. Bei Ebbe kommen die weiten Ebenen der Region zum Vorschein. Bei Flut gleicht der Fluss einem Meeresarm. Entlang des Flussufers gelangen Sie bis nach Dinan oder Saint-Malo.

Sie können von Saint-Suliac aber auch bis zum Mont Gareau wandern, von wo Sie den Rundblick über die Rance und das Wikingerdorf, über die Bucht und ihren hübschen Strand genießen.


Saint-Malo

Der Haven von Saint Malo ist Ausgangspunkt für die Transatlantik-Regatten „Route du Rhum“ und „Transat Québec/St Malo“. Für Segelfreunde ist dieser Stopp schon allein deswegen ein Must-See. Hier am letzten Stopp des Bretagne Roadtrips gibt es nochmal einiges zu erleben, bevor Sie sich wieder auf den Weg zurück nach Deutschland machen.

Ein Großteil der Stadt musste nach den Bombenabwürfen von 1944 wieder aufgebaut werden. Dies scheint der Stadt mit ihren hübschen Cafés und eindrucksvollen Bauten wie dem Quic-en-Groigne Turm, dem Haus Pélicot oder dem Haus der Reeder heute nicht mehr nachzuhängen. 

Saint-Malo an der Rance-Mündung ist eingefasst von alten Festungsmauern. Die Fassaden und Türme, die direkt aus dem Meer emporragen, sind von außen schon eindrucksvoll. Sie bieten aber zudem auch einen wunderbaren Aussichtspunkt über die Stadt. Der Rundgang über die Stadtmauern von Bastion zum Turm präsentiert auf der einen Seite die engen Straßen der Stadt, auf der anderen den Blick auf Strände, den Hafen und die Forts rund um Saint Maolo. Durch Porte Saint-Vincent am Stadteingang gelangen Sie in den Stadtteil Saint-Servan. Streifen Sie von hier weiter durch die Bastionen Saint-Louis und Saint-Philippe bis zum Bidouane-Turm. Nach Ihrem Spaziergang machen Sie es sich an einem der Strände entlang der Stadtmauern gemütlich.

Bei Ebbe können Sie zu Fuß die Fort du Petit Bé und das Fort National erreichen. Von den Inseln aus haben Sie einen herrlichen Rundumblick auf die Stadt und die umliegenden Strände.

Roadtrip Frankreich Route 2 von Deutschland aus – die Normandie

Die Normandie steht für eindrucksvolle Kreidefelsen, weitläufige Sandstrände und besonders starke Gezeiten. Aber auch für weitgreifende Geschichte und für ein ganz besonderes Lebensgefühl.

Die Region ist gezeichnet durch ihre atemberaubende Landschaft, ihre historischen Hintergründe, aber auch ihr Kulturerbe. Hier tauchen Sie ein in eine vielseitige Welt, können die letzte Stecknadelmanufaktur Frankreichs besuchen, edle Schokolade wie Pralinen kosten, die Literatur von Flaubert oder Maupassant studieren und französisches Savoir-Faire aufsaugen.

Von Köln erreicht man Giverny in rund 7 Stunden Autofahrt, kommt dabei aber auch in Paris vorbei. Sowohl aus München als auch aus Hamburg braucht man ca. 10 Stunden und von Berlin sind es etwa 12 Stunden. Teilen Sie Ihre Anreise in Etappen ein, planen Sie Fahrerwechsel und machen Sie Halt im Inland Frankreichs. Schon unterwegs gibt es schöne Städte und herrliche Landschaften zu entdecken.

Giverny

Besuchen Sie den Garten mit Seerosenteich, der Claude Monet zu seinen großen Kunstwerken inspirierte. Wer Giverny besucht, wandelt auf den Spuren des Meisters des Impressionismus. Denn der Maler Claude Monet machte das Dörfchen an der Seine mit seinen Werken weltberühmt und prägte die Geschichte der Stadt nachhaltig.

Claude Monet lebte hier von 1883 bis 1926. Sein Haus und sein malerischer (im wahrsten Sinne des Wortes) Garten zählen heute zu den Hauptattraktionen der Stadt. Entdecken Sie auf einem Spaziergang die Teiche, die japanische Brücke, die berühmten Seerosen und die eindrucksvollen Blüten Alleen.

