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Konsolentisch vor weiß, rosa, hellblauer Terrazzo Tapete mit Glasvasen Deko und Deko Dosen

Mit Terrazzo wird ein bunt-gesprenkeltes Steinmuster zum beliebten Interior-Trend! Auch wenn Terrazzo Fußböden auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken, sind die robusten und strapazierfähigen Fußböden so angesagt, wie lange nicht. Terrazzo legt sein verstaubtes Image ab und begeistert uns nicht nur in Eingangsbereichen von öffentlichen Gebäuden, sondern auch als Designer-Möbelstücke, Deko-Objekte und auffällige Wohnaccessoires.

Was ist Terrazzo?

Terrazzo ist italienisch und bedeutet übersetzt nichts anderes als “Bodenbelag”. Charakteristisch für den Terrazzo Fußboden ist seine fugenlose Optik, die aus vielen – manchmal bunten – Steinchen besteht. Im Gegensatz zum Mosaik entstehen beim Terrazzo keine Formen und Muster, die Steine scheinen vielmehr wahllos gemischt.

Traditionell wird Terrazzo in einem nass-in-nass Verfahren hergestellt und besteht aus einem Bindemittel (Zement) und bunten Zuschlägen aus Marmor, Kalkstein oder Dolomit. So entstehen großflächige Terrazzoplatten, die fugenfrei verarbeitet werden. Für eine höhere Bodenbeanspruchung kommen auch härtere Materialien wie Granitsplitt oder Flusskies zum Einsatz.

Nachdem der sogenannte Nassestrich getrocknet ist, wird der Boden abgeschliffen und poliert. Erst jetzt erhält der Terrazzo seine typische Optik, die durch die farbigen Einschlüsse der Zuschläge zum Vorschein kommt. Somit wird jeder Terrazzo zu einem echten Unikat. Aufgrund der aufwendigen Herstellung ist echter Terrazzo vergleichsweise kostspielig. Dafür investiert man in einen langlebigen und robusten Boden, der selbst nach Jahrzehnten noch schön aussieht.

Fun Fact: Der traditionelle Terrazzoboden wird in Italien als “Pavimento Veneziana” bezeichnet.

Terrazzo-Boden – hier liegt der Ursprung!

Terrazzo Böden gehen bis in die Antike zurück, wo sie aus einer Mischung aus Kalksplitt und Kalkmörtel hergestellt wurden. Besonders im alten Rom wurde Terrazzo in herrschaftlichen Gebäuden verwendet. Als Blütezeit des Terrazzos kann jedoch die Renaissance bezeichnet werden. Der dekorative Bodenbelag war weiterhin vorherrschend in Italien und wurde vor allem in römischen Villen und edlen Privatbauten in Venedig verlegt. Über die Verwendung in öffentlichen Gebäuden hielt der Terrazzo später Einzug in ganz Mitteleuropa.

Bis heute kennt man den strapazierfähigen und langlebigen Bodenbelag aus offiziellen Gebäuden. Aber auch im privaten Wohnbau wurde er aufgrund seiner hohen Beanspruchbarkeit vor allem als Terrazzo Treppe, in Hauseingängen, Küchen und Bädern verwendet. Während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Terrazzo Fußboden zunehmend durch billigere Beläge wie PVC oder nachgeahmte Terrazzo Fliesen verdrängt. In den letzten Jahren wurde der traditionelle Bodenbelag jedoch wieder Trend. Dank moderner Diamantschleiftechnik und hochentwickelter Baustoffe ergibt sich eine breite Gestaltungsmöglichkeit für Terrazzo Böden in bunten Farben.

Die Vorteile von Terrazzoböden:

  • Fact 1: Moderner Terrazzo bietet eine große gestalterische Bandbreite. Neben der ursprünglich matten Ausführung sind heute auch hochglänzende, sandgestrahlte oder gestockte Oberflächen erhältlich.
  • Fact 2: Terrazzo Böden sind strapazierfähig und langlebig, weshalb sie nach wie vor als hochwertiger Bodenbelag in öffentlichen Gebäuden verarbeitet werden.
  • Fact 3: Abnutzungserscheinungen lassen sich bei Terrazzo schnell beheben. Man kann Terrazzo aufarbeiten, in dem man ihn neu schleift und poliert.
  • Fact 4: Jeder Terrazzo ist aufgrund seiner charakteristischen Herstellungsweise ein echtes Unikat. Wer beim Design auf diesen Aspekt wert legt, kann sich diesen Luxus mit dem klassischen Bodenbelag auch in das eigene Zuhause holen.

