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Designer-Porträt über Karim Rashid

Karim Rashid ist ein angesagter, amerikanischer Designer, der mit seinen organisch-futuristischen, weiß-farbigen Interior-Pieces eine Gegenwart schaffen will, die sich nicht mehr am Alten orientiert. Sie soll hingegen in eine neue Zukunft aufbrechen.

Seine Entwürfe sind dabei Vorboten einer fantastischen Zukunft. Sie stehen für die Maxime, die jedes Mitglied der Gesellschaft nützt, wenn es sich selbst verwirklicht und den Raum einnimmt, den es ausfüllen möchte. Egal ob derjenige nun perfekt in ein Muster passt oder eben nicht.

Design is about the betterment of our lives poetically, aesthetically, experientially, sensorially, and emotionally.


Karim Rashid

Der „Popstar der Designwelt“

Karim Rashid wurde 1960 in Kairo geboren. Sein Vater, ein Ägypter, war ein Maler abstrakter Kunst, seine Mutter Engländerin. Mit seiner Familie zog er dann nach Kanada, wo er an der Carleton University in Ottawa Industriedesign studierte. Nach seinem Abschluss arbeitete Karim Rashid in Design Studios und entwarf unter anderem Werkzeuge für Black und Decker. 1993 eröffnete er schließlich ein eigenes Büro. Nur drei Jahre später gelang Karim Rashid der Durchbruch mit dem Plastikpapierkorb Garbo.

Seitdem hat der Designer mehr als 3000 Produkte, Objekte und Designs entworfen. Für Restaurants, Stores, Ausstellungen, Hotels, Parfumflakons, Plastikflaschen und Verpackungen. Zudem ist Karim Rashid als DJ bekannt und betätigt sich zeitgleich in der Fashion-Szene.

Werke von Karim Rashid werden in allen großen zeitgenössischen Museen ausgestellt. Im Museum of Modern Art in New York, im San Francisco Museum of Modern Art und im Centre Georges Pompidou in Paris. Karim Rashid und seine Produkte sind Gewinner zahlreicher Auszeichnungen: Red Dot Design Award und Compasso D’Oro. Er hält zwei Ehrendoktortitel und hält Vorträge als Gastdozent an internationalen Universitäten und Kongressen.

Interior-Produkte von Karim Rashid

Die Interior-Pieces von Karim Rashid sind wahre Liebhaberstücke, die zu zeitlosen Wohnklassikern avancieren. So auch der 1996 entworfene „Garbo Can“, welcher von Umbra produziert wurde. Die angenehm runde Form macht ihn zu einem coolen Must-have, das dabei auch noch einfach zu reinigen ist. Ursprünglich war das Schmuckstück als Mülleimer gedacht, wird aber ebenso gerne als Blumentopf, Regenschirmständer oder Futtertrog benutzt. Leicht und simpel ist auch die Outdoormöbel-Reihe Vertex bei Vondom, die durch einen futuristischen Charakter geprägt ist.

Der „Oh Chair“, ebenfalls bei Umbra, ist das erste Möbelstück von Karim Rashid, welches mit seiner Gemütlichkeit und Unkompliziertheit überzeugt. Dass seine Interior-Produkte für große und kleine Fans bestens geeignet sind, beweist der „Kapsule Chair“ bei Offi. Ein Kinderstuhl, der farbig und weich ist, und in dem man eine Menge Spielzeug unterkriegt. Einfach perfekt für jedes Kinderzimmer!

Sein Architekturdesign

Karim Rashid ist ein echtes Multitalent und beschränkt sich in seinen Designs nicht nur auf klassische Interior-Produkte, sondern auch auf eine außergewöhnliche Architektur. Das nhow Hotel Berlin zeigt sogar die ganze Palette von Karim Rashids Können. Weiße Räume mit farbigen, sensuellen Formen und Licht erzeugen dabei eine ganz besondere Atmosphäre.

Sein Verpackungsdesign & Grafik

Von Interior über Fashion bis hin zu Art und Packaging – der Popstar der Designwelt fühlt sich in den unterschiedlichsten Branchen zu Hause. Für ihn dreht sich Design hauptsächlich darum, dass sich das Leben poetisch, ästhetisch, erfahrungsmäßig, sensorisch und emotional verbessert. Diese Prämisse beherzigt Karim Rashid auch beim Verpackungsdesign sowie Grafiken.

Unter anderem gestaltete er das preisgekrönte Verpackungsdesign für nuMe. Das Programm hilft Frauen ihre Gesundheit an erste Stelle zu setzen. Die simplen Entwürfe sind sowohl modern als auch praktisch.

Sein Stil

Popstar des Designs, Design Dandy, New-Age-Visionär, Plastikpapst – Karim Rashid wird vieles genannt. Er scheut sich dabei nicht, seine Person, seine Meinungen, seine Ideale und seine Vorlieben mit der Welt zu teilen. Schließlich möchte er mit seinem Design eine Welt schaffen, die mehr Wert auf den Menschen legt, auf das Individuum sowie auf die Person. Eine Welt, die miteinander verknüpft ist, die freundlich und offen ist. Und wo jeder die Möglichkeit hat, sich selbst als Person zu verwirklichen und dadurch Teil der Gemeinschaft zu sein.

Anstatt sich in ein vorgegebenes Raster oder Gitternetz der unbelebten Außenwelt einzufügen, versucht er Raum zu gestalten. Dieser Raum soll Platz für den Menschen haben, so wie er ist. Das muss aber weder Unordnung, noch Chaos bedeuten.

Die Produkte von Karim Rashid sind zwar oft farbig, gerundet, organisch geformt, aber niemals überladen, unordentlich, vollgestellt. „Sensuous Minimalism“ nennt er seinen Stil, die Welt einerseits dem Menschen nachzugestalten, aber sie trotzdem aufzuräumen und zu entrümpeln.

Seine Kooperationen

Karim Rashid hat mit Marken wie Sony, Prada, BoConcept, Alessi, Artemide, Bonaldo, Magis, Foscarini, Georg Jensen, Serralunga und Zanotta zusammengearbeitet. Seine Produkte und Räume, Ausstellungen und Muster sind beinahe überall zu finden. Egal ob man kleine Cremetuben von Prada bestellt oder in Seoul eine Flasche Limo trinkt.