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Bett im Schlafzimmer

Es kreucht und fleucht im heimischen Bett! Wenn Sie Juckreiz oder sogar Stiche plagen, haben Sie zwischen den Laken im schlimmsten Fall mit Bettwanzen (Cimex lectularius) zu tun. Und wer jetzt denkt, dass es die kleinen Parasiten am liebsten dreckig mögen, der irrt. Bettwanzen kommen selbst in den saubersten Wohnungen vor. Generell treten die unliebsamen Insekten vorrangig überall dort auf, wo sich viele Menschen tummeln. Daher ist es auch kein Wunder, dass ein Bettwanzenbefall in den eigenen vier Wänden oft nach einem Urlaub bemerkt wird. Im Gepäck reisen die Schädlinge unbemerkt mit und machen es sich bei Ihnen zu Hause nur allzu gerne gemütlich. Bettwanzen in der Wohnung sind stets eine Herausforderung. Wir verraten Ihnen, woran Sie einen Befall der Parasiten erkennen und wie Sie die Bettwanzen wieder loswerden können!

Die wichtigsten Fragen rund um Bettwanzen

Haben sich die Bettwanzen erst einmal eingenistet, wird man die kleinen Tiere nicht so leicht wieder los. Damit Sie wissen, womit Sie es überhaupt zu tun haben, finden Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Bettwanzen.

  1. Was sind Bettwanzen?

Bettwanzen sind klitzeklein, oval, rotbraun und zählen zu den Hauswanzen. Erwachsene Tiere erreichen eine Körperlänge von 3,8 bis 5,5 Millimeter, im vollgesogenen Zustand sogar bis zu 9 Millimeter. Bettwanzen sind nachtaktiv, nisten sich vorrangig in Betten ein und ernähren sich von Blut. Sie haben zwar nur eine Lebenserwartung von sechs bis zwölf Monaten, können aber ganze 40 Wochen ohne Nahrung auskommen.

  • Woher kommen Bettwanzen?

Ein Bettwanzenbefall hat absolut nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Denn selbst in der saubersten Wohnung finden die Schädlinge ein geeignetes Versteck – und sei es eine noch so kleine Ritze im Bett. In den meisten Fällen hat man sich die Wanzen selbst eingeschleppt. Ob im Hotel, Hostel oder Pension … selbst im Flugzeug können sich Bettwanzen tummeln, die als blinder Passagier mitreisen.

  • Wo verstecken sich Bettwanzen?

Da Bettwanzen nachtaktiv und somit eher lichtscheu sind, halten sich sie sich am liebten in kleinen Ritzen auf. Oftmals befinden sich ihre Schlupfwinkel in bewohnten, geschlossenen Zimmern in der Nähe von menschlichen Schlaf- und Ruheplätzen.

  • Sind Bettwanzenbisse für Menschen gefährlich?

Grundsätzlich können blutsaugende Parasiten Krankheitserreger übertragen. Allerdings wurde dies bisher noch nicht nachgewiesen. Nichtsdestotrotz kann der Juckreiz, welcher durch die Stiche verursacht wird, total unangenehm sein. Kratzen ist aber absolut tabu! Offene Wanzenstiche können zu einer bakteriellen Infektion führen. Auch der psychische Stress ist nicht zu vernachlässigen. Nach einem Bettwanzenbefall sind Schlafstörungen oder sogar Angstzustände keine Seltenheit.

  • Was mögen Bettwanzen nicht?

Wärme und Kälte sind ein Graus für Bettwanzen! Temperaturen über 30 Grad lassen die kleinen Plagegeister im besten Fall verschwinden. Und auch eine Nacht im Gefrierschrank bei -18 Grad überleben Bettwanzen sowie ihre Eier wohl kaum.

Bettwanzen erkennen: 7 typische Anzeichen

  • Bettwanzenbisse: Die Parasiten hinterlassen rötliche Bisse, die meist in einer Reihe („Wanzenstraße“) angeordnet sind und höllisch jucken.
  • Lebende Bettwanzen: Mit einer Größe von bis zu 9 Millimetern sind die kleinen, rotbraunen Insekten mit ovaler Form selbst mit bloßem Auge zu erkennen.
  • Kotspuren: Befinden sich an Matratze, Bettwäsche & Co. kleine, schwarze Flecken in Kügelchen-Form kann es sich hierbei um Kotspuren der Bettwanzen handeln. Die dunkle Farbe ist darauf zurückzuführen, dass die Parasiten verdautes Blut ausscheiden.
  • Tote Bettwanzen: Bettwanzen haben eine Lebenserwartung von sechs bis zwölf Monaten. Haben Sie einen Bettwanzenbefall zu spät bemerkt, können Sie neben lebenden Schädlingen natürlich auch tote Bettwanzen oder sogenannte Nymphenhäute finden.
  • Blutspuren: Durch die Bisse der Bettwanzen können sich im Bett auch Blutspuren Ihrerseits finden.
  • Geruch: Wird der Bettwanzenbefall nicht rechtzeitig erkannt, kann ein eklig-süßlicher Geruch auf die unliebsamen Mitbewohner hinweisen.
  • Bettwanzeneier: Die Eier der Bettwanzen sind rund 1 Millimeter groß, klebrig, dezent transparent und cremeweiß. Pro Tag legt ein Weibchen bis zu zwölf Eier.