Wohnaccessoires und Möbel im Terrazzo-Look

Mittlerweile findet sich der Terrazzo-Look nicht mehr nur als Design-Fußboden, sondern auch bei Möbeln und Wohnaccessoires wieder. Bereits in den 80er Jahren ersetzten Interior Designer die Steinsplitter durch Glas, um eine ähnliche Optik zu erzielen. Das Muster „Star Piece“ verhalf dem Terrazzo damals zu einem erneuten Aufschwung in Design-Kreisen und wurde sogar zu Tischen und anderen Möbelstücken verarbeitet.

Spätestens, seitdem Max Lamb 2014 in seiner “Marmoreal” Reihe Veroneser Marmor verarbeitete, hat Terrazzo Einzug in der Möbellandschaft gehalten. Liebhaber verwenden das besondere Muster mittlerweile nicht nur für Sitzmöbel, sondern auch großflächig in Küchen und Bädern.

Kleine Akzente lassen sich mit dekorativen Artikeln wie Vasen oder Geschirr erzielen, die besonders gut auf neutralem Untergrund zur Geltung kommen. Wer Terrazzo selber machen will, braucht nicht viel. Wir zeigen, mit welchen Schritten Sie ein optisch ansprechendes Ergebnis erzielen.

Terrazzo Wohnaccessoires selber machen:

  1. Weißen Polymerton kneten und mit einem Acrylstab auf die gewünschte Größe ausrollen.
  2. Anschließend einen bunten Polymerton flach ausrollen und in kleine Stücke schneiden.
  3. Die bunten Krümel gleichmäßig auf der weißen Masse verteilen und erneut mit dem Acrylstab über die Fläche rollen, damit die bunten Teile eingedrückt werden.
  4. Die Terrazzo Masse können Sie jetzt um ein Glas rollen und auf die richtige Größe zuschneiden.
  5. Nähte abschließend mit den Fingern glatt streichen.
  6. Im vorgeheizten Backofen 30 Minuten lang bei 110 °C backen.

Fertig ist Ihr eigenes, kleines Kunstwerk!

Terrazzo-Tapeten

Wer den Terrazzo Look auf dem Boden liebt, wird auch von einer Wandverkleidung mit dem typischen Steinmuster begeistert sein. Die Optik gelingt mit Terrazzo-Tapeten im Handumdrehen und kann ohne großen Aufwand einen kompletten Raum verwandeln.

Terrazzo-Tapeten sind in zahlreichen Farben und Musterungen erhältlich. Von Naturtönen bis hin zu bunten Ausführungen in Gelb, Rosa oder Grün ist für jeden Geschmack ein passendes Design dabei. Anstatt auf einen Fotoprint oder grafische Muster zu setzen, kann man mit einer Tapete in Terrazzo-Optik das moderne Design einer Einrichtung unterstreichen.

Besonders gut kommt die Tapete zur Geltung, wenn Sie diese mit einfarbigen Möbeln kombinieren. Am besten greifen Sie bei der Farbgestaltung einen neutralen Ton der Tapete auf – das erzeugt ein harmonisches Gesamtbild in der Einrichtung.

Terrazzo reinigen – Tipps & Tricks!

Prinzipiell handelt es sich bei Terrazzo um einen dankbaren Bodenbelag, der sich leicht reinigen lässt. Eine Mischung aus Wasser und Putzmittel eignet sich, um den Terrazzoboden zu reinigen und von gröberen Verschmutzungen zu befreien.

Zeigt die Oberfläche nach vielen Jahren der Beanspruchung jedoch Abnutzungsspuren, lässt sich der Terrazzoboden aufarbeiten. Hierzu wird die obere Schicht erneut abgeschliffen und der Terrazzo poliert – vorausgesetzt, man hat einen Nassestrich und keine Fliesen oder nachempfundenen Bodenplatten verarbeitet.  

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