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Mann schenkt Tee ein

“Probiers mal mit Gemütlichkeit…” – oder noch besser mit Niksen, Niederländisch für Nichtstun. Das liegt nämlich gerade voll im Trend. Und das hat noch nicht mal was mit dem regnerischen Herbstwetter zu tun, wobei sich das natürlich herrlich in das Konzept des Hypes einfügt. Einfach mal abhängen und dabei nichts tun, absolut gar nichts, nein auch nicht meditieren, oder Atemübungen praktizieren. Nichtstun, ist ab sofort nicht einfach nur gesellschaftlich akzeptiert, sondern sogar trendy. Wir verraten, was genau hinter diesem neune Home & Living Trend steckt und wie auch Sie “Niksen können”.

Niksen – das neue Hygge in 2020?

Zugegeben, Niksen ist nichts Neues. Haben wir als Teenager nicht alle noch “Chillen” dazu gesagt? Die Italiener nennen es “Dolce far niente”, zuletzt war Hygge,” Dänisch für “gemütlich” ein Trendwort, während man in Schweden “Lagom” dazu sagt und die Finnen ganz konkret von “kalsarikännit” sprechen.

Ganz egal wie Sie es nennen wollen, wir begrüßen den Trend aus den Niederlanden, der gerade nach Deutschland schwappt mit offenen Armen, heißen ihn auf der Couch und unter unserer Kuscheldecke willkommen. Apropos, am besten “Nikst” es sich natürlich daheim. Natürlich geht Nichtstun immer und überall aber so richtig schön Faulenzen lässt es sich nur Zuhause.

Wie war das nochmal mit dem Entspannen?

Überlegen wir mal kurz, wann haben wir überhaupt zuletzt Nichts getan? Wir nutzen doch wirklich jede Sekunde unseres Tages dafür an uns zu arbeiten und produktiv zu sein. Selbst als wir alle Zuhause bleiben sollten, haben wir uns noch fast überschlagen in dem Versuch effizient und auf keinen Fall faul und quasi nutzlos zu wirken. Über Instagram teilen wir, dass wir selbst in Quarantäne neben dem Home-Office, noch täglich Yoga praktizieren, Bananenbrot backen, ein Buch pro Tag lesen, Makramees knüpfen und einen Vertical Garden angelegt haben. Wir kombinieren lieber zwei Aktivitäten miteinander bis hin zur absoluten Multitasking-Perfektion, anstatt einfach mal dem süßen Nichtstun zu frönen. Während dem Putzen, läuft ein Podcast der uns weiterbilden soll, beim Joggen hören wir einen Sprachkurs, beim Telefonieren räumen wir auf und während Netflix läuft beantworten wir noch Emails.

Während einer Studie des US-Psychologen Timothy Wilson von der University of Virginia vor einigen Jahren wurden Probanden gebeten sich für 15 Minuten auf ein Sofa zu setzen. In dem Raum gab es keine Unterhaltungsmöglichkeiten, keine Ablenkung, keine Aufgabe (bis auf das Dasitzen) keinen Weg die Wartezeit scheinbar sinnvoll nutzen zu können, nur einen Knopf. Mit dem Button konnte sich jede Versuchs-Couch-Potato einen Elektroschock verpassen. Jeder dritte männliche und jede vierte weibliche Probandin drückten den Knopf anstatt für kurze Zeit einfach nur herumzusitzen.

Und nun? Machen wir Schluss mit Stress. Kein Grund mehr für Non-Stop-Produktivität, oder den Tag von morgens bis abends zu nutzen um jeden Augenblick zu optimieren. Auf Facebook und Instagram wird nicht mehr gebacken und gesportelt sondern gechillt. Wir geben uns trendbewusst und machen Niksen ab sofort zu einem festen Bestandteil unseres Alltags. Bewusstes, unangestrengtes, einfach nur Dasein.

Wie geht Niksen?

Die Idee hinter der Wohlfühlphilosophie: Anders als bei Meditation, bei der es darum geht den Kopf auszuschalten, nicht zu denken und sich stattdessen auf die Atmung zu konzentrieren, erlaubt Niksen die Gedanken kreisen und wandern zu lassen. Das erfordert wesentlich weniger Konzentration, Übung und Disziplin als zu meditieren und dient mehr der Entspannung und Entschleunigung. Sie können grübeln, tagträumen sogar brainstormen, nur lassen Sie dabei Ihr Smartphone liegen. Schauen Sie aus dem Fenster. Entspannen Sie in der Badewanne, in Ihrem Lieblingssessel oder starren Sie vom Bett aus auf die Schlafzimmerdecke. Alles ist erlaubt, solange Sie mit Ihren Gedanken alleine sind, nicht reden, nicht zuhören und eben nichts tun. Jeder kann also niksen, Sie müssen sich nur darauf einlassen.

Gesund ist das neue sexy

Aktiv sein bedeutet gesund leben und produktiv sein bedeutet erfolgreich, glücklich und zufrieden leben. Oder nicht? Stimmt schon irgendwie. Die Studie „Happiness and Productivity“, aus dem Jahr 2015 konnte eine Wechselwirkung zwischen mehr Zufriedenheit und mehr Produktivität ausmachen.

Andererseits erklärte die Weltgesundheitsorganisation 2019 Burnout offiziell zu einer chronischen Krankheit, ausgelöst durch Stress. Burnout, Angststörungen und Depression gehören zu den häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Gelegentliches Niksen könnte doch vielleicht ein Step in die richtige Richtung sein.

Außerdem, Nichtstun heißt nicht gleich Nichts schaffen. Hirnforscher wissen längst und werden nicht müde immer wieder zu erklären, dass Ruhe unsere Kreativität fördert. So wertvoll Impulse, Denkanstöße, Ideen von anderen Menschen, Informationen und Reize aus unserer Umwelt sind, so brauchen wir doch immer wieder Leerlauf-Momenten ohne diese Reize um all das Erlebte, Gesehene und Gehörte sortieren, verarbeiten und abspeichern zu können.

Zack, da haben wir also schon den Wert und Nutzen im Nichts gefunden und können uns vollkommen ohne Gewissensbisse dem Niksen, Faulenzen, Chillen, Abhängen, Rumlungern, Relaxen, Entspannen, Hyggen, Dösen, Tagträumen oder wie auch immer hingeben.

Die schönste Deko für Ihren Niksen-Spot

Wir wünschen Ihnen ganz viel Spaß dabei und haben hier noch ein paar kreative Styling-Ideen für Ihren liebsten Niksen-Spot.

Niksen im Wohnzimmer wird noch gemütlicher mit diesen cozy Teilen:

Niksen im Badezimmer klappt am besten in der Wanne und mit diesen Home Spa Utensilien:

Niksen im Schlafzimmer wird extra kuschelig und gemütlich mit diesen traumhaften Pieces:

Niksen in der Küche geht auch, Sie müssen es sich nur gemütlich machen. Zum Beispiel damit:


Na, ist der neu Trend Niksen etwas für Sie? Wir wünschen Ihnen jedenfalls viel Spaß beim Entspannen – schauen Sie doch gerne auch in unsere weiteren Artikeln in unserer “Wellbeing“-Kategorie!