Journaling Notizbuch Stift

Journaling stammt aus den USA und war dort schon in den 70ern ein wichtiges Instrument zur Therapie. Es hilft aber auch zur Entschleunigung, zu mehr Erfolg oder zur Selbstreflexion, um sich einiger Dinge klarer bewusst zu werden. Mit Journaling nehmen Sie sich Zeit für sich und alle Dinge, die in Ihnen vorgehen. Das sollten Sie sich wert sein. Entdecken Sie hier, wie es geht und warum Sie damit anfangen sollten. Plus: Unsere gratis Fragen Vorlagen als Bilder zum Download – viel Spaß beim inspirieren lassen:

Der Unterschied zwischen Journaling und Tagebuch

Obwohl das englische Wort Journal einfach übersetzt Tagebuch heißt, bedeutet Journaling etwas Anderes, als Tagebuchschreiben. Beim Journaling geht es nämlich um die innere Gefühlswelt statt um das, was man äußerlich erlebt. Also klar stehen die Gefühle auch in Verbindung dazu, was man so unternommen hat. Aber dabei beschreibt man eben die ausgelösten Gefühle davon.

Smart: Beim Schreiben wird die linke Gehirnhälfte verwendet – die analysierende, rationale Hälfte. Die rechte Hälfte, welche kreativ und intuitiv ist, kann zuweilen vollkommen für die Therapie, das Rauslassen der Gefühlswelt verwendet werden. Schreiben – per Hand – fördert unsere Kreativität!

Vorteile von Journaling – Hilfe zur Selbsthilfe

Journaling kann für die Bereiche Selbstliebe, Erfolg und Dankbarkeit beziehungsweise mehr Glücklichkeit helfen. Genauere Details dazu erfahren Sie im Folgenden:

  • Es entlastet und mindert Stress
  • Es hilft, seinen Gefühlen zuzuhören und sie nicht zu unterdrücken
  • Man lernt sich selbst besser kennen, bekommt mehr Klarheit
  • Probleme werden so oftmals rationaler gelöst
  • Es verhilft zu mehr Achtsamkeit und lässt einen das Leben mehr schätzen
  • Es hilft gegen Ängste und Sorgen
  • Mehr Empathie für andere zu entwickeln ist auch eine mögliche Wirkung
  • Journaling ist günstig, einfach und geht schnell

Lese-Tipp: Klicken Sie auch in unseren Artikel zur self care!

So geht Journaling: Sich die richtigen Fragen stellen und mehr

Journaling ist eine Art Selbstcoaching. Je nachdem, was Sie von Ihrem Leben möchten, gibt es aber viele verschiedene Varianten. Diese sollten vor allem für Sie machbar sein und Ihren Vorstellungen entsprechen. Übrigens: Denken Sie nicht zu lange darüber nach, was Sie aufschreiben. Einfach das nehmen, was gerade in Ihrem Kopf ist! Wichtig ist aber, dass Sie vorab über die richtigen Fragen an sich selbst nachdenken. Und eine neue Routine kreieren – egal, wie oft diese dann praktiziert wird.

8 verschiedene Methoden

  1. XX Minuten Tagebuch: Hier geht es darum, jeden Morgen/ Abend/ Tag die gleichen Fragen zu beantworten. Passende Fragen sind zum Beispiel: „Wofür bin ich heute dankbar?“. „Was sind meine Vorsätze für heute?“. „Wie fühle ich mich heute und warum?“. Egal, ob Sie hier ein 5 Minuten oder 6 Minuten Tagebuch wählen – diese Zeit ist Gold wert!
  2. Prompts Journaling: Hierbei geht es um reflektierende Fragen, die einen tiefer in seinem Inneren graben lassen. Das wären zum Beispiel passende Fragen: „Was sind Ihre Ängste und warum?“. „Was macht Sie glücklich?“. „Was sind Ihre Stärken?“.
  3. Journaling nach Perioden: Viele Menschen machen zum Beispiel nur einmal im Jahr kurz vor Silvester Journaling. Hier ist es das Ziel, die Vergangenheit nochmal zu durchdenken und daraus zu lernen. Fragen sind zum Beispiel: „Was möchte ich loslassen, weil es mir nicht gutgetan hat?“. „Was waren meine Erfolge?“. „Was kann ich als Learning mitnehmen?“. Ebenso schön ist das aber auch zum Ende jeder Woche oder jedes Monats.
  4. Das freie Journaling: Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf. Was auch immer in Ihrem Kopf umhergeht, schreiben Sie es auf. Egal ob Sorgen oder Wünsche – es wird Ihnen nichts vorgegeben. Diese Methode ist auch super während Phasen der Überforderung, um den Kopf freier zu kriegen.
  5. Das Ziele Journaling: Diese Art verhilft zu mehr Erfolg. Indem Sie Ihre Ziele klar definieren, sie begründen und die nötigen Schritte dafür reflektieren, wissen Sie genau, was zu tun ist. Wichtig: Notieren Sie auch Ihre Fortschritte. Dieses Journaling wird auch Erfolgstagebuch genannt. Lese-Tipp: Hier kann auch zusätzlich ein Vision Board helfen.
  6. Traum-Journaling: In unseren Träumen verarbeiten wir einiges. Wenn man dies täglich direkt morgens nach dem Aufstehen niederschreibt (Morgenseiten), kann man darüber reflektieren, was einem die Träume sagen. Nach einiger Zeit kann alles Geschriebene einen Zusammenhang bilden und uns Zugang zum Unterbewusstsein geben.
  7. Art Journaling: Gefühle kann man nicht nur in Wörtern, sondern auch in Bildern festhalten. Diese Form setzt daran an – und lässt Sie einen Mix aus Wörtern und Kunstwerken anfertigen. Wenn Sie besonders kreativ sind und malen Ihnen liegt, ist das garantiert eine gute Idee!

