Nachhaltig einkaufen Gemüse in Korb

Ob Shopping oder Lebensmittel einkaufen – jeder Kauf schadet in gewisser Weise der Umwelt. Das nächste Mal achten Sie daher darauf, dass Sie möglichst nachhaltig einkaufen und dabei die Umwelt so gut es eben geht schonen. Gewusst wie! Wir geben Ihnen Tipps und Ideen, um den täglichen Einkauf im Supermarkt, aber auch Ihre ausgiebige Shoppingtour und den Haushalt größtenteils nachhaltig zu gestalten. Lassen Sie sich von unseren Anregungen inspirieren – für ein nachhaltigeres Leben!

Definition: Das bedeutet „nachhaltig einkaufen“

Grundsätzlich bedeutet das nachhaltige Einkaufen nichts anderes, als beim Kauf verantwortungsvoll auf ausschließlich ökologische sowie sozial unbedenkliche Produkte zu achten. Doch welche Eigenschaften sind dabei ausschlaggebend? Nachhaltige Produkte sind in der Herstellung, aber auch in der Nutzung energiesparend und umweltfreundlich. Zudem weisen sie einen möglichst niedrigen CO2 Ausstoß auf und wurden fair produziert. Eine lange Nutzdauer ist ebenfalls ein Aspekt, der bei nachhaltigen Produkten eine wichtige Rolle spielt.

Deswegen sollte man nachhaltig einkaufen

Nachhaltig einzukaufen heißt nicht unbedingt, dass Sie nur zu Produkten greifen müssen, die schon von Weitem nach öko aussehen. Mittlerweile haben Sie eine große Auswahl und können zwischen verschiedenen Designs und Produktkategorien wählen. Was beim nachhaltig Einkaufen allerdings im Fokus steht, ist der ökologische Fußabdruck, den wir so minimal und „grün“ wie möglich halten möchten.

Der ökologische Fußabdruck ist ein Nachhaltigkeitsindikator und wurde bereits Mitte der 90er Jahre entwickelt. Er gibt an, wie stark die Erde bzw. das hiesige Ökosystem sowie die natürlichen Ressourcen von uns beansprucht werden. Zudem trifft er eine Aussage darüber, wie viel Fläche von der Natur benötigt wird, um die verbrauchten Ressourcen tatsächlich zu erneuern und die entstandenen Abfallprodukte zu absorbieren.

Empfehlungen für nachhaltig Einkaufen: Onlineshops

Wo man nachhaltig einkaufen kann? Diese 11 nachhaltigen Shops für Mode, Lebensmittel sowie den täglichen Bedarf finden wir besonders toll:

  • Original Unverpackt: Bei den Produkten wird komplett auf Einwegverpackungen verzichtet
  • Neuzwei: Concept Store aus Berlin-Neukölln mit Fokus auf zeitlose, nachhaltige Mode
  • Vinokilo: Coole It-Pieces mit Vintage Charme, die sich Second Hand kaufen lassen
  • Avocadostore: Bunt gemischter Markplatz für Eco Fashion – nachhaltige Kleidung und einen grünen Lifestyle
  • Armed Angels: Umweltfreundliche Kleidung für Frauen und Männer
  • Waschbär: Nachhaltige Haushaltswaren für Ihre vier Wände sowie klassische Naturmode
  • Avoid Waste: Stylische Produkte, die den Alltag nachhaltiger und müllfrei gestalten
  • Ultra Green: Dieser Onlineshop setzt auf plastikfreie Produkte
  • Zero Waste Laden: Die Produkte ersetzen Einwegartikel und es werden ökologische sowie ressourcenschonende Verbrauchsmaterialien verwendet
  • Wild Minimalist: Moderne Produkte für einen „Green Lifestyle“
  • Naturalou: Der Fokus liegt auf ökologischen und sozialverträglichen Alternativen, die den Alltag müllfreier gestalten

Tipps zum nachhaltig Einkaufen im Supermarkt

Ob Sie es glauben oder nicht: das nachhaltige Einkaufen lässt sich mit ein paar Kniffen ganz unkompliziert in den Alltag integrieren. Optimalerweise setzen Sie bei Ihrer nächsten Einkaufstour auf Produkte, die für das sogenannte „clean eating“ geeignet sind – unverpackt, bio und unverarbeitet. Noch mehr Tipps finden Sie hier!

