Schlafzimmer im Vintage Look

Was machen Sie als erstes, wenn Sie morgens aufstehen? Oftmals geht der Blick nach dem Aufwachen direkt auf das Smartphone. Im halben Tiefschlaf schlürfen wir dann in die Küche und gönnen uns die tägliche Koffeindosis. So richtig in die Gänge kommen wir erst, wenn wir unter der Dusche stehen. Wussten Sie, dass sich nur rund zwei Drittel aller Deutschen an Werk- und Arbeitstagen Zeit zum Frühstücken nehmen? Dabei sind es gerade die kleinen Morgenrituale, die uns einen guten Start in den Tag ermöglichen. Wir geben Ihnen Tipps und Tricks dazu.

Die erste Stunde des Tages, bestimmt die Energie des restlichen Tages.“

Eben Pagan

Fun Fact: Lerche oder Eule? Ob wir morgens leicht oder schwer aufstehen, liegt auch an der Veranlagung. Die Nachteule ist dabei natürlich eher Typ Langschläfer.

Darum brauchen Sie Morgenrituale

Ein Morgenritual bedeutet, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Und zwar dann, wenn es besonders wichtig ist, wenn man frisch in einen neuen Tag starten möchte. Es gibt Energie für die Arbeit genauso wie Sicherheit. Wie wir morgens starten, beeinflusst wesentlich die Produktivität des ganzen Tages. Reizüberflutungen sollte man dabei aber vermeiden – es sollte mehr ein Ritual der Ruhe und Achtsamkeit sein. Es gibt übrigens einen Unterschied zwischen Routine und Ritual: Die Routine macht man aus Gewohnheit. Das Ritual hingegen ist eine bewusste Entscheidung. Auch für Kinder sind Morgenrituale sehr wichtig.

Tipps für einen entspannten Morgen

Ein Morgenritual sieht bei jedem Menschen anders aus. Während einige mit einer Tasse Kaffee fit wie ein Turnschuh sind und generell gut aus dem Bett kommen, brauchen andere etwas länger. Ausgiebiges Duschen, ein leckeres Frühstück, lesen oder Musik bzw Podcast hören lassen uns gut gelaunt und voller Tatendrang in den Tag starten.

Wenn Sie sich nach einem entspannten Morgen sehnen, verraten Ihnen unsere Experten tolle Tipps für Ihr neues Morgenritual.

  • Bett machen: Klingt simpel, ist es auch. Das Bett zu machen, kann der allererste Schritt Ihres Morgenrituals sein. Wenn Sie Ihr Bett machen, befriedigt dies Ihren Sinn für Ordnung und gibt Ihnen zugleich das Gefühl, nach dem Aufstehen etwas erreicht zu haben. Genau dieser Step kann den bevorstehenden Tag in die richtige Bahn lenken. Wenn Sie Ihr Bett morgens machen, sind Sie gleich viel motivierter und gehen Ihre To-Dos für den Tag gelassen und optimistisch an.
  • Meditation: Für mehr Gelassenheit im Alltag können Sie Ihre Morgenroutine um eine kleine Mediation erweitern. Hierfür eignet sich ein ruhiger Ort in Ihren vier Wänden, den Sie mit weichen Kissen, einer Decke, Kerzen und wohlriechenden Duftstäbchen ausstatten. Eine Meditation kann Ihnen helfen, im Alltag gelassener und zentrierter zu sein. Auch Atemübungen sind eine Art der Meditation.
  • Yoga: Sanfte Yoga-Übungen helfen nicht nur dabei, den Körper nach dem Schlafen zu wecken und ihn durch Dehnungsübungen auf den Tag vorzubereiten. Ähnlich wie eine Meditation können Sie zu sich selbst finden. Nutzen Sie morgens nach dem Aufstehen 10 bis 15 Minuten und konzentrieren Sie sich nur auf sich. Das Handy bleibt aus und die Kaffeemaschine wird links liegen gelassen. Zentrieren Sie sich in Ihrem Körper und erwecken Sie jeden einzelnen Muskel sanft zum Leben. Fun Fact: Wenn Sie sich ganz lang strecken, die Arme über den Kopf nach oben ziehen, fühlen Sie sich den ganzen Tag besser. Also unbedingt den Sonnengruß einplanen.
  • Ausreichend trinken (beim Frühstücken): Nach dem Schlafen lechzt unser Körper nach Flüssigkeit. Dies sollten Sie ihm nicht verwehren – und bitte nicht nur in Form von Kaffee. Ihr Kreislauf freut sich, wenn Sie nach dem Aufstehen auf der Bettkante sitzen bleiben und erst einmal etwas trinken. Das kann beispielsweise ein Glas (warmes) Wasser mit oder ohne Zitrone sein. Auch ein grüner Smoothie ist gesund und lecker. Je nachdem, was Sie mögen! Trinken Sie ganz bewusst nur kleine Schlucke. Ingesamt sollten Sie rund einen halben Liter trinken, bevor Sie morgens in den Tag starten.
  • Morgenseiten: Für die Morgenseiten schnappen Sie sich ein herkömmliches Notizbuch, einen Stift und schreiben auf, was Ihnen gerade in den Sinn kommt. Ziel der Morgenseiten ist es nicht, eine gut durchdachte Story auf das Papier zu bekommen, sondern die morgendlichen Gedanken zu ordnen. Sie können einfach kritzeln oder aufzählen, was Sie gerade besonders schön oder doof finden.
  • Wünschen, dankbar sein und sich freuen: Überlegen Sie, was Ihre größten Träume sind, und wünschen Sie nicht nur, sondern stellen Sie sich vor, sie sind bereits verwirklicht. Auch können Sie dankbar sein, für alles, was Sie in Ihrem Leben haben. gehen Sie Dinge im Kopf durch, die Ihr Leben bereichern und nicht selbstverständlich sind. Oder Option 3 ist, dass Sie sich überlegen, auf was oder wen Sie sich an diesem Tag freuen.