Lese-Tipp: Auch das Bullet Journal (unsere Nummer 8) ist eine Form von Journaling. Es ist ein Mix aus Kalender mit To-Do-Liste, Tagebuch sowie Platz für Skizzen. Klicken Sie in unseren Artikel und erfahren Sie mehr darüber!

Buch-Tipp: Expressive Writing ist ein Buch von James W. Pennebaker. Es geht hier speziell um eine Journaling Routine für die persönliche Heilung und hilft dabei mit Fakten und Tipps zur Umsetzung.

10 weitere Tipps zum Journaling

Frau beim Journaling
  1. Handy aus & Co.: Lassen Sie währenddessen keine Ablenkungen zu
  2. Seien Sie dankbar und halten Sie sich an positive Gedanken – wissenschaftliche Studien beweisen den Erfolg der positiven Psychologie
  3. Lassen Sie sich auf Journaling ein
  4. Wir haben es schon gesagt: Schreiben Sie per Hand, mit Stift, auf Papier. Nicht am PC oder Handy – auch ein einfaches Notizbuch tut es
  5. Haben Sie Ihr Journaling Set immer griffbereit
  6. Denken Sie nicht darüber nach, was andere von dem Niedergeschriebenen halten könnten – das ist nur für Sie bestimmt
  7. Auch Formulierungen und Rechtschreibung sind hier völlig egal
  8. Setzen Sie sich nicht unter Druck
  9. Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt. Morgens können Sie Träume niederschreiben und Ziele setzen, abends den Tag Revue passieren lassen
  10. Reflektieren Sie auch die Erfolge des Journaling und halten Sie diese fest

Journaling Apps und Vorlagen Bücher

Wenn Sie sich einfach nicht mit Stift und Papier wohlfühlen, gibt es auch praktische Apps, die beim Journaling helfen. Dazu zählen zum Beispiel „Day One“, „5 Minute Journal“, „Grid Diary“ oder „stoic.“. Am besten ist es, wenn die App eine Erinnerungsfunktion hat und sehr simpel aufgebaut ist. Bei Büchern sind besonders das mit Fragen gefüllte „6-Minuten-Tagebuch“ und das „Klarheit Journal“ beliebt und bekannt. Sie bieten vor allem einen leichten Anfang ins Journaling durch die Vorgaben.

Unsere gratis Vorlagen können Sie aber auch verwenden:

Gratis Vorlage mit Fragen für jeden Wochentag
Gratis Vorlage mit Fragen für die Kalenderwoche
Gratis Vorlage für das ganze Jahr mit Fragen

Einfache Übungen für den Einstieg

Alternativ können Sie auch mit Übungen anfangen. Diese können zum Beispiel so aussehen, dass sie jeden Abend drei Dinge notieren, für welche Sie dankbar sind. Drei schöne Sachen, die Sie an diesem Tag geschätzt haben.

Oder Sie können sich auch jeden Tag Ihre persönlichen Mantras oder Affirmationen vorsagen und dazu Gedanken notieren.


Wir hoffen, wir konnten Sie mit diesem Artikel inspirieren. Ihr Westwing Team!