Das Musée des impressionnismes Giverny entstand schließlich, nachdem ein ganzes Gefolge an Künstlern und Kunstliebhabern Monet hier her gefolgt waren. Das Museum gilt als internationales Impressionismus-Zentrum. Selbst wer wenig Vorwissen zur Stilrichtung mitbringt, kann hier über die Arbeiten der großen Meister staunen.

Auch das Hotel Baudy, eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt, entstand aus den Einflüssen Monets. Viele der Künstler, unter ihnen Cézanne und Rodin, die ihm auf der Suche nach Inspiration nach Giverny gefolgt waren, übernachteten im heute berühmten Hotel Baudy. Besuchen Sie das Café oder das Restaurant und lassen sich von dessen Garten verzaubern.

Noch ein Highlight, das Monet der Stadt vermacht hat: Le Vieux Moulin, die alte Mühle von Vernon. Der Künstler malte die Mühle von einem Boot aus, das zu einem Atelier umgestaltet war in dem Jahr, als er gerade nach Giverny zog. Heute ist die Moulin direkt an einer Brücke zum Hot Spot für Ausflüge geworden.


Rouen

Die Rouen Innenstadt mit Cafés

Am Ufer der Seine treffen Geschichte und moderne Bar-Szene aufeinander. Entdecken Sie die historischen Stätten und gleichzeitig das Nachtleben von Rouen. Finden Sie heraus, warum die Hauptstadt der Region auch die Stadt der 100 Kirchtürme genannt wird.

Entlang Kais der Seine können Sie gemütlich spazieren und von hier aus zu den Boutiquen und Geschäften der Fußgängerzone streifen. Abends lassen Sie sich auf den Terrassen der Restaurants nieder oder stürzen sich in das legendäre Nachtleben der Studentenstadt.

Gerade zum großen Hafenfest Armada von Rouen, das alle 5 Jahre stattfindet (das nächste 2023), feiert die ganze Stadt. Außerdem können dann berühmte Segelschiffe wie die Amerigo Vespucci, die Belem oder die Hermione im Hafen von Rouen besichtigt werden.

In Rouen gibt es vielseitige Sakralbauten zu besichtigen, jede davon auf ihre Art beeindruckend. Die Kathedrale Notre-Dame, die Claude Monet zu seiner „Kathedralen-Serie“ inspirierte, ist das Herzstück der Stadt der 100 Kirchtürme. In ihrer Fassade finden sich alle gotischen Stil-Epochen wieder.

In unmittelbarer Nähe liegt das Historial Jeanne d’Arc. Modernste Technik vermittelt Besuchern hier die Geschichte der französischen Nationalheldin Johanna von Orléans. Am Altmarkt an der Stelle, an der Johanna von Orléans verbrannt wurde, steht heute die Kirche Jeanne d’Arc, die ebenfalls an die historische Figur erinnern soll.

Der Uhrenturm Gros-Horloge ist vor allem wegen der Aussicht von der Turmspitze die beliebteste Sehenswürdigkeit in der Innenstadt.

Weiterhin sind der Pestfriedhof Saint-Maclou, die Abteikirche Saint-Ouen, der Justizpalast, das Museum der schönen Künste oder das jüdische Gebäude Maison sublime Hot Spots der Stadt.


Ètretat

In knapp zwei Stunden fahren Sie weiter nach Ètretat ans Meer. Hier wo steile Kreidefelsklippen auf die Wellen des Ozeans treffen, waren schon Meister wie Degas oder Monet vollkommen verzaubert. Sobald Sie die Landschaft selbst erleben, ob von oben auf einem Vorsprung der Steilküste, oder von unten vom Strand aus, werden Sie verstehen warum.

Die Klippen rund um Etretat sind die Hauptattraktion der Gegend. Sie alle ragen dermaßen dramatisch und steil aus den Fluten, dass sie von den Einheimischen poetische Namen wie Courtine, Manneporte, Falaises d’Aval et d’Amont, der Vaudieu-Felsen oder die Nadel von Belval erhalten haben. Bestaunen Sie die Felsformatierungen bei einer Küstenwanderung oder vom Wasser aus, bei einer Fahrt mit dem Segelboot.

Nach der Wanderung können Sie Ihre Erkundungstour in der Stadt fortsetzen. Und zwar mit dem Altmarkt, dem Denkmal Nungesser und Le Clos Arsène Lupin. In dem Haus tauchen Sie ein in die Welt des wohl bekanntesten Meisterdiebes aus der Kriminalliteratur, Arsène Lupin.


