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Esszimmer mit offenen großen Fenstern zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit

Neben der Raumtemperatur ist es die Luftfeuchtigkeit, die uns im eigenen Zuhause ein wohliges Gefühl verleiht. Sie beschreibt den Anteil von Wasserdampf in der Luft. Für den idealen Wohlfühlfaktor sollte diese weder zu hoch noch zu niedrig sein – und das ist gar nicht so einfach! Je nach Beschaffenheit und Nutzung hat jeder Raum in Ihrer Wohnung seine optimale Luftfeuchtigkeit. Dazu gibt es die relative, absolute und optimale Luftfeuchtigkeit. Lesen Sie hier daher, wie Sie die optimale Luftfeuchtigkeit in Räumen herstellen können!

Die Luftfeuchtigkeit – oder auch Luftfeuchte genannt – bezeichnet den Anteil des Wasserdampfs am Gasgemisch in der Luft.“

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Die Luftfeuchtigkeit messen

Wir messen dabei die relative Raumfeuchte, die man mit einem Hygrometer ermittelt. Sie gibt an, wie viel Prozent des maximalen Wasserdampfgehaltes sich momentan in der Umgebungsluft befindet. Die absolute hingegen besagt, wie viel Gramm Wasser sich in einem Kubikmeter Luft befinden. Besonders beliebt ist das Haarhygrometer, auch Absorptionshygrometer genannt. Es misst die Luftfeuchtigkeit durch Haare, denn diese dehnen sich bei der Absorption von Wasser aus. Das Psychrometer ermittelt die Differenz zwischen Trocken- und Feuchttemperatur des Raumes. Taupunktspiegelhygrometer hingegen verwenden den Luftdruck und die Taupunkttemperatur zur Ermittlung und gelten als am genauesten.

Luftfeuchtigkeitsmaße

  • Der Dampfdruck 
  • Die absolute Luftfeuchtigkeit
  • Die relative Luftfeuchtigkeit (Die maximale Luftfeuchtigkeit entspricht 100% der relativen)
  • Die spezifische Luftfeuchtigkeit
  • Der Feuchtigkeitsgrad
  • Der Taupunkt
  • Die Feuchttemperatur 

Luft holen – die optimale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

Im Allgemeinen wird eine Feuchte von 40 bis 60 Prozent bei einer durchschnittlichen Raumtemperatur von 20 Grad Celsius als optimales Raumklima betrachtet. Mehr zum Raumklima verbessern erfahren Sie in unserem Artikel dazu. Allerdings ist die genaue Angabe von Raum zu Raum unterschiedlich. So sollte beispielsweise im Schlafzimmer die Durchschnittstemperatur bei 16 bis 18 Grad Celsius liegen, um den sich erhitzenden schlafenden Körper zu schonen. Ausschlaggebend ist immer, wie viele Personen sich wie lange im jeweiligen Raum aufhalten. Außerdem spielt die Tätigkeit, die in dem Zimmer ausgeübt wird, eine große Rolle. So ist die Luftfeuchtigkeit durch den Wasserdampf von Duschen oder Kochen in Bad und Küche grundsätzlich immer leicht erhöht. Da dieser im Büro fehlt, ist dort die Luft meist zu trocken.

Entsprechend gilt für Einzimmerwohnungen oder WG-Zimmer nicht die typische Schlafzimmer Angabe, sondern muss situativ angepasst werden. Tagsüber wärmer (ca. 21 Grad), nachts jedoch kühler (ca. 18 Grad).

Unsere Tabelle zur optimalen Luftfeuchtigkeit in jedem Raum

Allgemeiner Richtwert: Für die Gesundheit ist die perfekte Raumfeuchte 50 Prozent und die Raumtemperatur 20 Grad. Bei höherer Temperatur ist die optimale Raumfeuchtigkeit niedriger.

RaumTemperaturFeuchtigkeit
Kinderzimmer, Arbeitszimmer, Wohnzimmer20 – 23 Grad40 – 60 %
Badezimmer 20 – 23 Grad 50 – 70 %
Küche18 – 20 Grad50 – 60 %
Flur15 – 18 Grad40 – 60 %
Schlafzimmer17 – 20 Grad40 – 60 %

Im Keller herrschen immer kältere Temperaturen. Da kühlere Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann, herrscht oft eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn Sie diesen aber als zusätzlichen Wohnraum nutzen möchten, sollten Sie wegen der Gefahr von Schimmel unbedingt dagegen steuern. Optimal wären hier 50 – 65 %. Lüften Sie daher auch den Keller wenn möglich. 

Tipp: Lüftungssysteme! Dezentrale Lüftungsanlagen an den Außenwänden übernehmen den Luftaustausch. 

Gesünder Wohnen: Auswirkungen bei zu hoher oder zu niedriger Luftfeuchtigkeit in Räumen

Kaum zu glauben, aber die Luftfeuchtigkeit hat eine enorme Auswirkung auf unsere Gesundheit – sowohl positiv als auch negativ. Besonders im Schlafzimmer ist sie enorm wichtig für einen guten Schlaf. Bei einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit kann es zu Augen-, Haut- und Schleimhautreizungen kommen, die sich durch Rötungen, Juckreiz und Husten äußern. Zusätzlich kann Ihre Immunabwehr geschwächt werden, wodurch vermehrt Erkältungskrankheiten auftreten können. Auch gehäufte leichte Stromschläge beim Berühren metallischer Gegenstände, können ein Anzeichen für eine zu geringe Luftfeuchtigkeit sein.

