Tischleuchte im Wohnzimmer

Mal eben schnell die Pizza in den Backofen schieben, die Lieblingsserie im TV suchten und nebenbei alle Social Media Apps checken. Eine Sache haben all diese Dinge gemeinsam: Wir verbrauchen dafür Strom! Wir stecken jeden Tag das Ladegerät des Handys in die Steckdose. Aber was genau ist Strom eigentlich und wo kommt die Energie her? Kurz und knapp: Von Strom wird gesprochen, wenn es sich um viele Elektronen handelt, die in eine gemeinsame Richtung fließen. Elektronen sind winzige Ladungsträger, die in der Hülle von Atomen um den Atomkern kreisen. Der Strom aus unserer Steckdose wird in einem Kraftwerk erzeugt. Ohne Strom läuft bei uns einfach nichts, dennoch lässt sich die Energie ganz simpel einsparen. Unsere Experten verraten Ihnen coole Tipps zum Strom Sparen, die Sie in wenigen Schritten umsetzen können.

Die 25 besten Tipps zum Strom Senken für den Haushalt mit Küche und Bad

  1. Backen Sie ohne vorzuheizen und kochen Sie mit Restwärme
  2. Backen Sie mit Umluft statt Ober- und Unterhitze
  3. Verwenden Sie zum Kochen einen passenden Deckel
  4. Verwenden Sie keine zu großen Töpfe
  5. Schalten Sie den Herd schon etwas früher, vor dem Garzeitende ab (und auch beim Bügeleisen wirkt noch die Restwärme
  6. Kochen Sie das Wasser im Wasserkocher vor
  7. Kühlschranktür nicht zu lange geöffnet lassen
  8. Die Kühlschrank Temperatur sollte im oberen Fach bei 7 °C liegen, das Eisfach bei minus 18 °C.
  9. Waschen Sie ohne Vorwäsche – das ist überflüssig
  10. Wäsche bei 30 Grad waschen und auch bei der Spülmaschine auf niedrige Temperaturen setzen
  11. Nur volle Spülmaschinen und Waschmaschinen anschalten
  12. Wäsche auf dem Wäscheständer trocknen lassen, statt im Tümmler
  13. Die Warmwasser Temperatur senken (wenn Ihr Wasser mit Strom erhitzt wird) und eine Sparbrause als Duschkopf
  14. Lassen Sie Wasser nicht unnötig (Zum Beispiel während dem Zähneputzen) laufen
  15. Wechseln Sie zu Ökostrom, das verursacht weniger CO2
  16. Schalten Sie Elektrogeräte ganz aus und nicht nur auf Standby, lassen Sie Aufladekabel nicht in der Steckdose. Wie wäre es mit einer Funksteckdose?
  17. Klimaanlagen sind ein absolutes No-Go, halten Sie stattdessen tagsüber Fenster und Türen mit Jalousien geschlossen
  18. Nutzen Sie das Eco Programm bei Kühlschrank, Geschirr- und Waschmaschine
  19. Steigen Sie auf LED– und/oder Energiesparlampe um
  20. Licht nur dann anlassen, während Sie es brauchen
  21. Sobald der Reifansatz im Inneren des Kühlschranks oder der Gefriertruhe zu dick wird, abtauen lassen
  22. Kühlschränke sollten sich nicht direkt neben dem Herd befinden
  23. Laptop statt PC wählen (besonders in Home Office Zeiten)
  24. Die Gerätegröße nicht übertrieben wählen (Je größer das Gerät, desto mehr Strom)
  25. Geräte möglichst lange nutzen (das spart zwar nicht Ihnen Strom, aber allgemein für die neue Herstellung). Dieser Tipp gilt allerdings nur für energieeffiziente Geräte

Strom sparen durch die richtigen Elektrogeräte

Stehleuchte im Wohnzimmer

Schon bevor Sie sich ein Gerät in die eigenen vier Wände holen, können Sie eine Menge Strom sparen. Wie? Ganz einfach: Achten Sie beim Kauf auf zentrale Aspekte der potentiellen Shopping-Ausbeute. Bei Lampen sind derzeit Modelle mit Solar oder LED absolut angesagt. Vor allem im Garten oder auf dem Balkon machen sich Solarlampen einfach toll. Schmuckstücke mit LED werten Ihre Innenräume auf und sorgen für ein angenehmes Licht zum Wohlfühlen.

Bei größeren Elektrogeräten wie dem Kühlschrank oder der Waschmaschine sollten Sie vor allem auf die jeweilige Energieeffizienzklasse achten. Von A+++ über A, B bis hin zu D ─ alle Geräte werden einer Klasse zugeordnet. So bezeichnet die Kategorie A+ ein Gerät, welches 20 Prozent weniger Strom als ein Elektrogerät der Klasse A verbraucht. Bei A++ sind es sogar 40 Prozent weniger Energiebedarf und bei A+++ rund 60 Prozent. Spätestens bei der nächsten Stromrechnung wird Ihnen auffallen, dass sich die Investition in ein energiesparendes Gerät durchaus gelohnt hat. Ihr Geldbeutel wird es Ihnen danken!