Omaha Beach

Am 6. Juni 1944 wurde der Strand zum Schauplatz der bis heute größten Militäroperation aller Zeiten. Der D-Day ging nicht nur in die Geschichte der Normandie ein, sondern veränderte damals die Geschehnisse der Welt. Heute können Sie hier Friedhöfe und Denkmäler, Gedenkstätten und Museen besuchen, die an den D-Day erinnern.

Nicht nur am Omaha Beach, sondern an mehreren Landungsstränden mit den Codenamen Sword, Juno, Gold und Utah landeten an einem Tag 150.000 alliierte Soldaten und brachten mit ihrem Ansturm das Ende des Zweiten Weltkriegs.

Der Pointe du Hoc erinnert an die Schlacht am Omaha Beach, wo die amerikanische Ranger-Bataillon am D-Day die 30 Meter hohe Steilküste hinaufkletterte. Ein geschichtsträchtiger Ort voller Trauer, der aber auch den Anfang vom Ende und die Geschichte der Befreiung erzählt.


Ver-sur-Mer

Ver-sur-Mer an der Atlantikküste, umgeben von Graye-sur-Mer und Sainte-Croix-sur-Mer, reiht sich mit seiner Küste und seinen Stränden in die eindrucksvolle Landschaft der Region ein. Auch diese kleine französische Gemeinde wurde während der Operation Overlord zum Schlachtfeld. Am Abschnitt an der Atlantikküste Gold Beach landete die 50. britische Infanteriedivision.

Rund um die Plage de Ver-sur-Mer zeugen Gedenkstätten, wie das British Normandy Memorial oder das Musée America Gold Beach von den Befreiungsangriffen der britischen und amerikanischen Truppen. Abgesehen von den historischen Stätten sind die Strände rund um die normannische Gemeinde ein eindrucksvolles Naturspektakel.


Mont-Saint-Michel

An der Grenze zur Bretagne thront der Klosterberg Mont-Saint-Michel. Er wird von den Einheimischen auch „La Merveille“, „das Wunder“ genannt und zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.

Zum einen ist er mit der Klosterabtei ein Heiligtum, das bis auf das Jahr 708 n. Chr zurückverfolgt werden kann. Zum anderen ist er ein echtes Schauspiel der Natur.

Die Benediktinerabtei des Mont-Saint-Michel ist bis heute ein vielbesuchter Wallfahrtsort, aber allein die eindrucksvolle Architektur ist Grund genug für einen Besuch. Von der Westterrasse blicken Sie über die Bucht und können die Springfluten beobachten.

Im Jahr 1995 begann das Renaturierungsprojekt am Mont-Saint-Michel. Nun, wo das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wird der berühmteste Berg der Normandie mehrmals im Jahr wieder zur Insel.

Der Staudamm des Couesnon ist eine Sehenswürdigkeit, aber auch ein wichtiges Landschaftsarchitektonisches Element und zugleich Teil des Weges zum Klosterberg.

Während Ihres Besuchs lohnt es sich außerdem, eine Wattwanderung in der Bucht des Mont-Saint-Michel zu unternehmen. Hier werden die stärksten Gezeiten Europas gemessen. Die Springfluten sind extrem beeindruckend, aber auch gefährlich. Durchqueren Sie die Bucht nicht ohne erfahrene Führung.

Roadtrip Frankreich Route 3 von Deutschland aus – die Provence

Sanfte Hügel in Lavendel-Lila und das kristallklare Mittelmeer in Azurblau zeichnen den Süden Frankreichs. Die Provence bringt ein besonderes Flair mit sich. Hier führt Sie Ihr Roadtrip durch zauberhafte Dörfchen, entlang an atemberaubenden Küstenstraßen und vorbei an schillernden Luxushäfen.

Zunächst führt der Weg von Deutschland in die Provence aber durch die Alpen. Bevor Sie also in der mediterranen Region ankommen, haben Sie noch die Gelegenheit einen Zwischenstopp in den Bergen einzulegen. Aus München brauchen Sie nämlich rund 10 Stunden für die Anfahrt nach Nizza, aus Köln 12 Stunden, aus Hamburg oder Berlin jeweils 15 Stunden.

Ein erwähnenswert großes Plus gibt es noch: Die Côte d’Azur zählt rund 300 Sonnentage pro Jahr.

