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Fenster mit Fensterbrett, auf dem eine Vase mit Blättern und Deko steht

In Ihrem Schlafzimmer sollte es nicht nur wohnlich und gemütlich sein, auch das Raumklima muss stimmen. Nur wenn alle Faktoren gegeben sind, führt dies zu einem erholsamen Schlaf. Gerade im Winter ist darauf zu achten, dass die Luft nicht zu trocken wird. Wussten Sie zum Beispiel, dass kalte Luft trockener als warme ist? Im Herbst und Winter herrschen in den eigenen vier Wänden oftmals höhere Temperaturen als draußen. Vor allem durch das Heizen, aber auch weil die kalte Luft von draußen kaum Wasserdampf enthält, ist das Raumklima im Schlafzimmer meist trocken. Dies beeinträchtigt nicht nur Ihren Schlaf, sondern auch die Gesundheit – genau wie zu hohe Luftfeuchtigkeit. Unsere Wohnexperten geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie trockene Luft im Schlafzimmer vermeiden und für ein gutes Raumklima sorgen.

Trockene Luft im Schlafzimmer macht krank

Luft besteht aus ca. 78% Stickstoff, ca. 21% Sauerstoff sowie ca. 1% Edelgase. Luft mit einem zu hohen CO²-Gehalt wird häufig als schlecht eingestuft – genau wie jede andere größere Abweichung. Zudem sollte die Luft auch nicht zu viel Staub enthalten, dieser kann gerade bei Allergikern unangenehme Reaktionen hervorrufen. Und je trockener die Luft, desto mehr Staubpartikel fliegen darin rum, denn Wasserdampf bindet diese normalerweiße. Bei einer zu trockenen Luft in Ihrem Schlafzimmer kann es zur Austrocknung und Reizung von Haut, Schleimhäuten, Atemwegen und Augen kommen.

Die Augen fangen an, zu tränen. Zusätzlich können Reizhusten, Schuppenbildung wegen schlechter Haut sowie eine Anfälligkeit für Infekte und Allergien durch ein geschwächtes Immunsystem die Folge sein. Auch gehäufte Kopfschmerzen, Schlafstörungen und eine verminderte Atemleistung können ein Anzeichen für eine zu trockene Raumluft in Ihren vier Wänden sein. Erkältungen entstehen, da ausgetrocknete Schleimhäute sich schlechter gegen Krankheitserreger wehren können. Und selbst Ihren Holzmöbeln schadet die trockene Luft, hier können Risse entstehen. Daher sollten Sie eine zu geringe Luftfeuchtigkeit unter 40 Prozent vermeiden. Und das übrigens auch im Wohnzimmer und Büro, wo man sich ebenfalls viel aufhält!


Zu hohe Luftfeuchtigkeit ist übrigens auch gesundheitsschädigend. Schimmel entsteht, der zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen, brennenden Augen, Hautreizungen sowie Erkältungen führt. Auch Asthma kann entstehen. Unser Tipp: Gegen Schimmel kann dann ein Luftentfeuchter helfen.

Die richtige Luftfeuchtigkeit und wie man sie messen kann

Für den Wohnraum ist eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent ideal – auch im Schlafzimmer. Gleichzeitig sollten Sie auch die Raumtemperatur im Auge behalten. Hier ist ein Wert von 20 bis 23 Grad völlig in Ordnung. Messen lässt sich die perfekte Luftfeuchte übrigens mit einem Hygrometer. Das Gerät können Sie in den Raum hängen oder stellen. Es liefert sehr genaue Ergebnisse. So wissen Sie immer, wann Sie die Luft im Schlafzimmer befeuchten müssen.

Es gibt aber auch einen ganz einfachen Test, der etwas ungenauer ist, aber dennoch Auskunft gibt:

  • Geben Sie Wasser und Eiswürfel in ein Glas
  • Nach ca. 5 Minuten fassen Sie das Glas an der Außenseite
  • Wenn die Hand danach nicht feucht ist, ist die Luft zu trocken

Genauso können Sie aber folgende Symthome durchgehen:

  • Haben Sie trockene Schleimhäute und Schluckbeschwerden?
  • Tritt oft Reizhusten auf oder sind Sie oft heiser?
  • Haben Sie häufig gerötete, brennende Augen?
  • Spannt und juckt Ihre Haut?
  • Leiden Sie unter Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten?

Wie entsteht trockene Luft im Schlafzimmer?