Die größten Stromfresser

Haben Sie eine alte Heizpumpe? Diese gelten als Stromfresser Nummer 1, daher sollten Sie sie austauschen! TV-, Audio- und Bürogeräte verbrauchen bis zu ein Viertel des Jahresstroms. Kühl- & Gefriergeräte verbrauchen im Durchschnitt ca. 17 % des Jahresstromverbrauchs. Danach folgen laut der Stromauskunft Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd und Backofen und an letzter Stelle erst das Licht. Hätten Sie das gedacht?

Stromfresser prüfen und erkennen: Den Stromverbrauch können Sie übrigens leicht mit einem Strommessgerät messen. Dieses Gerät können Sie kostenlos bei einer Verbraucherzentrale ausleihen. 

Mobil Strom sparen: So geht’s beim Handy

Nicht nur der Fernseher im Standby-Modus ist ein wahrer Stromfresser, auch der Akku des Smartphones zieht regelmäßig zu viel Energie. Somit müssen wir das Mobilfunkgerät gefühlt jeden Abend ans heimische Stromnetz anschließen, was natürlich auch wieder eine Menge Strom saugt. Wie lässt es sich also vermeiden, dass das eigene Handy zur Stromfalle wird? Um den Akku des Smartphones und somit auch Strom einzusparen, haben wir Ihnen sechs hilfreiche Energiespartipps zusammengetragen:

  • Bildschirm Helligkeit anpassen ─ nicht immer muss es die vollste Helligkeitsstufe sein. Oftmals reicht auch eine seichtere Beleuchtung total aus.
  • Bildschirm automatisch ausschalten ─ es ist sinnvoll, dass das Display nur dann leuchtet, wenn es auch wirklich nötig ist.
  • Energiesparmodus nutzen ─ dadurch verhindern Sie, dass Apps im Hintergrund laufen und Strom des Akkus ziehen.
  • Vibration deaktivieren ─ ist nicht nur unnötig, sondern verbraucht Strom, den Sie für wichtigere Dinge am Handy nutzen können.
  • Akku vor Temperaturen schützen ─ extreme Temperaturen sorgen dafür, dass die Akkukapazität dauerhaft sinkt.
  • Synchronisation verringern ─ dadurch prüfen Apps nicht den ganzen Tag über, was in Ihrem Aufgabenbereich aktualisiert werden könnte.
  • Komplett aufladen – das Handy sollte nicht zu früh wieder abgenommen werden, allerdings auch nicht zu spät. Wenn es voll ist, zieht das Kabel dennoch Strom.

Der individuelle Stromverbrauch

Wieviel Strom Sie verbrauchen und ob Sie damit im Durchschnitt liegen, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • der Wohnfläche
  • ob Warmwasser elektrisch produziert wird (wird nicht empfohlen)
  • wie viele Personen bei Ihnen wohnen
  • welche Elektrogeräte Sie haben

Vorteile vom Strom sparen

Strom sparen ist wirklich ganz schön smart und hat sowohl für Sie als auch für die Mitmenschen Nutzen. Soviel sei schonmal gesagt! Wir verraten es Ihnen aber natürlich noch etwas genauer:

Ecolicious: Strom sparen für die Umwelt

Schon allein im Sinne der Umwelt sollten wir unseren Stromverbrauch einmal kritisch hinterfragen und wenn möglich Energie einsparen. Denn überall dort, wo fossile Energieträger wie Kohle, Erdgas oder Mineralöl in elektrische Strom- und Wärmeproduktion umgewandelt werden, werden energiebedingte Emissionen freigesetzt. Das sind Treibhausgase, hauptsächlich Kohlendioxid, was ein schädlicher Stoff in der Luft ist. Da es sich natürlich nicht gänzlich auf Strom verzichten lässt, bietet der Umstieg auf Ökostrom eine Alternative zum herkömmlichen Stromanbieter. Als Ökostrom wird elektrische Energie bezeichnet, die aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind- oder Solartechnik gewonnen wird. Die Herstellung erfolgt auf ökologisch vertretbare Weise und der Strom lässt sich physikalisch nicht vom „klassischen“ Strom unterscheiden. Dennoch ist zusätzlich Strom Sparen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag gefragt.

Money, money, money: Strom und Stromkosten sparen

Gefühlt wird jedes Jahr alles teurer, vor allem die Nutzung von Energie reißt ein tiefes Loch in unser Portemonnaie. Dabei kann man Strom oftmals auf ganz unkompliziertem Weg sparen. Denn wer zahlt schon gerne eine zu hohe Stromrechnung? Mit dem Geld kann man schließlich auch prima den nächsten Sommerurlaub oder ein stylisches Interior-Piece shoppen. Ürbigens ist der Strom nachts billiger als tagsüber – energieintensive Geräte sollten Sie also am besten nachts laufen lassen.

In Deutschland liegt der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte bei rund 29,42 Cent pro Kilowattstunde (Stand: 2018). Im Jahr 2000 lag dieser allerdings noch bei 13,94 Cent. Dies entspricht einer Steigerung von 111 Prozent beziehungsweise 6 Prozent pro Jahr. Unfassbar! Mit Strom lässt sich daher bares Geld sparen. Ihren Stromanbieter sollten Sie regelmäßig checken und Preise vergleichen.

Weitere nachhaltige Tipps für den Haushalt: Auch beim klassischen Heizen verschwendet man oft Energie! Achten Sie auch hier auf eine geregelte Nutzung der Heizung in Kombination mit richtigem Lüften!

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