Nizza

Wer beim Gedanken an Nizza in Südfrankreich einen Palmengesäumte Yachthafen vor Augen hat, der hat zwar nicht unrecht, aber das ist noch nicht alles. Nizza hat neben jeder Menge Glamour auch einiges an Kultur zu bieten. Englische, französische, römische und russische Einflüsse haben durch die Geschichte der Stadt ihre Spuren hinterlassen.

Gebäude wie die russisch-orthodoxe Kirche Saint-Nicolas oder Sainte-Jeanne d’Arc mit Flammen verziertem Glockenturm machen das Stadtbild abwechslungsreich. Die Basilika Notre-Dame ging als erster moderner Sakralbau in die Geschichte ein. Das Hotel Le Negresco im Stil der Belle Epoque aus dem Jahr 1912 ist ein architektonisches Highlight und ist heute der Museumspalast Nizzas. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der botanische Garten mit rund 3.000 Pflanzen aus dem Mittelmeerraum. Und schließlich gibt es noch Lympia, den Hafen von Nizza zu entdecken, der zweitgrößte Kreuzfahrthafen des Mittelmeers.

Im Umkreis der Stadt haben Sie die Qual der Wahl zwischen etwa 20 öffentlichen und 15 privaten Stränden. Dort können Sie sich sonnen, das klare, warme Wasser genießen oder die Wassersportangebote von Tauchen und Jetski Fahren bis hin zu Schnorcheln nutzen.

Ein Tagesausflug führt Sie zum Burgberg Colline de Chateau, dem beliebtesten Aussichtspunkt über Nizza. Vom Schlosshügel aus haben Sie einen herrlichen Blick über die Stadt und ihre Buchten.


Guillaumes

Hundert Kilometer nördlich von Nizza im oberen Var-Tal liegt Guillaumes in der Provence-Alpes-Côte d’Azur. Um die Überreste einer alten Burg herum ist hier bis heute eines der bezauberndsten alten Dörfchen der Provence erhalten. Auf einem Spaziergang durch die schmalen Gassen entdecken Sie den Flair der alten Grafschaft.

Schlendern Sie auf die bläuliche Pfarrkirche St. Stephan (XIII Jahrhundert) zu über den alten Hauptplatz. Entdecken Sie das alte Schloss, das bis heute das Stadtbild des Dorfes beherrscht. Das historische Krankenhaus, das Stadthaus, aber auch das erhaltene Kloster zeugen von der Zeit, als Grafen hier regierten.

In unmittelbarer Nähe der Stadt lädt der Nationalpark Mercantour zum Wandern ein. Im Winter können Sie sogar im Skigebiet Valberg Skifahren. Vor den Toren des Dörfchens liegen außerdem die Schluchten von Daluis aus rotem Schiefer. Von der sagenumwobenen Brücke der Braut können Sie hier einen Bungee Sprung in die Schlucht wagen.


Lac de Sainte-Croix

Wer in der Provence hauptsächlich das mediterrane Mittelmeer erwartet hat, der wird besonders positiv überrascht sein, an den scheinbar schönsten See der Provence zu kommen. Im Parc Naturel Régional du Verdon, eingebettet zwischen Gorges du Verdon und dem Plateau de Valensole, umrandet von Lavendelfeldern liegt der Lac de Sainte-Croix.

Verbringen Sie den Tag am See mit Baden, Windsurfen oder auf einem der mietbaren Elektroboote. Wandern Sie am See und besuchen Sie die Dörfer Bauduen, Les-Salles-sur-Verdon und Sainte-Croix-sur-Verdon. Und verpassen Sie nicht die Brücke Pont du Galetas dort, wo der Fluss Verdon aus der Schlucht Gorges du Verdon in den See fließt.

Nicht weit vom See können Sie außerdem die Grottes de Villecroze besichtigen oder den Roc de Castellane besteigen, von wo Sie das Panorama über Castellane, den Fluss und die umliegenden Berge und Hügel genießen.


Valensole

Die Hochebene von Valensole, nach dem Dorf Valensole benannt, wird auch „Die Kornkammer der Region“ genannt. Im März finden Sie die Landschaft bedeckt von blühenden Mandelbäumen, während sie im Juli im Lila des Lavendels und dem Gold von Getreideären gefärbt ist.