Ist die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause zu hoch, führt dies in den meisten Fällen zu einer Schimmelbildung. Die Luft kann zwar nur eine bestimmte Menge an Wasser aufnehmen. Dennoch: Ab einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent können Sie sich davor kaum noch vor Schimmel schützen. Der Schimmel schädigt die Bausubstanz Ihrer vier Wände und Ihre Gesundheit. Auch Stockflecken und ein muffiger Geruch können auftreten. Asthma und Allergien sind hier die Folge. Auch für Pilze, Milben und Silberfische bildet enorme Luftfeuchtigkeit ein perfektes Paradies.

Auswirkungen des Wetters auf das Lüften und die Luftfeuchtigkeit in Räumen

Es gibt folgende Unterschiede: Im Sommer ist die Luft draußen feucht, im Winter trocken. Denn je höher die Lufttemperatur ist, desto mehr Wasserdampf kann die Luft aufnehmen. Beachten Sie dies stets! Dennoch gibt es auch sehr feuchte Wintertage: Bei Nebel liegt die Luftfeuchtigkeit bei 100%. Und bei Regen ist sie natürlich auch höher, als normal. Haben Sie eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Haus, sollten Sie dennoch auch dann lüften. Denn warme Luft im Raum kann viel mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte, die dann von außen eintritt. Ist Ihre Luft sowieso zu trocken, ist es natürlich ideal, im Winter besonders bei Nebel und Regen zu lüften.

Die Luftfeuchtigkeit in Räumen senken

Vor allem im Sommer lassen sich hohe Temperaturen bei einer niedrigen Luftfeuchtigkeit besser ertragen. Ihrer Gesundheit zuliebe sollte der Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft nicht unter 40 Prozent sinken. Falls Ihre vier Wände über eine zu hohe Luftfeuchtigkeit verfügen, haben unsere Experten hilfreiche Tipps zum Senken der Feuchtigkeit parat. Natürlich können Sie auch zu einem professionellen Luftentfeuchter greifen.

Hausmittel, Tipps & Tricks:

  • Eine Schüssel Salz & Reis: Stellen Sie eine Schüssel mit Salz und Reis auf. Diese Lebensmittel nehmen Feuchtigkeit auf und binden sie, indem Salz und Reis verklumpen. Achten Sie darauf, dass Sie die Zutaten regelmäßig austauschen. Weiterer Tipp: Katzenstreu!
  • Nicht so heiß & lange Duschen: Duschen Sie am liebsten ausgiebig bei hohen Wassertemperaturen? Dann kann dies eine Ursache für den Anstieg der Luftfeuchte in Ihren vier Wänden sein. Grundsätzlich sollten Sie nach dem Duschen möglichst schnell und effektiv Lüften, damit der Wasserdampf nach draußen ziehen kann.
  • Raumtemperatur & Luftfeuchtigkeit: Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit sind zwei Komponenten, die in einem gewissen Zusammenhang stehen. Achten Sie darauf, dass die Raumtemperatur in der Regel zwischen 20 und 22 Grad liegt.
  • Lüften, lüften, lüften: Regelmäßiges Lüften ist wichtig, wenn Sie die Luftfeuchtigkeit senken (oder auch erhöhen möchten). Wie Sie richtig lüften, erfahren Sie in unserem Artikel dazu! Um die Luftfeuchte zu senken, sollten Sie Stoßlüften anstatt die Fenster zu kippen – besonders im Winter. Zwei bis drei Mal pro Tag für rund 10-15 Minuten ist ausreichend. Im Sommer sollten Sie direkt nach dem Aufstehen lüften.

Die Luftfeuchtigkeit in Räumen erhöhen

Neben der Raumtemperatur spielt vor allem die optimale Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle, damit wir uns in den eigenen vier Wänden wohlfühlen. Generell sollte diese weder zu hoch noch zu niedrig sein. Denn auch zum Beispiel trockene Luft im Schlafzimmer kann sehr schädlich sein. Es gibt auch professionelle Luftbefeuchter als technische Unterstützung.

  • Smart lüften: Grundsätzlich sollten Sie am besten dann lüften, wenn die Außenluft mehr Feuchtigkeit enthält als die Raumluft. Dies können Sie mithilfe von zwei Hygrometern feststellen. Das eine Messgerät sollte sich dabei im Raum befinden, das andere im Freien. Zusätzlich sollten Sie den Luftaustausch nicht nur mit einem gekippten Fenster vornehmen, sondern durch Stoßlüften. Lüften Sie zudem mehrmals täglich.
  • Stellen Sie Zimmerpflanzen auf! Hier ist zu beachten, dass sich für die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit nicht jede Pflanze eignet. Nur grüne Mitbewohner, die viel Wasser benötigen, geben auch viel Wasserdampf an die Raumluft ab. Ideal sind Zyperngras, Papyrus-Pflanzen, Zimmerlinde und Grünlilie. Luftreinigende Pflanzen finden Sie in unserem Artikel dazu – natürlich gibt es auch professionelle Luftreiniger!
  • Feuchte Wäsche & Wasser bei der Heizung: Durch die trockene Heizungsluft ist die Luftfeuchtigkeit vor allem im Winter oftmals sehr niedrig. Durch das feuchte Wäsche Trocknen in der Wohnung oder Bügeln können Sie die Luftfeuchte im Raum erhöhen. Oder sie stellen einfach eine Schüssel Wasser in die Nähe ihrer Heizung. Mehr Tipps zum richtig Heizen bekommen Sie in unserem Artikel dazu.
  • Zimmerbrunnen: Um hingegen einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit im Sommer entgegenzuwirken, bieten sich Zimmerbrunnen an. Diese geben stetig Wasserdampf an die Raumluft ab und entspannen zusätzlich durch ihr beruhigendes Plätschern.

Mehr Tipps und Tricks zum Wellbeing – klicken Sie in unsere Kategorie dazu! Und wie wäre es mit Tipps zum Thema Lufterfrischer selber machen?