Lärchenholz Aussehen Farbe Maserung

Tadaaa: Der Baum des Jahres 2012! Und das hat auch seinen Grund: Denn die Lärche ist super robust, resistent und lässt sich vielseitig verwenden. Vor allem als Material für das Outdoor-Interieur ist Lärchenholz unangefochten die Nummer eins. Schließlich hat die Lärche von den heimischen Nadelbaum­arten das dauerhafteste Holz – tatsächlich ist nicht einmal ein Holzschutz zwingend notwendig. Unsere Interior-Expertenverraten Ihnen nicht nur, welche optischen Vorzüge Lärchenholz zu bieten hat, sondern erläutert Ihnen auch die wichtigsten Eigenschaften des Naturmaterials. Lassen Sie sich inspirieren!

Lärchenholz: Verschiedene Arten und die Herkunft

Von der Lärche gibt es weltweit rund 20 verschiedene Arten. Ganz besonders bekannt sind die Europäische Lärche (Larix decidua), die Sibirische Lärche (Larix sibirica) in Eurasien. Auch gefragt sind die Ostamerikanische Lärche (Larix laricina) und die Westamerikanische Lärche (Larix occidentalis) aus Amerika. Zudem gibt es auch noch die Japanische Lärche, welche sich in Asien häufig als Zierbaum in Parkanlagen entdecken lässt.

Unterscheiden lassen sich die verschiedenen Arten anhand der jeweiligen Holztypen. So gibt es beispielsweise Stein- bzw. Gebirgslärchen und Rasen- oder Wiesenlärchen sowie Tieflandlärchen.

Vielleicht haben Sie aber auch schon einmal von der Alpenlärche, Tatralärche, Sudetenlärche und Polenlärche gehört? Diese Bezeichnungen beziehen sich nicht direkt auf das Holz, sondern auf die konkrete Herkunft.

Eigenschaften und Aussehen von Lärchenholz

  • Höhe: bis zu 50 Meter
  • Durchmesser des Stamms: 40 bis 50 cm
  • Farbe: rötlich-braun (ausgeprägter Unterschied zwischen Kern- und Splintholz)
  • Splintholz: hellgelb bis rötlich
  • Kernholz: dunkelrot bis rotbraun
  • Jahresringe: deutlich sichtbar
  • Schwinden: gering
  • Haltbarkeit: hart und schwer
  • Dauerhaftigkeitsklasse: dauerhaft
  • Wetterfestigkeit: sehr witterungsfest (gut im Außenbereich für Garten und Terrasse)
  • Harzgehalt: hoch
  • Geruch: stark aromatisch
  • Sonstiges: resistent gegenüber Insekten- und Pilzbefall

Lärchenholz kombinieren

Mit ihrem feinporigen sowie homogen strukturierten Holz zählt die Lärche zur Kategorie der hellen Hölzer, welche mit gelblichen Farbnuancen punkten. Zu der hellen Holzart gehören beispielsweise auch Ahorn, Birke und Fichte – mit denen lässt sich Lärchenholz stilvoll und schon fast Ton-in-Ton kombinieren. Wählen Sie für einen Raum aber nicht mehr als drei verschiedene Hölzer. Sonst wirkt Ihr Arrangement etwas zu wild und ergibt kein harmonisches Gesamtbild. Ist Ihr Fußboden in einem anderen Holzton als die Möbel, beheben Sie das Problem ganz einfach mit einem Teppich.

Verwendung und Pflege von Lärchenholz

Aufgrund der Robustheit kommt Lärchenholz vor allem in Bereichen zum Einsatz, in denen Haltbarkeit sowie Festigkeit an erster Stelle stehen. Es ist beliebt als Konstruktionsholz und im Innenausbau. Häufig findet das Naturmaterial daher im Zusammenhang mit Türen, Rahmen, Treppen, Dachkonstruktionen, Möbeln sowie Parkett Verwendung. Da Lärchenholz zudem einen hohen Harzgehalt aufweist, ist das Material auch unbehandelt unter Wasser sehr gut haltbar. Aus diesem Grund ist Lärchenholz im Bootsbau und bei Brückenkonstruktionen sehr beliebt. Weil das hölzerne Material ähnliche Eigenschaften wie Tropenholz aufweist, wird es auch gerne für die Herstellung von Gartenmöbeln eingesetzt. Oder als Bretter (Latten gehobelt) für den Outdoor Sichtschutz, ein Hochbeet und für Terrassendielen – alles was man draußen so braucht.

Tipp: Da es sich bei Lärchenholz um ein Naturmaterial handelt, sollten Sie auf die Oberfläche von Zeit zu Zeit ein entsprechendes Holzpflegemittel auftragen. Das ist bei Lärchenholz zwar kein Muss, aber dennoch empfehlenswert. Sehr gut eignen sich Öle, wie zum Beispiel Leinöl, oder auch Bienenwachs. Behalten Sie im Hinterkopf, dass Holz nach dem Auftragen von Leinöl etwas nachdunkeln kann.

Die Verarbeitung

Wenn Sie das Nadelholz vor der Verarbeitung gründlich von Harz befreien, lässt sich das hölzerne Material in der Regel sehr gut bearbeiten. Diesen Schritt empfehlen wir vor allem vor dem Beizen. Nehmen Sie sich für etwaige Harzreste ein geeignetes Lösungsmittel zur Hand und entfernen Sie diese damit. Bevor es dann endlich ans Verarbeiten geht, sollten Sie das Lärchenholz gründlich trocknen lassen.

Lärchenholz: Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:Nachteile:
– Witterungsbeständig– Gefahr von Drehwuchs (Risse)
– Formstabil– Hoher Preis für Nadelbauholz
– Heimisch (sowie nachhaltig mit FSC-Siegel oder Naturland-Siegel)

– Hoher Harzgehalt (Verfärbungen aufgrund von Gerbstoffreaktionen möglich)
– Langlebig– Vergrauung durch Sonneneinstrahlung

Preise von Lärchenholz

Lärchenholz wird aus unterschiedlichen Nadelbäumen gewonnen, die allesamt der Gattung der Lärche angehören. Obwohl Lärchenbretter ein wenig teurer sind als beispielsweise Fichten- oder Tannenholz, ist ihr Richtpreis günstiger als der für teure Laubhölzer. Möchten Sie einen Kubikmeter europäisches Lärchenholz kaufen, müssen Sie mit 650 bis 800 EUR pro m³ rechnen. Sibirisches Lärchenholz ist wegen der höheren Qualität, Beständigkeit und Härte mit rund 750 bis 900 EUR pro m³ sogar noch etwas teuer.

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Lese-Tipps: Klicken Sie auch in unsere Artikel Holzarten für die Übersicht oder aber in unsere Artikel zu hellem Holz und dunklem Holz.

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