Erkunden Sie die Gegend in ihren herrlichen regionalen Färbungen mit dem Mountainbike. Kleine Pfade sowie Landstraßen führen durch die Hochebene und sind für alle Fitnesslevel geeignet.

Wo Lavendel wächst, sind Bienen nicht weit. Lavendel gehört wie viele weitere Kräuter zu den Honigpflanzen. Weshalb die Region nicht nur für die duftenden Pflanzen, sondern auch für den süßen Honig bekannt ist. Probieren Sie die verschiedenen regionalen Sorten.


Arles

Arles, der ehemalige Regierungssitz von Friedrich Barbarossa, ist eine der ältesten Städte Frankreichs. Auf Ihrem Roadtrip durch die Provence sollten Sie sich dieses Schmuckstück nicht entgehen lassen.  

Das älteste Bauwerk der Stadt ist das Amphitheater, das auf eine römische Arena aus dem Jahr 90 n. Chr. zurückgeht und die im 19. Jahrhundert zum heutigen Amphitheater umgebaut wurde. Aus dem 4. Jahrhundert stammen die Konstantin-Thermen, mit kaiserlich luxuriösem antikem Interieur. Die alte Kathedrale Saint Trophime war 1152 ein Geschenk an Friedrich Barbarossa anlässlich seiner Krönung zum König. Nachdem Sie die historischen Ecken der Stadt erkundet haben, ist Ihre Tour durch Arles noch nicht beendet, denn die Natur rund um die Stadt ist mindestens genauso sehenswert.  

Arles gilt als “Tor zur Camargue”, ein Naturschutzgebiet direkt vor den Toren der Stadt. Hier treffen Sie auf die berühmten weißen Camargue-Pferde, Flamingos oder schwarze Stiere. Streifen Sie durch Blumenwiesen und Steppen-artige Felder bis zu den weiten Naturstränden des Mittelmeers.


Saintes-Maries-de-la-Mer

Kurz Saintes-Maries, gilt als heimliche „Hauptstadt“ der Camargue. Auch wenn der Wallfahrtsort eine Vielzahl an Pilgern und Gläubigen anzieht, ist er für alle Touristen ein eindrucksvoller Abstecher. Das Örtchen ist nämlich mitten in den Naturpark Camargue gebettet.

Die Wallfahrtskirche ist die Hauptattraktion des kleinen Örtchens. Zum einen natürlich für die Pilger, zum anderen aber, weil das zwischen dem 9. und dem 12. Jahrhundert erbaute Gotteshaus gleichzeitig als Wehrkirche inklusive Schießscharten diente. Von den Zinnen der Kirche wurden Piraten und Invasoren abgewehrt.

Eine weitere Besonderheit sind die so genannten Cabanes. Die Häuschen, die hauptsächlich von Hirten, Schäfern und Fischern bewohnt wurden und optisch eher an den Rumpf von Booten als an Häuser erinnern, sind typisch für den Ort.


Marseille

Starten Sie Ihren Zwischenstopp in Marseille mit einem Spaziergang durch das historische Zentrum, nämlich im Stadtviertel Panier. Streifen Sie vorbei an den restaurierten traditionellen Steinhäusern, Künstlerateliers, Cafés, durch historische Gässchen und entdecken Sie die historischen Sehenswürdigkeiten, wie das Observatorium und das Museum Préau des Accoules und die Alte Charité. Nutzen Sie die zahlreichen sonnigen Terrassen für Pausen.

Weiter führt Sie Ihr Streifzug zur Basilika Notre-Dame „Bonne Mère“ über der Stadt. Wer sich den Anstieg über die steilen Treppen sparen will, der nimmt den Zug auf den Hügel. Auf der Terrasse der Basilika können Sie verschnaufen und den Ausblick auf die Stadt, den Hafen und das Meer genießen.

Anschließend wird es Zeit für eine Belohnung: Kosten Sie die lokale Spezialität der Stadt und gönnen sich eine traditionelle Bouillabaisse.

Ein Tagesausflug führt Sie mit dem Boot in den Hafen der Frioul-Inseln. Erkunden Sie die Buchten und Strände auf der Insel und lernen Sie die Legenden kennen, die man sich über das Archipel erzählt.


Cassis

Zwischen türkisen Wellen und ockerfarbenen und weißen Kalkfelsen auf der einen Seite, Pinienwälder auf der anderen und Weinland mit steilen Rebenterrassen auf der nächsten Seite liegt Cassis.