Tipp: Für alle diese Rituale entspannend: Das Handy dazu ausmachen!

So werden Sie besser wach

  • Beachten Sie die Schlafphasen, sodass Sie nicht während der Tiefschlafphase aufwachen
  • Sich sanft aufwecken lassen – vom Lieblingssong statt einem schrillen Ton.
  • Kalt duschen! Auch die Wechseldusche ist sehr gesund.
  • Fenster auf, Luft und Licht reinlassen!

Den Morgen gut organisieren

Sie kommen morgens immer zu spät erst aus dem Haus? Dafür kann es zwei Gründe geben. Entweder, Sie stehen zu spät auf, oder Sie trödeln bzw. haben ein falsches Timing. Ersteres lässt sich lösen, indem Sie den Wecker einfach 10 Minuten früher stellen. Für zweiteres: Wie wäre es, wenn Sie sich schon am Vorabend auf den nächsten Tag vorbereiten? Das beinhaltet auch zum Beispiel das Vorbereiten von Outfit und Arbeitstasche. Ebenso kann eine To-Do-Liste helfen – hier kann man sich auch mit dem Partner/ der Familie absprechen. Handy weglegen, das lenkt dann nicht vom Wesentlichen ab und entspannt!

So erstellen Sie Ihre persönlichen Morgenrituale

Morgenrituale Frau auf Bett streckt sich

Eine Morgenroutine hat auch immer etwas mit Gewohnheit zu tun. Vielleicht werden Ihnen die neu erlernten Morgenrituale in der ersten Zeit noch etwas schwer fallen, aber das wird sich nach einigen Wochen schnell ändern. Wir haben Ihnen einen effektiven Plan für Ihre neue Morgenroutine zusammengestellt.

  1. Eine Liste erstellen

    Erstellen Sie eine Liste mit Dingen, die Sie am Morgen erledigen müssen oder die Ihnen wichtig sind. Dadurch bekommen Sie ein Gefühl für die Zeit, die Sie für Ihre neue Morgenroutine einplanen sollten.

  2. Die Eingewöhnung

    Probieren Sie Ihre neu gestaltete Morgenroutine aus und behalte diese Schritte zur Eingewöhnung einige Wochen bei.

  3. Ein Schlafplan

    Ein Muss für die Konzeption Ihrer Morgenrituale ist gleichzeitig auch die Erstellung eines Schlafplans. Legen Sie fest, wie viele Stunden Sie schlafen möchten oder müssen. Halten Sie sich auch am Wochenende an diese Zeiten!

  4. Biorhytmus

    Von Null auf Hundert gelingt den wenigsten die Morgenroutine! Seien Sie daher gelassen und passen Sie Ihren Biorhythmus allmählich an die neuen Morgenrituale an.

Wichtig ist zu wissen, dass jede Morgenroutine individuell ist und generell das Ziel verfolgt, dass Sie mehr Energie und Lebensfreude im Alltag haben.

Wie unsere Einrichtung unseren Start in den Tag beeinflusst

Auch wenn wir es uns nicht immer eingestehen wollen, ein aufgeräumtes Zuhause sorgt nicht nur für Ordnung im Alltag, sondern auch im Kopf. Die Gedanken sind geordnet und Ihre vier Wände erstrahlen in einem neuen Glanz. Morgens noch hektisch die Küche vom Vorabend aufräumen? Die Wäsche abhängen und womöglich noch bügeln? Das sorgt nach dem Aufstehen wohl kaum für Entspannung. Auch ein überfüllter Esstisch, der alles andere als einladend wirkt, lässt keinen Raum für ein leckeres Frühstück. Ein guter Start in den Tag sieht definitiv anders aus.

Sorgen Sie mit frischen Blumen und Ordnung für gute Laune und mehr Gelassenheit am Frühstückstisch! Gleichzeitig wirkt eine aufgeräumte Küche wahre Wunder. Da freut man sich gleich doppelt auf den Feierabend, wenn man weiß, dass Zuhause ein wohliges Ambiente auf einen wartet.


Lese-Tipps: Winterblues? Klicken Sie auch in unsere Artikel Meditation für Anfänger und Memoboard selber machen.