Wie kann man Bettwanzen am besten bekämpfen?

Bettwanzen sind wirklich fiese Schädlinge und sollten schnellstmöglich wieder aus Ihren vier Wänden verschwinden. Sie können zwar auch selbst etwas gegen die unliebsamem Mitbewohner unternehmen, dennoch sollte bei einem Befall im ersten Schritt ein Schädlingsbekämpfer zurate gezogen werden. Denn eine eigenständige Bekämpfung der Tierchen bringt oftmals nicht viel.

Tipp: Statt direkt zur Chemiekeule zu greifen, können Wanzen-Spürhunde die Parasiten erst einmal „biologisch“ orten. Anschließend wird der befallene Bereich mit einem geeigneten Insektizid behandelt.

An einen Kammerjäger kommen Sie nicht vorbei

Sobald Sie die ersten Bisse bemerken, ist es allerhöchste Zeit, um einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu beauftragen. Denn leider kommen Sie um diese helfende Hand nicht drumherum. In der Regel wird der Kammerjäger Insektizide als Kontaktgifte einsetzen. Das bedeutet für Sie: Die betroffenen Zimmer sollten direkt nach dem Ausbringen der Präparate für einige Stunden gemieden werden. Der Kostenpunkt für eine professionelle Bekämpfung der Schädlinge hängt stark vom Einzelfall ab und kann nicht pauschalisiert werden.

Das können Sie selbst gegen Bettwanzen tun

Bettwanzen sind unliebsame Zeitgenossen und sollten möglichst schnell wieder aus der Wohnung verschwinden. Manchmal ist es aber gar nicht so einfach überhaupt einen Termin beim Kammerjäger zu bekommen. Während Sie auf den Einsatz des Schädlingsbekämpfers warten, können Sie mit unseren drei Quick-Tipps schon einmal selbst tätig werden.

  • Tipp 1: Geben Sie alle waschbaren Textilien bei 60 Grad in die Waschmaschine oder frieren Sie Kissen, Decke & Co. mindestens drei Tage lang ein. Beides führt zum Absterben der Bettwanzen.
  • Tipp 2: Entsorgen Sie befallene Gegenstände, die Sie nicht mehr brauchen, in einem verschließbaren Plastikbeutel oder im Plastiksack.
  • Tipp 3: Da Bettwanzen nicht fliegen können, lassen sich die Insekten samt Eier auch mit einem Staubsauger „entfernen“. Ganz wichtig: Entsorgen Sie den Staubsauger-Beutel hinterher in einer verschnürten Plastiktüte. Der Auffangbehälter von einem Staubsauger mit Filter ist für drei Tage in einer Plastiktüten einzufrieren.

So können Sie einem Bettwanzen-Befall vorbeugen

Damit es nach Ihrem Urlaub gar nicht erst zu einer bösen Überraschung kommt, sollten Sie Ihr Gepäck bei einem akuten Verdacht auf Bettwanzen direkt bei einem Kammerjäger zur Untersuchung abgeben.

Kommt das für Sie nicht infrage oder halten Sie diesen Schritt für übertrieben, sollten Sie Ihren Koffer nach der Reise (wenn möglich) in der Badewanne auspacken. So lässt sich eine Flucht der Bettwanzen relativ gut verhindern. Waschen Sie Ihre gesamte Reisekleidung bei 60°C und geben Sie die Textilien anschließend in den Wäschetrockner. Nichtwaschbare Gegenstände lassen sich prima in einem Plastikbeutel bei -18°C einfrieren. Grundsätzlich sollten Sie Ihre Wohnung nach einem Urlaub aufmerksam beobachten und mögliche Verstecke von Bettwanzen im Auge behalten.

Tipps, wenn Sie im Hotel oder Hostel Bettwanzen erkennen

Bettwanzen können selbst im nobelsten Hotel zur Plage werden. In der Regel werden Sie vom Personal vermutlich auch nicht mit Absicht in ein befallenes Zimmer gesteckt. Aber es kann durchaus vorkommen, dass Probleme mit Bettwanzen bekannt sind, diese aber nicht an den Hotelgast kommuniziert werden.

Wenn Sie weder das Zimmer noch das Hotel wechseln können, sollten Sie vorsichtshalber in einem Hüttenschlafsack samt Inlett mit Insektenschutz schlafen. Verstauen Sie das Gepäck vor dem Schlafen zudem in einem Schutzsack und verschließen Sie diesen.