Besuchen Sie hier unbedingt Cap Canaille, Europas höchste Klippe, die Literatur-Nobelpreisträger Frédéric Mistral so malerisch beschrieb.

Der kleine Fischerhafen neben dem majestätischen Cap Canaille verzaubert mit seinen engen Gassen, kleinen Plätzen, farbenfrohen Fischerhäuschen und seinem besonderen Flair.

Eine Besonderheit im historischen Stadtbild ist der alte Gemeindebackofen in der Rue Thérèse Rastit. Mitten im historischen Fischerviertel ist der Backofen ein erstaunlich gut erhaltener Zeuge aus dem 17. Jahrhundert.

In dem nahegelegenen Massiv der Calanques aus dickem weißem Kalkstein haben sich unter Wasser Täler, Fjorde und wunderschöne Buchten gebildet. Früher verhalf der Kalkstein dem Fischerhafen von Cassis zu internationalem Ruf, denn er wurde für den Bau von großen Mittelmeerhäfen verwendet.


St. Tropez

Saint-Tropez, oder auch Sant-Troupès, war lange ein kleines gemütliches Fischerdorf, ganz wie alle anderen Dörfchen der Region. Doch Ende des 19. Jahrhunderts kamen Guy de Maupassant und Paul Signac nach St. Tropez. Ihnen folgten mehr Künstler und Schriftsteller, wie Henri Matisse und Pierre Bonnard und machten den Ort zum Hot Spot der schönen Künste.

In den 50er Jahren war der Ort Schauplatz für den Film „…und immer lockt das Weib“ mit Brigitte Bardot. Es folgte ein Ansturm von Künstlern, von den sogenannten „Schönen und Reichen“.  Brigitte Bardot und Gunter Sachs machten den Ort schließlich weltberühmt. Er wurde zum absoluten Luxusort der Cote d’Azur und er ist es bis heute.

Doch wer nun denkt, St. Tropez hat nur Strandclubs und Luxusboutiquen zu bieten, der hat nicht ganz recht. Denn neben dem Luxusleben gibt es hier auch ein vielseitiges Kulturgut.

La Citadelle wurde 1592 über der Stadt erbaut. Bei einem Besuch genießen Sie den Ausblick über die ganze Stadt. Das Musée de l’Annonciade zeigt Kunstwerke aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Im Musée de la Gendarmerie et du Cinéma wandeln Sie auf den Spuren von Brigitte Bardot. Notre-Dame-de-l’Assomption de Saint-Tropez aus dem 16. Jahrhundert inmitten der Altstadt leuchtet dank ihrer gelben Außenwände aus den Gassen der Stadt hervor. Am Place des Lices findet bis heute jeden Dienstag und Donnerstag ein traditioneller Wochenmarkt statt. Der Cimetiére Marin, der Meeresfriedhof, liegt direkt an der Küste mit Blick auf das Mittelmeer.


Monaco

Das Fürstentum Monaco, auch Principauté de Monaco, Principatu de Múnegu oder Principato di Monaco genannt, hat die höchste Bevölkerungsdichte aller Staaten.

„Rocher“ wurde die malerische Altstadt von Monaco von den Einheimischen getauft. Sie liegt direkt auf dem Fürstenfelsen, den einst der erste Grimaldi eroberte. Hier thront auch der Fürstenpalast, der Privatwohnsitz der Grimaldis, im alten Monaco zwischen engen Gassen. Öffentlich zugänglich sind die Palast-Kapelle Saint-Jean Baptiste, die Herkules-Galerie, die Spiegel-Galerie, der Rote und der Gelbe Salon, der Salon Louis XV und der Thronsaal. In der Nähe liegt außerdem der Justizpalast aus Tuffstein und die Kathedrale Notre-Dame-Immaculée.

Das moderne Monaco ist vor allem geprägt vom berühmten Place du Casino und Casino von Monte-Carlo. Daneben finden Sie außerdem die historischen Gebäude der Belle Époque wie etwa das Hôtel de Paris und die Oper.

In Monaco-Ville liegt das Grimaldi-Forum, welches als kulturelles und geschäftliches Zentrum des Fürstentums gilt und wo die Aufführungen des Monte-Carlo-Balletts oder des philharmonischen Orchesters stattfinden.

Wer das Fürstentum besucht, sollte keinesfalls die Yachthäfen verpassen. Sie werden über die großen Privatjachten in Port Hercule in La Condamine, in Fontvieille und in Cap-d’Ail staunen.

