Die perfekte Raumtemperatur fürs Wohnzimmer finden

So richtig wohlfühlen und eine entspannte Zeit verbringen: Dafür eignet sich das Wohnzimmer einfach perfekt. Doch dazu braucht es auch die richtige Raumtemperatur! Aber wie warm oder kalt sollte es in diesem Raum eigentlich sein? Und wie kann man die optimale Raumtemperatur im Wohnzimmer am besten halten? Wir verraten Ihnen alle Tipps und Tricks und verraten außerdem, welche Regeln es zum Heizen in der Mietwohnung gibt!

Davon hängt die richtige Temperatur im Wohnzimmer ab

Gehören Sie eher zur Fraktion Frostbeule oder Frischluftfanatiker? Das individuelle Wärme-Empfinden ist subjektiv und kann bei jedem anders ausfallen. Unterschiedliche Faktoren können die Wahrnehmung beeinflussen:

  • Geschlecht: Tatsächlich frieren Frauen schneller als Männer. Das liegt an der Beschaffenheit der Haut (sie ist bei Frauen dünner und somit weniger isolierend) und an der Muskelmasse, von denen Männer in der Regel mehr haben. Muskeln produzieren nämlich Wärme – wer also mehr Muskeln hat, friert weniger.
  • Bewegung & Gesundheit: Müdigkeit und ein angeschlagenes Immunsystem lassen uns schneller frösteln. Wenn wir uns wenig bewegen, zum Beispiel beim Arbeiten am Computer oder abends auf der Couch, dann ist uns weniger warm, als wenn wir in Bewegung sind.
  • Gewohnheit: Tatsächlich kann es an den Heizgewohnheiten liegen, ob wir eine bestimmte Temperatur als angenehm oder ungemütlich empfinden. Wer gewohnheitsmäßig in der Wohnung ordentlich heizt, wird in einem zugigen Büro schneller kalte Füße bekommen.

Die perfekte Raumtemperatur im Wohnzimmer ist also vom persönlichen Empfinden abhängig. Es gibt allerdings auch Richtwerte, die empfehlenswert für Gesundheit, Wohlbefinden und Umwelt sind. Wir haben im Folgenden alle Antworten und Tipps rund ums Thema optimale Raumtemperatur im Wohnzimmer.

Welche Raumtemperatur ist ideal fürs Wohnzimmer?

Für die unterschiedlichen Räume in der Wohnung gelten unterschiedliche Empfehlungen, was die Temperatur angeht. Die ideale Wohnzimmer Temperatur liegt laut Experten bei 20-23 Grad Celsius. In diesem Bereich kann sich die subjektive Behaglichkeitstemperatur bewegen. Ob klassischer Heizkörper oder Fußbodenheizung, mit einem Thermostat lässt sich die Zimmertemperatur konstant einstellen. In anderen Räumen, wie zum Beispiel im Schlafzimmer und der Küche, sollten Sie die Temperaturen dagegen niedriger einstellen.

Extra-Tipp: Ihr Heizkörper ist leider nicht gerade ein Hingucker? Dann verschönern Sie ihn doch mit einer selbstgebauten Heizkörperverkleidung!

Wie kann ich die Raumtemperatur im Wohnzimmer am besten messen?

Mit einer Wetterstation oder einem Zimmerthermometer können Sie die genaue Temperatur ermitteln. Einige Geräte können sogar auch die Luftfeuchtigkeit in Räumen bestimmen. Diese kann ebenfalls eine Rolle für ein gesundes Raumklima spielen. Allzu trockene Luft trocknet nämlich die Schleimhäute aus und begünstigt so Infekte. Zu viel Feuchtigkeit kann dagegen zu Schimmelbildung führen.

Was passiert, wenn die Raumtemperatur zu hoch oder zu niedrig ist?

Wenn wir einen Raum als zu kalt empfinden, fühlen wir uns unwohl und angespannt. Dauerhaft kann dies zu einer Erkältung führen. Wenn auch eine Strickjacke oder ein Pulli nicht helfen, dann sollten Sie die Heizung etwas höher drehen. Allerdings: Je mehr Sie heizen, desto schneller steigen die Heizkosten.

Eine zu hohe Raumtemperatur im Wohnzimmer ist zudem auch nicht empfehlenswert für die Gesundheit. Je stärker die Heizung arbeitet, desto trockener die Luft. Unser Tipp: unbedingt regelmäßig lüften. Dabei die Heizung kurz runterdrehen, Fenster ganz aufreißen und frische Luft durch die Räume zirkulieren lassen. Einige Minuten reichen schon!

Wie kann ich die Raumtemperatur im Wohnzimmer optimal halten?

Mit diesen Tipps können Sie im Wohnzimmer für ein dauerhaft angenehmes Klima sorgen:

  • Setzen Sie auf kurzes, aber effektives Stoßlüften anstatt auf gekippte Fenster.
  • Die Heizungen sollten möglichst nicht zugestellt werden, damit sich die Wärme optimal ausbreiten kann.
  • Die Heizung regelmäßig entlüften, am besten direkt vor dem Start der Heizsaison.
  • Wenn Sie undichte Fenster oder eine mangelhafte Dämmung beheben, können Sie bis zu 10 Prozent der Heizkosten einsparen.
  • Nachts und bei Abwesenheit können Sie die Heizung etwas runterstellen, allerdings nicht ganz ausmachen. Ein kaltes Zimmer aufzuheizen erfordert mehr Energie als die Temperatur konstant zu halten.

Wohnen mit Baby: Wie warm sollte es sein?

Da die Mini-Mitbewohner ihre Körpertemperatur noch nicht richtig regulieren können, sollte man darauf achten, dass Babys nicht auskühlen. Deshalb sollte im Wohnzimmer und auch im Babyzimmer die Temperatur zwischen 20 – 22 °C liegen. Nachts können Sie auf ca. 18 Grad runterkühlen.

Sommer vs. Winter: Welche Temperatur ist im Wohnzimmer perfekt?

Welche Temperatur richtig ist, entscheidet im Endeffekt das persönliche Empfinden. Im Sommer wird normalerweise kaum bis gar nicht geheizt. Da der Unterschied zur Außentemperatur meist gering ist, halten wir im Sommer auch niedrigere Zimmertemperaturen gut aus.

Heizen in der Mietwohnung: Welche Regeln gelten?

Tatsächlich sollten Mieter auch im Urlaub oder bei längerer Abwesenheit ihre Heizung nicht komplett ausschalten. In kühlen Räumen mit Außenwänden kann sich sonst schnell Schimmel bilden, da dort die Luftfeuchtigkeit steigt. Aber eine Heizpflicht gibt es in der Regel nicht.

Der Vermieter dagegen ist verpflichtet, die Heizung so einzustellen, dass in der Heizperiode vom 1. Oktober bis 30. April die Mindesttemperatur von 20 – 22 Grad Celsius erreicht werden kann. Kümmert er sich nicht darum, kann der Mieter die Miete mindern.


Weitere Tipps fürs Wohnen im Winter gesucht? Dann erfahren Sie jetzt mehr über das richtige Lüften oder Heizen! Mehr spannende Infos und Ideen für Ihr Wohlbefinden bekommen Sie dagegen in unserer Rubrik Wellbeing.