Trockene Luft in Ihren vier Wänden entsteht, wenn die Räume beheizt werden, draußen aber kühle Temperaturen herrschen. Kalte Luft kann prinzipiell weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme. Durch das Lüften strömt diese kalte Luft in den Wohnraum und wird erwärmt. Die Folge ist eine geringe Luftfeuchte und somit auch eine trockene Luft.

Luftfeuchtigkeit erhöhen: So bekämpfen Sie trockene Luft im Schlafzimmer

  • Richtiges Lüften: Grundsätzlich sollten Sie am besten dann lüften, wenn die Außenluft mehr Feuchtigkeit enthält als die Luft innen. Wir empfehlen Ihnen, den Luftaustausch nicht nur mit einem gekippten Fenster vorzunehmen, sondern durch Stoßlüften. Lüften Sie zudem mehrmals täglich – regelmäßig. Es gibt übrigens auch eine automatisierte Lüftung. Moderne Hausklimatisierungen beinhalten Luftkanäle in den Wänden, über die jeder Raum erreicht werden kann.
  • Heizung runter drehen: Achten Sie beim Lüften darauf, dass die Heizungen ausgestellt sind. Denn sonst erreichen Sie durch die Zufuhr von kalter Außenluft genau das Gegenteil. Zudem sollten Sie die Raumtemperatur anpassen und eine Temperatur von 18° C im Schlafzimmer nicht übersteigen. Auch die Fußbodenheizung trocknet übrigens aus!
  • Nasse/ Feuchte Tücher oder Wäsche im Schlafzimmer aufhängen: Auch durch das Wäschetrocknen in der Wohnung oder Bügeln können Sie die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen. Ebenso können Sie Türen beim Kochen oder Baden/Duschen wegen des Dampfes offen lassen.
  • Eine Wasserschale auf die Heizung stellen: Das Wasser verdunstet und verteilt sich gleichmäßig in der Raumluft. Somit ist die Heizungsluft weniger trocken.
  • Eine Dusche oder ein Bad nehmen: Dabei entsteht jede Menge Luftfeuchtigkeit. Lassen Sie danach die Türe zu den anderen Räumen offen. Das funktioniert auch durch den Dampf, der beim Kochen in der Küche entsteht!
  • Viel trinken: Das hilft, Flüssigkeitsverluste von Schleimhäuten und Haut von innen abzumildern. Eine Nasendusche kann der Nasenschleimhaut gezielt helfen. Nasensprays hingegen sollten immer nur eine sehr kurze Zeit eingesetzt werden.
  • Sprühflasche oder Blumenspritze: Hier können Sie ab und an die Luft damit befeuchten.
  • Luftbefeuchter aus Keramik: Sie werden mit Wasser befüllt und geben es nach und nach an den Raum ab.
  • Klimaanlagen ausschalten: Diese entziehen der Luft Feuchtigkeit.
  • Zimmerbrunnen oder ein Aquarium kaufen: Beide erhöhen die Luftfeuchtigkeit. Allerdings erfordert ein Aquarium mehr Arbeit.
  • Kalk- und Lehmputz der Wände: Dieser nimmt Feuchtigkeit auf und geben Sie wieder ab – je nach Bedarf.

Pflanzen gegen trockene Luft im Schlafzimmer

Hier eignet sich aber nicht alle Zimmerpflanzen. Prima sind vor allem Mitbewohner, die viel Wasser benötigen, aber auch viel Wasserdampf an die Raumluft abgeben. Ideal zum Luft befeuchten im Schlafzimmer sind Zyperngras, Papyrus-Pflanzen, Zimmerlinde und Grünlilie. Weitere Pflanzen für das Schlafzimmer finden Sie in unserem Artikel dazu! Achtung aber: Sehr viele Zimmerpflanzen im Schlafzimmer können zu Schlafstörungen führen. Und zwar diese, die besonders viel Sonne benötigen, um Sauerstoff zu produzieren. Sie schnappen Ihnen sozusagen nachts Sauerstoff weg!

Luftbefeuchter, Verdampfer oder Luftwäscher kaufen

Beim Luftbefeuchter besteht die Wahl zwischen einem Verdunster und einem Zerstäuber. Generell ist er aber nur dann sinnvoll, wenn die Luft tatsächlich permanent zu trocken ist. Auch ein Luftwäscher zur Luftreinigung kann helfen. Der Luftreiniger saugt die Raumluft an und bindet durch Wasser Schadstoffe und Staubpartikel. Die saubere Luft wird dabei befeuchtet.


Lese-Tipp: Sie möchten noch mehr Informationen? Dann klicken Sie in unseren Artikel zur Luftfeuchtigkeit in Räumen. Und lesen Sie doch auch unseren Guide zum Thema Raumklima Verbessern!