Obwohl Monaco wirklich sehr eng bebaut ist, finden Sie hier auch wunderschöne Gärten wie den Jardin Exotique, den Japanische Garten westlich des Grimaldi-Forums und öffentliche Gärten mit Palmen, exotischen und einheimischen Pflanzen.


Menton

Der Roadtrip durch die romantische Côte d’Azur endet in der östlichsten Stadt der Côte d’Azur, die stolze 316 Sonnentagen pro Jahr verbuchen kann. Grund dafür ist der Mont-Angel, der starke Westwinde von der Stadt abschirmt. Nutzen Sie den Aufenthalt für einen letzten Strandtag, aber verpassen Sie nicht das kulturelle Angebot von Menton.

Menton bietet eindrucksvoll gestaltete Garten- und Parkanlagen, wie den der Villa Maria Serena, voller tropischer und subtropischer Pflanzen und einem breiten Repertoire an Palmen und Palmfarnen. Aber auch der botanische Garten Val Rahmeh mit mehr als 700 tropischen und subtropischen Gewächsen wird Sie beeindrucken. Hier sehen Sie Avocado-, Kiwi- und Bananenbäume unter der südfranzösischen Sonne.

Der Zitrusgarten des Palais Carnoles, ehemalige Sommerresidenz der Prinzen von Monaco, gilt als das Highlight unter den Gärten von Menton. Hier wächst die europaweit größte Zitrusgewächs-Sammlung. Zitronenarten, Zederarten, Orangen- und Limettengewächse füllen neben den Bäumen von Pomeranzen, Bergamotten, Pampelmusen, Grapefruits, Goldorangen, Clementinen und Mandarinen den sonnigen Garten.

Ebenso bunt wie die Gärten zeigt sich die historische Altstadt von Menton. Besuchen Sie die Basilika Saint-Michel Archange mit prunkvollen Marmor-Räumen, das Museum der schönsten Künste oder das Museum Jean Cocteau.

Schließlich können Sie auch durch das Hinterland der Stadt wandern. Denn Menton ist von einer imposanten Bergkette, der Landspitze von Mortola und dem Cap Martin, eingekesselt. Besteigen Sie einen der Berge hinter der Stadt, den Mont Agel, den Berceau oder Mont Ours und blicken Sie von dort auf die Bucht der Stadt.

Roadtrip Frankreich: Die 4 besten Städte Highlights für Ihren Urlaub

Auf Ihrem Roadtrip durch Frankreich, egal ob Sie auf dem Weg in den Süden, Norden oder Westen des Landes sind, kommen Sie außerdem an Städten vorbei, die unbedingt einen Zwischenstopp verdient haben. Auch ein kleiner Umweg lohnt sich, um die folgenden Städte auf dem Roadtrip anzufahren.

Paris

Travelzoo-Tipp Frankreich – Paris on a budget:

Paris gilt als wunderschön, aber auch als sehr teuer. Beide Eindrücke sind auf den ersten Blick korrekt, aber auf den zweiten kann man die Stadt der Liebe auch überraschend günstig erkunden. Reiseexpertin und Wahl-Pariserin Susanne Lettenmeier hat dazu einige Tipps: Das baskische Restaurant Chez Gladines etwa, bietet Hauptgerichte um 10 € an. Nutzen Sie auch die Happy Hour etwa in der eleganten Bar Le China oder kosten Sie typisch französische Eclairs mit einem Hauch von asiatischem Grünen Tee. Kultur-Fans empfiehlt sie einen Besuch Anfang Oktober: In der „Nuit Blanche“ wird die Nacht zu Tage. In der ganzen Stadt finden bis zum frühen Morgen Kunstausstellungen und -installationen statt. Das Event kostet keinen Eintritt.

30 Millionen Mitgliedern bietet Travelzoo® bereits exklusive Reise-Angebote und einzigartige Erlebnisse, die von ihren Deal-Experten rund um den Globus persönlich geprüft werden. Mit dem Finger am Puls von herausragenden Reise-, Unterhaltungs- und Lifestyle-Erlebnissen, arbeiten sie mit mehr als 5.000 Top-Reiseanbietern zusammen. Langjährige Beziehungen verschaffen Travelzoo-Mitgliedern Zugang zu unwiderstehlich guten Angeboten.