1. Verpackung und Plastik sparen

  • Lose statt verpackte Produkte nehmen
  • Gerichte selbst zubereiten statt Tiefkühlpizza & Co. kaufen
  • Leitungswasser trinken
  • Boxen mitnehmen (vor allem für die Frischetheke im Supermarkt)
  • Auf Mehrweg- statt Einwegflaschen setzen
  • Mit Einkaufszettel einkaufen gehen (dadurch nehmen Sie nicht zu viel mit und verschwenden weniger)
  • Ein Mindesthaltbarkeitsdatum kann oftmals auch überschritten werden (greifen Sie daher auch zu Produkten, die bald ablaufen)
  • Auf den Kassenzettel verzichten
  • Gemüse aus Konserven sowie Salat aus der Tüte sind absolute No-Gos
  • Auf Wochenmärkten einkaufen oder die Ökokiste bestellen
  • Saisonale und regionale Lebensmittel bevorzugen

2. Weniger tierische Produkte und mehr vegan kaufen

  • Weniger ist hier mehr (aber nur bei der Menge, nicht beim Preis – bitte bio kaufen!)
  • An der Bedientheke werden die Lebensmittel meist verpackungssparender verpackt
  • Achten Sie auf ökologische Siegel und Bio-Labels
  • Fisch ist zwar gesund, aber nicht nachhaltig (unbedingt auf MSC-Siegel achten)
  • Statt Kuhmilch können Sie pflanzlichen Alternativen (wie Hafermilch oder Mandelmilch) probieren
  • Auch Käse gibt es mittlerweile vegan – auf Mandel- oder Cashew Basis (gesund & ökologisch!)

3. Nachhaltige Lebensmittel: Achten Sie auf Bio und fair

  • Fairtrade-Siegel (kennzeichnen Produkte, die aus fairem Handel stammen und bei dessen Herstellung soziale, ökologische sowie ökonomische Kriterien beachtet wurden)
  • GEPA-Logo (steht dafür, dass die Kriterien des fairen Handels eingehalten wurden)
  • Nach Möglichkeit immer frisch kaufen im Bezug auf Obst und Gemüse
  • Regionale und saisonale Ware wählen (Avocados sind zum Beispiel (leider) nicht nachhaltig)
  • Die Stempel auf den Eiern checken: 0 = Bio-Eier, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung. 3 = Käfighaltung. Kaufen Sie am besten nur Kategorie 0 oder 1, 2 und 3 sind nicht nachhaltig.

4. Kosmetik und Reinigungsmitteln: Mikroplastik & Co. vermeiden

  • Auf Zertifizierungen wie EU-Ecolabel, Blauer Engel, Ecocert und Ecogarantie für Wasch- und Putzmittel achten
  • Stets sparsam dosieren
  • Idealerweise auf geeignete Hausmittel setzen
  • Toilettenpapier, Taschentücher und Küchenrolle aus Recyclingpapier mit Blauer Engel Label nehmen

5. Tüten vermeiden und den Müll richtig entsorgen

  • Eigene Tasche oder Stoffbeutel mitnehmen
  • Nicht immer wieder einen neuen Stoffbeutel kaufen, sondern einen oder zwei und diese wieder verwenden
  • Trennen Sie unterschiedliche Materialen bei Verpackungen
  • Entsorgen Sie alles in die richtige Tonne (Mülltrennung ist enorm wichtig!)

6. Mobilität: Nicht mit dem Auto einkaufen gehen

  • Nehmen Sie das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel
  • Das sogenannte Lastenrad kann man sich zum Beispiel auch in vielen Städten ausleihen
  • Kaufen Sie so nah wie möglich bei ihrem Zuhause ein und/oder machen Sie Großeinkäufe (wenn Sie das Auto nehmen)
  • Oftmals ist das Liefern lassen von Lebensmitteln umweltfreundlicher als selbst zu fahren

Nachhaltig einkaufen – Mode, Technik und Möbel

Nachhaltig einkaufen ist aber nicht nur ein Thema, welches den Konsum von Lebensmitteln betrifft. Auch Mode, Interior sowie Technik lassen sich umweltfreundlich shoppen. Hierbei spielt vor allem die Wahl der Läden sowie Onlineshops eine zentrale Rolle. Ebenso sind die Materialien und die Zertifizierungen der jeweiligen Gegenstände ausschlaggebend für ein nachhaltiges Produkt. Eine Option von Recycling bzw. Upcycling sorgt ebenfalls für mehr Nachhaltigkeit. Wussten Sie übrigens, dass das Onlineshopping gegenüber dem klassischen Kaufen in Shops als nachhaltiger gilt? Wer alten Dingen ein neues Zuhause schenken möchte, der kann zudem prima Gebrauchtes kaufen und Ungebrauchtes wieder verkaufen.

Geschützte Begriffe und Labels zum nachhaltig Einkaufen

“Bio” und “Öko” sind gesetzlich geschützte Bezeichnungen, die nicht einfach nach Lust und Laune verwendet werden dürfen. Sind bestimmte Produkte so gekennzeichnet, erfolgte die Erzeugung sowie die Verarbeitung nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus.

Gleichzeitig dürfen ebenfalls diese Begriffe ausschließlich für Lebensmittel verwendet werden, die tatsächlich „bio“ sind:

  • biologisch oder ökologisch
  • Biologischer bzw. ökologischer Landbau
  • Kontrolliert biologisch bzw. kontrolliert ökologisch

Wir hoffen, wir konnten Sie zum nachhaltiger einkaufen inspirieren! Ihr Westwing-Team!


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