Die Hauptstadt der Republik ist nicht nur eine pulsierende Metropole mit rund 2,17 Millionen Einwohnern und viertgrößte Stadt Europas, sondern auch Schauplatz von weltbekanntem Kulturerbe.

Die Stadt im sogenannten Pariser Becken am Ufer der Seine bietet sich vor allem auf dem Weg in die Normandie als Zwischenstopp an. Hier angekommen dürfen Sie diese zehn Highlights nicht verpassen:

  1. Eiffelturm
  2. Cathédrale Notre-Dame
  3. Le Louvre
  4. Avenue des Champs Elysées mit dem Triumphbogen
  5. Kreuzfahrt auf der Seine
  6. Hügel Montmartre
  7. Schloss von Versailles
  8. Quartier Latin – Parc du Luxembourg
  9. Moulin Rouge
  10. Disneyland Paris

Bordeaux

Bordeaux im französischen Südwesten können Sie zum Beispiel auf dem Frankreich Roadtrip Richtung Bretagne ansteuern. Die Universitätsstadt gilt als politisches, wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum der Region und wird Ihnen bei Ihrem Besuch einiges zu bieten haben.

Rund 45 Kilometer bevor Sie den Atlantik erreichen, stoppen Sie hier in der Großstadt an der Garonne. Der Fluss zieht einen weiten Mondsichel-förmigen Bogen durch die Stadt, weswegen sie auch Port de la lune, Hafen des Mondes, genannt wird. Statten Sie dem Mond-Fluss einen Besuch ab, vielleicht können Sie die eindrucksvollen Wellen, Strömungen und Strudel beobachten, den der Atlantik bei Flut im Flussbecken auslöst. Außerdem gibt es noch 10 weitere wirklich sehenswerte Orte und Aktivitäten in Bordeaux zu erleben.

  1. Place de la Bourse
  2. Miroir d’eau
  3. St. Andre Cathedral
  4. La Cité du Vin
  5. Jardin Public
  6. Grand Theatre
  7. Musée d’Aquitaine
  8. Monument aux Girondins
  9. Marché des Capucins
  10. Château Pape Clément

Lyon

Die Großstadt im Südosten Frankreichs können Sie gut in Ihren Roadtrip in Richtung Cote d’Azur einbeziehen. Lyon gilt als der Hauptort der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Hier wo der Rhône und der Saône zusammenfließen, eingebettet zwischen Jura, Alpen und Zentralmassiv, hat sich eine dichte Metropolregion aus mehreren Gemeinden gebildet, dessen Zentrum Lyon geworden ist.

Erkunden Sie vor allem das Stadtzentrum zwischen den Flüssen und die Stadtquartiere östlich der Rhône. Hier gibt es einiges zu sehen und zu entdecken.

  1. Basilika Notre-Dame de Fourvière
  2. Altstadt Lyon
  3. Fourvière Hill
  4. Le Mur des Canuts
  5. Freske des Lyonnais
  6. Quartier Renaissance Saint Jean
  7. Traboules de vieux Lyon
  8. The Presqu’Île
  9. Place des Jacobins
  10. Théâtre Romains de Fourvière

Straßburg

Direkt an der Grenze zu Deutschland gelegen bietet sich Straßburg wunderbar als Zwischenstopp und Verschnaufpause nach einer langen Fahrt an. Hier im Elsass auf der Grande Île umarmt von den Armen des Flusses Ill, thront die historische Altstadt. Die östlichen Stadtteile grenzen außerdem an den Rhein, an dessen östlichem deutschen Ufer Kehl liegt. Die Europabrücke verbindet beide Städte und Länder.

Während Ihres Zwischenstopps haben Sie einiges zu tun. In Straßburg gibt es nämlich Geschichte, Kultur und Natur zu erleben. Nehmen Sie sich Zeit für die folgenden Sehenswürdigkeiten:

  1. Grande Île
  2. Straßburger Münster
  3. Pauluskirche
  4. Place Gutenberg
  5. Kleberplatz
  6. Palais Rohan
  7. Haus Kammerzell
  8. Petite France
  9. Die gedeckten Brücken
  10. Straßburgs Europäische Institutionen

Wir wünschen viel Spaß bei Ihrem Roadtrip Frankreich! Wer noch mehr Zeit hat, schließt einen Roadtrip durch Europa an! Ihr Westwing Team!